— Unterhaus. Gladsrone's Prtoritälsantrag wurde um 2 Uhr Nachmittags mit 251 gegen 33 Stimmen, also nach 22stündtger Debatte angenommen. Die Sitzung wurde hieraus vertagt.
Berlin, 26. Januar. Das ÄbgeorvnetenhauS vertagte die Weiter- berathuug des Antrages Windthorst auf morgen. Der Kultusminister ei klärte im Laufe der Debatte, daß die Regierung aus ihrem bisherigen ablehnenden Sta, dpunkte v rharre._________________________________________________________
Vermischtes.
— B ettenhausen b./Lich. Am 23. d- Mts. feierte der Rechner S ch m ee l zu Bettenhausen, im Kreise seiner Kinder, Enkel und nächsten Verwandten das seltene Fest der goldenen Hochzeit. Das Jubelpaar ist noch recht rüstig und erfreut sich der besten Gesundheit. Herr Schmeel verwaltet bie Rechnerstelle seiner Heimathgemeinde schon seit 1839; außer derselben noch diejenige der Gemeinde Muschenheim feit 1846, und die der Mark Birklar feit 18ö5 zur allseitigen Zufriedenheit und mit größter Gewissenhaftigkeit und Pünktlichkeit. Als em Beweis der bedeutenden Arbeitskraft dieses Mannes mag noch erwähnt werden, daß er jährlich noch etwa 14 Rechnungen für die umliegenden Gemeinderechner, sowie ebensoviel Gemeindevoranschläge ausstellt. Möge derselbe noch recht lange bei ungeschwächter Gesundheit in seinem Berufe thätig sein.
— (Ausdauer im Fasten.) Em bemerkenswerther Fall von Ausoauer im Fasten wird aus Ipswich berichtet- Das Werb des Gärtners Lockwood soll, diesem Berichte zufolge, während des ganzen Jahres 1880 nicht ein Pi und fester Nahrung zu sich genommen habe und seit den letzten 3 Monaten hat sie sich täglich von nichts Anderem genährt, als von einigen Tropfen eines schwachen Theeaufgusses, zusammen gewiß keine Pinte im Monate. Sie ist vollständig zum Skelet abgemagert und ist unfähig, hren Kopf zu bewegen ober Augen und Munb zu öffnen. Bei der geringsten Bewegung wird sie ohnmächtig und liegt dann Stunden, ja selbst Tag- lang im Zustande totaler Bewußtlosigkeit. Einmal blieb sie 14 Tage lang bewußtlos- Ein Arzt, Der sie besuchte, hat conftatirt, daß sie an Druck auf das Gehirn leide, und daß sie von Zeit zu Zeit m der rechten Schläfe intensive Schmerzen verspüre. Wenn dieser Bericht nur halbwegs glaübwürdig ist, ist damit alles Überboten, was jemals an Enthaltsamkeit auf dem Gebiete der Ernährung geleistet worden ist — Dr. Tanner nicht ausgeschlossen.
— (Aus Pompeji) sind Berichte über interessante neue Entdeckungen einge- gangen- In dem 7. Block der 9. Region wurde ein zur Zeit der Verschüttung im Bau begriffenes Haus blosgelegt, welches in seiner Anordnung wesentlich von den bisher bekannten Häusern Pompejl's abweicht. In einem dicht daneben liegenden Hause fand man an einer Wand ein in dieselbe mit vier Nägeln eingcsügtes großes viereckiges Stück schwarzen Glases, welches, sobald es angcfeuchtet ist, die vorgehaltenen oder vorstehenden Gegenstände wiederspiegelt. Dieses Glas gilt für einen ersten Versuch zu den späteren Spiegeln. In einem dritten Hause wurden vier Wandgemälde entdeckt, von denen drei wohlerhalten sind und die Befreiung Andromache's vom See- ungeheuer durch Perseus, die Ueberführung des Pferdes nach Troia, einen heiligen Hain, Nymphen u. f. w. darstellen.
— Berlin, 12. Jan. Wie der Vosfischen Zeitung aus Kairo gemeldet wird, sind in der Nähe von Saggarah, im Norden des alten Memphis, zwei Pyramiden geöffnet worden, welche von zwei Königen der sechsten Dynastie erbaut sind und deren Gänge und Zimmer mit mehreren Tausend Inschriften bedeckt sind — ein ungeahnter Fund von der höchsten wissenschaftlichen Bedeutung.
London, 22. Januar. Ein Grubenunglück ganz eigenihümlichcr Art wird aus Corn- wall gemeldet. Fünf Männer uno vier Jungen waren am letzten Mittwoch in der New-Cathk dral-Mine unweit Redruth mit Sprengen beschäftigt, als ein Wasserstrom sich plötzlich in die Grube ergoß und dieselbe so rasch überschwemmte, daß nur ein einziger Bergmann sich zu retten vermochte. Die übrigen acht fanden ein Wassergrab. — Hcr Majestys Theatre am Haymarket in London ist mit genauer Noch der Vernichtung durch Feuer entgangen In einem der oberen Räume des Opernhauses, in welchem die werthvolle Garderobe der italienischen Operngesellschaft des Herrn Mapleson aufbewahrt lag, brach am Donnerstag Abend gegen 6'/r Uhr ein Feuer aus, das ohne energische Löschhülfe traurige Folgen gehabt haben würde. Die Garderobe selber ist theiis verbrannt, theils durch Master gänzlich verdorben. Das Feuer entstand durch die Ueberheizung eines Ofens, wodurch die Garderobeschränke in Brand gertethen.
— Die Niagarafälle sollen in diesem Winter infolge der herrschenden Kälte einen prachtvolleren Anblick als je gewähren. Eine Schilderung von dort lautet: Mächtige Eisblöcke drecken sich laut krachend Bahn durch den Schlund und scheinen sich jeden Augenblick aufstauen zu wollen, um so eine feste Eisbrüae zu bilden; das Winterkleid des Niagara ist wunderbar schön. Gigantische Eiskegel ragen schon bis zur halben Höhe der Fälle empor, und di« Boumrie,en des Prospekt Park wie die auf Goat Island und Tadle Rock neigen sich untre der schweren Decke krystaüisirten Eises, mit denen sie überzogen sind. Die ganze Wintcr- landsehaft gewährt einen Anblick, den zu genießen eine Reise aus weiter Entfernuna sich wohl lohnt. ö
— Aus Hessen. Zwischen Carlshafen und Uslar sind vor einigen Tagen zwei cr> starrte Handwerksburschen, keine 100 Schritte von dem Dorfe Enshausen entfeint, auf der Chaussee aufgcfunden worben. Dieselben wüsten in der Dunkelheit das dicht vor ihnen liegende Dorf nicht gesehen haben und hatten sich wahrscheinlich ermüdet auf einen Steinhaufen niedergelassen, wo sie vom Schlaf überwältigt wurden, aus dem es kein Erwachen mehr gibt. Noch einige Schritte weiter und sie wären gerettet gewesen.
— Als ein Zeichen der Zeit, d. h. der immer mehr zunehmenden Verarmung deS Volkes kann es angesehen werden, baß sich in München die Hundefleischfrester in so b.dmk- Ucher Weise mehren, daß sich die Polizei veranlaßt sieht, ein strenges Augenmerk auf dieselben zu richten.
Münster, 21. Januar. Wie der „Westf. Pr.-Ztg." mitgetheilt wird, ist laut Verfügung der kgl. Eisenbahn-Dlrectton auf sämmtlichen Screcken der Köln-Mindener, sowie der Westf. Eisenbahn der Güterverkehr bis auf Weiteres eingestellt. Ebenso werden vorläufig keine Güter mehr angenommen, da ca. 250 beladene Waggons Hierselbst liegen und wegen den kolostalen Schneemasten nicht weiter befördert werden können.
— (Ein braver hessischer Seemann.] Der Hamburger Dampfer „Herder", auf der Fahrt von Hamburg nach Newyork begriffen, gewahrte am 2>5. November v. I. unter 47.18° Brette und 41.02° Länge inmitten eines furchtbaren Sturmes einen weit entfernten Schoo/,er, welcher das Nothsignal gehißt batte uno willenlos auf dem Master berumgeschleudert wurde.' Sofort ließ der wackere Capitän des „Herder", C. L. Brandt, den Dampfer halten, um Rettung KU versuchen. Freilich wgren die Aussichten auf Erfolg gering, da der roütbenbe Orkan bas Herablasten des Bootes kaum ermöglichte und die aufgeregten Gewässer bas kleine Fahrzeug alsbald zu verschlingen drohten. Trotz der augenscheinlichen Gefabr erklärte sich der erste Officur des Dampfers ohne Bedenken bereit, das Liebeswerk zu wagen. Mit vier opfer- muthigen Matrosrn, ote sich als Freiwillige dem Magniß anscklossen, ruderte der Ofsieier unter unsäglichen Schwierigkeiten an den wild herumkreisenden Rumpf des Schooners heran, wußte mit großer Gewandtheit einen nach dem andern von der unglücklichen Sckiffsmannlchaft in dem Rettungsboote zu bergen und hatte die Freude, alle wohlbebalten zum „Herder" über- zuführen. Das verunglückte Schiff war der Schooner „Lady Louisa", welcher sich auf der Fahrt von Hardor Grace (Neufundland) nach Bristol befand. D,e gerettete Mannschaft, bc stehend aus dem Capitän, dem Steuermann und fünf Matrosen, hatte schon mehrere Tage und Nachte auf dem entmasteten Schiffe mit dem Tode gekämpft und war nun des Dankes voll fttr die hochberztgen deutschen Seeleute, die zu ihrer Rettung das eigene Leben eingesetzt batten. Die «schiffbrüchigen wurden in Newyork gelandet und traten von hier aus die Rückreise in die H'imath an. Ehre den wackeren deutschen Seeleuten und insbesondere dem braven Schiffs- ofneter. Der L'tztere heißt Karl Kördell; er ist ein Hesse (Sobn des in Castet verstorbenen Eisenbahn-Betriebs Inspektors Kördell) und bat seine opfcrmutbige edle Gesinnuna auch schon früher bei ähnlichen gefährlichen Werken der Barmherzigkeit betätigt, indem es ihm vor mehreren Jahren in den westindischen Gewästern gelang, bei stürmischer See und bei Nacht 13 Schiffbrüchige zu retten.
— sFutter für unsere Vögel.] Wiederum ist nach kurzer Pause strenge Kälte ein. getreten und wir erinnern nochmals daran, der hungernden Vögel nicht zu vergessen Mit Befriedigung eonstatiren wir, daß vom Publikum häufig Kartoffeln, Brodkrumm.-n und Futter ferner gestreut werden, wollen aber darauf aufmerksam machen, daß die-es Futter auch den Thierchen mundgerecht sein muß, wenn es nutzen soll. So Mancher wird sich muntern’ daß die frischen Brosamen re., die Abends gestreut sind, früh unberührt vorgefunben werden. Sehr lrktarlich, denn die Brodkrummen sollten immer auf dem Ofen in einem Blew- oder irdenen Geschirr so lange gedörrt werden, b,s man sie zu Gries zerstoßen kann. Dazu einige Hände voll kleinen Weizen, Hanfsamen, Raps re. genügt den Bedürfnissen unserer Wintervögel. Meisen nehmen al« Leckerbissen auch ein Stück frischen ober geräucherten Speck, einen Stumpen Talg- in Masier. orücki
sic sehr stark und mengt sie dann mit feiner Weizenkleie, bis sie üockene Körner von Gerstengröße bilden. Zerriebene Karloffeln, so behandelt, thun es auch. Die regelmäßige Wiederholung der Fütterung darf man sich nicht reuen lassen, denn, einmal an Winterfütterung gewöhnt, kommen die kleinen Gäste täglich zu bestimmten Zeiten, um ihre Liebesgaben zu holen.
Frankfurt, 24. Januar. Im hohen Alt, r von 80 Jahren starb gestern ei^ schlichter, bescheidener Handwerker, der trotzdem in der wissenschaftlichen Welt einen hohen Ruf genoß, Herr Spenglermeister Gabriel Koch. Derselbe war ein vorzüglicher K nner der Lepidopteren. Seine werthvolle Schmetterlings-Sammlung, welche sich bis jetzt im zoologischen Garten befindet und zeitweilig dem Publikum zugänglich gemacht wird, wurde durch die Bemühungen des verstorbenen Herrn Hammeran der Vaterstadt erhalten. Die Universitäten Göttingen und Moskau hatten cen Forscher ausgezeichnet. — Ende verwickener Woche verstarb dabier ein anscheinend in höchst bescheidenen Verhältnissen lebender Greis, welch.-r das hohe Alter von 92 Jahren erreichte. Derselbe soll ein Vermögen von 5—6 Mill. X, das dem Assoice einer Ani- linfabrik zufällt, hinterlassen haben.
— Aus Birmingham, dem Mittelpunkte des englischen Radtcalismus, jener patriotischen Stadt, die den Zulus während d,s Krieges mit England Gewehre verkaufte, werden den irischen Rebellin Waffen jeder Art geliefert. Seit M<nschengebenken haben Die Waffenschmiede und Büchsenmacher daselbst nicht so viel zu thun gehabt. Man schätzt die Zahl der m den letzien drei Monaten nach den verschiedensten Tbeilen J.lands geschickteii sogenannten „Constabler.Revolver", welche aber niemals für die Constabler bestimmt waren, auf 8000. Die Preise für Waffen aller Art sind um 15 Procent gestiegen und die Fabrikanten können der Nachfrage nicht genügen
Mainz, 23. Januar. Gestern kam ein würdig uny achtenswerto aussehender Bauersmann in den Laden eines hiesigen Kle'idcrfabrikanten, begleitet von sieben Bub n zwischen 12 und 14 Jahren Bald war da« sämmtüchc Personal des Kaufmanns m Bewegung, Denn die sieben Buben sollten von Kopf bis zu Fuß neu geklerdet werden; nach endlosem Anvassen war endlich die kleine Säaar mit Hose, Weste und Joppe versehen, all.in noch fehlte die Kopf» bedeckung; der Kleiderhändler ließ dann endlich auf Verlangen des Bauern von einem Nachba.n 7 Pelzmützen holen, die angenommen wurden; aber noch war die Ausrüstung nicht vollständig, eS fehlten Wollhemden, auch diese wurden aus der Nachbarschaft geholt. Als jetzt der Kaufmann dem guten Kunden die Rechnung überreichte, erwiderte dieser sehr herablassend, indem er auf ein Blatt Papier aus seinem Notizbuch einige Zeilen schrieb: „Hier die Anweisung auf meine Chatullkasse, ich bin der Kurfürst von Hessen!" Jetzt stellte sich heraus, daß der Mann geisteskrank war und bei einem Schuhhändler eine ähnliche Comödie aufgeführt hatte.
Gingesandt.
An die Redaktion des Gießener Anzeigers.
In lobenswerther Weise haben Sie zu Guiisten der hungernden Vögelein in Feld und Wald Ihre Svalten geöffnet und den von Ihnen Empfohlenen wird von vielen Seiten B-od und andere Nahrungsmittel gespendet.
Nun flieht es aber in Güßen Taubenbesitzer, welche ihre Tauben zu gegenwärtiger Zeit frei fliegen lassen und diese fallen über das den armen Vögeln gespendete Futter her, so daß den armen Thieren das Nachsehen bleibt.
Würbe es nicht zweckmäßig sein, in JhrelK Blatte einen Aufruf zur Unterstützung armer Taubenbesitzer zu veröffentlichen? Das Taubenfutter könnte man ja den armen Taubenbesitzern ins Haus liefern und sie fo zum Einsperren ihrer Tauben veranlassen.
Alle Spatzen, Finken, Meisen rc. rc. würden dann wenigstens nicht zu kurz kommen. l. K.
Indem wir vorstehendem Eingesandt Raum geben, müssen wir unser Bedauern darüber aussprechen, daß sich, wie wiederholt bemerkt worden, sowohl große als auch kleine Schlingel damit lustiren, an diversen Futterplätzen, sei es an einer Fensterbank oder im Freien, mit Flobertflinten und Steinwürfen dem armen hungernden Volke nach dem Leben zu streben. Solchen Burschen dürste es nichts schaden, wenn sie im Betretungsfalle einmal gründlich a posteriori behandelt würden, vielleicht Hilst d.es besser als alj,e Ermahnungen. D. Red.
Literarisches.
Don dem Allgemeinen Handatlas in 86 Karten von Dr. A. Andree (voll ständig in 10 Lieferungen ä 2 J6), dessen Vollendung tn kürzester Zeit zu erwarten ist liegen uns wiederum zwei Lieferungen, 7 und 8, vor, welche sich ebenbürtig Den früheren an die Seite stellen. Dieselben enthalten : Großer Ozean, Meeres tiefen und Telegraphenkabel, Deutschland physikalisch, Isothermen- und Windkarte der Erde, Rel-gionskarte von Europa, China und Japan, Ceniralasien und Ostindien, Hinterindien und der Malaysche Archipel, Provinz Pommern Königreich Sachsen unv Thüringische Staaten, Provinzen Ost- und Westpreußen, Die Nordost- Staaten der Union, Australien und Neuseeland, Centralamerika und Westindien. Wie wir vernehmen übt der Handatlas eine unverminderte Anziehungskraft aus, und hat nne Verbreitung erlangt, wie sie ähnlichen kartographischen Unternehmungen nicht im entferntesten zu Theil geworden ist.
Handel und Vermehr.
Limburg, 26 Januar. (Fruchtmarkt.) Rother Weizen JL 19.15, Weißer Weizen JL < 0.00, Korn JL 16.30, Gerste X 10 65, Hafer X 7.15, Erbsen X 00 00, Kartoffeln X 0.00. (Durchschnittspreis pro Malter.)
Frankfurt, 26. Januar. (Marktbericht.) Der heutige Heu- und Strobmarkt war gut befahren. Heu kostete (e nach Qualität der Ctr. X 3.00— 4.00 Stroh X 2.0u 3 3© Butter daS Pfd. im Großen 1. Qual. X 90—1.00, 2. Qual X 0.85—90 im Detail Da8 Pfd. X 1.20—0 00 2. Qual. 1.10— 00. Eirr daS Hundert X 6—8 30. Ochsenfittsch per Pfund 65—70 H, Kuh', Rind und Farrenfleisch 45-55 Kalbfleisch 50—55 A Hammelfleisch 45—55 H, Schweinefleisch 75 8') H, ein Hahn X 1.5 -—2.00, ein Huhn X 1.50 2, eine Ente X 2.50 3.00, eine Taub- 60—00 Gans X 4.00- 100 Haiev las Stück X 3.00—3.50, Feldhubn X 2.00-0 00. Rehbock da« Pfd. 70-00 H Kapaunen X 0—0.00, Wälscher Hahn X 6—8 0 Kartoffeln 100 Ko X 6.00—7.00, Kohlrabi 5—8 H Blumenkohl 1 St. 30—60 H Wirsing 00-00 Gelberüben 1 Bund 12 — 15 rlwicbeln
1 Bund 0 H Sellerie das Stück o—00^, Meerrettig 1 Stück 00 —00 Spargel das Pfund 000—0 Romain-Salat 30 00 Endivien 10—0 H, Rothkraut 15—20 A Weißkraut 15—25 H, Artischoken 50 Erbsen da- Pfo. 00
Eine ernste Mahnung.
Mitunter schleppt man sich Tage-, Wochen-, ja Monate lang mit ein-m Husten und Schnupfen oder mit Heiserkeit herum und erträgt geduldig alle die vielen Qualen und Unzuträglichkeiten in dem Glauben, daß die vielfach dagegen empfohlenen Mittel (Snrupe, Pastillen, Bonbons, Thees rc.) doch nichts helfen und dieses Unwohlsein von selbst wieder verschwinden wird, während man diesen zumeist unerträglichen Krank- beitszustand überraschend leicht und schnell und ohne nennenswerthe Ausgabe beseittgen kann. — Nack den neuerdings gemachten wissenschaftlichen Erfahrungen ist ein solcher katarrhalischer Zustand, der nur auf eine Entzündung der Schleimhäute der Luftwege zurückge^ührt werden muß, binnen wenigen Stunden durch ein geeignetes antiphlogistisches Mittel vollständig zu beseitigen, was auch bei den angestellten praktischen Versuchen vollständig gelang. Verschiedene Aerzte u. a. Dr. med Wittlinger in Frankfurt a. M-, Stabsarzt a. D-, Dr. med. Schmidt in Ahrweiler empfehlen die Dr. E. Voß'schen Ra- tarrhpillen, welche von dem Apotheker Dr Ew. Voß, Adlcrapotheke in Frankfurt a. M- im Großen hergestellt, und in den Apotheken pro Dose 75 Pf. erhältlich sind; in Gießen bei Dr. Hempel.
Diese Katarrhpillen verdienen besonders zur gegenwärtigen Husten- und Schnupfenzeit die allgemeinste Beachtung und dürften zu einem Versuche wohl anregen.__
Ueberdieß sei noch hervorgeboben, daß die Dr. E. Voß'schen Katarrhpillen in Blechdosen, mit gesetzlicher Schutzmarke und mit einem ziegelrothen Verbandstreifen mit dem Facsimile des Dr. E. Voß versehen, einzig nur in dm Apotheken abgegeben werden und vollständig unschädlich sind- — (359
Mitgetheilt von dem Agenten deS norddeutschen Lloyd E. W. Dietz tn Gießen.
Bremen, 26. Januar Der Postdamvfer Main, Capitän I. Darre, vom Norddeutschen Llovd in Bremen, welcher am 15. Januar von Newyork abgegangen war ist heute 5 Uhr Morgens wohlbehalten in Southampton angekommen und bat nach'Landung der für dort bestimmten Passagiere, Post und Ladung um 7 Uhr Morgens die Reise nach hier fortgesetzt. Derselbe überbringt 63 Passagiere und volle Ladung.


