Ausgabe 
27.11.1881 Erstes Blatt
 
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ttie in normalen Zeitläuften aufcechtrrhalten werden würde und er habe dieses sein Wort gehallen. v '

c ~ Der Papst hielt heute, umgeben von dem ganzen Hofstaate, dem bei der Kurte beglaubigten diplomatischen Corps und von Vertretern des römischen Adels, em öffentliches Conftstorium ab m.d hörte daö in lateinischer Sprache gchaltene Plaidoyer des Doyens der Consistortal-Advocaten zu Gunsten der beabsichtigten Heckigsprechunge i an. In der Kammer sind die Interpella­tionen betreffs der Zwischenfälle bei der Ueberführung der Leiche Pius IX zurückgezogen worden.

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Bremen, C. 2 BttM Dom Nordbeut nar, ist gelier Landung der nach hier f°'

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Telegraphische Depeschen.

Wolff'- telegr. Correfpondenz-Bureau. 9rrr^PJ^rr^M^t25 9?Or?r* Der Kaiser hat mit einigen Unterbrechungen im Allgemeinen recht gut geschlafen und ist um halb S Uhr aufgestanden.

. , r ,,Reichs-Anz." enthält heute die Bekanntmachung des Staats-

S"11?0' b*tr, bic Verlängerung deS kleinen Belagerungszustandes für Berlin auf ein Jahr vom 29. November ab.

an ~ k^= ^'Ngen dritten Wahlkreise wurde gestern Prof. Dr. Adolf ?BaioQr ?^>ntiv als Eandidat der antisortschrittlichen Parteien für di« auf den 28. ds. anberaumte Nachwabl aufgestellt. 1

k ., ?5: ^°°ember. Die Abgeordnetenkammer hat bei der

Heuthen Berathung des Ftnanz-Stats den Dispositionsfonds mit 78 gegen 5.9 S'lmmen abzelehn . Der Abg. Rittler erk.Lrte b°< der B-rathung, daß d e Rechte den wohlthätiren Zweck des Dispositionsfonds wohl würdige, daß sie sich aber nicht veranlaßt fühle, das mißliebige Ministerium zum öffentlichen Almosenier zu machen. "

London, 25. November. Das Criminalgertcht hat August Lanrback welker M Versuchs der Fälschung deutscher Banknoten geständig war, zu achtjähriger Zuchthausstrafe verurthetlt. 8 °

Rom, 25. Novbr. Die in einer jüngst erschienenen Brochure über die Lage des Papstes enthaltene Behauptung, daß der Minister des Innern Crisvi si Z. aus Befehl deS neuen Papstes Leo XIII. befragt worden sei. ob er die Aufrechterhaltung der Ruhe für den 20. Februar 1878 verbürgen könne falls bCh n,C aUf betn P°'"splitze die feierliche Benedtction erthelle

und daß der Minister hierauf erwidert Hütte, er vermöge eine solche Bürgschaft ^ird von derRiforma" formell mit dem Bemerken in Abrede gestellt, daß Crispi überhaupt nicht befragt worden sei und daß er demzufolge auch nicht die gedachte Antwort habe erthetlen können. Crisvi habe aber dem Vatikan von freien Stücken zu wiffcn gethan, daß die Ruhe

w rd sich diesen Ausgaben nicht entziehen können, weil sie dem Wohle der Gesellschaft dienen. Der Kaiser hält fest an dem von ihm IN der Botschafl eingenommenen Stand- xunkle und halt die Durchsührung biqer Reformen für nothwendig. Wie bei mili­tärischen Exercitien kommandirt wird, das Ziel auf den Kirchihurm zu richten so wird auch die Regierung aus ihr Ziel lossteuern Wie dieses Ziel zu erreichen sei und Mit welchen Mitteln, das werde sich ftnben. Von den Principien könne nicht Abstand genommen werden. Wenn der Reichstag alle Projecte hartnäckig ablehnen sollte, daun hatte die Regierung Ihre Quittung erhalten und Ihrem Gewissen genügt. Er sühre ein kümmerliches Leben, und nur sein politisches Gewissen verpflichte ihn. so lanae aus­zuharren, bis der Kaiser ihn entläßt. Werde er seine Projecte nicht durchführen können so werde er sich mit dem alten Theil der auswärtigen Angelegenheiten begnügen und für das innere einen Vicekanzler schaffen. Das Stellvertretungsgesetz würde dann hier eintreten können. Als die auswärtigen Verhältnisse bei uns geordnet waren, da glaubte er, daß, wie in einem Drama die 5 Akte sich abspielen, seine Mission erfüllt sei Wie er aber von seinem Eintritt in die politische Earnere an stets als Grundsatz ausgestellt, seiner politischen Ueb-rzeugung Geltung zu verschaffen, so werde er dies auch in 3u! kunft thum Der Reichskanzler sprach dann m höchster Verwunderung über die Pflichl- treue des Kaisers, den er niemals werbe verlassen können. Fürst Bismarck tarn bann nod» auf bie Wahlen zu sprechen unb erklärte, baß keineswegs bas Wahlresultat eine Verurtheilung ber Regierungspolitik gezeitigt habe; man bürfe nämlich nicht auf bie der gewählten Abgeordneten sehen, sondern auch die bei den ersten Wahlen ab- gegebene Summe der Gesammtftimmen, und da ergebe die ihm vorliegende Statistik, datz mit Ausnahme der Deutschconservativen, der Polen und der Wilden (Volks- parte: rc.) alle anderen politischen Fractionen Einbuße erlitten haben. Der Reichs- kanzler suchte dies durch Zahlen nachzuwetsen und hob hervor, daß bei diesen Wahlen zwei Drittel Millionen Stimmen weniger abgegeben wären. Mit der Zeit werde auch die Bevölkerung der Agitation von gegnerischer Seite nicht mehr folgen; bei uns könne man lesen und schreiben und darum sei das allgemeine Wahlrecht lange nicht so schäd­lich wie m Frankreich. Es fiele ihm gar nicht ein, den Reichstag aufzulösen auch wenn derselbe seine Probte ablehnen sollte; die Sache müßte aber klargestell! werden llOn Unb ^bstnnmung Man werde sich doch mehr und mehr mit den neuen Vorlagen befreunden. Gelegentlich bemerkte der Reichskanzler ^ch- er hat e heute Nachmittag bereits seinen Wagen vorfahren lassen, um in den Reichstag zu kommen; nachdem er aber gehört, daß die Sitzung bereits geschlossen, sei Sr geblieben. Er hatte sich vorgenommen, seine beim Diner heute entwickelten

r^^"c^bn noch viel ausführlicher im Reichstag zum Vortrag zu bringen Die Gesellschaft verließ gegen 8 Uhr das Palais des Reichskanzlers. 8 5 9

Berlin, 25. November. DieBerl. Poltt. Nachr." schreiben: In Er- gänzung der Mtttbeilungen, welche heutige Morgenblätter über die Gespräche nach dem gestrigen Diner beim Reichskanzler Fürsten Bttmarck veröffentlichen, wird unS Folgendes erzählt:Der Fürst unterhielt sich sehr lebhaft mit seinen Gästen und namentlich gab Se. Durchl. nach ausgehobener Tafel in unzweideutigster Weise zu erkennen, daß er keinesfalls gewillt ist, sich den For. derungen deS fortgeschrittenen Liberalismus zu fügen. Nach den Aeußerunaen deS Herrn Reichskanzlers in diesem engeren Kreise, ist derselbe fest entschlossen, die etngeschlagenen Bahnen mit aller Energie zu verfolgen und dies umsomehr, alS er bei seinem Vorgehen im Auftrage des Monarchen handelt. Er hält nach wie vor dasselbe für die innere Entwickelung des deutschen Reiches für . Z?nd geboten. Bezüglich der so raschen Beendigung der ersten Berathung deS Reichshaushalts'Etats fiel manche- Scherzwort Seitens des Fürsten, woraus dle Gäste den Schluß zogen, daß der Reichskanzler durcb dieselbe keineswegs unangenehm berührt worden ist. Unser Gewährsmann will bei diesem Anlaß den Eindruck gewonnen haben, daß sich bei den künftigen Berathungen des deutschen Reichstages für die Reformplüne des Fürsten jene Majorität finden jeJb5d" P'^Menwahl zeigte; ja er will sogar glauben, daß dieselbe durch einen Theil der mehr nach rechts neigenden Naflonallibe. Talen noch verstärkt werden.fte.

.. n 24. November. AuS Oberschlesten kommen Nachrichten, welche

die Zustände dort sehr wenig erfreulich erscheinen lassen. Im Ratiborer Kreise muß der Landrath wiederholt auf die Rückzahlung von Darlehen für Saatge- tretde dringen und die in der Einziehung säumigen Gemeindebehörden mit Strafe bedrohen, im Kreise Pleß aber ist in einem einzigen Amte der Amts­vorsteher genöthtgt, nicht weniger als 106 Personen, Stollenbesitzer und Ei. .

i Ir' n LCntJ & m Kretsblatte als Trunkenbolde zu bezeichnen. Ob es helfen wird, steht dabin. Bedauerlich aber bleibt es, daß die vereinten Bemühungen der Regierung und des Landtages, die Nothlage in Oberschlesten dauernd zu heben, nicht ihre Ergänzung in der Initiative der Bevölkerung finden, ohne welche ein gedeihlicher Erfolg überhaupt nicht erhofft werden kann.

Türkei.

ln Novbr. In einigen Ortschaften bei Erzernm

ist eine pestähnliche Krankheit ausgebrochen und sind alle geeigneten Maßregeln gegen deren Wetterverbrettung getroffen. Dte Abreise Ali Nizam Paschas nach Berlin ist auf Freitag verschoben.

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Lokale».

Gießen, 26 November. (Sitzung der Stadtverordneten vom 24. d. Mts.1 Anwesend

Dramm Herren Beigeordneten Keller unb Heß, von Seiten der

Stadtverordneten die Herren: Batst. Gall, Grüneberg, Hanste.n, Hoch, Hom- ln0k' 2?' Y011' $et* Ps-nnmüller, Scheel, Scho» bad), Dogt, Wenzel und Wortmann. Herr Bürgermeister Bramm tbelll der Versammlung mit daß an Stelle deS Henn Buderus, welcher als Mitpächler der Jagd un o?bmpf getreten sei. Der mit dem Schützenverein wegen Ucbtt; lafjung stadt. Geländes festgesetzie Pachtprris wird genehmigt. Dem Gesuch des Ge,,Utq-

: JU- ®lelber8' ^rtreten durch Herrn Professor Gare.8, um Ueberlastung von

Pfianzen, Strauchern rc. zur Verschönerung der Umgebung der Burg Gleiberg, niro tnb ipiochen. - Ein Schreiben Großh Oberpostdireclion zu Darmstavt an Großb. Bürge,meistrrel Cü1, Feidlern das Telegraphenbureau in daS Hauptpostgebäude am TP« btn?icf<T^aIb nolhuendigen Ausgrabungen des betreffcndrn Siraßengelaides behu^ Umlegung des unterirdischen Telegraphenkabels wird Genehmiqunq erthei t - Tie Ueberschwemmungen in der Schwarzlach gaben s. Z. Veranlassung, den S-avn baumeister zu veranlassen, einen Nivellirungsplan für die Ost- und Nordanlage auSzuarbciten um feststellcn zu können, nach welcher Sette der Wasserabfluß sich am besten Herstellen lass,' Nach dem vorliegenden Gutachten ist es nach dem dortigen Gefäll nicht möglich, dem Wasser geeigneteren Abfluß zu verschaffen, weßhalb sich die Versammlung für Beibehaltung des Eber grubens aus spricht. Die Entfernung der Anschwemmungen auf der westlichen Seite btr Insel oberhalb Lahnbrucke soll im nächsten Frühjahr vorgenommen werden und wird hierzu Genehmigung "thellt, desgl. werden die Kosten für die Auffüllung vor dem Hause deS Metzgers Tau ?C h QUL?rCr h ~ Dem neuerdings eingereichten Gesuch mehrcicr Bc.

wohner der Schutzenstraße um Herstellung derselben wird nickt entsprochen, da nach Maßgabe der Bauordnung eme Veranlassung hierzu für die Stadt nicht vorlicge, dagegen soll die m einem deSfallsigen Gesuch erbetene Herstellung der Bleichstraße im nächsten Budget vorgesehen werden, falls d.c neue Bauordnung bis dahin in Kraft tritt. - Be. dem Verkauf von Ge- anbe des Jng. Merz an die Bauunternehmer Haubach und hl hat sich eine Differenz insofern herausg.-stellt, als die Straßenlinte der betr. Grundstücke nicht mit der von dem Stadt, baumeister angegebenen uberelnstimmt. Der deßhalb von der Baudeputation gestellte Antrag dem Stadtbaumeister abgesteckten Straßcnlinie zw bestehen, wird genehmigt.

2)a8 ®ciud?beÄ Stationsassistenten Zöckler um Lrlaubniß zur Errichtung eines Neubaues im Lon^chen Garten an der Wcstanlage war s. Z. unter dem Anfügen genehmigt worden, daß ^E ^r die Lange der Front seines Hauses noihwendlge Ueberwölbung des Schoorgrobens auf Kosten d 8 Gesuchsteller« zu erfolgen habe und dies Verfahren jedem ferneren Baugesuche an Xa^ irf C^o ®r.Un?C *Uc !?!n s"' Ucf)cr diese Bedingung haben sich nun Aug. Zöckler und Ehr. Lony beichwerdefuhrcnv an Großh. Ministerium de« I. u. o. I aewanst d.e Meinung verfechtend, daß es Sache der Stadt sei, die Kosten für fragl. Uederbrückung u. s. tt. iu rage«. Die Versammlung, gestützt auf ein Rescript Großh. Ministeriums und auf die Gutachten des Stadtbaume.sters und der Baudeputation, lehnt jedoch den Antrag der Ge uch. steller auf Uebernahme der Kosten für gen. Ueberwölbung ab. - Die Gesuche von Bauunter- "bh^er L. Kauf (Herstellung emes pepflasierten Ueberganges), Metzger Levi Löwenstein (Errichtung eines Anbaues), Julius Back -Erbauung einer Waschküche) werden genehmigt ferner die Aufstellung einer weiteren Laterne am Oswaldderg. In Betreff der Erhebung der Grundzinsen sind verschiedene Reclamationen eingelaufen; eS wird beschlossen, die P'üfuna derselben und bie endgültige Beschlußfassung darüber der Baudeputation zu überweisen.^ Für dle«ufstellung 4 neuer Pissoirs werden die von der Baudeputation vorgeschlagenen Plätze (vor

behältlich des unter Nr. 2 genannten) genehmigt, nämlich 1) der Platz hinter der Kirche rechts vor dem Eingang zum.Wallenfels',chen Hauke. 2) ein Platz am Eingang in die Sonnen Kreuzp atz aus^ 3) der Platz vor dem Kübcl'schen Hause an der Reichensand.

Bahnhofstraße ^ ^r Platz an den alten Ställen zwischen dem Hause des Fabrikanten I. Bernhard und des Ge.ch.rrhandlers Wagner. - Nach Bewilligung einer Vergütung n<r* C» 9nncrob die Beaufsichtigung der Wiesen am alten Tisck und Erledigung bi». Kostendecreturen wird dte öffentliche Sitzung geschlossen.

Gießen, 26. November. (Si tzung G ro ß h. H a nde l s k a m m e r G i e ß e n am 8., Novembers Anweflnd die Herrin L. Georgi. S. H-ich e l h -1 m. F L. B° Koch. f»nBtttr,t<nbt fflorftsenbe bringt 23 Eingänge zur K-nniniß der Kummer, weiche theils zur Cirkulation, tbeils zur Bibliothek, ad acta u. k. w. bestimmt werden

Don der Handelskammer Mainz ist ein Schreiben eingelausen. Dieselbe wünscht Er­nennung eines Delegirten behufs Bildung einer Commission, welche die Anträge der Handels, kammer Mainz bete. Erweiterung des Handelskammer.Gesetze«, berathen soll. Die Kammer vahlt Herrn S. Hetchelbeim zu ihrem Vertreter, nachdem sie die betr. Antrag der Handelskammer Mainz einer Berathung unterzogen und über jeden derselben Beschluß gefaßt bai bA8 .«»* Zulchrift de« bleibenden Ausschusses des deutschen Handelstages bemerkt, d!ß das statistische Waarenverzeichniß, welches in Gemäßheit des Gesetzes vom 21). Juli 1879 ver- 6?uf|ntf2/1 Qn e,?eI von Mängeln zu leiden scheine, unter der namentlich die

Spielwaarenfabrikation zu leiden habe, wie eine Denkschrift der Handels-Gewerbekamm» iu Sonneberg ausfuhrt. Infolge dessen bat die Handelskammer Leipzig beantragt, die Frage d!n Hanbelstags zu unterbreiten, ob nicht burch Eistreckung d.r Declarationspflich: ?<rt^ ?!; ! unb ousgefübrten Maaren den hervorgelr,lenen Uebelständen am sichersten begegnet werde könne. Gutachtlicke Aeußervngen der MitgÜeder des Hand lstaaes werden dis zum 31. Dezember d. I. erbeten. * 09,0

Di« Wahl eines Deputirten zum deutschen HandelStage wird bis Einlauf der nöthiqen Schriftstücke vertagt. 1

Herr F^ C. B. Kock erstattet vorläufigen kurzen Beucht über die letzte Sisenbabn- Conferenz in Hannover speziell über die Anträge der Handelskammer Gi'ßen. lieber den .rsten betr. bie dlusstellung von Retourbillets mit achttägiger Gültigkeit zwischen Gießen und Berlin' ®.u^c Abstimmung beantragt, ta sich die Regierungs-Commissäre ziemlich ablehnend ver- Je tcJ? ^er ^oten der Bank für Süddeutschland an den Eisenbabnkassen

? f und Gießen betrifft, so erklärte der Regierung« Commissar daß

Hannover ^wenden. ^^^E^enstande, die Kammer möge sich bircct an die K-l. Ei enbahnvireetion .. ,,?^ufs Vornahme der nächsten Handelskammerwahlen ist Aufstellung einer neuen Liste

fammtlidjec Wablberechtigten nöthig. Dieselbe soll bi« zur nächsten Sitzung vorberettet sein

Secticn Gießen be« Vogel« berger Höben-Clubs bat fi* ,n k,, -m? ^)onnerfia8 ab,nb constituirt unb zählt bieselbe bereits 24 Mitglieder Es wurden aewablt die Herrrn Dr. Buckner (Sektionsvorstand), Rentamtmann Schliev' ? °f «1 UOT) ?3ud)^SnlllfT ° 9,016 (Schriftführer). Cs wäre wünschenswert? wenn dem C ub weitere Mitglieder beitreten wollten und bittet man Neuanmeldungen an einender genannten Herren schriftlich ober münblich zu richten. 9 r

Sicherem Vernehmen nach findet das 3 Coneert de« hiesigen Coneert-Verein« Sonntag, den 4. Dezember statt unb sind für dasselbe Herr Joseph Staudial Hofopernsanger au« Karlsruhe, sowie die jugendliche Pianistin Fräulein Emma Großcur'th' aus Kassel gewonnen. *

Vermischtes

Hagen, 20. November. Ein älterer Beamter, der nach dem Lode seiner Frau mit seiner ihm die Wirthschaft führenden Tockter in einem etwas abseits von der Straße gelegenen Hause wohnt und fein nicht unbedeutendes Vermögen in seiner Wohnung aufbewahrt, fand als er gestern Abend kurz nach Dunkelwerden nock einmal nach dem Garten gehen wollte um ein vergessenes Geräth zu holen, an ber Hinterseite seines Hauses eine Leiter angelehnt deren oberes Enbe auf bem Sims des offenen Fensters zu seinem um diese Zeit fast nie von ihm betretenen Schlafzimmer rubte, in welckem sein Vermögen aufbewahrt war, während am unteren Ende zwei dunkle Gestalten standen, von deren leise geführtem Gespräch er als er unbemerkt in ihre Nähe gekommen war, noch die Worte hörte:Sobald Du also etwas Verdächtiges merkst, pfeifst Dul" Hierauf stieg einer der beiden die Leiter hinauf, wähnnd