Ausgabe 
27.11.1881 Erstes Blatt
 
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Nr. 277. Erstes Blatt. Sonntag den 27. November 1881.

Kichener "AnMger

Anfkizc- und Amtsblatt fit irn Kreis Girßrn.

--- " -- ~~ Z " ' Preis vierteljährlich 2 Mar? 20 Pf. mit ©ringerklr. Bureau. Cchulstraße B. 18. Erscheint täglich mit Ausnahme M Montag». Durch die Post bezogen rrerteljLhrlrch 2 Matt 50 P'.

Amtlicher Hheil.

B c k n ii n t m a ch ii ii g.

Auf Wunsch der Großherzoglichen Lenkaliehörde deS Verein- zur Unterstützung und Beaufsichtigung entlassener Sträflinge wird hiermit da» $«' zetchniß der Mitglieder des Verein« im Kreise Gießen publicirt.

Beitritts-Erklärungen wollen an die unterzeichnete Stelle gerichtet werden.

Dießen, am 24. November 1881. Die Bezirks-Vereins-Lommisfion Gießen.

Dr. Boekmann.

Entlassenen im Gtoßhetzogthurn Hessen in Gemäßheit

Pracht, Bürgermeister, Grünberg.

Lau. Mit,Heilung Großh. Ministerium« des Innern und der Justiz ist der am 30. März 1868 zwischen dem Norddeut^.n i^nd- bezw. d^ Zoll- verein und Spanten abgeschlossene Handels- und Schifffahitsvertrag Seitens der Kgl. Spanischen Regierung gekündigt worden. Derselbe tritt tn Folge dessen

am 18. October 1882 außer Kraft.

Gießen, den 24. November 1881.

Bernbeck, Psarrer, Alten-Buseck.

Dr. Boekmann, Provtnzial-Director, Gießen.

Bramm, Bürgermeister, Gießen.

Deichert, Psarrer, Großen-Buseck FreseniuS, Polizet-Cornrniffär, Gießen. Gebhardt, Amtsrichter, Gießen.

Görlach, Georg Phil., Landwirth, Eberstadt.

Gürlach IV., Philipp, Beigeordneter, Eberstadt. Dr. G'lmer, Amtsrichter, Gießen.

Haberkorn, RegierungSratb, Gießen.

Großherzogltche Handelskammer. (5b. Silber^isen.

Heberer, Psarrer, Allendors a. d. Lumda. Heichelheim, Stegmund, Bankier, Gießen. Heß, August, Fabrikant u. Beigeordneter, Gießen. Hofmann, Pfarrer, Hungen.

Knorr, Landgerichtspräsident, Gießen.

LrngSdv'ff OberamtSrichter, Gießen.

Lenz, Balthasar, Wirths Gießen.

Dr. Levi, Rabbiner, Gießen. Meermann, Kaufmann, Grünberg.

Noll, Georg. Dtrector drr Acttenbrauerei, Gießen.

Pullmann, Dekan, Grünberg.

Schlosier, Pfarrer Gießen.

Scrtba, Pfarrer, Alten'Buseck.

Se. Durchlaucht der Fürst Hermann zu Solrn- Lich.

Stein, BezirksstrafgerichtS-Director L P-, Gießen.

Die Gemeinde Watzet born-Stelnberg.

Wagenbach VH., Joh., Bürgermeister, Alten- Buseck.

Deutschland.

Darmstadt, 25. Novbr. Se. König!. Hoheit der Großherzoz haben Allergnädtgst geruht:

Am 14. Novbr. den ordentlichen Profeffor in der juristischen Fakultät der Landes Universität Dr. Franz Gtuaib v. Liszt cuf sem Nachsucken von seiner Dienststelle mit Wirkung vom Schluffe dr8 Winter-Semisters 1881/82 zu entlaff Persügung Großh. Ministeriums des Innern und btt Justiz vom 19. I. MtS. wurde ber HülfSgerichtSschreiber bei Großh. Lanbgerichte ter Provinz Starkenburg Wilhelm Linß m,t Ausbülfelerstung bei bem Secretariat diests Ministerium-, Section sür Justizverwaltung, beauftragt.

Durch Verfügungen vom 23. I. MtS- wuroen brstrllt: der Großh. Amtsanwalt zu Bingen Theodor Kolb zum HülssgerichtSschrelber bei Großh- Lar.dgtr'cht ber Provinz Starkenburg, ber Gerichtsacctssist Wilh. Bücking, seither mit ben Funktionen eines Amtsanwalts zu Friebberg betraut, zum AmtSanwalt in Bmgen. r e

Der Ger.chtsaccessist Wilhelm eanbet zu Gießen würbe beauftragt, biS auf Weiteres bie Funktionen eineS ÄmtSanwaltS zu Friedberg (resp. Butz* back, Bad Nauheim und Vilbel) zu versehen.

m Darmstadt, 25. November. Wie im Staatsbudget pro 187982 sind auch ieht wieder, und unter denselben Verhältnissen, wie solche dort in den Erläuterungen geschildert worden sind, 30,000 JL als Bedarf für die Fortsetzung der Main- Nea ul irungs-Arbeiten im Baubezirk Offenback wahrend der Finanpenode 188*85 vorgesehen worden. Die Abgg. Kugler und Böhm haben zu dieser Budget- posit on unterm 18. November den eingehend motivirleu Antrag eingedrückt, für den genannten »Zweck 75,000 JL anstatt 30,000 X einzustellen und weiter on Großherzogl. Negierung das Ersuchen zu richten, mit der Kömgl. Preußischen Regierung m Ver­handlung zu treten, um letztere zu veranlassen: a. die gleiche Summe für die drei nächsten Jahre auf diese Correctionsarbeiten nach einem gemeinschaftlich feftzuftellenden Plane zu verwenden, b. auch für die folgenden Jahre die genügenden Mittel parat zu stellen um diese Correctionsarbeiten im Main baldthunlichst und jedenfalls vor Vollendung der Canalisation des Mains zwischen Frankfurt und dem Rheme zu vollenden.

Offenbach, 24. ')rovewber. DerMainzer Z'g." wird unter dem 20. b. Mts. zur viel ventilitten Frage: Kann Herr Liebknecht jetzt noch in Offenbach bas ihm durch bie dortige Stichwahl zugefalltne Mandat anneh» mnn? geschrieben:Wenn Herr Liebknecht osficiell daS Mandat für Mainz angenommen/ hat, wenn diese Annahme von Seiten der zuständigen Behörde ohne Einspruch acceptirt wurde (und eS scheint dies der Fall, da ja die Frei» karte nach Berlin schon an den Abgeordneten abgeschickt ist), so kann Herr

(befunden: 1 goldeneS Medaillon, 1 kleiner Federköcher mit Inhalt, mehrere Schlüffe!.

duaclaufen : 1 Jagdhund (schwarz mit weißer Brust.)

Gießen, den 25. November 1881. Großherzogliche Polizelverwaltung Gießen.

Fresenius.

Liebknecht, wenn ihn nachträglich die Annahme reut, meiner Ansicht nach dieses Mandat nut niedetlegen, aber nicht daS Mandat in Offenbach, auf baetx doch naturgemäß burch bie offlcielle Annahme in Mainz Verzicht geleistet hat, in Anspruch nehmen. Durch bie Annahme in Mainz hat er erklärt, baß er auf Offenbach nicht mehr reflectire, in Mainz selbst aber hat er jetzt osficiell verzichtet, bas ist, fein Manbat niebergelegt, also ist Herr Liebknecht, wie ich glaube, ohne Manbat, beide Orte sind zu einer Neuwahl berechtigt und vet- pflichtet. Diese Ansicht muß recht sein, vorausgesetzt, daß Jemand durch die Annahme-Erklärung des Mandates an das Kret-amt und die darauf an hn van Seiten der Bchärde erfolgte Anzeige der Reglstnrung das Mandat^w rk- lich angeireten hat; oder wird Jemand erst dadurch RechStagsabgeordneter, daß er IN dem Reichstage leibst seinen Sitz eingenommen hat '

»etlin, 24. November. Bei dem Reichskanzler sand heute N-chmitt-s 5 Uhr ein vailam ntarisches Diner statt. Di- Tafel :m großen Congretzfaale war ime lolgt arrangirt Raed der Seite des Gartens saßen der Geh. R-gicrunasrath Dr. Sollens düra und Gras Rantzau; ihnen gegenüber nach der Straße zu Abg. «ernards und Wilbelm Bismarck rechts neben bem Reichskanzler hatte Fehr, zu Frankenstein, links S-rrvB-nn?gsen Platz genommen. Tie Nachbarn der Fürstin Bismarck waren der PEd-nt o L-v-tzow und der zweite Bicevrasident Ack-rmanm Außerdem worin an-

hi, cminiftTr D fiamefe v. Bötticher, der Botschaner Grat Hatzseldt, die Äbgg.

? ^^nnkierob^ P. Schwmze, Holtzmann, Richter (Meißen), Kochann,

^S.evbaM.Reichen^ger (Cr'stld). StaehliM sernir die S.aatsseerelare Siephan, S^ckol, und d Schelling. Rach aufgehobenem Diner wurde tm Koneez>mmer Eercle kracht Hier bilde, sich da d UM den Reichskanzler -in-Gesellschaft, welcher er vEischen Anschauungen unterbreftete. Es sei vorangeschickt. d°ki vom kultArkomv, mit keiner Silbe die Rede war. Ter Reichskanzler erging sich surrst IN iiiner^lingnen Causene über die Einführung der deuttchen epracbe tm dtplornattschen ^itnft- 21 ur öie ^raoe ob der Reichstag mit seinem Pensum bis Ende Weihnachten werde fertig werden da es sich ja wesentlich nur um den Etat handle ber R-ichskanzl-^

dop ia die meisten Vorlagen, welche die Botschaft berühre, den Reichstag letzt noch nicht beschäfttgen^"werden; er möchte aber dem Reichst°g,ehrg^noch mdesir Session die Berufsstattstik vorlegen. Man antwonete ihm, daß diete Dorlage sich ohne instand noch werde erledigen lassen können, da sie mit finanziellen ^chwiengkeiten 2.-. f nT#r Hinweis auf das Husammentagen mehrerer ^andtage mit dem "R'^s.^^öL.e^-?R"chskÄ?r°'u^ der B-merstmg d°ß - ach di-

eine

erSabTbie^IbMt b.n vr-tchischen Lanblag im Januar zu birus-n ^bsk^ä^L!^

einmal bi/ang-Nlnb'gten Entwürse bewilligt haben^^°^^^K,isers lange Zeit hierfür erforderlich sein wird, und auch ein spaterer Nachfolger des Kaifers

Berzeichnift

berieniaen Personen im Streife Gießen, welche, dem Vereine zur Unterstützung und Bemisstchtigung der aus den Lande«, und Provinzial.Stras.Anstalten Entl7st^n im <L»ßh^rzogthum Hesten in G.mäßheit der §S nnb 6 der am 23. Oktober 1841 allerhöchst genehmigten Statuten als Mi.gl eder beig.tteten sind.