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auf müßig.r Erfindung.

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Landwirt!) Peter Krebs in Ober-Ohmen.

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Concertvorbereitungen mögen den jungen Künstler ähnliche Mißgriffe zum Schaden seiner Kasse künftig vermeiden lassen. Dem in der Zahl von etwa 100 Personen anwesenden mufikliedendcn Publikum hat er durch die feinsinnige Art der Interpretation von Werken der verich'-edensten Meister von Bach bis Liszt einen reinen, seltenen Genuß verschafft.

Hoffentlich erneuern wir die Bekanntschaft des vortrefflichen Künstlers in einem unserer Winterconcerte. er.

Wir erhielten folgende Zuschrift: Die in Ihrem geschätzten Blatte Nr. 197 gebrachte Miltheilung, daß ich den Betrieb der Kantine des hiesigen Regiments übernommen hätte, beruht

Denn Eifersucht nur Böses sucht Willst einen guten Mann Dir ziehen, Set sparsam, froh, scheu' keine Mühen. Hälft Du die Wirtschaft fein und rein, Wird gern der Mann stets bei Dir sein. Und nun Ihr Frauen allzumal Beherzigt dieser Sprüche Zahl;

Dann habt im Haus Ihr Lust und Frieden, Den Eb'ftandshlmmel schon hlenieden

Mit Bezugnahme auf unsere demD. T. A." entnommene Nachricht betr. Ermordung des Försters Becker zu Neustadt (siehe Anzeiger Nr. 195) erhalten wir von einem Leser unseres Blattes aus Homberg a. b Ohm die Mittheilung, daß es den vereinten An­strengungen aller Bewohner von Neustadt zum Trotz bis jetzt noch nicht gelungen ist, die Leicke des Forstveamten aufzufinden. Diese Mittheilung wird uns auch von anderer Seite bestätigt. Auf dem dortigen Friedhöfe glaubte man allerdings Spuren des Verbrechens entdeckt zu haben, aber bei näherer Recherche erwiesen sich solch: als nicht stichhaltig.

Heule morgen wurde in der Löwengaffe eine Frau verhaftet, welche im Verdacht steht, aus den ihrem Miethherrn gehörigen Betten Federn gestohlen zu haben.

Amerika.

Washington, 24. August. Die Aerzte haben, da der Zustand des Präsidenten Garfield bis kurz nach 12 Uhr Mittags keine Veränderung ersah« ren hatte, die Drüsengeschwulst geöffnet. Das Resultat war ein sehr be­friedigendes

Telegraphische Depeschen.

Wolff - telegr. Correspondenz-Bureau.

Kiel, 25. August. Der Admiralitäts-Chef, General v. Stosch, inspi- cirte heute die PanzerfregattenFriedrich der Große" undPreußen" und begab sich sodann nach dem Gute Schönwalde, von wo er nach kurzem Aufent­halte nach Berlin zurückkehren wird.

Paris, 25. August. Das Ergebniß der hier vorgenommenen Depu- tirtenwahlen ist heute officiell verkündet worden; nach demselben haben Gam- Belta in dem zweiten Wahlbezirke des 20. Arrondissements 54 Stimmen an der absoluten Majorität gefehlt, Gambetta ist mithin nur in dem ersten Wahl­bezirke des 20. Arrondissements gewählt.

Paris, 25. August. Gambetta erklärt in einem an die Wähler des 20. Arrondissements gerichteten Schreiben, daß er die Wahl im ersten Wahl­bezirke von Belleville annehme und auf das Wahlmandat des zweiten Wchl- beztrks von Belleville verzichte. Nachdem er im ersten Wahlbezirk mit absoluter Majorität gewählt worden sei und im zweiten Wahlbe­zirke die relative Majorität erhalten habe, halte er für unnöthig, sich einer zweiten Probe zu unterziehen und für würdiger, schon jetzt seine Option aus­zusprechen. Wir werden, heißt es in der Zuschrift weiter, beharren bei der Politik der regelmäßigen und successtoen Fortschritte, indem wir Alles vom Willen des Landes, nichts von der Gewalt erwarten und indem wir alle Utopisten und Reactionäre zurückwetsen. Am Schluß des Schreibens werden die Wähler des zweiten Wahlbezirks von Belleville aufzefordert, einen der Republik ergebenen Diener auS ihrer Mitte zu wählen.

Washington, 25. August. Staatssecretär Blaine telegraphirte an die Vertreter der Union im Auslande: Zunehmender Appetit des Präsidenten erleichtert die Verdauung flüssiger Nahrung. Die Symptome sind ermuthi- gend; nichtsdestoweniger herrscht noch immer große Besorgniß.

Lokales.

Gießen, 26. August. Spruchliste für das Schwurgericht der Provinz Oberheffen im III. Quartal 1881 :

schichtlichen Abtheilung des Großen Generalstabes einKriegs-Kalender" ange« fertigt, welcher den Zweck hat, sämmtliche während deS Krieges vorgekommenen Actionen aneinander zu rechen und dabei ausführlich auf die bei denselben betheiligten Commando-Behörden und Truppentheile Rücksicht zu nehmen, so daß eine gedrängte Uebersicht deS Feldzuges gegeben und Jedermann zugäng­lich gemacht ist, während der Kalender gleichsam eine Ergänzung des großen Werkes bildet.

Berlin, 25. August. Am Schluß der heutigen Börse herrschte große Aufregung, verursacht durch umfangreiche unlimitirte, Verkauss-Ordres in Oel- Hetm-Actten. Bet der endlich gelungenen Feststellung des Courses notirte man Oelheim-Actien 105, also 32 pCt. niedriger als gestern. (Au!)

Arankreich.

Pari-, 23. August. Die von Gambetta angekündigte Revanche für Charonne bleibt in der That nicht aus: der Dictator sucht die Schreier, wie er gedroht, in ihren Höhlen auf, und zwar mittelst der Polizei. Der Polizet- Präsekt arbeitet an einem sofort bei Beginn der Session den Kammern vorzu­legenden Gesetzentwurf behufs Säuberung der Hauptstadt von allen polizeilich verdächtigen Personen. Eine Rtesrnausgabe in einer Millionenstadt, ein Unter­nehmen, das man in einer kleineren nicht fertig bringt und das ein Stück Lösung der socialen Frage enthalten würde oder handelt es sich nicht blos wieder um eine leere Drohung?

Nußland.

Petersburg, 23. August. Officiöse Berichte aus Kopenhagen legen dem Besuche des dänischen Königspaares am russischen Hose eine entschieden politische Bedeutung bei und glauben versichern zu können, daß König Chri­stians Reise nach Petersburg im Zusammenhänge mit dessen dem Czar gegenüber bereits im brieflichen Verkehr entwickelten Anschauungen über die Unhaltbarkeit der gegenwärtigen inneren Verhältnisse Rußlands steht. Ob der Czar sich von seinem Schwiegervater belehren lassen wird? Wir bezweifelns, so lange Jgnatteff am Ruder bleibt.

Ergebens!

A Katz.

Viehbändler Joseph Eulau II in Büdingen.

Fabrikant Johannes Sehrt IV. in Grünberg. Landwirth Christoph Wißner II. in Kaichen. Landwirth August Widdersheim in Ober-Wlddersheim. 27) Kaufmann Alexander Satorius in Lich.

Ein St. Petersburger Zahnarzt wurde, wie dieNowostr" erzählen, kürzlich bal Opfer eines höchst schlau eingefädelten Betruges. Zu seiner gewöhnlichen Sprechstunde kaa nämlich zu ihm eine höchst elegant gekleidete hübsche Dame unter dem Vorwande, sich einen kranken Zabn ausziehen zu lasten. Kaum aber hatte der Zahnarzt die nithigen Vorbereitungen dazu getroffen, als die Dame ihm um den Hals fiel und iym unter feurigen Küsten gestand daß sie sterblich in ihn verliebt sei. Der junge Arzt war nicht von Stein und erklärte, daß die wenigen Augenblicke, wo er die junge Dame gesehen, genügt hätten, auch sein Herz zu ent­flammen. Da plötzlich erklärte die schöne Unbekannte, daß sie forteilen müsse, daß ihr eifer- . süchtiger Mann auf sie warte, und verabredete mit dem jungen Arzte ein Rendezvous zum folgenden Tage. Nach dieser Scene wurde der Arzt so nüchtern, nach der Uhr zu sehen doch groß war sein Erstaunen, als er bemerkte, daß ihm Uhr nebst Kette und Medaillor abgeschnitten war. Die schöne junge Dame war also nichts mehr und nichts weniger als etr.8 einfache Diebin.

28) Landwirth Johannes Widdersheim II. in Borßdorf.

29) Landwirth Jobannes Heinrich Kröll in Altenstadt.

) Gastwirth Karl Hammel in Düdelsheim.

Kteßcn, 26. August. fConcert.j Der künstlerische Erfolg des von dem Pianisten Herrn S. Herzog aus Berlin im Saale desEinhorn" gegebenen Concertes war ein hoch­erfreulicher, während von dem materiellen Erfolge das gerade Gegentheil zu behaupten ist. ^^Ma^der^ür__GieLcn^iMeeignetsten Ferienzeit, sowie das mangelhafte Arrangement der

Vermischtes.

Schotten. Sicherem Vernehmen nach wird bei dem am 1. und 2. September l. I. dahier stattfindenden landwirthschaftlichen Feste der rühmlichst bekannte Kartoffelzücktcr Herr Rentier Batz aus Offenbach «ine interessante Ausstellung mehrerer hundert Sorten Kartoffeln veranstalten. Man glaubt umsomehr auf den Besuch desselben aufmerksam machen zu sollen, als hierbei zugleich Gelegenheit gegeben ist, eine Vergleichung mit einzelnen gleichen in hiesiger Gemarkung gezüchteten Sorten Kaitoffeln anzustellen

Frankfurt, 22. August. (Mancher hat mehr Glück als Geschick.) Das konnte ein Einjährig-Freiwilliger des 116. Regiments gestern an sicherfahren. Er sprang auf der großen Bockenheimer Gasse von einem im Gange befindlichen Trambahnwagen, stürzte aber dabei zu Boden. Ehe er sich aufzuraffen vermochte, gingen die Räder einer gerade vorübersausenden Equipage über ihn hinweg. Man eilte herzu, doch merkwürdiger Wesse war Der Soldat, ob­gleich die Wagenräder ihm über die Schenkel gefahren waren, unverletzt geblieben. Nachdem der junge Krieger sich die staubig gewordene Uniform gereinigt, setzte er seinen Weg fort.

Ein entsetzliches Ereigniß steht der Stadt München bevor. Wie derBayer. Cour.- mcktheilt, wird in Bälde die Quelle des Hofbräuhauses versiegen, wenn nicht anderes Bier zum Ausschank kommen sollte. Diese Calamität soll hauptsächlich das Deutsche Bundes­schießen hervorgerufen haben, während dessen an einem Tage allein 120 Hectoliter ausgeschänkr \ worden sind.

\ Berlin. Seit einigen Tagen befindet sich das Kgl. Museum im Besitz archäologischer Schätze, die bis jetzt ohne ihres Gleichen dastehen, weil nicht nur die ersten ihrer An, welche nach Europa gelangten, sondern auch die ersten und einzigen, welche soweit bekannt geworden. Es handelt sich um die lang erwarteten Sculpturm aus Santa Lucia de Cosumalgapan in Guatemala, welche im Auftrage Der Generalverwaltung der Königlichen Museen von Dort be­schafft wurden. Die Arbeiten haben sich durch fünf Jahre hingezogen und während diesrS Zeitraums mußten oft Zweifel rege werden, ob es gelingen würde, daS Ziel zu erreichen, da zu den an sich gegebenen Hindernissen vielfach neue hinzutraten. Nachoem Professor Bastian die Ruinenstätte auf seiner amerikanischen Reise im Jahre 1876 besucht und contractiick für Berlin gesichert hatte, traf derselbe mit Dr. Berendt, dem anerkannt besten Sachkenner auf dem Felde centralamerikanischer Archäologie, eine Vereinbarung, um tit Leitung der erfvrder lichen Arbiit.n zu übernehmen. Leider erlag dieser hochverdiente Gelehrte den Beschwerden und den Gefährlichkeiten des Klimas (ein im Kreise der Amerikanisten tief beklagter Verlust) und das ganze Unternehmen würce von einer Stockung bedroht gewesen sein, wenn hier nicht zu rechter Zeit eine Hülfe gewährt wäre in dem Eingreifen des deutschen Vertreters in Guatemala, des Kaiserlichen Geschäftsträgers Herrn Werner von Bergen. Die hier der Wissenschaft ge- leisteten Dienste sind auf das Höchste zu schätzen und werden bald in ihrem vollen Werth« 1 hervortreten. Unter den vielen Räthselfragen amerikanischer Archäologie bi'.oen dje Monumente Santa Lucia's die räthselhaftesten aller, und um so wichtiger ist es deßhalb, daß Die Sammlung von dort nach einem Centrum wissenschaftlichen Studiums glücklich übergebracht ist.

(Zur Beachtung für unsere Hausfrauen). Di« Saison der Petroleumlampen- Explosionen scheint wieder zu beginnen, denn mit Eintritt der längeren Abende wird die Lampe wieder aus der Ecke hervorgeholl, die während Der Sommermonate außer Gebrauch gesetzt war. Eine solche Lampe, die vielleicht seit Pfingstm nicht mehr angesteckt, vielleicht mit Docht und Petroleum beiseite gestellt worden ist, soll nun brennen unD leuchten wie zuvor; und doch ist I es nicht gut möglich. Eine ordentliche Hausfrau hat vor dem Beiseitesetzen der den W.nter über benutzten Lampe das Petroleum erst gründlich abgebrannt, denn nach monatelangem Stehen ist es nicht mehr ohne Gefahr zu gebrauchen; es erzeugt sich in dem Bassin Petroleum-Naphla welches viel ätherischer und leichter entzündlich ist, als Petroleum selbst, denn während Petro­leum etwa b?i 52 Grad R. Hitze cxplodirt, explodirt das Naphta schon bei kaum 30 Grad Außerdem ist der Docht inzwischen siizig geworden, saugt daher schlecht, blakt, stinkt und setzt leicht Kohle an. Eine ordentliche Hruefrau muß also beim Wicdcrbenuhen der Lamven Den alten Docht durch neuen ersetzen und das alte Petroleum, was noch aus Der Lampe ist, weg­gießen lassen, wenn sie nicht oer Gefahr einer Explosion entgegensehen will.

fMeyerbeer und Saphir)Sagen Sie mir lieotr Saphir. welche meiner Opern gefällt Ihnen wohl an: Besten?"Ja nun", erwiderte Der beliebte Humoristsie haben Alli ihre Schönheiten; die lustigste aber sind dieHugenotten".Wie so die lustigste", fiug erstaun! Meyerbeer.Nun", war die Erwiderungist es nicht lustig? in dieser Oper machen sich dii Christen untereinander tobt, und ein Jude macht die Musik dazu!"

(Wasserglas als Brenn- und Leuchtstoff der Zukunft.) Rach einer soeben in Mei- baden bei Bergmann erschienenen Broschüre von I. Quaglio hat Strong ein Patent au' Bereitung von Heizgas in Verbindung mit Low s Verfahren für Leuchtgas erwirkt und geht ; also die Beheizung und Beleuchtung in Concurrenz mit dem elektrischen Lichte einer neuer Zukunft entgegen.

Nachstehende Zeilen gehen uns von einem unserer Leser zur Veröffentlichung zu. EI' Gebote, wie sich die Frauen gegen ihre Ehemänner zu vergalten haben:

1. Em guter, braver, treuer Mann Stehr stets bei Frauen obenan.

2. Darum Ihr Frauen allzumal Bereitet nie dem Manne Qual.

3. Kehrt, von dcs Tages Last geplagt. Der Mann nach Haus, so habt fein Acht.

4. Küßt von der Stirn die Trübniß «hm Und zieht ihn herzlich zu Euch hin.

5. Kommt mal der Mann tm Rausch daheim, Die kluge Frau wird ruhig fein.

6. Mit Klugheit und mit Liebe nur Verjagt sie jed«S Zankes Spur.

7. Schmeckt mal dem Mann das Essen nicht, Dann küsset ihn: sein beft' Gericht.

8. Vor Allem flieht die Eifersucht,

2) Oeconom Philipp Max Mohr II. in Dortelweil.

3) Landwirth Johann Peter Wagner in EhringShausen. Bürgermeister Johann Georg Rahn von Engelrod. Bürgermeister Philipp Hahn IV. in Melbach. Anton Drücket IV. in Pohl Göns.

7) Landwirth Friedrich Nies in Schwickartshausen.

8) Landwirth Lorenz Schudt II. in Wetterfeld.

9) Postmeister i. P. Reinhold von Eiff in Grünberg.

10) Kaufmann Eugen Weber I. in Lauterbach

11) Beigeordneter Joh. Georg Rücke! III. in Bettenhausen.

12) Johannes Braun III. in Kirchgöns.

13) Landwirth Konrad Scharch II. in Windhausen.

14) Agent Wilhelm Mosler in Gießen.

13) Johannes Stein III. in Ober Breidenbach.

16) Fürstlicher Baurath Leopold Klingelhöffer in Büdingen.

17) Landwirth Karl Geiß in Groß Felda.

1K) Landwirth Johannes Wehrheim IV. in Rodheim.

19) Hausbesitzer Heinrich Schuckhardt in Bad Nauheim. Universitätsprofessor Dr. Lothar Seuffert in Gießen. Rechtsanwalt Wilhelm Curtmann in Friedberg. Landwirth KaSpar Horst II. in Ruppertenrod.

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