servattve Presse für die Judenhetze verantwortlich machen. Herr Katkow sieht zwar in jedem Uttel Rußlands, mag eS sich zeigen wie und wo es will, den Liberalismus und schreit auch diesmal wacker gegen die Liberalen als Unruhestifter. Nach seinen Darlegungen haben einzig und allein die Nihilisten die Volksmaffen gegeneinander gejagt, und der Niyllismus ist nur der letzte Ring in der Kette des Liberalismus- Während Katkow in tragischem Tone die Liberalen für Alles, was vorqefallen ist, verantwortlich macht, beschäftigt sich die „Nowoje Wremja" in scherzhafter Weise mit der ernsten Frage. In einem Leitartikel über das Thema „Sein oder Nichtsein" verwandelt sie die Uebecschrist in „Hauen oder nicht hauen" und gelangt schließlich zu dem Schluß: Ja! ES ist doch besser, wenn sie gehauen werden — die Juden nämlich. (Köln. Z'g.)
telegraphische Aepeschnr.
Wolff's telegr. ®*rtefpon>eti|d3ßteau.
Berlin, 23. Mai. Der Kaiser conferirte heute mit Bismarck.
Berlin, 23. Mai. Der Reichstag erledigte zunächst zwei Nechnungsvorlagen in dritter Lesung und setzte daraus die zweite Lesung des Äerichtskoslengesetzes bet Art. 3 (Gebühren der Gerichtsvollzieher) foit Cuny will d e Zustellung per Post verallgemeinern und deren Tarif für die Zustellungsgebühren der Gerichtsvollzieher zu Grunde legen- Der Aba. Kayser will die Zustellung in Sachen, die von Amtswegen betrieben weiden, ganz kostenfrei erfolgen lassen. Es knüpft sich daran eine sehr ausgedehnte Debatte, wobei die Redner der verschiedensten Parteien dahin übereinsttmmten, daß die Kosten, welche die Gerichtsvollzieher gegenwärtig für die Zustellungen zu erheben berechtigt sind, unbedingt zu hoch sind- Rur über die Grenze der Reduction gehen die Meinungen auseinander. Die Bundes Commissare v. Lenthe und Kurlbaum bekämpfen die über die Commifsionsvorfchläge hinausgehenden Anträge. Unter Ablehnung aller Amendements werden sämmtlicbe Commissionsanträge angenommen und die zur Vorlage eingegangenen Petitionen für erledigt erklärt. In der Resolution, die nunmehr zur Debatte gelangt, verlangt die Comnnssion für die nächste Session eine Novelle zur Gebührenordnung für Rechtsanwälte. Berichterstatter Abg. v Beaulieu begründ t ?,ie Resolution und Jäger ein Zusatzamendement dazu. Es folgt sodann die zwe-te Be- rathung bei deutsch-chinesischen Convention. Geh. Legationsrath Kusserow weist bei Einleitung der Debatte auf die Eigenart der morgenländischen Cultur hin und auf d'c Zurückhaltung Ch'nas gegen der europäischen Cultur, wodurch das Maß der Con- cessionen, bte zu erhalten waren, wesentlich beschränkt worben sei. Der Bunaeorath habe die Convent on einstimmig genehmigt. Der Reichstag möge derselben beitreten. Die Convention wird darauf ohne Debatte und Abstimmung genehmigt. Die Mehlzollvorlage wurde auf den Antrag Löwe (Bochum) von der heutigen Tag.-sordnung abgefetzt. An» Sonnabend soll nach Ankündigung des Präsidenten die große Zolldcba:te stattfinden. — Nächste Sitzung Dienstag
Petersburg 23. Mai- Nachrichten aus Alexandrowsk von gestern besagen, daß die Unruhen in den Kreisen Alexandrowsk und Melitopol fortbauern. Die Bauern überfallen das-lbst die jüdischen Grundbesitzer und Pächter. Beim Einschreiten de' Behörden unterwarfen sich die Tumultuanten sofort obne Widerstand- Nach Alexandrowsk ist militärische Verstärkung abgegangen. — In Jekaterinoslaw wurden gestern zwei Personen verhaftet, welche nut Proklamationen von Petersburg angekommen waren. — Aus Nowotscherkask wird gemeldet, daß nach Rostow drei Sotnnn Kosake abge- sandt wurden, weil daselbst auf von bis jetzt noch unermittelter Seite ausgegangene Drohungen hin gegen die dortigen Juden gerichtete Ruhestörungen befürchtet wurden- Bis jetzt ist aber noch keine Ausschreitung vorgekommen. — Der Schaden, welcher durch die am 8. und 9 d. M. in Kiew verübten Gewalttbätigkeiten verursacht wurde, beläuft sich nach den polizeilichen Ermittelungen für vier Stadttheile auf 1,137,831 Rudel Nachrichten über die Höhe des Schadens in den beiden übrigen Stadttbeilen liegen noch nicht vor. — Die außerordentliche persische Gesandtschaft hat gestern Petersburg wieder verlast en-
Bukarest, 23. Mai. Der aus etwa 40 Gruppen besteh nbe FPzug, welcher von den Corporationen, Studenten, Bewohnern der Dobrudscha und Mitgliedern der fremden Colonien anläßlich der KrönungSfeier veranstaltet war, defilirte heute Nachmittag, vom schönsten Wetter begünstigt, vor dem Könige, der Königin und dem Prinzen von HohenzoÜcrn. (Sine große Menschenmenge wohnte dem Vorbeimärsche des Zuges bei. — Heute Abend findet im Theater Festvorstellung statt.
Berlin, 23. Mai. Der Handelsvertrag mit Oesterreich - Ungarn ist heute Vormittag vollzogen worden, der Handelsvertrag mit der Schweiz wird heute Abend vollzogen werden.
Pesth, 23. Mai. Der Kronprinz und die Kronprinzessin haben heute die Rückreise nach Wien angetreten. Zur Verabschiedung hatten sich der Erzherzog Josef mit seiner Gemahlin die Minister, die Hof- und Staatswürden, träger, die Geistlichkeit, die Bürgermeister, viele Herren und Damen der Aristokratie und eine dichtgedrängte Volksmenge auf btm Bahnhofe eingefunden. Der Kronpinz dankte dem Ministerpräsidenten und den Präsidenten beider Häuser des Reichstags, sowie dem Odrrbürge^metster für den ihm und seiner Gemahlin bereiteten herzlichen Empfang und verhieß baldige Wiederkehr. Die versammelte Volksmenge begrüßte das kronprinzl-.che Paar mit enchuastlschen Eljenrufen.
Tunis, 23. Mai. Der Bey hat den bisherigen Minister d s Auswärtigen, General Bacconche, in Ruhestand versetzt.
Bern, 23. Mai- Der italienische Gesandte Melegari ist grstern Abend in Folge eine- Schlaganfalls gestorben.
Wien, 23. Mai. Haus der Abgeordneten. Die Majorität des Schul-AuSschuffes hatte eine Abkürzung der Schulzeit beantragt. In namentlicher Abstimmung ward der Antrag mit 156 gegen 149 Stimmen angenom- men. Für die Minorität, welche für die Beschlüsse dis Herrenhauses eintrat, sprachen Beer und Eduard Süß. Letzterer erhielt wegen unparlamcntarischer Angriffe gegen die Regierung einen Ordnungsruf. Die G leite applaudiere dem Redner; darüber ließ der Präsident die Galerie räumen.
Petersburg, 24 Mai. Kaiser Alexander III. empfing c>ester-i in Gatschina eine Deputation der Petersburger Judenschaft. Der Führer dieser Deputation, Günzburg, dankte dem Kaffer für den bisherigen Schutz und erbat weiteren Schutz für die Juden. Der Kaiser sprach huldvollst jeden Einzelnen der Deputation an und ersuchte sie, ihre Anliegen durch den Minister des Innern schriftlich an ihn gelangen zu lassen- Er sagte schließlich der Deputation, sie möchte allen Glaubensgenossen miitbeilen, für thn existirten keine Unterschiede zwischen treuen Untertanen bezüglich Religion und Nationalität. Die Verfolgung der Juden fei nur ein äußerer Vorwand.
Lokales
Gießen, 24. Mai. Nächsten Sonntag, am 29 Mai er findet dic diesjährige Turn- fabrt der Turnvereine deS Gaues Hessen, wozu auch der hiesige Verein zählt, nach Burg Münzenberg statt. Dieselbe ist verbunden nut einem Volkswettturnen. Abmarsch des hiesigen Turnvereins Morgens 7 Uhr von der siädiichrn Turnhalle aus- Seltere Turner, sowie Freunde dcö Turnwesens werden specirll auf diese Turnfahrt, bei welcher Gäste willkommen sind, aufmerksam gemacht.
— Gestern Mittag wurde in der Marktstraße ein 6jähri?,eS Mädchen von einem 1 Wagen überfahren und sehr schwer verletzt. Den Führer des Wagens soll keine Schuld * treffen. \
Gießen, 24. Mat. In dem GaflhauS „zu den vier Jahreszeiten" zu Mainz fand am Sonntag Mittag die Versammlung der Mitglleder des 3 7. Mrttelrheinischen Turntages statt. Die Versammlung war ungemein zahtretch besucht ; anwesend waren 152 Abgeordnete als Vertreter von 133 Vereinen; ferner war anwesend der Kreisvertreter, sowie 11 Gauvertreter- Bei der zuerst vorgenommenen Wahl des BüreauS wurden Ä. iLllenbors« Mainz zum ersten Vorsitzenden. Turnlehrer Louis Stahl-Offenbach zum zweiten Vorsitzenden, Iran Färber-Matnz zum ersten und Rothermcl Darmstadt zum zweiten Schriftführer gewählt. Vom Ausschuß der deutschen Turnerschaft war besten Geschäftsführer Dr. Ferb. Götz Leipzig- Lindenau als Delegirter anwesend. Aus der sehr umfangreichen Tagesordnung, deren Beiathung fünf Stunden in Anspruch nahm, wollen wir nur Folgendes m Kürze hervorheben: der erste Gegenstand der Tagesordnung bildete die Aufnahme der neu gebildeten Gaue ^Saar-Mosel-Gau" und „Nahe Jdarthal Gau". Die Ausnahme dieser Gaue wird mit großer Stimmenmehrheit genehmigt, so daß der Mittelrheinkreis hierdurch um 2000 Turner zugenommen hat, außerdem werden ca. 30 neue Vereine tn den Kreis ausgenommen. Aus der nun zur Vorlesung gebrachten Statistik »es Mittelrheinkreises (Bericht des Kretsvertreters) ersehen wir daß der Kreis am 1. Januar 1881 aus 196 Vereinen nut zusammen 14,800 Turnern bestand. Der dritte Geger- stand der Tagesordnung betraf em ..Ersuchen des AusschusteS der deutschen Turnerschaft um Revision der Satzungen des Mittelrheinkreiles" Da nun der vierzehnte Gegenstand der Tagesordnung aus folgendem Antrag drS Kreisvcrtreters Reuter Darmstadt bestehend: ,Der Turntag wählt eine Commission auS 3 Mitgliedern, welche d:e Satzungen des MutrlrheinkreiseS durch gehen, mit den Beschlüsten des AusschusteS der deutschen Turnerschaft vom 26 bis 27 Jult in Braunschweig tn Einklang bringen und dem nächsten Turntage darüber Vorlage machen", sich an vorstehende Tagesordnung anlehnt, so wurde über beide Gegenstände gemeinsam ver handelt und schließlich eine Commission von 5 Mitgliedern erwählt, bestehend aus: Julius Gießen, Frankfurt, Emil Reuter, Darmstadt, Karl Dcmuth, Gießen, Ludwig Stahl, Offenbach, Jean Bender, Hanau, welche die Satzungen des Milt lrhcinkrcises revidiren und dem nächsten Turntag darüber Vorlage machen solle. Die Abrechnung der Jahre 1879 und 1880 wird nach dem Bericht des Kreis-Außschustes genehmigt. — D^r Festbeitrag für das am 13 , 14., 15 unv 16. August in Mainz statifindende zwölfte m itelrheinische Turnfest wird mit Stimmenmebrbert auf 3 v4t festgesetzt. — Die Turngemeinde Hanau stellt den Antrag, einige Abänderungen über Bestimmungen bei Gerätheübungen, über Punktzahl und Preisrichter vor^unebmen, doch wird dieser Antrag, ebenso rott die Anträge des Turnwarts Heusir Wiesbaden, drr Turngememde Darmstadt, sowie des Kreis-Auöschustes, die sich auf innere D^rcinsangelegenheiten beziehen, an eine Commission zur Vorberathung überwiesen. Folgende Anträge deS Vororts Mainz: a) Vorfü rui'g von Musterriegen bd den Kreisturnfesten und Wahl etnefe Beurthnlungs-Aus schuffes derselben; b) die Preistwner sind spätestens 8 Tage vor dem Feste beim Obmann dcs Prets^nchts zum Zwecke rechtzeitiger Fertigstellung der Tabellen anzumelden; c) die Ergebnisse deS Pnisturnens sind innerhalb 3 Wochen nach dem Feste durch den Obmann an alle diejenigen Vcteine des Kreises zu senden, welche Prdsturner gestellt haben", werden einstimm'.g genehmigt und sollcn dieselben bereits beim nächsten Turnfest in Anwendung kommen. — Der Gau Hessen stellt nun den Antrag, am GrbuitShause von Adolph Spieß in Lauterbach in Oberhessen eine Gedenktafel anzubringen. Dieser Antrag wurde einstimmig genehmigt und 50 JL aus der Kreiskasie hierfür bewilligt. — Nachdem noch der Antrag des Vorsitzenden des Tu-n und Fkcht-Clubs Hanau, Chr. Unna: „Der 37. mittelrheinische Turntag wolle ein Begrüßungsschreiben an daS Ccntral-Comite für daß 23. Bundes Turnfest des nordamenkanischcn Turnerbundes in St. Louis als Erwiderung desien Einladungsschreibens absenden", einstimmig genehmigt worden war, wurde mit einem „Gut Heil" der 37. mittelrheinische Turntag geschlosien.
Vermischte H.
Frankfurt, 20. Mai. Um dem Publikum in dem Parke der Ausstellung Ruheplätze zu verschaffen, hat der Vorstand dte sofortige Anschaffung von 50 Sitzbänken angeordnet. Um den Genuß der '0 vorzüglichen Goneerte dec Büie'schen Kapelle zu erleichtern, soll mit einem Unternehmer ein Abkommen über theilroeise Vermiethung von Stühlen vor den Musikpavillons, sowie von Fahrstühlen, an das Publtkum g troffen werden. — Durch Wegweiser und Plän. soll auf dte verschiedenen Theile und Gebäude dcö Ausstellungsplatzes aufmerksam gemacht werden. — In der ersten Restauration soll dte nöthige Anbringung der Kleiderhaken nid): mel.r verzögert werden. — Da sich berausgestellt bat, daß dic seitherige Sistirung des Betriebs während der Miitagsstunden zu vielen Un^utrögltchkeiten führt, und da gerade in den mittags stunden der Besuch des Publikums ein sehr starker ist, so bat der Ausstellung« - Au-sä uß bc schlossen, den Dampfbetrieb von Morgens 10 Uhr bis Abends 6 Uhr fortdauern zu lüften; nur an den Dienstagen und Freitagen soll Nachmittags 4 Uhr der Betrieb geschlosien werde.. damit die mustkaltschcn Instrumente in dec Ausstellungshalle dem Publikum zum Gehör gebracht werden
— Ermäßigte Eisenbahn-Fahrten. Nachdem die Genehmigung des Herrn Mintstcrs für öffentltche Arbeiten, bezüglich der Tarifermäßigungen eingetroffen ist, Hai zuerst die Direetion der Hannover'ichen Staatsbahn folgende Bestimmungen zur Erietchteruog te: Besuches der Patent und Musterschutz; Ausstellung in Frankfurt a. M. vom 24. d M. ab folgende Fahrvergünstikungen versuchsweise bis auf Weiteres eingefübit: 1) An jedem Mittwoch we-den auf den Stationen der Bahnstiecke Kasiel Bockenheim gewöhnliche einfache Perione.'- und Schnellzugbtllets zweiter und drille-. Klaffe ausgegeben, w.lche den Reisenden auf der Hinreise auf Verlangen beaffen werden und sofern sie mit d-m Stempel des Ausstellung-'^ Comtte's versehen worden, innerhalb xtoei Tage-., im Verkehre der Stationen der St'ccke Gieß^n-Frankfurt mit letzterem Orte jedoch nur an demselben Tage, zur Rückreise berechtigen. 2) Auf den Stationen Münden, Göttingen, Northeim, Kreienlen, HildeSheim, Hannover, Bremen Celle, Uelze'i, Lüneburg, Harburg und Hamburg gelangen Retourtillets mit achllägtger Gültigkeitsdauer zur AuSgabe, welche vor Antritt der Rückrnic der Billetexprottton zur Abstempeluna vorzulegen sind. 3- Größeren Gesellfchaftcn von mindestens 30 Personen kann in dcn erster, trei Wagenklaffen an den gewöhnlichen Wochentagen auf Antrag bet den k Eisenbahnbetriebs, ämtetn eint Fahrpreisermäßigung von 50 pCt. gewährt werden 4) Ebenso Arbeitern unter Anführung eines Werkm-isters in Gesellschaft von mindestens 10 Personen in dritter Wagen klaffe eine solche von 662/3 »St 5) AuSstellunasbtlletS zu ermäßigten Preisen können auf den betreffenden Stationen zugleich mit den Fabrdillets käuflich erworben werden.
Frankfurt, 19. Mai. Im Lesesaal des AuSstellungsplasteS liegen Hunderte von Zeitungen aller Länder aus, darunter eine große Menge iOufltirier Fachzeitschriften. Auch ein sehr comsortables Correspondenzzimmer befindet sich im Palais und zwar tm zweiten Stcck mit prächtiger Aussicht über d.n AuSstellungsplatz. — Wte verlautet, ist gegen die Direetorcn der deutschen Handelsgescllschaft wegen Lerschlcierung des VermögenSzu'tande« der Gesellschaft aus Grund des Art. 249, Pos. 3 d-:s Handelsges tzbucks Anklage erhoben worden. — Df Frühjahrs Ausstellung des Gartenbauve.eins ist zu Ende. Nichtsvestoweniger gibt eS in Frank fuTt noch prächtige Blumen zu bewundern Man betrete nvx einmal im Palmengarten daS Gewächshaus Nr. 3 und man wird erstaunt uno entzückt fern über den herrlich n fRolen und Calzolarten Flor. Ebenso bietet das Gewächshaus Nr 1 mit seiner in vollster Blülb.' freitnb.n Calladien einen entzückenden Anblick
Bockenbeim. Die beiden hierher zur Hast gebrachten Praunheimer, gegen welche sich der schon erwähnte Gifemordsverdacht gerichtet, sind bereus wieder entlasien und scheint demnach an der ganzen Sacke wenig oder gar nickiS zu fein.
8li chasfenburg, 16. Da-. Der folgende mysteriöse Vorfall gab der hiesigen k. Staatsbehörde Veranlassung zu einer Untersuchung. Vor einigen Wochen fand der Leichen, grober des ifraelitilcken Fricdbofs, welch letzterer aus einer mehr al« eine Stunde von der Stadt entfernten An höbe ganz iioürt, ten einer Mauer umschlossen, gelegen ist, ein Grab daS nicht seiner Hande Arbeit.war Er machte drr Gemeindeverwaltung Meldung, welche ihrerseits wiederum der L-taatsbehörde Anzeige machte. Die Ausgrabung wurde verfügt und man fand in unbedeutender Tiefe ein neues bölzerneS Kistchen, daö den schon stark verwesten Leichnam eines etwa ,eckS Monate alten Kindes enthielt. Nach dem behördlichen Befund dürfte daS Kind sckon vor 6 -8 Monaten verstorben, also biSber an einem anderen Orte verborgen gewesen fein. - Da hier ein Derbrecken vorzuliegen scheint, io ersucht die Staatsanwaltschaft vermittelst öffentlicher Bekanntmachung um Anhaltspunkte, die es ermöglichen, die Herkunft dieseS Kinderleicknams zu ermitteln.
— Don geschätzter Seite geht uns nachstehendes Sylbenräthsel zu, welche« wir weil eS von lokalem Interesse ist, an dieser Stelle wiedergeben:
Sylbenräthsel.
Die erste Sylbe findet man, Wenn man sieht diese Zeilen an. Die untere zwei sind auch darin, Schau Du nur hin m:t scharfem Sinn DaS Ganze kündet hohen Stand Und edle Frucht tn fernem Land; In Gießen zeichnet es sich auS Durch großen Durst im kleinen Haus In engem Kasten wirdS gehalten — Kann schwer die Lösung sich gestalten?
AieSen, 2‘ biß X 110 * 1 etürf 9-W 4 22 4, An W Hahtm v.Si-
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Damen n"d *'
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Xrogtrin bracb »
Nachdem -b chmn rhi,»
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3609) « 1162 Eichm-Zt
156 -iefern'S sollen iai Lubm ftaft c-erivlrthet hlute an bei der
Ts wird Sihntit- und (3 Main Weser-Bal daß Mwarl 8 Wigen.
Gießen,
8
3583) § Wult, sowie sü 1B81 können ff Donnerstag bezahl l werden.
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