1881.
Mittwoch den 25. Mai
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Erscheint tLglick mit LuSnahme brt Montag».
Tuttau i Schulslrahe B. 1R.
Ztußsand.
Treib vierteljährlich 2 Marl 20 PI mit Vring-rlo!)"- Durch bit Post bezogen v^rklzahrirch 2 Mart^öO^P^
t Persönlichkkit, gen Abend auL i Portemonnaie- wird in iürtm asselbe schleunigst rnfaUs man sich gerichtlich vorzu-
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^uvennieihn,. EaN^eib/ ä Ammern, aui {r Mitte August
iLordanlage.
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Z>e»ts<ßlelud.
Berlin, 22 Mat. Heute Abend sand in einem Local in beT ^T"’ q„strcß- eine Jffenlltefae «ebeiteiversammlung zur Besprechung ^« Unsallver. n^ma«.Seletze« ßatl. Rmileben den sog. staatJioctahfan und den social- bemofraten kam c« b.ibei tu Tdätlichkeiten sodaß die Versammlung von dem nnweienden Polizeilieut-nant ausgelLft werden mußle. Ls wurden mehrere
Verhafwngm^vorgmou in gt3nffurt a. M ist mit der
Anfertigung der generellen Vorarbeiten für eine normalspurige Ci(enbabn untergeordneter Bedeutung von Fulda nach Gersfeld. beauftragt worden.
AranLrcich.
»ari» 22. M°i. Die «bser.dung von TruppenverstLrkungen nach » c™ k » i-rt gton Pion rückten *tei Regimenter ab. Die Franzosen
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polizei. und Basch-Camba, der Shes der Sensd armerie.
©in neuer Sieg Gambetta ».
Da« gewaltige Wort de« S;d.ciaior» von 1870 hat abermals seinen Rauiet bewährt; in der Sitzung der französische» Deputirtenkomener vom 19 Ma, bat Gambetta den Sieg te« vielumstrittenen Liftenicrutinium« er- ledjt'p Zwar bat der Senat dasselbe noch zu genehmen; allein man weiß, daß seder derartige »rsolg den Druck der Lff.ntlichen Meinung sur flch bat. dem eine einzelne Körperschaft auf die Dauer nicht ,u widerstehen verma^ Man weiß, daß der Präsident Grevy, wenn auch stillschweigend. Gegner de« S-ftenIcrutmium« war; Sambetta bat intefien daran erinnert, daß bie unter teil' ikaiferr.iche von Grely geleitete republikanische Oppdstiivn auch da« ^^'"^Herr'"Gimbetta ^stellte in feiner Rede die Behauptung auf. die Sinzel- wählen würt^n durch den Einfluß te« Gelbe« corrumpirt unb da« Lillen'cru. tivum (ei geeignet diesen Uebelstard zu beseitigen. Dasselbe Argument ha die Gamben flilche P rste wäbrend de« ganzen Feldzuge« für tie CifamBalj in allen ronarmi abgespielt. Es ist ja wahr, daß mit der Listenwahl du« Relultat sich reiner berau«stellt, al« mit der Wahl nach Departement«. Aber h, Behauptung, daß unter der Listenwahl nut Prinzipien und Ideen maß. « bend leien da« Geld aber fcmm Einfluß habe, ist e.itweder sehr naiv oder lle feut voran« daß Diejenigen, aus die sie berechnet ist, sich keiner besonderen poliftsichen" Ei'nflcht etfteuen. $ (Dei n wo in aller Welt sind b.e vollkommenen Men(4en bei denen sich die Wahlen nur nach Ideen und Primiplen voll- »leben? Da« mag bei einem kleinen Bruchtheil ideal angelegter Menschen d r Kall sein ' die große Maste aber sti. mt und wählt nach ihren Interessen; d« Bürger und «ibeuer sür die Parte., bk. mit ihrer Herr,tast nach seiner g,„s,cht beflere Geschäft«-Lonjuncturen herbeisühren wird, der Bauer sur die, die am meinen Stabilität v.rspricht u. s. w. Also wenn auch nicht ge^de das Geld so doch die Interessen find maßgebend und man tann <6 ja Wie« wand verdenken we,n er die,Üben wahrnimu.t. Was daS Geld betnfft ,o wird daS Ltstenscruttnium defien polttiscken Eiifluß kaum berühren. Herr tSambetta we.fi fickerlich red)t genau, daß der ungeheure Preßapparat, mit bem er Frankreich umsponnen und fich zum lettenden Staatsmann der Republik empvrge^hirungen Hai nicht mäglrch gewesen wäre ohne en und (eurer Freunde disponible« Sapilal. Wa« Sambetta sonst sagte, baß da« Listen
lcruiinivm auch den Arbeitern den Weg in tote Sammern öffnen werde, daß » ihn n nnli.dehe Macht gebe, wie ihm die Revolution Eigenthum gegeben, Alle« ba«\rbefct sich kaum über da« Niveau demagogifcher Redenlarten. Denn ‘ n D^mbetta die Masten täuschen will und dazu sehr radikale Phrasen an- werdet so wird die praktiiche Erprobung de« Listenscrutinium« bei Niemand elren Zweifel übrig lasten, daß di.se Wablart bet d,r gegenwärtigen Situa- ei°n in «rarkterch rein auf die Person de« »ammerpräfidenten zugeschnltten e sche uen muß. der al# eine Art .Grohwähler' seinen politischen Gegnern in 'llti Departement«, wo die Republikaner nach der Schablone Gambetta« ladlreich-r fad. al« die andern, d e Vertretung entziehin kann, während ihnen bei der Einzelwahl vielleicht einer oder mehrere »reife geblieben wären- 6# bildet sich auf diesem Wege eine starke Diktatur Gambetta«, die (U jrm
ift so lange feine Pa tei zusammenhält. Warten wir ab, welchen Gebrauch | non den auracreate ter leitende Staatsmann Frankreich vo- dieser Diktatur macken w,rd.
arflüchtet. Von allen Seiten h-r kommt die traurige Kunde von Mord und Totticblaa. Die Unnibm haben fick über mehr als 20 Ortschaften erstreckt I und die Zahl der Verhafteten beträgt gegen Tausend. Wenn man einerseitL nickt verkennen kann, daß ein Theil der 3nben Uetam
I Bittenmg des Volks hervorgerufen hat, so muß man doch besonders die con-
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PkterSbura, 21. Mai. E« sch-im leider, al« ob im rusfischen DfRci.rSmp« tie Pest de« Rihil «mu« weit um sich gegriffen habe. 64 find [ürjl-cb ab rmal« zwei Osstciere verhaftet morden, der Theilnahme an nihi- lillischen B-st-'bunqen verdächtig waren, sie heißen v. Stromberg und Gust au.?,»» W>e wen-a der »alser sich aus seine Umgebung verlosten kann, be- k M f°°nerbm ie Tbotsrche aß der Ehe der Siche?beit«wache von Gatschina, Lb«ll «morow Snall u°d Fall en'I sten werden mußte, well durch eine vor | n TiitA in Gatsckina eingetroffene Hobe Perfünltchkett, die Antonows
<T. ® „A.nhHf lufdflia kannte festaestellt wurde, daß dieser Oberst als Polrzei- ««trieben haite. Man hatte Woronzow Ta chk°°. ler .be-so wie der «mser selbst von der Vergangenheit Zutoi.ow'« nicht« wußte zu bewegen D_rmod>t diesem M°nne den «^antwort, licbtn Posten iu übertragen. Al« die Sacke bekannt wurde, befahl ver Kaiser, Amonow (osort .u entlasten; (em Nachfolger. OberstlieMenant sinowje«. wurde Nach # 12 Utr aus dem Bette geholt urb auf den Bo0eu gefallt. Iwowjew war ."letzt ®bef d-r Polizeirelerven ; zur Zeit de« solowjew scheu Atlintats war er der erste, der den Verbrecher ergriff und überwältigte.
— Die Ze'tungen sind anaesüllt m t Berichten aus dem Süden über die roch immer andauernden Judenverfolgungen. In Odeffa lagert da« Militär in den Straßen. Abends wird d'e Stadt durch Fackeln und Lichter dell erleuch'et, die Einwobner schweben in fortwährender Angst, baut nach all- aemeiner Ansicht soll nur die Anwesenheit starker Truppenmaffen den Ausbruch emes großen Gemetzels bmtanb-.Iten I" der N-He von Charkow find^wieder I .... Unruhen ausg-b'ochen; da« Volk stürmte die Kaufläden und Gasthäuser.
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Die Judenverfolgungen, welche feit Wochen im 'üdweftlichen Rußland »ottsinden,
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wSdrend d.e ^urüctgebliebm-n da« NSthige zur Megenwedr .mtetteten und die Bauern
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mit Revolvern, Aexten unb Brecheisen bewaffn.t.
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werden " Ti" Boer^seM'schreibe/dies den Engländern zu, welche durchd^e neue Unruhm "üHsÜllt." Don dort anbau« den
™mer größere Ausdehnung anr.immt. Die be, Potchefstroom g«n°mmeu-n nolilchm Flinten find von den Boers mittlerweile verfitigert worden und * ®ben schwerlich jur Ablieferung wieder aufzutreiben sein. Die Kanouen aber n'd v» vorhanden, und der Verzug in der Auslieferung ders-lben ist «n entschiede, er Mißgriff Seitens der Boers.


