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Doch die Erben wandten sich dtrect an — — Friedrich den Großen und verstände., auch, den König für ihre Ansichten |u gewinnen Kurz entschlossen resoloirtc der alte Fritz, .daß von dem W keinerlei codicille» mehr angenommen w rden dürsten, da dieser mit den vielen Zettel- nur mJwtire und die rechimSß'gen Erben nicht chagrinlrt werden sollen.- _ , _ „ . .
— Au« Plattling (Baiern) schreibt man Große« Ausseden erregte die am Tage Maria Empiängn ß von der Kanzel erfolgte Excommumcation der rocomotiv führer-Aspiranten-Frau M H Dieselbe datte mit ib.em jetzigen Gatten einen Vertrag abgeschlossen, daß. während ihr Mann protestantisch 'st, die Kinder katholisch getausi und erzogen werden sollen. R ichdem sic aber verheirathet waren schlossen beide Eheleute wieder einen andern Vertrag, welcher dahin geht, daß d«e Kinder protestantisch getaust und erzogen werden sollen So ist da- erstgeborene Kind denn auch pro teftant'sch getauft woidcn. Auf Grund dessen hat die oberhinsichc Stelle über Frau M jp die Excommunication au-gesprochen, welche nach der Predigt von der Kanzel verlesen wurde. _________________________
bk Kleinkinder-BewahranÜalt) Uhr Gymnasiallehrer Stamm
December (2. Weibnachtlstiertap):
Kirchliche Anzeige»
der evangelischenGcmcinde HitiUfitn
Gottesdienst:
Montag den 2«
Morgen- 9«/, Uhr: Pfarrer Schloiier. (Lollekte für die Armen unkifr Gemeinde.) Nachmittag- 5 Uhr: Dr. Buchold
Sonntag, den 25. Dezember (1. Weibnachtßfekrtag,: ‘ Uhr: Pfarru Dr. Naumann.
Samstag den 31. Dezember (Sylvesterabend): Abend- 6 Uhr: Pfarrer Schlosser.
(Unter Mitwirkung de- Kirchengesangvereink )
nn der SvlveNernacht wird, vielfach gehegten Wünschen entfvrechend. noch schluß de« Kirchenvorstande« um 12 Uhr mit allen Glocken geläutet werden.)
Die Psarrgeschäfte für die Wocke vom 25. bi- 31. D'-'mber besorgt Pfarrer Dr Naumann.
NrhiflTabrrletil« Milgetbeüt von dem Agenten de« norddeutschen Lloyd in Bremen, tt W. Die- Nnchfolger in Gießen.
Bremen, den 22 Dezember. (Per tran«atlantiichen Telegsavh) Der Postdampfer Ohio, llapt. S M'yer. vom No ddeutschen Aovd in Bremen, ist gestern Mittag wohlbehalter in «5 alt irr er < anatfemmen. —ev
Handel und örrfrbr.
»ranffurt a.« , den »23. Dezdr., Nachmittag- 2 Uhr — Min. (Tetegr. Evur-berich Mttaetheilt durch da« Bankgeschäft Albert Kaufmann in Gießen.) Kredit aetten 309*/i, Staat-b.-^ctten 283. Galizier 2643/*, Oest. Stlberrente 66»,, 4% Unar Goldrente 77, 4°/o 1880er Rusten 73, 2. Orient-Anleihe 58 —, 5% Rumänisch Rente 883/4, Lombarden 127'/, Tendenz schwankend.
verweigert: durch Oestnung destelben von Seiten der Post ist der Absender ermittelt worden, der übrigen« wegen seine« unverfrorenen Gesuche« eine polizctltche Vernehmung zu btfubfnIb^,,^(ürinc bcr vristostenen Woche baden unter den Schiffen an der Küste und aus hoher See abermals entsetzliche Verheerungen angerichiet und ist auch o^tzmal wieder der Verlust zahlreicher Men,chcnleden zu beklagen. Richt weniger al« 41 wwme, worunter 33 dntricke. gingen in adgeloufcner Woche unter und der Wend de« onloun g.gongaien dfgentbume wirb auf 7.000,000 Piund etrdmg gef»ä6t, mODon («M e'ctKntd auf «nglonb fommen. 185 Mcnf-t>nl-dcn gmg-n bri bikfcn Schlffdrüchcn enlortn. 3m ®anjcn sind in btrfrm Jab-- 1915 6» ff- untergtgongen ober 312 mehr als in derselben Zett de« Vorjahre«.
— sAu« bestaubten Acten.) An alle Ger chtSbehörden der preuß Monarchie ist vor e.niger Zeit in Folge höheren Auftrages die Weisung ergangen, die etwa noch vorhandenen «ctenbestände. sofern deren Inhalt nach irgend einer Sette h'n interessante Beiträge zur derzeitigen Rechtspflege liefern könnte, nicht zu vernichten sondernuum uweckc der Einverleibung in da« Staatsarchiv c,neureichen. Von den Resultaten der hiernach angestellten Rachforichangeu in den staubbedeckten Bodenkammern der Gericht«' aedäube sind der „Vost Zta ' interessante Fälle bekannt geworden. Der emc^Rechtsstreit bat sich vor noch nicht allzulangcr Zeit bei dem ehemaligen Berliner Stadtgericht abgespielt und datirt au« dem Anfang der sünfziger Jahre. Gegenstand diese« in <dnct Art einzig dastehenden Processes war keine Sache oder Summe, sondern ein dbbaft.g" Mensch unb jmar her im 3->bre 1873 in Berlin oerflorbene M°br Mar- eetltno. Derselbe batte im Jabre 1853 ttnen Tr. R von Rio de Janeiro aus einer Reise nach Deutschland btgle tet. Dr. R batte den M in Rio al8 Sclaoe für 950 MtlreiS erkauft und erklärte in Berlin mehrfach, er werde bei seiner Rückkehr seine wohl erworbenen Rechte auf M. al« Sklave wiederum geltend machen. Der Mohr mutzte nun wohl von irgend Jemand e. fahren haben, daß in Preußen menschlich« Wesen nickt „verkauft" und dadurch .Eigenthum" anderer Menschenkinder werden können, denn er erschien eine« schönen Tage« auf dem VormundschaftSgencht mit der Bitte, ihn aus seiner Sklaverei zu befreien. Da« Gericht nahm sich der Sach.' auch an bestellte d n Krei«just.»rath Dr. Straß ,bem Sclaven Marcellino Ql« Kurator behufs E.lanimn seiner pe.sönl.chen Freiheit" und nunmehr schritt M im Beistand«: seine« Kurators im Procehw ge weiter vor Dr. R, drr sich, um mit landtechtsichrn Aus- l)rürf<n tu irden, rühmte, da« Eigcntbum an dem Reger Marcellino zu besitzen, wurde tn einem sogenannten Distamat,on«proecb durch siadtgerichtl'che« Erkenntmtz vom 10. Apr.l 18M (bestätigt in den Appcllat'onS-Insianzm am 16 November desselben und s Jum de« folgenden Jahre«) für schuldig erachtet, ,bie Klage wegen der an- gemaßten Ansprüche auf da« Eiaenthum de« Neger« Marc lltno lnnnb°^ einer Fr st von 9 Monaten gehörig anzustellen, widrigenfalls ihm ein ewige« Stillschweigen auf- erlegt werden würde". Hiermit hatte Marcellino seine Freiheit, wcnn auch nur in- direct erlangt, denn hätte R- wirklich die Klage angestrenat, so wäre er 'rotz des Distam..1 on« Erkenntnisses einfach abgewiesen worden, weil dir Geaenstand de« Pro- <csse« (Etgentbums-Ansvrüche an e.nen Menschen) auf Institutionen (L>claoerei» beruht haben würde, die im Umfange des preußischen Staates gesetzsich unzulässig sind - Der Schauplatz des zweiten Falle«, eines oeritadlen Hexenproceste«, war der Gericht«- de irk Fiankfu^ a. d O ; der Proceß datirt aus dem Ende de«,siebzehnten Iahr- bundeits Angeklagt war ein arme« alte« We,b au« dem Dorfe Bar selbe. Natürlich bestritt die Angeschuldigte da« ihr zur Last gelegte .Verbrechen- und e.der ergeben b e vergilbten und zerrissenen Acten nicht mehr den endlichen Verlauf diese« Propste- , sie <nd?grn m.t einer Art von Beschluß. Inhalt« dessen bte „Hexe /!nem nochmal gen dochnoibv'inlichrn Verhör unterworsen werden sollte. — @m dritter Fall endlich dzetet eine köstlich- Illustration der gerühmten „flukn alten Zett . ®<r tm vorigen Jahr- hund'it m Berl n ansässige Bürger Balthasar ReSmodi bat se n^ Testament ,m Iadr^ 1776 (Sinern hochweisen und wohllöblichen Magistrats-Sollegio überreicht und sich dabei da« Recht Vorbehalten, j ne« durch Nachzettel adändern und er«an»enzul können <H0U dieser Freiheit machte der alte Herr auch den umfassendsten Grdrauch und bald liefen scitenk der sich hierdurch benachtheiligt glaubenden Haupterber. de-. ursprünglichen Testaments bei dem vorerwähnten Magistrats-Collegio Beschwerden ein. die m dem raiü-n Verlangen gipfelten, die Annahme fernerer Rachzettel überhaupt zu verweigern, eine Forderung die selbst dem Hochweisen zuviel war und gebührend abgelehni wurde.
Allgemeiner Anzeiger.
.Harzer Canarien
3 50. (8396
"°NSd°°bei der Exped. ds. Bl.
Bekanntmachung.
Die RaufSdefe de« Johanne« Binz IV. von Leihgestern über die Gruntstücke Flur unb Rümmer 2/1134 unb 15/177 in dasiger (S markung find q nttirt vv" M Bock und bezw. Heinrich Neh, e« fehlt aber die Beglaubigung Mcftt U.'terschrlten. Wer nock Ansprüche an jene Grund, stücke haben sollte, bat dieselben binnen 6 Wochen
bei Meldung der Nichtberücksichtigung geltend zu machen.
Gießen, den 20. Dezemb r 1881. Großh- Amtsgericht G'eßen.
8404) L angS^ortt..
Berfteiaerung.
Lreitag den 80 Dezember d« IS. läßt Unterzeichnete einen fast noch neuen Wagcn. Pflug und Egge, sowie eme große Parthie Erchen-, und Kiefern-Bodlen von versch ebener Stärke. 3 gut "haliene Hobelbänke und sämmUiche« Echremer- werkzeug gegen gleich baare Zahlung oer. steigern ,
Rodbeim a. d B'eb r^
Heinrich vender Wwe.
Feilgebotenks.
Wurstfüllmaschinen, Hackmeffer u Spalter
cmpfi,,,lt Karl Hensel-
in sehr belebter Gaste, ganz nahe der Hauptstraße, enthaltend mehrere Famil'en- mnbnunam Waschküche rc., nebst Hosraum ist erbvertheilungshalber
r.rnfen Auskunft Wetzstemg- A. 62. (839o
Bekantttmachnng.
Betreffend: Die Offenlegung des Grundbuchs und der Parzellenkarten von der Gemarkung Albach Kreise- Gießen.
ES wird hierdurch zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß da- neu errichtete Grundbuch der Gemarkung Albach nebst den dazu gehörigen Parzellen, karten in dem Geschäftsbureau de- Großh Bürgermeisters und Ort-gerichi-, Vorstehers Schäfer zu Albach am 16. Januar 1882 offen gelegt werden wird.
Die Betheiligten find befugt, daffelbe während b<r Zeit der Offenlegung in diesem Lokale einzusehen, auch gegen die Gebühr von dem Großh^ Bu'ger. meister und OrtSgerichtsvorsieher der Gemeinde Albach GrundbuchsauSzüge (Geschäfte) zu verlangen. Auch werden fie durch L«b'eren auf die von den Keldgefchworenen entdeckt werdenden, fie betreffenden Fehler astsmerksam gemacht
Allen denjenigen, welche fick bei den Angaben drs Grundbuch- ruckfikht. lich dks Besitzstandes und der Grüßenangaben für beschwert erachten, steht eS fre-, binnen einer unerstrecklichm Frist von 6 Monaten ihre Anstände entweder avf gütl chem Wege bei dem Bürgermeister und Ortszencktsvorsteher der Gemeinde, vor welchen fie ihren etwaigen Gegner vorladen laffen können, zu beseitigen unb, insofern dieses nicht von Erfolg ist, ihre Ansprüche bei dem für B.sitzstreitigketten zuständigen Gerichte geltend zu machen. Ist diese- Gericht em andere-. als das unterzeichnete, so haben sie davon, daß Letztere- gescheh'n, Binnen eben dieser Frist die Anzeige zu macken. Dieselbe Anzeige liegt ihnen binnen derselben Frtst altbann ob wenn sie oor Off«"1’«“"« 1 Grundbuch- gegen den daselbst eingetragenen Besitzer eine Desitzklag. angestellt
^attCn9^3(6 Ablauf dieser Frist wird drr Besitz, wie ihn das Grundbuch angieb , in Bezug auf die Personen ter Besitzer und die Giößenangaben m allen den Fällen für r chtra angenommm. in welchen weder er e cütltchr Beseitigung be: dem Bürgermeister und Ortsgerichtsvorsteher zu Protokoll gegeben, rod) eme gerichtliche Klage deshalb erhoben urb erforderlichen Fall« Bet dem unterzeichneten Gerichte zue Anzeige gebiaht woroen ist.
Zugleich werden diejmigen, welche d e tn Gemäßheit des Art. 30 be? Gesetzes vom 21. Februar 1852, die Erwerbung des Grundeige .tbums ft w. betreffend, beizefügten Erwerbtitel eingetragen oder berichtigt zu sehen wünschen, aufgesordert, die erforderlicken Anträge b nnen der festgesetzten Frist von 6 Monaten Bet dem zuständigen Gericht zu stellen und, wenn dieses em anderes als das unterzeichnete ist, bet diesem bte Anzeige zu machen.
Die unerstrcckliche Frist von 6 Monaten geht mit dem 15. Juli 1882 zu Ende.
Gießen, den 20. December 1881.
Großherzogliches Amtsgericht Gießen.
Langsdorfs.
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in Ei»packung eingetrosfen.
8405) 6g. Wilh. Weidig.
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8363) M. J^Teiner.
Prima Apfelsinen
krisch eingetrofffn. (8399
Qg. Wilh.. Weidig.
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Nothwein, p r Lchovpcr: 6<) 70 u. 80 I», empsiehft (8051
C. H oth. Reuk'Bäue.
Herrenkragen, Shlipse, Hosenträger, Taschentücher, Unterhosen, Unterjacken etc.
empfichlt (8238
Julius Schulze.


