„Romanul", derselbe möge doch die östrrrechiscb-ungarischen Blätter r-äher bezeichnen, von welchen mir dem Bewußtsein, die U .Wahrheit zu sagen, Rumä- men angegriffen werde. Der „Romanul" würde bester tdun, gegen die rumä- niiche Hetzpreste Frort zu machen, die seit Monaten die Gemächer gegen Orsterre ch Ungarn aaszuregen suche und noch jüngst, als em Mitglied des österreichischen Kaiserhauses den Röntg von Rumänien besucht, jtben Rumänen für ehrlos erklärt habe, der dem fremden Prinzen die Hano reichen würde.
London, 22. August. Das auswärts gemeldete Gerücht vom Tode d?s Präfidenten Garfield ist bier bis jetzt unbestätigt, die hier vorliegenden Nachrichten bezeichnen den Zustand Garfields jedoch als nach wie vor bedenklich.
— Dem amerikanischen Gesandten Lowell ist eine Depesche des Staats- secretärs des Auswärtigen, Blaine, zugegangen, nach welcher wenig Hoffnung vorhanden ist den Präfidenten Garfield am Leben zu erhalten.
Washington, 22. August. Das heute früh 8 Uhr 30 Min. veröffentlichte Bulletin lautet: Der Präsident Garfield hat seit gestern Abend kein Erbrechen mehr gehabt. Heute früh nahm derselbe auf sein Verlangen etwas flüssige Nahrung zu sich. DaS Allgemeinbefinden ist heute früh ermuchl» gender, als -s gestern war.
Kairo, 22. August. Nach hier etngegar.genen Nachrichten ist es in Sudan in Folge deS Auftretens eines falschen Propheten zu Ruhestörungen gekommen, bei denen 120 egypttsche Soldaten um's Leben kamen. — Das Wasser des Nils ist im Steigen begriffen
Paris, 23. August- (Definitives Wahlresultat). Eudgiltig gewählt werden 483, Stichwahlen 65. Wiedergewählt sind 364 Deputirte, darunter 61 von der Rechten, 303 von der Linken. Die Zahl der Republikaner be' trägt 398, die Zahl der Monarchisten und Bonapartlsten 85. Die Republikaner gewannen 14 Sitze von den Monarchisten. 27 von den Bonapartlsten und 13 in neuen Wahlbezirken. Sie verloren 2 Sltze an bie Bonapartlsten und 7 an die Monarchisten; letztere gewannen 2 von den Bonapart ste n. Von den gewählten 398 Republikanern gehören 41 dem linken Eenlrum, 159 b?r Linken, 170 der republikanischen Unton und 28 der äußersten Ltnken an.
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Gießen, 23. August. Tagesordnuna für die Stadtverordneten - Sitzung Donnerstag, den 23. August 1881, Nachmittag- 4 Uhr:
1) Die Abhör der Rechnung der Löbe r'schen Stiftung vom Jahr 1880/81.
2) Gesuch der Kaufleute Friedrich Emil Loos und Louis Frohnhauser dahrer um Trottoirpstasterung.
3) Banquetherstellung auf dem Selterßberg betr.
4) Gesuch des Restaurateurs Louis Lenz dahier um Erlaubniß zur Anlegung einer Einfriedigung.
5) Gesuch drs Kaufmanns Daniel Heil dahier um Erlaubniß zur Anlegung zweier Etnfall'chächte.
6) Die Göthestrahe betr.
7) Gesuch der Großherz »glichen Garnison-Verwaltung um Erlaubniß zur Ueberbrückung des Schoorgrabens.
8) Die Verpachtung des Stetnbruchs in der Steinrutsche.
Gießen, 23. August. Bezugnehmend auf das morgen, Mittwoch Abend, im Saale des „Einhorn" stattfindende Concert d<s Herrn S. Herzog bringen wir für Fr-unde der Musik noch nachstehende 2 Recrnflonen zum Abdruck. So schreibt die „Dtdaskaiia" in Frankfurt: Herr S. Herzog, der seine erste Ausbildung dem hiesigen ausgezeichneten Pianisten und Lehrer, nunmehrigen Kapellmeister Wallenstein verdankt, bezeugt seine Anhänglichkeit an die zweite Vaterstadt dadurch, daß er so ziemlich alljährlich von seinem nunmehrigen Wohnorte, wo er kurze Zett unter der Leitung des leider verstorbenen berühmten Virtuosen Carl Lausig seine Studien eifrig fortsetzte, hteher kömmt, um hier öffentliche Proben seines rast, losen und von Erfolg be leiteten Kunststrrbens abzulegen. Das that er denn auch diesen Winter wieder und bewies durch sein dermaliges Auftreten, daß ihm — eine Seltenheit bei den die Vtrtuosen-Laufbahn verfolgenden Kunstjüngern — das eigentliche Wesen der Musik nicht minder am Herzen liege, wie die Erlangung großer Fertigkeit und Kraft. Er spielte zum Beginne seines Concertcs Beethovens Es-dur «Sonate (Op. 27, Nr. 1) mit eingehendem Verständnisse, weihevoller Hingebung und fein abgemeffenen Vortrage, besonders den ersten und zweiten Satz, daß man ihm warme Anerkennung nicht versagen kann.
Ferner aus Berlin der „Clavieriehrer":
In dieser eben nicht armen Concertsaison haben sich dem Publikum so manche Musiker in ihrer Doppeletgrnschaft alS Komponisten und Pianisten vorgestellt. Zu diesem gehört auch Herr S Herzog, der Sonnabend, den 11 Januar in den Räumen der Singakademie ein Concert veranstUtete. Herr Herzog nimmt einen beachtenswerten Rang unter den zahlreichen tüchtigen Klavierspielern Berlins ein. Seine natürliche Technik, worin ein modulations- re cher Anschlag in erster Reihe glänzt, bewies derselbe vornehmlich in Chopins E-äur-Ballade und in den sehr schwierigen Schlußnummern seines Programms: Mazure pologne von Rubin- ftein und Rhapsodie hongroise (Nr. 12) von Liszt.
— Vor einiger Zett wurde einem hiesigen Pensionär ein Hundertmarkschein gestohlen. Der gestohlene Schein von welchem man die Nummer wußte, wurde am 21. d. MtS. in der Westanlage nebst einem Fünfmarkschein gefunden und gelangt somit wieder an den Eigenthümer.
— Die Kirchweihfeste in den umliegenden Ortschaften scheinen die Handwerksburschen und Stromer anzuziehen, welche dann Abends vergnügt die „Penne" in Gießen aufsuchen. In vergangener Nacht logirten nicht weniger als 67 Solcher auf den hiesigen Herbergen. Es darf n'cht wundern, wenn es zuweilen zu Conflikten zwischen denselben kommt. So erschien heute Morgen ein herumziehender Händler mit seiner Frau auf der Polizeiwache und machte die Anzeige, daß der Mann gestern in Wieseck in einer Wirthschaft von 4 Handwerksburschen geschlagen und mißhandelt worben sei, er war auch in der That übel zugerichtet, hatte mehrere Löcher am Kopf, ganz zerschundeneS Gesicht und einen steifen Arm.
— Durch einen zwischen Käufer und Verkäufer ausgebrochknen Streit wurde am 15. d. M. in Steinbach, das Strettobject, ein Pferd, seinem Schicksal überlasten und lief cs einen halben Tag herrnlos auf der Straße herum, bis sich die dortige Polizeibehörde seiner erbarmte und es unterbrachte. Sollte der Streit nicht bald beendet werden, so dürften die Fütterungskosten den Werth des PferdeS bald übersteigen.
— Nachdem am 18. d. M. in Oppenrod etn Mann an der durch den Tritt einer Kub erhaltenen inneren Verletzung einen unfreiwilligen Tod fand, suchte an demselben Tage in Albach ein anderer freiwillig den Tod, indem er sich auf dcm Speicher seines Hause- erhängte.
— In Beltershain wurde am Abend des 17. d. M. da« 5 Jabre alte Söhnchen deS Jacob Konrad vermißt. Durch eifriges Suchen wurde dastelbe um 11 Uhr Nacht« in einem Wasterbehalter ertrunken aufgrfunden, in welchem es schon ca. 6 Stunden gelegen haben konnte, da es vor dieser Zeit noch gesehen worden war.
Vermischte
AlSfeld 18. Auguß. In dem benachbarten und von jeher wegen Wilddieberei ver« mfenen Neustadt (in Kurhesten) ist dleser Tage wieder einmal ein allgemein alS sehr ehrenwerth bekannter Forstschutzbeamter dieser brsttalrschen Leidenschaft zum Opfer gefallen. Der äußerst tragische Fall wurde unS wie folgt erzählt: Forstwart Becker 26 Jahre alt, seit Kurzem vermählt, ließ sich in der Erbitterung über die Frechheit der SaSjäger in einer Wirthschaft Neustadt'« am 12 L M zu der unbesonnenen Aeußerung hinreißen: „Morgen Abend geh' ich in den und den Wald und wette, daß ich die Kerls endlich kriegen werde!" Er ging allerdings am folgenden Abend in den Wald, aber die Kerls — kriegten ihn, schlachteten ihn in kann, dal,scher Weise ab und verscharrten ibn auf dem Neustädter Kirchhof« unter die am selbigen Tage oder kurz vorher eingebettete Leiche eineS Ktnves. Wie man den Leichnam des Unterförsters Becker da vermuthen und finden konnte? Die Unterförster der Umgegend veranstalteten natürlich in Gemeinschaft mit vielen anderen Leuten sofort eine Streife nach dem vermißten Kameraden. Da eilte ein Knabe auf sie zu und gibt seiner Verwunderung darüber Ausdruck, der Neustädter Todtengräber sich in auffälliger Weise im dichtesten Gebüsch verborgen halte großer Behendigkeit verkrieche, sobald ihm Jemand zu nahe komme; er habe ihn,
den Todtengräber, ungesehen geraume Zeit aus einem Schlupfwinkel beobachtet. Mit vieler Mühe gelingt es endlich den Forstbeamten, besagten Todtengräber dingfest zu machen und alsbald zeigen sich auch verräthertsche Biutspuren auf Dem Rücktheil seines Kittels. Vom Todtengräber leitet der Instinkt auf den Kirchhof, da man den Verblichenen tagelang vergebens im Walde und sonst allerwäits gesucht hatte. Auf dem Friedhöfe fand man denn, wie oben gesagt, den Gesuchten unter der zuletzt eingescharrtcn Leiche. D e letztere war al)o in satanischer Klugheit ausgegraben und dann wieder aufgelegt worben. Außer dem Todtengräber fand man im Walde noch ein blutbeflecktes Hundcwägelchen, vermittelst besten die Überführung oer Leiche des Ermordeten nach dem Friedhöfe erfolgt sein dürfte Daß sich aber der Todtengiäb.r im Walde umher trieb, bringt man vermuthunzßweise mit der Adsiche zusammen, die vorhanoenen Blutspuren unv sonstigen Anzeichen der stattgefundenen Mordthat zu beseitigen . . Der sofort gefänglich cingezogene Todtengräber hat, so viel wir dis jetzt in Erfahrung bringen konnten, über seine Mitschuldigen u. s. w. bi6 jetzt noch nicht das Mindeste einaestandcn und ausgesaqt. Herzzerreißend soll das Jammern und Wehklagen der jugendlichen Wittwe des braven Becker gewesen sein. Nicht unerwähnt wollen wir bei dieser Gelegenheit lasten, daß vor etwa dreißig Jahren schon einmal der Forstwart in dem Neustädier Wald em tragisches Ende fand. Wie frech überhaupt die Neustädter (und „Katzenberger") Wilderer sind, mag daraus hervorgehen, daß deren etliche vor mehreren Jahren gelegentlich der Abhaltung einer officiellen fiScalischev Herbsttreibjagd in der Oberförsterei Romrod ebenfalls an dieser Jagd in der Art sich be- thtiligten, daß sie theils an entlegenen Punkten Wilvpiet schossen, welches die Treiberlinie durchbrach, theils aber den Wildpretführern das Wild von ihren Schiebkarren na . men. Dieses Helvenstückchen hatte s. Z. vor dem Landgecicht Alsfeld ein entsprechendes Nachspiel, wobei ungefähr 8 Hauptwilderer aus Neustadt und dem angrenzenden „Katzenberg" — seit 1866 darmstädtisch — in gebührender Weise bestraft wurden. (D. T. A.)
Darmstadt, 20. August Die Nationalferer vom 2. September wird auch dieses Jahr wieder in seitheriger Weise gefeiert werden; dahin geht der Beschluß deS vorgestern im „Darmstädter Hof" versammelten weiteren Comite's. Also: Emläuten des Festes, Choral vom Thurm, Fahnenschmuck der Stadt, Festgottesdienst, Schulfeier, Bekränzung deS LandesdenkmalS. An diesem soll Nachmittags etn Musikeorps spielen. Abends Zug dahin. Gesang daselbst Be leuchtung des Denkmals und Abbrennen des „eisernen Kreuzes". Hierauf Zug nach dem Saal bau, wo festliche Vereinigung mit Musik und Gesang. Auch fällt diesmal das Freudenfeuer am Vorabend wesentlich wegen der leidigen Platzfrage aus. Der seitherige Platz war ungeeignet und den vorzugsweise geeigneten (westlich vom Ludwigshöhe Weg) kann man nicht haben. Auch das lange geplante, immer auf das nächste Jahr verichobenc Jugendfest kommt nicht zur Ausführung. Das vorbereitende Comite hatte es (schon im April) für überhaupt unausführbar erklärt und so unterblieb auch jede Vorbereitung. Das weitere Comite war vorgestern nicht gleicher Ansicht; es beschloß, für nächstes Jahr das Jugendfest welches sich dann jährlich wiederholen soll, durchzuführen. Sollte das vorbereitende Comite abermals zu gegen- theiliger Meinung kommen, so möge es — unter eventueller Niederlegung seines Auftrage« — das wettere Comite berufen und ihm seine Bedenken vortragen. Man war der Ansicht, daß die Zukunft des ganzen Festes auf der Jugend beruht und daß die entgegenstehenden Schwierigkeiten bei ernstlichem Willen sich überwinden lasten.
Aus dem Kreise Biedenkopf, [im kauflustiges Bäuerlein) Folgende ergötzliche Geschichte bildet seit einigen Tagen in hiesiger Gegend das Tagesgespräch. In dem Dorfe Steinperf sind in einem Wirthshaus ein dortiger Bauer und ein zufällig anhaftender Fuhr mann (mit Wagen und Pferd) aus Lixfeld nebst einigen anderen Gästen versammelt, um sich I durch den Genuß geistiger Getränke zu erquicken. Nach einigen Hm und Herreben bietet der I Bauer auS St. (der schon einige Male den Boden des GlaseS gesucht) dem Fuhrmann für je I einen Centner seines Wagens, sowie seines Pferdes 30 jü, auf welches Gebot Letzterer gerne I einwilligte, und drr Handel ist fertig. Nach zwei Tagen liefen der Fuhrmann Wagen unv I Pferd in ein mit dem Käufer verabredetes Wirthshaus zu Nieder-Eisenhausen, wo aber der I kauflust ge Bauer zum Abholen derselben nicht erscheint; das Pferd wird nun auf Kosten bei Letzteren daselbst einige Tage gefüttert, bis sich der Fuhrmann entschließt, in Begleitung feine« I Herrn Bürgermeisters den Kaufliebhaber zu besuchen, um die Sache zu klären. — Käufer will aber Beides, Pferd sowohl als Wagen, nicht annehmen, da er klüglich einwendet, nur einen Centner vom Pferde und einen Centner vom Wagen g-tauft zu haben und nicht das Ganze, was jedoch durch die beim Kauf anwesenden Gäste in Abrede gestellt wird. — Die ganze Kaufsumme würde sich nach ungefährer Abschätzung (Wagen mit 23 C'ntner — 690 JL. und Pferd, ein alter „Klepper", mit 7 Centner — 210 U4) zusammen auf 900 JL belaufen Durch Za reden Anderer wird endlich zwischen Beiden Vereinigung dahin getroffen, daß Käufer an Den Verkäufer die Summe von 200 Jü Entschädigung zu zahlen hat, waS zu Gunsten des tauf lustigen Bauern geschieht, da derselbe wohl, wenn Die Sache gerichtlich würde verhandelt worden sei, zur Annahme der Kaufsache verurtheilt worden wäre. — Ein schönes WirthshauS-Späßchtn für 200 JL, das Anderen zur Warnung dienen möge.
Marburg, 19. August. Die auf dem Rentenhof stattfindenden FundamentauShebunqen für den Bau der neuen Oberförsterwohnung sind bei etwa Metertiefe auf höchst auffällige Reste alter Baulichkeiten gestoßen, die, wie es scheint, einer Kupferschmelze angehören. Man erkennt deutlich eine au8 mehreren Backsteinlagern horizontal hergestellte Sohle, in deren Umgebung zahlreiche Kohlenreste, sowie unvollkommene Kupferschlacken, ähnlich s. g. Ofenbrüchen mit Malachit, Rothkupfcrerz und metallischem Kupfer. Die Backsteine sind vollständig verglast, grau und grünlich gefärbt und auf ihren Fugen mit dünnen Platten metallischen Kupfers ausgefüll.' welches bei dem Schmelzproceffe auf denselben eingedrungen zu sein scheint. D>e Anlage erscheint von einer Mauer umgeben, von der ein längeres Stück und eine Ecke bloSgelegi sind. Inmitten dieses Raumes fanden sich auch mehrere starte, augenscheinlich zur Herstellung eine« Rostes benutzte Eisenstäbe. — Gleich intereffant ist zugleich die Bloßlegung einer Lehmichichie mit zahlreich eingeschloffenen weißen Schalen, der den echten Flantenlehm s. g. Löß bezeichnenden Schnecken Bei dem höchst auffallend hohen Niveau, welches dieser Lehm einnimmt, sind zu deffen Deutung die weiteren Aufschlüffe behufS Ertennung seiner Lagerung abzuwarten. Sollie sich letztere als ursprüngliche Herausstellen, so hätte man bei Marburg für die Lahn drei bik* viale Flußbetten, das tiefste oberhalb des Bahnhofs am Wege zum Gefälle, das mittlere in tu Höhe der Wettergaffe und das obere auf dem Rentenhofe, etwa 200 Fuß über dem aeger; toärtigen Niveau des Flusses. (Q. Z )
Obe rinörlen, 21. August. Vergangene Nacht brach in der Wohnung eines Bäckers in der Nähe des Schlaffes Feuer aus, wie man sagt, in einem .in der Nähe deS Backoferl sitzenden Ginsternhaufen. Das Feuer griff sehr rasch um fick, so daß demselben ein Wohnhaus unb 3 gefüllte Scheuern zum Opfer fielen. Ein zweites Haus brannte an, konnte jedoch gi rettet werden. Das Haus deS Bäckers und deffen Scheuer waren versichert, die übriaen Odjec e jedoch nicht (O A )
Handel und Verkehr.
Gleistcrr, 23. Aug. Au? Dem heutigen Wochenmartte knstrr, 8?Utter per P^>. ** 1.0> bis 1-10, Hühnereier 1 Stück 5—6 H, 2 Stück 0 H, Enteneier per Stück 6 Ä, 2 Stück 00 H Käs per S ück 4 — 9 Käsemacte per Srück 3 — 0 Erdien 1 Lite 22 H, Linsen * Liter 24 Tauben va3 Pa 0.50—0.60, Hübner p. St. X 0.70—13
Hahnen p. St. JL 0 50—0.70, Enten per Stück 1.40 1.70, Gänse per Stück ** 0.00—v, Welsche per Stück JL 0.—0, Ochsenfleisch 66 —00 H per Pfd., Kuh« unt Rindfletsch 46 bi* 50 H Kalbfleisch 44 -46 Hammelfleisch 60—70 H, Schweinefleisch 64—00 Kartoffel per 100 Kilo JL 7.00-8.00 Zwieben per Ctr 7—10, Milch per Liter 16 und 18 Ä Weißkraut 100 St. Jt 00 -00.
Frankfurt, 22. August. (Fruchtdericht.) Mehl Nr. 1 JL 39.50, 9h. 2 JL 37.5-J Nr. 3 x 32.50, Nr. 4 2k.50, Nr 5 Jt 25.50, Roggenmehl % (Berliner Mark«)
v* 27—28, do. I (Berliner Marke) 26.50-00, do. II (Berliner Marke) 22, Wev^ effectiv hiesiger ab Bahnhof hier JL 25.00 00.00, ab unserer Umgegend JL 24.25—34.75, do. fremder je nach Qualität «X 22.50—24.00, Roggen, je nach Qualität 20.00—20^5. Gerste JL 18-20.00, Hafer 15.00-16, Kohlsamen «4L 27.50—28.50, Erbsen JL 19—27 Wicken 16.50 — 17.50, Linsen JL 20 40, Bohnen, weiße, JL 23—25, Roggenkleic — Weizenkleie, grobe und feine JL —, Ruböl, Detail, JL 64. Stimmung abwartend. Hauptsächlich gefragt war: — Dringend offerirt: —. (Die Preise per 200 Pfd. Zollgewtcht = 100 Kilo.)
Frankfurt, 22. August. Der heutige Viehmarkt war gut befahren. Angemeb» waren ca. 360 Ochsen unt Stiere, 300 Kühe unb Rinder, 280 Kälber und 200 Hämm<- Die Preise stellten sich: Ochsen 1. Qual. 63—66, 2. Qual. JL 60—62, Kühe urß Rinder 1. Qual. JL- 54 -56, 2. Qual. 45—50, Kälber 1. QuaU 40—50, 2. Qual- vtt 35—45, Hämmel 1. Qual. JL 58—60, 2. dual. JL 40—50 per 100 Pfd. Schlacht gewicht. Schweine wurden 560 Stück angeführt und doS Pfund mit 62-63 bezahlt.
Frankfurt a M., bat 23. Äug., Nachmittags 2 Uhr — Min. (Telegr. Coursbcrtchl- Mitgetheilt durch das Bankgeschäft Albert Kaufmann in Gießen.) Cred:d act'.cn 3175,;, Staatsb.-Actien 318V4, Galizier 288Vr, Oeft- Silberrente 68^;, 4% Ungar. ©olbrentc 791/4 4% 1880er Russm 7ö13/i6, 2. Orient-Anleihe 612/4, 5% Rumänische Rente 92Vs- Tenbenz schwankenb.
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