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Är. 9-1. Erft-S Blatt. Sonntag den 24. April 18S1.

Kietzener Anzeiger

Anieigk- und Amtsblatt für drn Kreis Sich».

" - " , t " "" " 7 ®rrii vierteljährlich 2 Mari 20 Pf. mtt vringerlohn.

irr<iu: Schulstraße U. 18. Erfchnnt tAgltch mtt LuSnahme bei Montag». Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 IXar! 50 1h-

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Amtlicher H - eil.

Betreffend: Len Ankauf von Stutfüllen In 1881.

Bekanntmachung.

Unt.r »qugnabme auf bal nachsichrnb atgibrutfte «utschr.id,» bt« Vorstanbk« bt« LanbeN.Pfkrbkjucht-Nkrkin« vom 16. l. MU. rrklLr« ich mich

bereit, Bestellungen weiter zu befördern. . . , . A

Die Herren Dürgerme ster werden ersucht, die Pserdebefitzrr ihrer Gemeinden auf geeignete Weise von dem beabsichtigten Unternehmen in Kenntlich

vi flm 21 April 1881. Der Director des landwirthschaftlichen Beztrktveretns Gießen.

Dr. Boekmann.

Dar mft adt, den 16. flpnl 1881.

Der Vorstand S^avdeS-Pferdezucbt DereinS.

Das Großhcrzogliche Steuer-(5ommißariat Gießen

an die Großberzoglicken BürgerMeistereieu Annerod, Burkhardsfelden, Grop Linden, Heuchelheim, Leihgestern, Steinbach und BZatzenborn.

Wir müßen S,e an die umgebende Einsendung der Lerzerchmsse über Zugm g von einkommensteuerpflichtigen Personen vom 1. Sept- 1880 bt- 31. März 1881, sowie der AuSzüae aus dem Tagebuch über Sb« und Zugang der Gewerbe während der genannten Periode hierdurch erinnern.

Gießen, am 21. April 1881. Süffert.

Gefundene Gegenstände:

1 Portemonnaie mit Inhalt, 2 weiße Taschentücher, i Korallen kette, 1 t Hering, 1 Armband, 1 Waage, 2 Zugscheite, mehrere Schlüssel.

Gießen, den 23. April 1881. Großherzogliche Polt-eiverwaltung Gießen.

Freseni ns. __ __ _________________________________

Ankauf von Stutfüllen.

Dki La»de»pf,rd,zuchtver,in onanflaUct auch im Jahre 1681 «ineu Anlauf von Ltutfülleo für seine Pferbe,ucht tteibenden Mitzlieber und solche Züchter, welche beabfiwtlgen dem Verein bkliutreten.

Angekaust werden nur halbjährige Stutsüllen bester Qualität vorzugsweise 'n^aunover i^muthm^ßticher Durchschnittspreis ca. 400?<irf per Ttuck) sodann bet genügender Bestellung in Oldenburg ca. 300 M pr. St., sowie in Belgien (Ardenner Füllen) ca. 300 Franco per Stuck.

Die Bestehungen müßen bi- zum 1. Juni d. I. eingegangen sein und find bet den Herrn Direktoren der landwirthschaftlichen Bezirk-Vereine, m Rhetnheßen b<t dem Herrn Piäfldei ten de- landwirthschastlichen Provtnzialverrins bezw. den Heirn Vorstehern der Deretn-beztrke, oder direkt bet dem unter­zeichneten Vorstande «inzureichen. und ist dabei anzugeben, ob auf Füllen hannöornschen. oldenburg. oder Arvenner schlag- rrflectirt wird.

Der unterzeichnete Vorstand ist zu jeder wetteren Auskunft bereit und wird auf Wunsch die AnkausSordnung im Abdruck mittheilen.

Die allgemeinen Kosten (Reisekosten der Sommisfionen, sowie die Koste.. d:S Transport-, der Fütterung und der Versteigerung der Füllen) trägt der Pferdezuchtverein so daß die Besteller nur den Ankaufspreis zu entrichten haben.

Die Tbiere werden wie un vergangenen Jahre unter den Bestellern versteigert.

Der Termi» und Ort der Versteigerung wird f. Z. bekannt gegeben.

Bekanntmachung.

Wir bringen nochmal- zur allgemeinen «enntmß, daß, abgesehen von sehr dringenden Fällen und selbstverständlich ron Vorladungen, die Achter nur Mittwoch» zu sprechen find. Anträge bei den GerlchtSschreiberelen aber gestellt werden könne.', jeden Mittwoch und Samstag, Morgen- -wischen 10 und 12 Uhr, an den anderen Woch,ntagen Nachmittags zwischen 3 ud 5 Uhr.

Gießen, den 21. April 1881. Großh-izogliche- Amtsgericht Gießen.

LangSdorf f.

Seut/chland.

Berlin, 21 April. Zu den Lichtpunkten in der scnst nicht eben glän» zenten wirthschaftlichen Lage Deutschlands gehört die allgemeine Anerkennung, welche unsere Industrie auf drn australischen Ausstellungen de- vorigen und des gegenwärtigen Sommer- in Sidney und Melbourne gesunden hat. Troß der hohen Schutzzölle der engli chen Eolonien »st damit die Aussicht auf ein neue- und lohnende- Abfotzgebiet eröffnet. In M.lbcurne Hot vor Kurzem die Preisoertheilung staktgefunden, bet welcher nach telegraphischen Privatbe« ifchtrn, die von dort nach Deutschland gelangt find, zahlreich deutsche F rmen der Ehie der Prämiirung iheUhaslig wurden. N^turgen äß ist die Zahl der «rsten Preise nur eine brschräi kte, umsomehr aber muß die Thatsache ihrer Verl.ihung w's Gewicht fallen.

Hesterreich.

Trieft, 21. Apttl. Dem Kronprinzen Rudolf, der von Zara hier «in«» troffen war, find während feines ganzen Aufenthalts enthusiastische Kundgebun­gen zu Theil geworden. Der Kronprinz begab sich, nachdem er tie Jacht .Miramare" unter den Salutschüffen des Avmiralichiffes verlaßen batte, in Admirals-Uniform im offenen Wagen durch die mit Flaggen festlich g schmück- len Straßen nach dem Bahnhofe und wurde von der dichtgedrängten Bevölke» -ung überall mit begeisterten Evivas begrüß:. Auch auf dem Bahnhöfe, von wo aus der Kronprinz die Reise ncch Wien fottsetzte, wurden demselben von der Bevölkkrung die herzlichsten Ovationen dargebracht.

KranLreich.

Paris, 18. April. Der Anfang der Operationen gegen die Khrumics ist neuerdings auf das Ende dieser Wcche verschoben worden, weil, wie man spöttisch sagt, ,bte KhrumirS gar nicht existiren und erst entdeckt werden

muffen.- Jedenfalls stehen die KhrumirS «st in zweiter Linie und der Bey von TunS in erster. Der Zwischenfall auf der Insel Tabarka, von der auS tunefische Soldaten cuf daS französische Kancnet boot ^Hyene- mehrere Schüffe adfeuerten, bat einen vortrefflichen Dorwand zu Maßnahmen gegen den Bev abgegeben. Berens ist eine Expedition nach Tabarka abgeganzen, bestehend auS einer Panzerfrepatte (Surveillante), zwei Kanonenbooten, zwei Bataillonen des Ke imenrs 88, einem Bataillon deS Regiment- 143, zwei Dergge'chützen und einer Abtheilung Pioniere. Heute sollen sie Tabarka besetzen (ist bereits geschehen) und er fragt sich, was dann Mit den tunesischen Soldaten geschehen wird, welche sich auf der Insel befinden. Die .Republique Francaise" weist schon jetzt in ver- vöckttger Weise darauf hm, daß die Insel früher als genuefifche Eolonie 7000 Emaobner gezählt habe und sehr reich gewesen sei, daß sie sich,an der Küste des schönsten Landes von Tunesien-, vortresfl ch zu nnem Hafen eigne, daß unter ihrem Schutz auch große Kriegsschiffe sicheren Ankergrund sieden können lauter Gründe, die fie einer Einverleibung nicht unwürdig machen I

Paris, 20. April. Die zur Besetzung der Insel Tabarka ausgerüstete Expedition ,st von Bona abgegangen. Sie besteht aus der Panzerfregatte ersten Range- Surveillante (12 Kanonen) und den Kanonenbooten ersten Ran- g.s Schakal und Hyäne (jede- 65 Mann Besatzung und 4 Kanonen). Die Landungstruppen find 1600 Mann stark (3 Infanterie-Regimenter und eine Genie Abtbeilung nebst zwei GebirgSkanonen) und sollten heute Morgen auf der Insel Tabarka auszeschifft werden. Das Expeditions-Corp- ist ebenfalls auf dem Marsch begttffen, hat bis jetzt jedoch noch nirgends die Grenze über, schritten. En Zusammenstoß fand auch noch nicht statt, obgleich tunesische Neuer sich in ziemlich großer Anzahl überall den Franzosen gegenüber beenden. Dieselben überwachen den Vormarsch der Franzosen.

PariS, 21. April. DieAgence Havas" meldet aus Ragusa: Der- wisch Pascha ist mit ein*gen Bataillonen in PriSrend angekommen, um tn