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denen er sich befand, wobei sie häufig die Kleidung wechselten, um nicht seinen Argwohn zu erregen. Auf diese Weise gelang es ihnen, bie Hauser und Wohnungen kennen zu lernen in denen Trigonja verkehrte. Es stellte sich dabei heraus, daß er das Haus Nr. 18 in der ersten Nolte Jsmailowskij Polk oft besuchte. Weiter wurde festgeslellt, daß die Conditorei Issakow auf der Ecke der kleinen Sadowoja den Revolutionären als ^usammenkunftsort diente. Dieses Local besuchten sie in späten Abendstunden und "besprachen ihre Pläne. Am 11. März erfolgte endlich der Befehl, den Trigonja zu verhaften. Am Abend dieses Tages, als bei Trigonja sich gerade em gewisser

Peter Iwanow" (der auf Nr. 18 Jsmailowskij Polk wohnte) befand, zogen die Poli­zisten Vandenbergen, Taich, Malkewitsch und Gulkewitsch sich in ein Zimmer zurück und befahlen der Magd, den Trigonia unter irgend einem Vorwande yerauszurufen- Kaum hatte der Verbrecher den Corrldor betreten, als er sofort gefaßt und in cm be­sonderes Zimmer geführt wurde. Der Verhafttte folgte schweigend, ohne seine Ruhe zu verlieren und ohne Widerstrnd zu leisten. Böses ahnend, verließ auchPeter Iwanow", ein junger Mann von sympathischer Erscheinung mit schwarzem Barte, das Zimmer, in welchem er mit Trigonja geweilt hatte, und suchte die Ausgangsthür zu gewinnen, wurde aber sofort veiyaslet-Peter Iwanow" zog einen Revolver, doch wurde ihm die Waffe fortgenommen, ehe er Gebrauch davon machen konnte. Darauf stellte er sich alsKönigsrnörder aus Alexandrowsk" vor und sprach sein Erstaunen darüber aus, daß es möglich gewesen wäre, rhn hier ohne Weiteres zu verhafien Wenn Sie mich auf der Straße oder in niemer Wohnung getroffen hätten", sprach Peter Iwanow,so hätte mein Revolver selbstverständlich em Wort mitgesprochen und ich wäre Ihnen entkommen. Ich weiß, daß 'ch ein von der Regierung begehrter Lecker­bissen bin." Ihber den ihm abgenommenen prachtvoll gearbeiteten Revolver bemerkte er scherzend,dieser sei sehr billig, er koste nur 35 Rudel, weil von der nihilistischen Partei eine Menge solcher Revolver verschrieben worden sei Im Einzelverkauf koste eine solche Waffe mindestens 45 Rubel". In Trrgonja's Zimmer fand man 17U Exemplare der revolutionären ZeitschriftRarodnaja Wolja". Auf Grund einiger Anzeichen glaubten Vandenbergen und Taich, in der Person des Peter Iwanow, einen Gehilfen des berüchtigten Hartmann, Namens Sheljabow, verhaftet zu haben. Peter Iwanow stellte aber seine Identität mit Sheljabow in Abrede. Erst als der Staats anwaltsgehilfe Dobrshinskij sich an ihn wandte und ihm sagte:Ich entsinne mich

Ihrer noch aus dem Jahre 1874, Sie sind Sheljabow!" Da antwortete Peter Iwanow : | Ihr ergebener Diener!" In Peter Jwanow's Wohnung fand man Dynamit üor. Dieser Fang bat um so größere Bedeutung, als durch die Aussagen des verstorbenen Staatsverbrechers Goldenberg festgestellt ist, daß Sheljabow an dem beabsichtigten Ver­brechen auf der Losowo-Sebastopoler Bahn theilgenommen hat- Andrei Sheljabow lebte unter dem Namen des Jaroslawschen Klembürgers Tscheremisfow; er ist nach der Versicherung Goldenberg's eine im höchsten Grade entwickelte und geniale Natur, gehört der Terroristenpartei an und hat an den Zusammenkünften der Socialisten m Moskalewsk und Charkow theilgenommen. Eine durchaus verbürgte Geschichte aus dem nihilistischen Treiben kann ick selbst Ihnen übrigens noch mittheilen. Der älteste der jungen Prinzen L uchtcnberg, Nikolai, lei'nte in Deutschland einen jungen russischen Cbemiker kennen, der auf einer süddeutschen U -iversstät ftubirte, auf welcher, vermag ich nicht mehr genau anzugeben. Der liebenswürdige junge Prinz fand Gefallen an dem Landsmann und forderte ihn auf, doch nach Petersburg zu kommen. Der Student entgegnete, daß ihm dort Mittel zum Experimentiren fehlen würden, und daraufhin stellte ihm Nikolai Leuchtenberg sehr bereitwillig sein Labormonum im Marienpalasl zur Verfügung. Der junge Rufse reiste auf seines Gönners Unkosten nach Petersburg und arbeitete von da ab sehr fleißig im ßaboratoiium des Palastes, dessen Fenster nach dem Nowy Pcrenlok hinausgehen, einer kleinen Gasse, welche die Kasansche Straße mit dem Palastplatze verbindet- Der Chemiker war m seinen Versuchen bald so unermüd­lich, daß ganze Nächte hindurch Licht im herzoglichen Laboratorium zu sehen war. Das fiel der Polizei schließlich auf; eines Nachts wurde das Laboratorium des Marien- palastes (nebenbei bemerkt, eines kaiserl chen Palastes) untersucht und man überraschte den fleißigen Chemiker mitten in der Bereitung von Sprengstoffen. Es stellte sich heraus, daß er die ganze Zett sich mit weiter nichts als nut der Herstellung^von Sprengöl (Nitroglycerin), Dynamit und Knallquecksilber abgegeben hatte. Die iLache hat sich hier einige Wochen vor dem Mordanfall auf den Czaren zugetragen und der unschuldige Nikolai ist darüber sehr bestürzt gewesen. Es finden noch häufige Haus« suchungen statt; die Nih.listen haben eine neue Proklamation ausgegeben. Dem Kaiser Alexander III soll darin eine Frist von drei Monaten g setzt fein, um dem Lande eine Verfassung und freie Einrichtungen zu geben, auch warnen ihn die Nihilisten vor Unter­zeichnung des Todesurtbetts gegen den ergriffenen Staatsverbrecher. Wie wenig sich der Czar aus den Sudelschreibereien der russisch n Moidbande macht, wird er sehr klar dadurch beweisen, daß auch n'cht einer von allen b guadigt werden wird, der am Attentat mitgeholfen, darauf kann man sich verlassen! Allgemein ist gestern beim Degräbnißfest die stramme Haltung des jungen Kaisers ausgefallen; es ist außerdem zur Genüge bekannt, daß Alexander Al^xanbi owttsch die Weichlichkeit seines Vaters nicht geerbt hat.

Petersburg, 21. März. In dem Prozesse gegen die Thcilnchirni an dem Attentate ist die Anklageakte heute dem Senate zugestellt worden, der dieselbe morgen den Angeklagten N kolaus Russakoff, Andreas Ieljaboff, Timotheus Michailow und der Frau Helfmann einhändigen lassen wird D'e Angeklagten erhalten eine sieben­tägige Frist zur Vorbereitung ihrer Vertheidigung durch Anwälte. Die Blättermeldungen von der erfolgten Verhaftung bei Bewohner der Käfibudc in der kleinen Sadowaja sind unbegründet. Der Unbekannte, der bei dem Attentat um's Leben kam und von dem d>e Journale behaupteten, daß er der zur Zwangsarbeit verurtheilte und geflohene Toutschew sei, ist noch nicht recognoscirt. Tonischem befindet sich noch in Sibirien. DieAgence Russe" bezeichnet die Zeitungsnachrichten von der Entdeckung neuer Dyna- mitlager und von dem Ausfinden einer hunderttausend» von Rubeln betragenden Geld­summe als eine Erfindung. DieAgence Russe" hält es für evident, daß das Attentat außerhalb des Landes und hauptsächlich in der Schweiz und in Paris organisirt worden sei.

(StlegruphW SepesHm.

SBolfPt telegr.

Berlin, 22. März. Obschon treten der Trauer für den Kaiser Alexan­der die herkömmliche große Gratulation zu Kaiser- Geburtstag auöfiel, fa.den doch officielle Festdiners beim Reichskanzler, den Ministern und auch in andc. ren Kreisen festliche Acte statt. Die Stadt hatte wie üblich geflaggt, ebenso erfolgte Morgens daö übliche Choralblasen von der Schloßkuppel des König!. SchloffeS aus statt. Mittags wurden 101 Salutschüsse auf dem Köngsplatz abgegeben.

Unter den ersten dem Kaiser heute zuaegangenen Glückwunsch-Depeschen befand sich diejenige des Kaisers Alexander III.

Bereits gestern ging dem Kaiser die vom Reichstag beschloflene Gratu- lationsadreffe zu.

Der Kaiser hat den Ministern Lucius und v. Bötticher den Rothen Adlerorden 2. Klaffe mit Eichenlaub, sowie dem Leibarzt Dr. v. Lauer den Rang als Generallieutenant verliehen.

Pari-, 22. März. Die Nachricht, daß das in Dünkirchen angekom­mene SchiffCoralie" Orsini-Bomben mit der Bestimmung nach Petersburg an Bord gehabt habe, wird von derAgence HavaS" für gänzlich unbegrün^ det erklärt.

In dem Proceffe gegen diejenigen Blätter, welche in Artikeln das Attentat gegen den Kaiser Alexander vertheidigt hatten, ist heute dnS Urthell gesprochen worden. ES wurden verurtheilt: Der Rrdacteur des Journals Citoyen", Secondtgne, zu 6 Monaten Gefängniß und 2000 Frcs. Geldstrafe, der Gerant deffelben Battes, Lecoeur, zu 3 Monaten Gefängniß und 2000 Frcs. Geldstrafe; der Redacteur desJuvenal", Vefinier, zu 6 Monaten Gefängniß und 2000 FrcS. Geldstrafe, der Gerant des JournalsRevolution sociale", Bicois, zu 6 Monaten Gefängniß und 2000 Frcs. Geldstrafe und der Redac­teur desJutranstgeant", Rochefort, sowie der Gerant deffelben Blatte-, Del- Pierre, zu je 1000 Frcs. Geldstrafe.

Dle Mchcye l der Minister Hal sich dahin ausgesprochen, daß da- Eabinet sich in der Frage des Listen-Scrutwiums neutral verhalte. Der be­zügliche Beschluß wurde in dem heute Vormittag stattgehabten Ministerrathe dem Piästoenten Grevy milg lheilr, m der Cou Mission wird Ministerprä­sident Ferry morgen eine dem Beschlüsse entsprechende E klärung abgeben.

Aus Ma rtd wird die Nachricht hierher gemeldet, daß bei einem Palais des Herzog- von Offuna eine Bombe mit einer noch nicht angezün­deten L mte gefunden worden sei. Dieselbe »st der Polizei üderaeben worden.

Petersburg, 22 März Anläßlich des heutigen Geburtstages des deutschen Kaisers erschienen sämmtliche Großsüisien des kaiserlichen Hauses, sowie d.c hier an­wesenden fremden Fürfilichkeiten und Piinzen peijönlich bei dem deutschen Botschafter zur Gratulation Zuerst traf der Großfürst Wladimir eu , welcher tm fpecicllen Auf­trage des Kaisers deffen Glückwünsche über brachte Diejenigen Großfürsten, welche Inhaber preußischer Regimenter sind, erschienen in preußischer Uniform. Ebenso gab eine groß - Anzahl böchfter und hoher Würdenträger ihre Karten bei dem deutschen Botschafter ad. D:e deutsche Kolonie, welche der Traue' wegen den Festtag nicht feiis 1 ch begehen konnte, sandte eine Deputation-

D.r Kaiser hat befohlen, daß das Petersburger Grenadierregiment, das 5 Kaluga'fche Infanterieregiment und das 13. Dragonerregiment, deren Chef Seme Majestitt der Kaiser Wilhelm ist, am heutigen Geburtstage des Kaisers du Trauer ablegen.

Pesth, 22. März. Der Justizminister hat heute im Unterhaufe einen Gesetzentwurf über die Ehen zwischen Christen und Israeliten, sowie über die im Auslande geschloffenen Clvilehen eingebracht.

Bukarest, 22. März. Die Verhandlungen in dem Proceffe gegen Petraru und Genoffen wegen des am 14. December v. Js. gegen den Mmi- ste'präsidenteti Bratiano verübten Attentates sind heute beendet worden. Petraru wurde zu 20jähriger Zwangsarbeit verurtheilt; seine Mitschuldigen Patescu und der Priester Carlooa erhielten in Anbetracht mildernder Uu stände je 9 Jahre Zwa> gsarbeit-

London, 22. März. DerStandard" meldet in einer zweiten Aus­gabe aus Mount-Prospekt von gestern: Die Friedenöbedingungen sind fol­gende: Alle während des Kriege- von den Engländern und den Boers erbeu­teten Waffen, Munttionsvorräthe und Effekten müffen zurückgegeben werden, den Boer- soll unter denjenigen Bedingungen, welche durch eine.tig iche Commission vereinbart werden, die Unabhängigkeit zugestanden werden; die Regierung der Boers tritt, sobald die königliche Commifsiou ihre Arbeiten brendet hat, in Wirksamkeit, die englischen Garnisonrn verbleiben bis dahin im Transvaal-Lande, die Boe^s werden sofort auseinander gehen.

DerDaily Telegr." meldet in einer zweiten Ausgabe aus Mount- Prospekt vom 21. ds., Abends 11 Uhr: In Folge des heftigen WiberftandeS der Boers gegen einige Bestimmungen der englischen Friedensbedingungen ist der Waffenstillstand um 48 Stunden verlängert worden, um dem englischen General Zett zu geben, wettere I .structionen von seiner Regierung etnzuzi?h<n.

Lokales.

Gießen, 23. März. Sckwuigerichtsccrhandiilng am 22 Marz b. I gegen Kaspar Mehring von Ober-Sccmcn tregm Verbrechens wider ote Slttiickkc.l k. Dn Geschnorr.m erachteten Den Angeschulcigten für ftiulotg. woraus Der Gerichtshof Denselben in eine Zrck. bauostrafe von 2 Jabrcn und zur Abe tennung der bürgerlichen Ehrmicchte auf die Dauer von 2 Jahren vcrurthente.

fStcrbi'chkett in Gikßm.j Im Üouie der Woche vom 13 bis 19. Marz erc.gnften sich hier i 1 SLoecefäUe. Davon wurden betroffen 7 erwach,cne Personen un? 4 jbnbe B > ben elfteren erfolgte bet Tod burd> LunqenichwindiuL't 3mal, runzen nrzündung jd)leißl<no< Nück.nmarkslN zündung, K.cbr, Lubereuiose beö Geonr.e- je einmal. Lorr een Kudern Ü irden 2 an Dipbthtnus, eins an Brighiischcr N?«enkrankyeir und (in an allgemeiner Schwa i c ieibenbes Kind lebte nur wenige Stunden. G.

Gießen, 23 Mörz. In der auf Samstag ben 26 t. Mts., Lo.mittags 9 Uir. tm Negierungsgebäube bahier anberaumten S tzung des K'.etLaussä'usjes bes Kr«i eS (Si'ßrn komn«.,» nach Erledigung einer Anzahl von Fällen m gehe.mer S.tzung, fo.gente ^rgrnstänbe zur öffentlichen Lerhandlung:

1. Die Beschwerde be£ Christian Arnolb zu BurkharbSfe.brn wegen b,r Wies nr Verbesserung in bei (A.markung Burkda>bsfeld(n.

2. Die B.schwerbe des Per er (Arauiich zu NernhardSbain wegen b»r Wteenver- brfferung in der Gemarknng R.inharbchnin

3. DaS Ansinnen Gr. Krejt»an'tes G er,en an bie Grmeinbc Röthges wegen öxbauung eines Weges von Röthges nach Oder B isingen.

, . Auf dem Selierßweg benutzte gestern Nachmittag ein Stromer beim Fechten Die Gelegenheit, seine defekten Stiefi! gegen ew. Paar fast neue an einem stillen Orte umzutaulci >n. Eine gröbere Änzabl betrunkener btttembn Stromer, sowie lubetlicbe Frauenzimmer, welche schon zu wi-derhoit.'N Mal n mhaftirk gewesen, würben gestern eingesteckt.

Ein von Frankfurt zugereistes Pärchen, weiches schon einige Tage in einer Wirth schasi am Seitersderg logiite unb durck grobm Unfug die Aufmcrk amkcit der Schutzmannichaft auf sich lenkte, wurde gestern Abend ausgedvben. Beim Transport des Mannes lchrte Vers« le aus dem SelterswegFeuer" unbBurger heraus". Hoffentlich wird ibm der Brand geiöicbt.

Vermischtes.

Wetzlar, 21. März. Schon seit längerer Zeit war das Dedürfiih nach einer Lo noiotion heroorgetreten, be.en Zweck die Ler-retung der gemeinsamen berg, unb büuenmänm|d> < Intcreffen Der Labn, Dill und benachbarten Reviere sein soll Derselbe fand Ausdruck m einer Versammlung, welche am 20. Januar datier hattfanD unb welche em provisorisch.» Comite mit der Fertigstellung eineß Statutenentwurfes für em.n betaut en Verein betrauit. ^njolge dec ergangenen ttmlebung SeilenS dieses Lomrt.s iand nun heute im römischen Kaiser bie constituirende Vkrsammlung statt Zu derselben bauen sich neb n bm Vertreten säst aller btbcutenbin Gewerkschaften der Rev ere Dillenburg, Ti,z, Darmstadt - f.en, Leuburg und W'tzlar auä. die Vertreter der Dergbcbörc'm, so Herr Vedeimrath Fadrteiutz in Bonn, H n Cbfrbergiatb Brocke off, Hetr Bergratd Lecklrnburg in Darmstadt und andere emzrsund n. Herr Direclor Roeder hier, welcher die Versammlung eröffn te, dich bl Anwesenden Willkomm n und referiUt über die Entstehung des ProjectS zur Bildung deL Vereins, ««achdem er soo. nn ned) des Längeren über die Aufgaben unb Wichtigkeit beffdben sich verbreiiet hatte, legte er der Versammlung die Frage vor, ob sie mit le; Constituirung eines berg unb lüttenmänniie n OjeTeln® für d e Lahn, Dill- und benachbarten Reviere einverstanden sei. Die Versammlong beiabte diese Frage und nun stellte Herr Ro<der es derselben anheim rmen Vorsitz nden ru erwählen Dieielbe übertrug Herrn Roedcr b n Vorsitz, welchen dieser also von Neuem übe» nabm Nachdem noch Gel eimratb Fabncrus unb Bergrath Tecklenburg gesprochen Haven, würbe zur Wabi deS Bureaus geick itten. Hierauf kam d.r von dem provi'oriichen Lov.ue ausgearbeitete Statutenen'wurf zur Beratbung Derselbe gelangte, nachb m verschiedene Mo.i- fikationen vorgenommen worben warm, zur A. nähme. Den Beschluß btr Derhanbluncrn btlDete bie Wadi deS Vorstandes und die biernach von l.tzterem vorgenommene Ernennung einte Vorsitzenden b.fien Stellvertreters unb eine« Schriftführers. Zu dnsen Aemtun wurd n besiqnirt- Herr Direetor Roeder, Vorsitzender, Herr E. Müller, Stellvertreter d.S Vorsitzend e Herr Conr Schu'z, Schriftführer Erne nochmalige Versammiung zur Ergänzung und Fest- stellunq der Perdanblungen wurde von dem Vorstand in da vrge «ussickt genommen (W- L

Marburg, 1*.-z Ein zwischen 5 unb 6 Uhr gestern Nachmittag ausgedroche <t Wnlbbrano im Distrikt Ord.nberg, unweit btr Sp egelslust, ze.störte etwa 50 Äck.r einer -tt miichten Buchen-, Kiefern^ und Ftchtenschonung. Der angestrengt n Thätigkei' ber Forstbeamt n, der Holzhauer unb einer zum Schluffe noch eintreffenden Abtheilu Iäqtr vom hitst-cn Bataillon gelang es. Herr deS Feuers zu werden. Anzunehmen ist, baß in bem unvorsichtigen Gebrauch eines Streichbolzes beim Anzünben ber Cigarre ober Pfeife eines Spaziergänger» bie Ursache des Dranbes zu suchen ist es kann beshald nicht g nug vor dergleichen Unvor­sichtigkeiten gewarnt werden-

Heringen, 20. März. [107 Jahre alt ] Der israelitische ReligionSlehrer Abrabatn Levy Dickstein feierte am 18 d. M. sein 107. Wiegenfest. Derselbe wurde den 18. März l"4 zu Rachelska in Russisch-Polen geboren unb lebt fett 1814 in Deutschland.