Lokales.
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Marseiile, 21. Juni. Die Stadt ist ruhig und hat seit heute früh wieder chr gewöhnliches Aussehen. Die Mitglieder der Syndicatskammern find zusammenberufen worden, um gegen Gewaltacte zu protestiren, welche der Solidarität der Gesellschaft, die keine internationalen Grenzen kenne, zu- widerlaufen.
Madrid, 21. Ium. Die Regierung hat beschloffen, den Dampfer „Vulcano" sofort in die Gewässer von Oran zu entsenden, um eventuell die in Oran ansässtgen spanischen Angehörigen zu beschützen.
Konstantinopel, 21. Juni. Dem Vernehmen nach sollen die Verhandlungen in dem Proceffe wegen der Ermordung Abdul Aziz's am 25. ds. beginnen. Wie es heißt, werde die Staatsanwaltschaft Degradation und zeitliche Festungshaft beantragen für Midhat Pascha, Mehemed Ruschdi, Mahmud Damad und Duri Damad. Die Festungshast Midhat Pascha's solle 12 Jahre betragen. Der Kämmerer Abdul Aztz's, Fakni Bey, solle zu lebenslänglicher Zwangsarbeit, wenn nicht zum Tode, und die beiden Personen, welche den Mord verübten, zum Tode verurtheilt werden.
Gießen, 22. Juni. Die Zahl der Todesfälle während der Woche vom 12—18. Juni bel'ef sich im Ganzen auf 8, bic sich gleichmäßig auf Kinder und Erwachsene vertheilten. Br» den Erwachsenen trat der Tod ein: Durch Lungenschwindsucht zweimal, Brightische Nieren- krankheit, Lungenentzündung ie einmal. Don den Kindern starb «ns an Keuchhusten, emS an Scrofelkrankheit, eins an Scharlach und e,ns verlor sein Leben, indem es durch einen unqlück- lichen Zufall erstickte.
Telegraphische Depesche«.
Wolfes trlegr. <kOrrefpo»tze»z-B»nau
l * 21- 3“nl- St. Majestät der Kaiser empfing gestern den Be
such Ihrer Majestät der Kaiserin, sowie des Großherzogs, der Frau Großher. mVll t "VN Baden, welche Abends 6'/- Uhr eintrafen und
® "ach Coblenz zuruckkehrten. An der Tafel des Kaisers nahmen ^imm^ann , sowie Major v. Chappuis und Schloß-
Hauptmann v. Frentz Theil. Heute früh hat Se. Majestät der Kaiser die Brunnenkur fortgesetzt und sodann den Chef der Militärcabinets, General v. Albedyll. zum Vortrag empfangen.
Berlin, 21. Juni. Der „Reichs-Anz." publicirt eine kaiserliche Verordnung vom 8. dS., wonach das Gesetz über die Fürsorge für Wtttwen und Waisen der Reichsbeamten mit gewissen Modificationen auch auf die Reicks- bankbeamten Anwendung findet.
ließen, 22. Juni. Schwurgerichtsverhandlung am 21. Juni I. I.: 9e9en Taglöhner Heinrich Döring von Ramrod, wegen Meineids.
Unterm 23. Juli 1880 touioe Seitens des Abraham Steinberger von Aisfeld gegen Israel und Za dock Lorsch II. von da unter der Anschuldigung Privalklagc erhoben daß Israel Lorsch am 19. Juli 1880 in der Nähe des Bahnhofs zu AlSfeld zu dem Sleir-- berger, als dieser von Heinrich Döring in Rainrod zur Rede gestellt worden, daß er ihm eme „0efle" Kuh statt einer frischmelkenden vertauscht habe, sich dahin geäußert habe, die von ihm dem Heinrich Döring gemachte Mitteilung sei richtig und er stehe für Deren Wahrheit ein, er, Stemberger, habe dreimal gegen ihn geschworen, sein Vater ebenfalls, sein Bruder müsie gegen ihn schwören und wie sie geschworen hätten, daß wisie er, — daß weiter Zavock Lorsch 11. ihm zugerufm habe, er könne feinem Bruder d. h Israel Lorsch, den Buckel hinaufste,gen rc. Israel Lorsch erhob Widerklage, indem er anführte, Steinberger habe ibn bei gleicher Gelegen heit einen Lügener und Schwindler genannt und behauptet, er, Lorsch, bekomme keine Kuh mehr geborgt, man fürchte sich vor ihm, wo er hinkomme.
In dem am 11. Oktober v. Js. vor Großh. Schöffengericht zu Alsfeld ftattgehabten Hauptverhandlungst.rmm deponirtc der von beiden Theilen als Zeuge benannte Heinrich Döcinq von Ramrod auf seinen Elb, Stemberger habe ihm 5 JL versprochen. wenn er den Anfang des Vorfalls am Bahnhofe vor Gericht nicht erzähle. Steinberger habe ihm trotz feinet Erklärung. er werde vor Gericht die Wahrheit ausfagen, feine Rübe gelassen, bis er Die 5 .*L an sich genommen habe.
Die Hauptverhandlung vom 11. Oktober 1880 endigte nach Vernehmung von weiteren Zeugen mit der Verurtheilung des Israel Lorsch wegen Beleidigung zu einer Geldstrafe von 30 JL des Abraham Steinberger wegen der widerklagend geltend gemachten Beleidigung zu einer Geldstrafe von 20 JL. und mit der Freisprechung des Zadock Lorsch II. wegen der gegen ihn erhobenen Anklage.
Bei dem Vorfall am Bahnhof Alsfeld war es bei den Beleidigungen zwischen Abraham Stemberger und Israel und Zadock Lorsch II. nicht geblieben, vielmehr noch zu einer größeren Schlägerei gekommen, bei welcher sich außer den Genannten noch Juba, Gerson und Heiz Stemberger, sammtlich von Alsfeld, beteiligten. Gegen die Betheiligten wurde öffentliche Klage erhoben und die Verhandlung und Entscheidung der Sache dem Großh. Schöffengericht Alsfeld übet- wiesen. Als Zeuge war auch in dieser Sache Heinrich Dö.ing von Ra.nrod benannt. Ja ber Hauptverhandlung vom 16. November v. Js bezeugte derselbe bei feiner eidlichen Vernehmung den Vorfall m derselben Weise wie am 11. Oktober, er behauptete auch hier auf seinen Eid, daß Steinberger ihm die 5 oufgebrängt und ihn stets dabei angegangen habe den Anfang t>(8 sraqlichm Bois-lls nicht vor Gericht augjuiaßtn. Di- $ain>ii>«bant>luna end,-II mit bet 8-"!p>echung des JSrae, und Zadock Lorsch II. und der V-rurtheilunq dei «bradam Steinberger und der übrigen Angeklagten.
Unterm 5. November v. I. wurde von dem Anwalt des Abraham Stemberger in Als felb gegen Heinrich Döring von Ramrod Anklage wegen Meineids erhoben, weil derselbe in der Schöffengerichts Verhandlung vom 11. Oktober 1880 nach seiner Beeidigung beponirt habe er habe feine Vorstrafen erlitten, während dieses' thatsächlich der Fall sei und weil er weiter eiblid) bezeugt habe, Steinberger habe ihm 5 X zur Bestechung gegeben Damit er günstig für ihn vor Gericht aussage. In der daraufhin gegen Döiing iingeleiteten Voruntersuchung wurde derselbe am 25. März l. I. verhaftet. Da sich im Laufe derselben weitere Verdachtsgründe ergaben, datz Dörmg auch den am 16. November v. Js. vor Großh. Schöffengericht zu Alsfeld in der Strafsache gegen Juba Steinberger und Genoffen wegen Körperverletzung abgeleisteten Eid durch ein falsches Zeugniß verletzt habe, wurde die Voruntersuchung auch hierauf ausgedehnt.
Bei feiner verantwortlichen Vernehmung gestand Heinrich Döring ein, daß er schon Vorstrafen erlitten und weiter, daß ihm Steinberger keine 5 angeboten habe, um zu seinen Gunsten auszusagen, sondern daß Steinberger ihm diese 5 JL auf sein Angehen als Darlehn gegeben habe. Im Laufe der Untersuchung stellte sich heraus, daß Dönng feine falsche An gaben nur aus Rache gegen A. Steinberger gemacht habe, well ihm derselbe eine schlechte Kub vertauscht und er ihn auf Rückzahlung deS Darlehens von 5 JL verklagt hatte.
Döring wurde der beiden Meineide unter Bejahung der im Sinne des $ 157 des R St.-G -B. gestellten Nebenfrage für schuldig erklärt und derselbe demzufolge in eine Sucht- Hausstrafe von 2 Jahren und 4 Monaten und in die Kosten des Verfahrens verurtheilt zu gleich die dauernde Unfähigkeit der Vernehmung als Zeuge ober Sachverständiger ausgesprochen unb auf Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte auf die Dauer von 3 Jahren erkannt. Auf die erkannte Strafe wurden dem Dörmg 2 Monate Untersuchungshaft aufgerecknet.
2) 9f9<n ®«org Heckeroth von Billertshausen, wegen Raubs.
Am 5 December v. I. kam der Taglöhner Georg Kranz von Grebenau, welcher damals arbeitslos war und nach einem geeigneten Unterkommen suchte, des AbendS nac Tr-is a. d. Lda. und logirte sich daselbst in der Wirthschaft des Peter Römer ein. Kurz nach ihm kam noch ein fremder HandwerkSburscke in die gedachte Wirthschaft, der ebenfalls um Quartier bat unb solches auch zugesagt erhielt. Kranz und der Hanbwerks- bursche krackten hierauf die Nackt zusammen im Stalle des WirtheS zu Am folgenden Morgen verkaufte Kranz bem W'rth brel Hemben für 1 Jü 50 welchen Betrag er alSbald in Gegenwart des Handwerfsburschen ausgezahlt erhielt. Nachdem Kranz und der Fremde miteinander gefrühstückt, gingen sie zusammen von Treis weg und begaben sich über Allenborf nach Glimbadb Dort kehrten sie in einem Wirthshause ein und verzehrten in solchem einen beißen Handkäs, den Kranz m einem benachbarten Hause geschenkt erhalten batte. Außerdem tranken sie daselbst zwei Gläschen Branntwein, wovon jeder eme bezahlte. Nach Verlauf einiger Zeit gingen sie von Climbach weiter unb schlugen dabei den Weg ein, welcher von gedachtem Orte führt. Dieser Weg ist zwar nicht chaussirt, er dient aber zur Dermitteluna des Verkehrs zwischen Climbach und Beuern unb erscheint daher als öffentlicher Weg. Etwa 10 Minuten hinter Climbach tritt er in einem dichten Laubwald ein uni verläßt denselben erst kurz vor Beuern wieder. Nachdem Kranz uno fein Begleiter etwa 4 Minuten im Walde gegangen waren, sprang der Fremde mit den Worten: „fleri, die Lumpen her und das Geld oder Du verreckst', dicht an Kranz heran. Gleichzeitig entriß er dem Kranz den Stock, welchen derselbe bei fick hatte unb versetzte ihm mit solchem einen wuchtigen Schlag auf den Kopf. Kranz fiel in Folge des Schlages zu Boden unb trug außerdem am Kopfe eine heftig blutende Wunde davon. Nachdem Kranz hingefallen war, nahm ihm der Fremde feine Baarfchaft, welche aus einer Mark unb einigen Pfennigen bestand, ab. Auch eignete sich der Fremde das Bündel an, welches Kranz in der Hand getragen batte, ihm in Folge des Schlage- aber zu Boden gefallen war. Nachdem hierauf der Fremde dem Kranz noch einige Schläge mit dem ihm abgenommenen Stocke versetzt hatte, suchte er mit feiner Beute das Weite. Das Bündcl, welches er sich ungeeignet, bestand aus einem Taschentuch, in das zwei Hemden emge- knüpft waren.
Kranz begab sich, sobald er sich von feinem Schrecken wieder erholt hatte, nach Beuern und machte dort Anzeige von Dem Vorfälle. In Folge dessen wurden die geeigneten Ermittelungen nach dem Thäter angestellt unb ergaben btefelben Verdacht gegen den Georg Heckeroth von Billertshausen. Heckeroth wurde deßhalb steckbrieflich verfolgt unb gelang e8 auch halb, seiner habhaft zu werben, worauf bie Voruntersuchung gegen ihn eröffnet wurde.
m x Nom, 20. Juni. SDepuiirtenrammer. Auf eine Anfrage Massari's wegen Vorgänge in Marseille, erwiderte der Minister des Auswärtigen, Mancini er habe über die Ereignisse des ersten Abends einen amtlichen Bericht erhalten. ' Der Tumult sei durch Pfiffe entstanden, welche nach dem Bericht des Consuls von der Menge ber- Ahrten die das Fehlen der italienischen Flagge mißbilligte. Nach einer anderen Version v°n, drei oder vier Personen hergerührt, die sich an den Fenstern des italienischen Nationalclubs befanden, dieses erscheine übrigens unwahrscheinlich Die französische Behörde und der italienische Consul hätten ihre Pflicht getban Was die alsdann vorgeg^genen blutigen Scenen betreffe, so habe die Regierung hierüber noch keine osficiellen Mittheilungen erhalten. Die italienischen Vertreter in Marseille und indessen angewiesen worden, bei den französischen Behörden dahin zu wirken da« die Sicherheit der italienischen Untertbanen durch energische Maßregeln geschützt Hierauf wurde die Berathung über dos Listenkrutinium fortgesetzt Billia ^d Nicotera meldeten ebenfalls Anfragen wegen der Marseiller Vorgänge'an. Der Ministerpräsident Depretts erklärte, er werde dieselben Mancini mittheilen.^
KranLreich.
Paris, 20. Juni. Deputirtenkammer. Auf eine Anfrage des Depu- Urten für Marseille, Bouchet, bezüglich der jüngsten Vorgänge in Marseille erwiderte der Minister des Innern, Constans, der Präfect von Marseille habe die erforderlichen Vorstchtsmaßregeln getroffen, um einer Wiederholung der Ruhestörungen vorzubeugen. Was die Sache selbst angehe, so seien gestern französische Arbeiter von italienischen Arbeitern angegriffen woroen; dies habe zu Streitigkeiten geführt, in Folge deren 4 Personen getödtet und 15 verwundet wurden. Heute seien keine Nachrichten über neue Ruhestö ungen eingegangen. — Der Deputirte für Besancon, Vielte, ersuchte den Minister, energische Maß» regeln zu treffen zum Schutze der öffentlichen Sicherheit in gewtffen Eisenbahn- Werkstätten des Departements Doubs, wo von italienischen Arbeitern Streitigkeiten hervorgerufen und sogar Morde begangen worden seien. Viette mottviite sein Ersuchen mit der Mtttheilung, daß heute dort ein neuer Mord begangen sei. Der Minister Constans erklärte, er habe geeignete Maßregeln angeordnet, welche voraussichtlich genügen und ihm die Nothwendigkett, außerordentliche Maßregeln zu ergreifen, ersparen würden. Der Zwischenfall war damit erledigt. — Die Blätter der republikanischen Partei sprechen ihre Zustimmung zu der letzten Rede des Ministerpräsidenten Ferry aus und erklären, dieselbe entspräche den Gefühlen der Majorität des Landes, welche eine gemäßigte Republik wünsche.
— Nach einer Meldung der „Agence Havas" aus Tunis hat der Bey den General Forgemol empfangen und denselben seiner aufrichtigen Freund' schäft für Frankreich versichert.
Varis, 20. Juni. Das „Journal des Debats" bespricht die Vorgänge in Marseille und meint, es könne noch kein Urth il darüber fällen, wen die Verantwortlichkeit für die Vorgänge vom Sonntag treffe. Was indessen die Ereignisse vom Sonnabend angebe, so müsse es sein Erstaunen darüber aussprechcn, daß die Behörde nicht eine Bande junger Taugenichtse, welche italienische Untertanen mißhandelten, sestnehmen konnte. Es würde ungerecht fein, die Mehrzahl der Einwohner von Marseille der Mitschuld, sei es auch nur einer stillschweigenden, mit den Urhebern der Austritte anzuklagen. Das Blatt fragt sodann, ob denn in Marseille keine Municipalbehörde ober Präfektoralbehörde mehr existire? Die Italiener hätten sich zwar zuerst schuldig gemacht, indem sie beim Vorbeimarsch der Truppen gepfiffen. Das rechifertige aber nicht das Verhalten der Municipalitäl von Marseille und die Excesse vom Sonnabend.
Sölarfeille, 20. Juni. Im Laufe dis Nachmittags richtete eine aus 5 französischen Arbeitern bestehende Deputation, bei welcher sich ein zu den Strikenden gehörender Werkführer befand, an eine hiesige Gerberei die angeb. lich von den Syndikatskammern berathene Aufforderung, alle italienischen Arbeiter zu entlaffen, widrigenfalls dieselben morgen durch eine Schaar von 500 biS 600 französischer Arbeiter zum Verlaffen der Werkstätten gezwungen wer- den würden. Seitens der Behörden sind Vorsichtsmaßregeln getroffen; in der Stadt herrscht immer noch große Aufregung.
— Der Grand Cours von Belcunze bis zur Rue Cannebiöre und mehrere andere Punkte der Stadt sind militärisch besetzt, das Circuliren don Per- sonen an diesen Orten ist untersagt. Die getroffenen Maßregeln haben Eindruck auf die Bevölkerung gemacht, die Schaaren von Neugierigen, welche sich in den ersten Abendstunden angesammelt hatten, haben die Stcaßen geräumt. Im Lause des Tages wurden 4 weitere Verwundete in dem Krankenhause untergebracht. Die Zahl der verhafteten Personen ist auf 200 gestiegen.
(Spinal, 20- Juni. Ministerpräsident Ferry erklärte in einer gestern von ihm gehaltenen Rede, daß die in einigen Wochen stattfindenden Wahlen frei von aller Einmischung der Regierung vor sich gehen und republikanische und gemäßigte fein würden. Bei der Wahl werde keine Frage gestellt werden, weder in Bezug auf die Revision der Verfassung überhaupt, noch in Bezug auf eine Theilung der Revision, wie sie die monarchistischen Parteien verlangten, die dem Lande sagen möchten, daß die Verfassung erst vor 4 Jahren beschlossen worden sei und daß die Republikaner dieselbe schon wieder verändern wollten. Ferry wies sodann auf bie Ohnmacht ber rabifalen Partei unb auf bie von ben gemäßigten Republikanern bereits verwirklichten Reformen hin unb Fonftatirte, baß bie Republik teuerrachlässe im Betrage von 280 Millio en habe eintreten lassen. Das Ministerium repräfenihe bic loyale unb unauflösliche Vereinigung der republikanischen Partei, die Monarchisten bilbeten in ber Kammer eine Minorität von nur 180 Personen, im Senate sei ihre Minorität eine noch weit größere. Die wahre Ausgabe bei ben nächsten Wahlen sei, bie Monarchisten so weit zu verringern daß eine Koalition derselben mit den Radicalen das republikanische Ministerium nicht stürzen könne. Das Land sei viel weniger erregt, als dies die Pariser Politiker behaupteten, das Land f i befriedigt, indem es hinsehe auf die progressiv vor sich gehenden Reformen und auf den Frieden, der durchaus keine Verminderung des äußeren Ansehens des Landes sei, denn man streiche Frankreich nicht von der Karte der Welt Endlich rühmte Ferry den Präsidenten Grevy, ber ber Weise unter ben Weisen fei' Unter seiner Aegide würde das Geschick der Republik geleitet werden, die der Einigung der ßamen Partei und der Festigkeit Grcvy's bedürfe, und die weder sich noch vor Allem die Weisheit Grcvy's verleugnen werde (Lebhafter Beifall, Hochs aus Grevy.) '
Italien.


