Ausgabe 
22.7.1881
 
Einzelbild herunterladen

Schaufenster durch Steinwürfe zu demol>ren. Später wurde der L- von der Polizei wieder losgelassen und nun bekam das Zerstörungswerk einen Leiter und festen Mittel­punkt- Die Verwüstungen, welche in der preußischen Straße, die vom Markt bis zum Kreuzdamm führt, an dem Aeußern der Häuser angerichtet sind, sind sehr beträchtlich, da die Fenster und Schaufen,:er emgewonen und au einigen Stellen sogar die Fenster­kreuze ausgebrochen oder zertrümmert sind- Sogar einzelne Christen sind nicht ver­schont geblieben, ob aus Jrrthum oder weil sie, um in der jetzt modernen Sprache zu reden, Judengenossen und Judenknechte sind, vermag ich nicht zu entscheiden. Unsere Polizei ist, wenn sie auch den guten Willen hat, solchen Tumulten gegenüber zu schwach. Es muß übrigens konstatirt werden, daß auch nicht ein einziger anständiger Bürger oder Handwerker an dem Tumult sich betheiligt hat. Charakteristisch ist es, daß bei einem Theile der Menge sogar die Absicht zu plündern bestand, da, wie von einem Polizisten versichert wird, vor einem Kaufladen, der mit Steinen bombardirt wurde, Frauen und Kinder mit Körben bereit standen. Der Schaden, welchen die Stadt zu ersetzen hat, dürfte sich auf eine nicht zu kleine Summe belaufen. Der Tumult ist wohl zum größten Theil den täglichen Hetzereien der hier erscheinendenNordd. Presse" Mif Rechnung zu setzen, ebenso wie der Pöbel wohl nur die Ideen, welche in dem hier bestehenden deutschen Bürgerverein gepflegt werden, in's Praktische übersetzt hat. Der L-, dem bei der Verhaftung ein fünfläufiger Revolver abgenommen wurde, hat sich heute Morgen mit der Eisenbahn gedrückt; doch dürfte er vielleicht bald zurückkehren, »m sich wegen Anstiftung zum Landfriedensbruch vor Gericht zu verantworten."

Arankreich.

Paris, 19. Juli. Deputirtenkammer. Dubodan von der Rechten beschuldigt den General-Gouverneur von Algerien, Albert Gcevy, des Mangels an Voraussicht und fragt, welches die Beziehungen zwischen dem Genera! Saujster und Grevy seien. Der Redner macht Letzteren für die Jnsurrection verantwortlich. Jules Ferry verthetdigt Grevy und erklärt, General Sausster werde völlige Freiheit in den militärischen Operationen haben. Er beschwört die Opposition, der Regierung behilflich zu sein, um die ganz ungerechtsertizie Panik zu beruhigen in einer Frage, die nicht eine Partei, sondern ganz Frank­reich interessire. Der Bonapariist Janvier de la Motte wünscht, daß genü­gende Streitkräfte nach Algier geschickt würden, um den Dingen ein Ende zu machen; er räth, der gefährlichen Utopie eines Civilregtments in Algier zu entsagen. Die Regierung hatte die einfache Tagesordnung verlangt, diese wurde von der Kammer mit 353 gegen 130 Stimmen angenommen.

AlS der Bey von Tunis die Einnahme von Sfax erfuhr, telegra- phtrte er an Roustan seine Glückwünsche mit dem Ausdrucke seiner Befriedi­gung über die Wiederherstellung der Ordnung.

tzngkand.

London, 18. Juli. Die Ingenieure, welchen die Ausgabe geworden war, das submarine Erdreich zwischen der englischen und französischen Küste zu untersuchen, werden schon in den allernächsten Tagen ihren Bericht erstatten und in demselben sich dahin aussprechen, daß die Schaffung des Tunnels zwi­schen Dover und Calais nicht unerreichbar sei, sondern daß dieser Bau mit wett weniger Schwierigkeiten verknüpft sein dürfte, als noch bis vor ganz Kurzem angenommen worden war.

Afrika.

Oran, 19. Juli. General Saussier bereitet für den Monat October eine Expedition vor, welche biö Maghar, eventuell bis Ftgnig gehen und nach den ersten Regentagen aufbrechen soll. Wie aus zuverlässiger Quelle verlautet, soll die von Saida nach Kreider projeltirte Eisenbahn bis Ain Fekarine verlängert werden.

Telegraphische Depeschen.

Wolfes telegr. S»rrespo»dtAr-A»^au

Berlin, 20. Juli. DieProv.'Corresp." eröffnet eine Reihe von Arti­keln,Zur Geschichte der Fortschrittspartei", betitelt. In einem Artikel,die erste That der Fortschrittspartei", weist dieProv.-Corresp." nach, daß die erste That der Fortschrittspartei der Sturz der neuen Aera (unter Arnswald auS Schwerin) gewesen sei. Auch damals sei die Fortschrittspartei wie jetzt wieder, zuerst nur unter den Schutz der großen liberalen Partei aufgetreten, um bald alle Gemäßigten zu verdrängen.

Sr. Maj. AvisoHabicht", 5 ^Geschütze, Commandant Corvetten- Capttän Kuhn, ist am 11. Mat er. von Apia aus zur Vornahme einer Rund­reise nach den Marschall-, Karolinen-, Neubritannien-, Neu-J land, Duke of Dork-, Salomons-, Neu-Hebriden- und Fijt-Inseln; Sr. Maj. SLtff Louise", 8 Geschütze, Commandant Coroetten-Capitän Stempel, am 19. Juli von Kiel nach Plymouth in See gegangen; Sr. Maj. AvisoMöoe", 5 Ge­schütze, Commandant Covetten-Capttän v. Kyckbusch, ist am 4. Mai er. in Saluafata (Samoa-Inseln) etngetroffen.

Lokales.

Gießen, 21. Juli. Wenngleich schon an dieser Stelle über die am 17. d8. Mts. in Nauheim stattgehabte III. Ludwigs-Regatta berichtet wurde, so kann Schreiber dieses doch nicht umhin, den geschälten Lesern des Anzeigers noch einmal von diesem so in jeder Weise gelungenen Feste zu sprechen. Gin durchaus gelungenes Fest war es auch wirklich. Tausende von Personen umstanden in den merkwürdigsten Gruppirungen den Teich und boten vom Platze unseres Berichterstatters, am Start, ein wunderbar buntes, aber doch angenehm anregendes Bild. Vor dem Teichhause sah man die Creme der Nauheimer Kur- l °us dem nahen Gießen und Frankfurt, Damen in den ausgesuchtesten Toilletten sich bewegen, und dem Beginn cntgegensehend. - Präctse 3</8 Uhr gab dn Herr Hauptmann v. St. Paul der mit bereitwilligster Liebenswürdigkeit da« Amt des Unparteiischen übernommen hatte, das Zeichen zum Start und es traten zunächst die BooteHerkules" der Rud«.g.s'll,ch°st^st. undStrah.enb.rg" der Rudng?s.llsZ!ft Ob»° °d ÄLn" Obgleich es im Anfang der Race schien, als wenn die Chance des Sieges für beide Boote eine 8leid)< fei. f» änderte sich bk Situation nach bem Drch.n doch mEch und st öt S rÜb n- W mfl,ca-,4r5^OCl8,!när8<n' - ®,n'8" b°t b, Tb®S

bnger Ruderclub nicht erschienen war und somit BootStark im Recht" der Sacklenbäuler 1 Rudergesellschaft allein über die Bahn lief. - Schön gefahren sind sie, die sehnigen Links- ! mainer; und glaube ich nickt, daß die Aeußerungen, worunter ich vielfach den Ruf- biv htb Aeppelwein" vernahm allein Schuld daran war. - Mit allgemeiner Aufmerk aE und ! Spannung folgte das Publikum der nun beginnenden Race zwischen der Gießener und Offen­bacher Rudergesellschaft. War es doch allgemein bekannt geworden, daß Offenbach Gießen schon zweimal schlug, und daß beide Vereine nun ihre allerbesten Kräfte sandten, um sich nock einmal auf einem beioen unbekannten Wasier zu mesien. - Präctse 4V, Uhr starteten die BooteGießen" der Gießener Rudergesellschaft undNordstern" der Offenbacher Ruderaesell- schäft Undine. In kurzer Zeit schon sah man, daßGießen" die Führung übernahm, mußte sich jedoch mit allen Kräften daran halten, daNordstern" den Preis unter keinen Umständen . sich entgehen laffen wollte. Selten sah ich ein so zähes Ringen und habe ich auf den vielen Regatten die ich besuckte, noch nie ein so regeS Interesse von Seiten des Publikums Partei, nehmend für ein oder den anderen Theil, gefunden. Ein ungeheuer humoristisches Bild war e8 wenn man am gegenseitigen Ufer des Teiches sich die neben den Booten ihres Vereins her. laufenden, anfeuernden Kameraden begegnen sah. Zu einem Knäuel aufeinander gestaut sah man sie, und konnte sich der Unbefangene wohl denken, daß man sich eben keine Liebenswürdigkeiten

sagte; dann löste sich der Knäuel, und fort unter hip, hip, drauf rc. sauste die Masse weiter. Sicher kein Vergnügen bei 30 o Reaumur und gebührt diesen Braven, speciell dem Anführer dersciden, jenem bekannten Herrn tm schneeigen Anzüge, wohl etwas Dank der fahrenden Gießener. Gießen" schlugNordstern" um ca. zwei Bootslängen und errang so unter dem lebhaftesten Beifall der gesammten Anwesenden und nach hartem Kampfe den von Se. Königl. Hoheit unserem Landesfürsten gestifteten Ehrenpreis. Nun starteten die GrönländerKarl" des Wetzlarer Ruoerclubs undKröte" der Gießener Rudergesellschaft.Kröte" schlugKarl" um ca. 67 Bootslängen. Als letzte Race fuhr Hanauer Rudergesellschaft, BootHanau", gegen Wetzlarer Ruderclub, BootWetzlar".Hanau" schlugWetzlar" um viele BoolS- längen. Beide Vereine sind noch sehr jung und war Wetzlar zum ersten Male auf einer Regatta erschienen. Wenn der Wetzlarer Ruderclub nicht den erwünschten Erfolg halte, so möchte ich den Grund in mangelhafter Training suchen. Wetzlar fuhr sehr schön an, aber man sah nach dem ersten Drehpunkte, daß die Kräfte der Fahrenden zweifelhaft wurden. Ich denke, wieder kommen und besser machen. Ein recht niedlich arrangirtes Schlfferstechen beendete die Regatta.

Nach Schluß derselben fand auf der Terasse die Dertheiluna der Preise durch Herrn Hauptmann von Saint Paul statt. Zunächst gedachte Herr Georg Noll in einigen herzlichen Worten der Bereitwilligkeit mit der die Kurverwaltung der hiesigen Gesellschaft den Trick rc. zur Verfügung stellte, dankte für die ungeheuere Theilnahme Seitens deö Pub likums und brachte ein lebhaft aufqenommeneS Hoch auf Se. Königl. Hoheit unseren verehrten Großhcrzog aus. Im Anschluß an diese Rede, wies Herr Hauptmann v. St. Paul in kurzen kernigen Worten darauf hin, wie der Rudersport dazu diene, eine zähe, kräftige, wohl disciplinirte Jugend heran zu bilden, daß Deutschland seine Hoffnungen wie von jeher auf seine Jugend setze und brachte ein mit Begeisterung aufgenommenes Hoch auf unfern Schirm­herrn, unsern allverchrten Kaiser, aus. Herr Noll gedachte noch der Damen, des Comitö'S, das sich (mit Ausnahme des Herrn, der die Musikfrage übernommen) recht bewährte. Die Preise wurden den Siegern von zwei liebenswürdigen Gießener Damen überreicht und so endete dann ein Fest, welches wohl bei allen Besuchern den Ausdruck rineS durchaus gelungenen hinterläßt. Ein Festball vereinigte die verschiedenen Festtheilnehmer Abends im KurhauSsaale.

Gestatten Sie mir, wenn ick hier nochmal meine Ansicht über den Rudersport vertrete. Es ist dies einer derjenigen SportS, der in der Neuzeit mehr und mehr in Aufnahme kommt. Wohl mit Recht kann man auch Propaganda für ihn machen, da eS sicher für unsere Jugend besser ist, sich Vereinen anzuschließen, in denen man durch Stählung der Kraft, Entbehrung von leicht cntbehrbaren Genüssen, strenge Manneszucht, zu Ehren kommen kann, als wie sich in solchen Vereinen zu bewegen, deren Hauptstudium Bierologie ist, und di« wundervollen Sommerabende in engen Kneipen zu verschwitzen.

Der Gießener Rudergesellschaft ein hip hip. Möge sie mir Veranlassung geben, auf der demnächstigen internationalen Regatta in Frankfurt wieder einen ihrer Erfolge zu ver­zeichnen- Mr.

Gießen, 21. Juli. Wir erhielten nachstehende Zusendung:

DaS Jugendfest wird in diesem Jahre nicht abgehalten werben. Maßgebend für diesen Beschluß des engeren Comit6's war der Umstand, daß die Leitung des Ganzen in Verhinderung des Herrn Rübsamen und beim Wechsel der Turnlehrer an den meisten Schulen, in andere Hände übergehen müßte, dadurch aber mehr Uebung und Zeit erforderlich würde, als jetzt den betreffenden Herren zu Gebot steht. Auch die Lehrer haben sich metstentheilS dafür ausge­sprochen, es möchte das Jugendfest, wie in früheren Jahren, in weiteren Zwischenräumen gefeiert werden, so daß etwa 2 Feste auf die Schulzeit cineS Kindes kämen.

Endlich dürften auch die Erwerbsverhältnisse unserer Zeit, die manchen Aeltern ohne- dies Sorgen genug machen und die Ausgaben für ein Fest erschweren, in Berücksichtigung gezogen werden."

Vermischte-.

Friedberg, 20. Juli. Wie durch einen Zauberschlag waren heute Nacht V4 nack 12 Uhr alle Fenster der Stadt erleuchtet. In Zeit von wenigen Minuten hatte sich ein solch rasender Orkan erhoben, daß es geradezu grauenerregend war. Nach der Gluthhitzr des gestrigen Tages befürchtete Jeder das Schlimmste. Das erwartete Gewitter kam jedoch nicht, es wetterleuchtete nur nach Norden und Nord-Westen zu. Wo das Gewitter sich austobte, muß es entsetzlich gewesen fein, denn stundenlang dauerte das Aufleuchten der Blitze ohne jede Unterbrechung. Heute Morgen läßt sich der Schaden, den der Sturm anrichtete, erst übersehen: Aeste von Bäumen, herabgeschlagencs Obst, Dachziegel, Schornsteine, Fensterscheiben u. s. w. sind die traurigen Trophäen desselben.

Ossenheim, 19. Juli. In Folge ver tropischen Hitze der letzten Lage starb dahier heute in Folge eines Sonnenstiches ein Arbeiter eines hiesigen LandwtrtheS auf dem Felde.

Heusenstamm, 17. Juli. Gestern Abend zog ein schweres Gewitter über unseren Ort. Der Blitz schlug in einen Nußbaum und von diesem in einen Stall. Dort war die Dienstmagd gerade mit dem Melken der Kühe beschäftigt, als der Schlag erfolgte. Die Magd kam mit einer starren Betäubung davon, sie war fast der Sprache beraubt. Drei Kühe wurden erschlagen.

Isenburg, 17. Juli Gestern Abend erschlug der Blitz einen Ackrrsmann nebst Pferd auf dem Feld. Zwei auf dem Wagen sitzende Kinder kamen mit einer Betäubung davon. In Mörfelden schlug der Blitz in eine Scheuer, ohne jedoch zu zünden.

Frankfurt. Das hiesigeJnt,ll.-Bl." berichtet:Wie verlautet, ist seitens der chilenischen Behörden jetzt die Auslieferung des Bankiers Albert Sacks verfügt worden und wirb derselbe vermuthlich schon im September er. hier einlreffen. Der Transport zur See soll auf dem KriegsschiffeAriadne" stattfinden. Der Bruder Wilhelm Sachs ist noch nicht wieder ergriffen worden. Die Auslieferungs-Verhandlungen schwebten seit dem 13. August v. I., an welchem Tage die Leiden Flüchtlinge festgenommen wurden.

Friedberg, 18. Juli. Die Abhaltung des zehnten hessischen Feuerwehrtags am nächsten Sonntag wird zu einem besonderen Festtage in hiesiger Stadt gestaltet werden. Schon werden umfassende Vorbereitungen getroffen, um den Gästen den Aufenthalt möglichst angenehm zu machen. Die Stadt wird ihr bestes Festgewand anlegen. Die Capelle Avam ist für den Festplatz im Steinhäußer'schen Garten engagirt. Mit den Jnstrumentalpiecen werden geeignete Gesänge der hiesigen Gesangvereine abwechseln. Manche Vereine bringen ihre eigene Musi? mit, so daß an mehreren Plätzen zugleich concerttrt wird. Da8 schaulustige Publikum wird außer den technischen Ausführungen, der Aufmarsch durch die Stadt, das Manöveriren am Steigerhaus, welches am nördlichen Ende der Kaiserstraße eigens dazu erbaut wurde, ferner die Ausstellung von Lösch- und Rettungsapparaten und manckes Andere neben dem bunten Leben und Treiben der herbeigeströmten Menschenmenge interessiren. Anmeldungen sind von Offenbach, Gießen, Lollar, Westhofen, Bürgel, Babenhausen, Darmstadt. Rodheim, Neu-Vi'en- burg. Nieder Eschbach, Nauheim, Mombach, Fechenheim, Bad Nauheim, Bensheim, Rüsselsheim, Grünberg, Büdingen, Reichelsheim, Mainz, Eckenheim, Frankfurt und Alsfelo eingetroffen. Der Festwirth, wie auch die anderen Wirthe schicken sich an, alle Vorbereitungen zu treffen, um den bekannten guten Ruf Friedbergs, daß man als Gast in seinen Mauern keine Noth zu leiden hat, auch ihrerseits aufrecht zu erhalten.

Mainz, 16. Juli. Auf einem im Rbein vor Kastel liegenden Floß sollte gestern Nach­mittag durch die dortige Gendarmerie ein Mann verhaftet werben, welcher nicht weniger alS 22 Jahre Gefängniß und zwar als Militärsträfling zu verbüßen hat. Zwei Gendarmen von Kastel fuhren deßhalb auf einem Nachen nach dem Floß, um sich des Menschen zu versichern. Das war keine Kleinigkeit. Der Sträfling war von herkulischem Körperbau und Jedem, der ihn angreife, drohte er mit Todtstechen. Die beiden Gendarmen mußten sich aber des Mannes versichern und bei dieser Gelegenheit kam e8 auf dem Floß zu einem Ringkampf zwischen den Gendarmen und dem Manne. In einem Knäuel wälzten sich die Drei auf dem Floß umher und versuchte der Flößer die Gendarmen in's Wasser zu werfen. Doch nach langem Ringen blieben die Gendarmen, allerbings mit zerrissenen Kleidungsstücken, Sieger und es gelang ihnen, den Gesuchten mit einer Kette zu schließen und der Militärbehörde auszuliefern.

fWie viel wiegt eine Million Mark in Papiergelb?) In Folge einer Wette ist fest­gestellt worden, daß eine Million Mark wiegt in Tausendmark-Scheinen 2 Kilogramm, in Fünf­hundertmark Scheinen, 3,5 Kilogr., in Hundertmark-Scheinen 13 Kilogramm, in Fünfzigmark' Scheinen 25 Kilogramm, in Zwanzigmark-Scheinen 46,44 Kilogramm, in Fünfmark-Scheinen 145 Kilogramm.

ScKiffsbericht. Mitgetheilt von dem Agenten des norddeutschen Lloyd <£. W. Dietz in Gießen.

Bremen, 20. Juli. Der Postdampfer Oder, Capt. E. Undütsch, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 9. Juli von Newyork abgegangen war, ist gestern 8 Uhr AbendS wohlbehalten in Southampton angekommen und hat nach Landung der für dort bestimmten Passagiere, Post und Ladung 10 Uhr Abends die Reise nach hier fortgesetzt. Derselbe über­bringt 251 Passagiere und volle Ladung.

JiMienkohl 1 ®

II

3

2

Gk

Erl Ro

> 15. «2* Mtr|

Nag kn

«23) 8ti(

f Morgen H,

" °!t,ib ®ttn Rett werden.

4*3*'ä

Ein

in M Wer pMen Am äle$«nb» Ach hat (ein« W gontab Bogt Handlung unteren Happe anS l welcher fie unter weiter betreibt.

Ach den 15. £ Groß- Am 4813) L-ngi

Mc

Gegen btn Philipp Sch und Tagelöhner Gießen, welcher UniersuchungShasi verhängt.

Es wird erjud haften und in ' Wängniß abzul!

Wehlar, den Der König 4815) i

Sign Mer.' 33 M Clrn., Haare tlaugrau, Batt: ( W- gesund, be Itint.

15$ Samstag be Nachmü Mn uachvettki

an, bei