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Sauf.
Nr. V2 Freitag den 22. April 1981.
Kichener Anzeiger
Aiskigk- null Amtsblntt für drn Kreis Gießen.
IHine*: B. 18.
Erscheint tAgtisb mit Aulnahnre bei Montags.
Prell vierleijLhrlich 1 Mark 20 Pf. mit Vringerlodn. Durch btt Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Ps.
Amtlicher Hheil.
Betreffend: Ausbruch der Tollwuth -et einem Hunde in Obbornhofen.
Bekanntmachung.
Nachdem bei einem am 15. I. Mts. gei-dteten Hunde de- Johanne- Philipp Bommer-heim in Obbo^rnbofen die Tollwuth constatirt worden ist. ordnen wir auf Grund de- $ 38 deS Reich--DiehseuchmgrsetzeS und de- $ 20 der dazu erlassenen Reich-«Instruction die Festlegung aller Hunde zu Obbornhofen, Bellersheim und Utphe zunächst auf die Dauer von drei Monaten an.
Der Festlegung der Hunde ist gleich zu achten da- Führen der mit einem sicheren Maulkorbe versehenen Hunde an [btr Leine; jedoch dürfen die Hunde ohne besondere polizeiliche Erlaubniß au- den Gemarkungen der genannten Orte nicht au-geführt werden.
Die Benutzung der Hunde in diesen Orten zum Ziehen ist unter der Bedingung gestattet, daß die Hunde fest angeschirrt, mit einem sicheren Maulkorbe versehen und außer der Zeit deS Gebrauch- festgelrgt werden.
Die Verwendung ron Hirtenhunden zur Begleitung der Heerdrn. von Fleischerhundm zum Treiben von Vieh und von Jagdhunden bei der Jagd in den fraglichen Gemeinden wird unter der Bedingung gestattet, daß die Hunde außer der Zeit des Gebrauch- (außerhalb des Jagdrevier-) festgelegt oder mit einem sicheren Maulkorbe versehen, an der Heine geführt werden.
Hunde, welche innerhalb der in Rede stehenden Gemarkungen frei umher laufend betroffen werden, sind sofort zu tödten.
Gießen, am 20. April 1881. GroßherzoglicheS KreiSamt Gießen.
__________Dr. Boekmann._____
Betreffend: Au-bruch der Maul« und Klauenseuche zu Muschenheim.
Bekanntmachung.
Unter dem Rindvieh und den Schweinen de- Hein.rich Leschhorn 11. in Muschenheim ist die Maul« und Klauenseuche au-gebrochen.
Gießen, am 20. April 1881. GroßherzvglickeS Kreisamt Gießen.
Or. B o e k m a n n.____
B e hi nnt m a ch u n g.
In Gemäßheit de- § 9 de- Gesetze- vom 13. Februar 1875 über die Naturalleistungen für die bewaffnete Macht im Frieden werden hiermit nachstehende Durchschnitt-Marktpreise vom Monat März 1881 veröffentlicht:
Hafer 17, Heu 7,60, Stroh J 7.20 per 100 Kilogramm.
Gießen, am 20. April 1881. Großherzogliche- Krei-amt Gießen.
Dr. Boekmann.
Deutschland.
Darmstadt, 18. April. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben heute Mittag 12 Uhr den in außerordentlicher Mission an Allerhöchst« denselben abgesandten kaiserlich russischen Ger erallieutenant und Gn eraladju« tauten Michael Tchcrtkow 11. behus- Entgegennahme der Ratification der Thronbesteigung Sr. Majestät des Kaiser- Alexander 111. von Rußland im Neuen Palai- m besonderer Audienz zu empfangen geruht.
Genrrallieutenont Tchertkow, sowie der ihn begleitende Ordonnanzofficier Unterlieutenant Prinz Galitzin hatten darauf die Ehre, zu der Nachmittag- um 6 Uhr rm Weißen Saale de- Grvßherzeglichen Schlöffe- stattgehabten Galatafel zuaezogen zu werden.
Berlin, 19. April. Ueber die Deutlichkeit der Unterschriften hat der Justizminister urterm 14. d-. eine allgemeine Dersüjurg erlafte,', worin unter Bezugnahme auf frühere desfallfige Eilaste die Justizbeamten darauf hinge« wiesen werden, sich bei der Vollziehung amtlicher Schriftstücke „einer deutlichen Nomen-ur.tersckrift zu befleißigen.- Dann heißt eg weiter: .Gleichwohl gehen noch täglich Schriftstücke em, welche an Stelle eie.er leserlichen Unterschrift de- Namen- SLrif zeichrn enthalten, die zwar einen Namcn-zug darstellen sollen, sich ober al- durchaus ur-le-bar enoeiien oder doch nur uni Mühe ent« zifferi werden können. Lu einem gleichen Mißstände leiden vielfach amtliche Schriftstücke, die für das Publikum bestiwmt sind. Ich nehme hieran- Der« anlaffung, jene älteren Verfügungen von Neuem m Erinnerung zu bringen und dabei die zuversichtliche Erwartung auSzuiprechen, daß eS mir werde erspan werden, die Nichtbeachtung derseiben in einzelnem Falle besonders rügen zu wüsten."
— Der „Kreuz-Ztg.- wird bestätigt, daß die neueste Haltung der Hansestädte Hamburg und Bremen von großem Einfluß auf die Behandlung der Zollanschlußfrage ist, und daß man dieselbe nach den entgegenkommenden Schritten anders anfieht, alS nach der ersten etwa- schroffen Zurückweisung, welche der deutschen Regierung offenbar andere Abfichte i unterlegte, als bem Verfahren des Kanzler- zu Grunde lagen. Auch die Vorder itung in Betreff des Zollanschluffis Altonas dürste von den Verhandlungen mit H:miurg tan girt werden und eS soll eine Vertagung in dieser Bez.ebu: g neuerdi 'gS be« schloffen sein.
— Die vorauSzusehende Ablehnung der Brau«, Dedr- und OuittunzS« steuer im Reichstage macht die preußische Regierung nicht irre in Verfolgung ihre- Plane-, zunächst und vor Allem in Preußen da- neue Steuersystem auch in Bezug aus die directen Abgaben zu vervollständigen. Neben der Capital« rentensteuer soll eine neue Bergwerkssteuer emgesührt und die Gewerbesteuer soll in der Richtung reformin werden, daß sie nicht so sehr nach der Höhe des Ertrages, dessen genaue Ermittelung stets schwierig, als vielmehr des m den Gewerbebetrieb angelegten Capital- sich zu richten hätte. Ueber die Scala dieser Gewerbesteuer verlautet zunächst nur Unsicheres. Tie Entwürfe werden wohl vor Wiederzusammentritt des preußischen Landtages zu seiner
ordentlichen Session, also vor nächstem Herbst, schwerlich in ihren Einzelheiten bekannt werden. Wenn aber in dieser energischen Weise am „Ausbau" auch de- directen Steuerwesen- wenigsten- im größten Staate, Preußen, fortge« arbeitet wird, so wird die Reich-einkommensteuer wohl nicht dauernd auf sich warten lasten können und die drückendsten Verbrauchsabgaben werden heute oder morgen doch wohl entbehrlich werden. (Köln. Ztg.)
Hesterreich.
Wien, 19. April. Dem akademischen Senat der Prager Universität ist durch die k. k. Statthalter« i ein Erlaß de- Unterricht-minlsters zugegangen, wonach zufolge Allerhöchster Entschli.ßung vom 11. April (also mit Umgehung de- gesetzlichen Factors, des Reichstages) die Prager Universität die Einrichtung erhalten wird, daß an derselben zwei Universitäten, eine mit deutscher und eine mit czechischer Vcrtragssprache, aber unter dem gemeinsamen Namm „Caiolo«Ferdinandea- bestehen sollen. Mil dem 1. October 1881 soll die philosophische und die recht-« und staatSwiffenschaftliche Fakultät in'ä Leben treten. Die weiteren Bestimmungen werden nachfolgen.
— Durch tt i deutschen Lchulverein für Oesterreich find in letzter Zeit mehrere neue schulen, so vor Allem die deutsche Normalschule in Josephstadt und der deuiiche Kinderg rten 'n Pilsen, eröffnet worden. Die Spenden und d'-e Anmeldungm neuer Mitglieder dauern ununterbrochen fort. Sogar die Boers in Südafrika haben 53 Pfd. Sterling an den Wiener Schulverein gesandt.
Zara, 19. Avril. Ter Kto prin; Rudolf ist in Begleitung des Groß« henog- von To-kana heute Nachmittag hier eingetroffm und von der Be« völkerung enthusiastisch empfangen worden.
Krankreich.
Pari-, 18. April Die heute aus Tunis ein getroffenen Depeschen bebauptm, daß die Shrumirs die Baffen niederlegen und sich dem Einmärsche der Franzosen nicht widersetzen wollen. In dm hiesigen amtlichen Kreisen glaubt man noch immer, daß die tunesische Frage ohne Blutoergießm geregelt werden könne. Auch eine Depesche des „TemoS" aus Tunis behauptet, daß (in Umschwung in Tun S etngetreten und gegen Dhstapha, den erstm M mster des Bey, gerichtet sei, der Schuld traae, daß man mit Frankreich in Streit gerathen. Freil'ch fügt der Eorrespondmt des genannten Blattes hinzu, die aroße Anzahl der in Tunis anaekommenen Araber d s flachen Landes, die äußerst f^nati'ch find, ließe Schlimmes befürchten. Ter französische Ge'eral- Consal Roustan, Cer nur die Interessen der finanziellen und industriellen französischen GeseU'chasten in Tunesien im Auge hat, scheint übrigens auch zu glauben, daß es zum Kriege nicht kommen oder der Kampf doch nicht lange dauern werde, da er bereits an Batthelmy Saint-Hilaire den Entwurf zu einem zwischen Frankre.ch^und Tunesien abzuschließenden Vertrag einsandte, in welchem hauptsächlich die Sicherstellung der französischen finanziellen und Kdustriellm 1 Interessen gewahrt, aber keine Gebietsabtretung verlangt wird. Die hiesige


