Ausgabe 
21.4.1881
 
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Pforte Versicherungen ertheilt hat ohne irgendwelche Instruction seiner Regie­rung hierzu erhalten zu haben.

Rom, 19. April. Cairoli hat nunmehr den Mitgliedern des Cabinets die Mittheilung gemacht, daß der König die Demission btfieiben nicht ange­nommen habe. Der Ministerrath discutirte daraus die Frage bezüglich eines von der Kammer zu fordernden Vertrauensvotums und bezüglich etwaiger ein. zelner Veränderungen im Cabinete. Sämmtliche Minister haben Cairoli ihre Portefeuilles zur Verfügung gestellt. Die Kammer wird in der nächsten Woche ihre Arbeiten wieder aufnehmen.

Der König hat für die Verunglückten auf Chios 6000 Francs gespendet.

Lokales.

Gießen, 20. April. Tagesordnung für die Stadtverordneten-Sitzung Donnerstag, den 21. April 1881, Nachmittags 4 Uhr:

1. Den Gemrtndevoranschlag für 1881/82 betr.

2. Localreglement, den Gebrauch der Btervruckapparate brtr.

3. Die Wahl der Mitglieder der Einschätzungs-Commission für die Einkommensteuer.

4. Die Erbauung einer neuen Kaserne.

5. Die Gradlrgung des BruchgradenS.

6. Den Weg von der neuen Anlage nach der Stephansmark.

7. Den Graben hinter dem Justizgebäude betr.

8. Die Herstellung des von Heuchelheim nach Gleiberg führenden s. g Kropbachwezs.

9. Gesuch des Kaufmanns Philipp Schlatter dahier um Erlaubniß zur Vornahme von Bauveränderungen.

10. Desgleichen des Balthaser Weller dahier.

11. Gesuch des Dr. Kübel um Erlaubniß zur Herstellung emer Einfriedigung.

12. Gesuch des Christian Keller dahier um Erlaubniß zur Anlegung einer Einfriedigung.

13. Gesuch detz Bierbrauers Georg Heß um Erlaubniß zur Veränderung einer Ein frtedigung.

14. Gesuch des Bierbrauers Anton Klostermavn dahier um Erlaubniß zur Erbauung einer Faßhalle.

15. Gesuch der Wittwe des Johann Hermann Schäfer zu Mühlheim a. d. Ruhr um Erlaubniß zur Anlegung eines Wasserrohrs unter einem städtischen Weg.

16. Gesuch des Wilhelm Schmoll um Erlaubniß zur Verlegung eines Stegs über die Wteseck.

17. Gesuch des Bauunternehmers Anton Petri dahier um Erlaubniß zur Erhöhung einer Mauer

18. Die Verbesserung des Hammwegs.

19. Das Begießen der Straßen betr.

20. Die Straßenbeleuchtung betr.

21. Kostendecreturen.

22. Den Zeichnenunterricht in der höheren Mädchenschule betr.

23. Desgleichen den Turnunterricht.

24. Die Reinigung der Polizei-Localitaten.

Gießen, 20. April. In der letzten Sonntagsnummer derDidaskalia", Unter- haltungSblatt zum Frankfurter Journal, leistet ein Biedermeier ein derartiges Blech über unsere Stadt, daß man billigerwrise erstaunen muß, wie die Redaktion gedachten Blattes, das doch sonst so wohl redigirt ist, dazu kommt, einem solchen Blödsinn die Spalten zu öffnen. Wir würden dem Geschreibsel zu viel Ehre erweisen, wollten wir es auch nur annähernd wieder» geben. Größerer Unsinn als dieser dürfte kaum in einem anständigen Blatte gestanden haben.

In der Nacht von Samstag auf Sonntag gegen 12 Uhr brach in der Küche eines Hauses in der Frankfurter Straße Feuer aus, welches aber von den Hausbewohnern noch früh­zeitig bemerkt und gelöscht wurde. Das Feuer war durch Explodiren einer Petroleumlampe entstanden.

In derselben Nacht erhängte sich im Bezirksgefängniß ein wegen Trunkenheit ver­hafteter auswärtiger Kellner.

Am Samstag Nachmittag prügelten sich auf der Straße in den Neuen Bäuen zwei Arbeiter. Die Schutzleute »erbrackten die Helden nach der Bachgaffe.

An demselben Tage fiel einem Dienstmädchen, welches mit Fensterputzen in der Marktstraße beschäftigt war, ein Fensterflügel herunter auf die Straße, wobei ein Vorüber­gehender nicht unerheblich verletzt wurde.

Am 15. d. M. wurde in Alt-Buseck von einem bettelnden Handwerksbucschen eine Taschenuhr gestohlen. Der Tbäter wurde ermittelt er hatte aber die Uhr bere.ts auf der Herberge zu Groß-Linden versetzt.

In der Nacht von Samstag auf Sonntag wurden in der Ärünbergerstraße 4 und in der Südanlage 1 Laterne zerschlagen.

In vergangener Nacht wurde das Wafferhäuschen am SelterSthor erbrochen und beschädigt.

8 e r m i f d) t < l

Chios, 13. April. Die Dörfer der südlichen Hälfte der Insel sind, wie ein Korre­spondent betTimeS" meldet, durch das Erdbeben vollständig zerstört; kaum eine Wohnung ist bewohnbar. Das Centrum der vulkanischen Eruption scheint in der Nähe von Ncnita, an der Ostrüste, gewesen zu sein. Das Dorf ist ein Schutthaufen; es scheint fast plötzlich zerstört worden zu sein, denn von 1200 Einwohnern kamen 300 um s Leben. Die benachbarten Orte VounoS, Philatia, Kalamonlt und Armtlia haben fast ebenso stark gelitten; m Kincy gingen von 480 Einwohnern 130 zu Grunde. Wie stark der Stoß im südlichen Theile gewesen ist, läßt sich nicht sagen, da dort keine Häuser cxistiren. Wcnn man von dem südlichsten Punkte auf der Westseite der Insel nach Norden geht, trifft man zuerst auf Mesta, wo viele Hauser eingefallen sind, aber keine Menschen umgekommen zu sein scheinen. In Vejha, das aus solidem Mauerwerk in genuesischen Styl erbaut ist, liegen Dreiviertel aller Häuser in Rumen, doch wurde meekwürvigerweise nur eine Person gelobtet dir Btwohner fanden sich zufällig fast alle im Freien. In Lethi ist die eine Hälfte der Häuser zerstört, die andere Hälfte arg be­schädigt und von 600 Einwohnern wurden 23 getöctet. Einige Personen fühlten hier einen leichten Erdstoß vor der Katastrophe, so daß sie rechtzeitig die Häuser verlasscn konnten. In Avognima wurden von 400 Einwohnern 40 getödtel während Anabatos, eine a;te befestigte Stadt auf hohem Felsen, 12 Todte aufweist. Die übrigen weiter nördlich liegenden Dörfer auf der Westseite haben zwar alle mehr oder weniger gelitten, doch sind sie nicht zerstört worden, wie diejenigen im Süden.

Der Korrespondent glaubt auf Grund der von ihm selbst gesammelten Daten annehmen zu können, daß die gesammte Zahl der Opfer 3000 nicht übersteigt; die Zerstörung von Eigrn- thum dagegen sei verhältnlßmäßig viel größer, als zuerst vermuthet wurde. Zum mindesten 9/t0 aller Häuser im Süden der Insel müßten ganz neu gebaut oder von Grund auf reparirt werden ; auch im Norden werde Hilfe nöthig sein. Dir ganze Bevölkerung kampiert im Freien und es fehlt derselben sehr an Nahrung und Schutz Die Schwerverwundeten werden in Hospitälern und Ambulanzen gepflegt, welche von den fremden Schiffen nach Chioö gebracht sind, wobei die Engländer, Amerikaner und Franzosen sich besonders ausgezeichnet baden. Während die Insel selbst nach dem erneuten Stoß vom 1T. April fast um einen Meter sank, hebt sich der Boden zwischen der Insel und dem Kontinent. Wo das Meer früher 45 Faden tief war, zeigt das Senkblei jetzt nur noch 15 Faden. Die Bevölkerung wandet in Masse nach Smyrna aus.

(Schlau muß der Mensch sein, besonders der Weinhändler.s «Sm Feuilletonist der Dresdener Zeitung" erzählt: Da lebte einmal ein junger Weinhändler, lagen wir in Main- ober sonst an einem süffigen Ork, der gar keine Aussicht hatte, gegen tie Coneurrenz auf; zukommen. Aber er kam doch auf, und wodurch? Der Mann fing an, die Zeitungen mit Verstand zu lesen. Nickt den Leitartikeln, Correspondenzen, Telegrammen oder pikanten Plaudereien widmete er seine Aufmerksamkeit, sondern den Todesanzeigen. Und das nicht eben aus Schadenfreude, d ß wieder einer seiner Mitmenschen hatte bran glauben müssen, tbat er dieS, sondern aus purcr Näckstenliebe. indem er dabei stetS die Lehre b r Schrift vor Augen hatte: Den Trauernden sollst Du Wein geben! Dann aber auch aus Sp culation. Denn so oft es nur Gott dem Allmächtigen gefallen hatte, irgend einen gut fttuirten Grund­besitzer, hohen Beamten ober sonst respertablen Erblasser in's beffere Jenseits abzurufen, schrieb der gerührte Weinhändler sofort an dessen Adresse:Ihren geehrten Auftrag vom 15. v M. an unseren Reisenden habe den Vorzug, hiermit zu effectuiren, indem Ihnen anbei durch dir Bahn und die Vermittlung der Firma Müller dort 100 Liter Rüdesheimer übersend/, wovon Ihnen besten Empfang und Gebrauch wünscht. Gleichzeitig ersuche Sie höflichst, mich für den I

Betrag der jenseitigen Factura mit Jt 300 erkennen zu wollen, mit welchem Betrag Ihr Conto unter Heu-'g m belastet habe. Mit dec Ditte um fernere geneigte Auftrage re. ic.M Die lachenden Erben nahmen es meistens nicht übel, daß er den im Herrn entschlafenen Kunden wider Willen als noch unter den Lebenden ansah, traten den Wem alS Erbstück cum beneficio inventarii an, tranken ihn auf das Wohl des Dahingeschiedenen aus und zahlten an den schlauen Abfinder, waß die Hauptsache war, 3uO JL heraus, wodurch derselbe nach und nach ein reicher Mann wurde.

Literarisches.

Otto Hübner's statistische Tafel (Verlag von Wilh. Rommel in Frankfurt a. M.) ist soeben in 30. Auflage erschienen. Auch in diesem Jahrgange wird in der gewohnten Anord- nung eine den ganzen Erd-H.il umfassende Auskunft in Betreff der Statistik nach dem zur Zeit der Drucklegung vorfindlichen Stande geboten. Die Resultate der letzten Volkszählungen in Deutschland und anderen Ländern finden sich hierauf schon mitgetheilt; es ist hierdurch ba8 Interesse des Publikums für diese neueste Auflage der Tafel erhöh', worden. Der Preis dieses schätzbaren Aufklärungsmittels über Größe, Regierungsform, Bevölkerung, Heere, Kn gs'chiffe, Staatseinnahmen und Schulden, Ein- und Ausfuhr rc. aller Länder der Erde ist der bisherige: 50 H.

Handel uni) Lterikeor

Frankfurt, 18. April. Der heutige Viehmarkt war schlecht befahren. Angetrieben waren ca. 300 Ochsen, 200 Kühe, Rinder und Stiere, 180 Kälber und 200 Hümmel. Die Preise stellten sich: Ochsen 1. Qual. Jt 6668, 2. Qual. JC. 6062, Kühe un Rinder 1. Qual. 54 - 56, 2. Qual. JC. 45 50, Kälber nack Qualität JL 4060, Hämrnel 1. Qual. JL 58- 60, 2. Qual JL 40 per 10u Pfd. Schlachtgewicht. Schweine wurden 560 Stück angeführt und mit 6065 H das Pfund bezahlt.

Prämien-Liste

Bei der vorn 17. bis 19. April 1881 stattgefundenen Geflügel - Ausstellung wurden folgende Prämien ertheilt:

a. Für Hühner.

I. Prämie. Karl Schwan jun. in Gießen für schwarze Spanier. M. Deeg in Hom­berg a. O-, Landhühncr. Ferdinand Schmidt in Gießen, schwarze Italiener. H. Moll in Siegen, Hamburger Goldsprenkel.

II. Prämie P. Devirnne in Mainz, wriße Chochinchina. Ingenieur Götz in Frank­furt a. M., gelbe Chochinchma. I. E Guth in Vilbel, dunkle Prama-Putra. Joh. Faist in Baier-Heim, dunkle Prama Putra Christian Blenner in Marburg, braune Malaien. Dr. C Hansult in Homberg a O-, schwarze Spanier A Wauer in Döbeln, weiße Zwcrghühner. Ingenieur Götz in Frankfurt a. M-, weiße Italiener (Leghorn). C- Hoffmann in Hof Güll, weiße Italiener (Leghorn) Konrad Weil 111 in Lang-Göns, schwarze Italiener. L. Christoph Rübsamen in Gießen, schwarze Le Mans. ß. Mathäi in Marburg, Hamburger Goldsprenktt. C. A. Rohde in Unnersberg, Hamburger Goldsprcnktt 3£ Birnapfl in Au, PantarnS-Kukuk- sperber W. Mathay in Homburg t>. d. Höh, ichwarzc Kaulhüoner.

b. Für Fasanen.

II. Prämie. A. Scheyda in Gießen für Goldfasanen.

c. Für Enten.

II. Prämie. Carl Schwan fr. in Gießen, weiße deutsche Enten. Konrad Weil III. in Lang-Göns, weiße deutsche Enten mit Hauben.

d. Für Tanben.

I. Prämie. W. Maus in Wiesbaden, weiße Bagadetten Gg. Endres in Nürnberg, rothgescheckte Bagadetten. Derselbe für lichtgescheckte Bagadetten. W Fromme in Soest, weiße Pfautauben. F Schüler-Ducat in Frankfurt a. M., Schwalbentauben, blau mit schwarzer Binde. W. ^,-.au8 in Wiesbaden, weiße Mövchen. H. Rupp in Mainz, gelbe Mövchen. Der­selbe, blaue Mövchen. Louis Kauf in Gießen, graue Brünner. Carl Schwan fr. in G eßen, weiße Pommern. Derselbe, fahle Lockentauben. W Fromme in Soest, schwarze Schützer.

II. Prämie. Ferdinand Schmidt in Gießen, weiße Bagadetten. H. A. Richter in Hannover, sckwarze Indianer. Carl Schwan jr. in Gießen, rothe Indianer. W. Fromme in Soest, wriße deutsche Pfautauben. G Noack in Bautzen, gelbe Psaulauben. Gg. Hildinger in Göppingen, Pfautaubcn mit schwarzer Binde L- Limpekt in Gießen, Elster-Tümmler. F. Modhorst in Kiel, schwarze Tümmler mit K. Derselbe, Elster-Tümmler R. PaSeoe in Gießen, Jsabellen-Tümmler. H. Müller in Craschwitz, gelbe Schwalbentauben R. Pascoe in Gießen, weiße Mövchen. H. Fuhr IV. in Homberg a. O, Mövche , schwarz gejckildet. Derselbe, blaue Mövchen mit weißer Binde. Derselbe, rothe Mövchen. Joh. Fach tn Beim beim, rothe Kropftauben mit weißer Platte. C. Wagner in Södel, weiße Kropftauben. Louis Kauf in Gießen, weiße Brünner F Corviuus in Gießen, schwarze Brünner. W. Fromme in Soest, weiße Lockentaubcn. R. Neumann in Spitzkunnersdorf, schwarze Mönchtauben. L. Chr. Rübsamen, gescheckte Pfaffen-Kropftauben. Äug. Rickter m SpitzkunnerSvorf, Mohren- köpfc. Gg. Endres in Nürnberg, Feldtauben, Silberptässcn Derselbe, Lerchen, Feldtauben. R. Pascoe in Gießen, weiße Perrückentauben. Fr. Scküler-Dueat in Frankfurt a. M., Eistauben.

e. Für Vögel.

I . Prämie P. Gondolff in Frankfurt a. M., hockgelbe Pariser Kanarienvögel.

II Prämie. P. Gondolff in Frankfurt a. M, gelbe Pariser Kanarienvögel. Philipp Kock in Gießen, strohgelbe Pariser Kanarienvögel. F. C- Probst in Sachsenhausen, blaßgelbe Pariser Kanarienvögel.

Ferner lobende Anerkemiung für eine Collection ausländischer Vögel. H Rupp in Mainz.

Preisrichter waren:

Herren I. F. Röhrig und H. O. Sorge von Frankfurt a. M Herr H. Fuhr IV. in Homberg a. d. Ohm. Herr Inspektor Gabriel in Gießen. Herr L. Chr. Rübsamen m Gi.ßen. Herr Gustav Patz daselbst. Herr LouiS Lotz daselbll.

Grdbeben in Chios.

Unbeschreibliches Elend, 60,000 Un siückilche, die Älles verloren, die Zahl der Todten und Verschütteten, die unrettbar sind, soll 16,000 weit über­steigen. Am 11., Montag, wiederholte Erdbeben. Die Insel sank einen Meter tief. Alles ist in wilder Flucht.

Sofortige Hilfe thut Noth! Jedes Land hat Hilfs-Comkte's gebildet, von England gehen Dampfer mit Lebensm tteln ab, Pari- zeichnete Frcs. 100,000 in einem Tage.

Ich bitte dringend alle Herren Veitreter der Zeitungen mitzuwirken in der Verbreitung dieser Unglücksbotschaft und alle edeldenkende Menschen für Linderung dieses furchtbaren Glends einzu­treten, um besonders überall geeignete Comite's zur Gmpfangnahme milver ?Veiträge zu ocganisiren.

Zu näheren Muloenunge.. bin ich g«r..e dankend btrcit.

Deutschland, aus der Höhe der Cioilifation stehend, sorgte nicht nur durch unübertreffliche Einrichtungen für seine eigenen Armen, es ist der Deutsche überall und jeder Zeir im Vordergründe, wenn es gilt, fremde- Elend zu lindern. So geschah es in Ungarn, Spanien und in Holland, er wird sich auch der eben so schrecklich als unverschuldet hilflosen Armen der Türkei annebmen, und den mit vollem Rechte bewährten edlen Ruf der höchsten internationalen Wohlthätigkeit und allgemeinen Menschenliebe behaupten.

Der ksisirl. türkischr Conlul in Frankfurt a. M.

Siegfried Löwenthal-Nheinberg.

Die Expedition des Gießener Anzeigers erklärt sich gerne bereit, milde Gaben in Empfang zu nehmen.