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dte. f)i Doiinerftaq den 21 April 18N1.
Kichmer MuMger
Aaingc- uni Amtsblatt für den Kreis Kiek«.
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Vorstand.
Amtticher Hheit.
Betreffend: Die Maul- und Klauenseuche zu Arnsburg.
Bekanntmachung.
Unter dem Rindvieh de- Rudolf Burg tu Arnsburg ist die Maul- und Klauenseuche au-gebrochen.
Gießen, am 19. April 1881. Großherz,glickeS KreiSamt Gießen.
Dr. Doekmann. __
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Großh. Geheimen Obeischulralh Friedrich Gretm, Großh. Geheimen Obersteuerrath Ludwig Baur, Großh. Oberforstrach Wilhelm Wtlbrand, Großb. Oberbaurnth Dr. Theodor Schäffer, Großh. Bergrath Theodor Tecklenburg, und Großh. LandgertchlSrath Einst Robde
Deutschland.
Darmstadt, 16. April. Se. König!. Hoheit der Großherzog haben Allergnädtgst geruht:
Am 6. April:
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in M't'liedk'n her Großb. E-n!rnlN,lle für die Landes-Statistik zu ernennen.
Berlin, 18. April Die „Wort-b. Allg. Ztg - schreibt, die Vebauptung btr .Gei moniaE und anbcrcr Blätter, bic Regierung habe bie zbatfüdjcn mitzuthcilen, auf dftrunb deren bem Tr- Lorenz« der Ti-pcns von der Eibesleistung nicht erthe'lt wölben fri, mvolvt.e eine Dcikennung brr Sachlage unb ber Rechtslage. Zweifellos bade bcr Oberpräsibent nacb dem Gesetz vom 24 Mat 1874, falls tr Einspruch gegen bie Wahl l alte erheben wollen, die digrünbenden Thaliachcn anzugeden, der Oberpräsibent habe aber weder einen Einspruch erhoben, noch sei er bisher in ber Lage gewesen, bieS zu ibun. Es hanble sich lcbiglich um Anwendung beS Artikels 2 des Gesetzes vom 14. Juli 1880 und um eine Beichlusuassung bi5 LtaatSm-mstenums darüber, ob dem Gewählt", bic AuSüdung der bischöflichen Rechte auch ohne eidliche Verpflichtung zu gestatten sei Dem Trierer Domcapiiel sei auch nur oaS Ergebnig dieser Beschlußfassung durch den Oberpiäftbenleii m igetheilt, n cht ein Einspruch deü Ober Präsidenten gegen die Bradl. jZür b«e Richtenbc'luiig beS D'Speus trage dos Staatsministerium die volle Verantwortung. Die Miithcilung der Thatiachcn, welche für die Beschlußfassung deS StaatSmin iterium» bestimmend waren, fordere daS Gesetz nicht. Wenn eS ber Reg eiung, gewiß sehr gegen ihren Wunsch, unmöglich gewesen, bei ber Trierer ißabl e»ne gleich entgegenkommende Haltung an den Tag zu legen, wie bezüglich der Paderborner und Osnabrücker Wahl, so sei zu bedenken, daß die Ausübung ber ber Staatsgewalt durch das Huligesitz oei(»ebenen Befugnisse DertrauenSsoche sei, welche je nach den verschiedenen Pcrsönl'chkeiten auch eine verschiedene Beurtherlung und Be- banbluno er fahren müsse.
— Die Blätter publiciren einen von (5uno, Herme-, Knorck., Langcrbans, Lowe, ParisiuS, R'chte«, Straßmann und Pitzmann RamenS der FoitschriitSpartei erlassenen Aufruf zur Sammlung von Beitrügen für ikrbrc tungcn aller Art zu den Reuwahlen und lür Bildung besonderer Wablsord» für Die Berliner Reichsiagswahlen
__ Dem Bundcsratb ift ein Antrag deS Reichskanzlers zugegangen, wonach mit Rücksicht auf die um fast 2*, Millionen gestiegene 3 rfer ber Bevölkerung deS Reichs eine allmSlige Ausprägung von weiteren fünfzebn Millionen silberner Emmaikstücke auS den 'M ReichSdesitz befindlichen aus 339.UUU Pfund bestehende» Silberbarren erfolgen soll Delcgirten für bie internationale Münz Eonferenz. der Geh.
Regie« ungsrath @(braut und der Legationsrath v. Thielmann, sind heute nach Pans abgenist- eom Ioge t>er Beisetzung Äaiier« Alexander II. batirtc im Armee- Verordnungsblatt publicirte kaiserliche Crbie bestimmt, daß daS erste Brandenburgische Ulanenregiment welches biSber in ber preußischen Armee bie Ehre halte, bcn Namen jfajferd Alexander II. zu führen, denselben für alle Zeiten beibehalten soll-
Oesterreich.
Wien, 16. April. Nach übereinstimmenden Meldungen au- Szegedtn hat fick die Situat on seit gestern Abend gebestert, die Gefahr ist beseitigt.
Pestb, 16. AprU. Au- Szegedtn wirb eine wettere Abnahme de- DisserS gemeldet; dieselbe betrug bi- heute Abend 7t/3 Uyr 8 Centimeler.
Arankreich.
Pari-, 17. April. Nach Berichten aus Algier wurden auf da- Kanonenboot „HväneV welches die Küste der Insel Tabarque untersuchte, gestern von einem auf dieser Insel gelegenen Fort eine Anzahl Gewehrschüsse abge> geben. ES ist nicht bekannt, ob die Besatzung des FortS a»S KdrumirS oder tunesischen Truppen bestand. Berichte aus Tripolis bestätigen die Nachricht von der Ermordung der Mission deS Obersten Flatter- durch TouarezS unge- führ am 20. Februar. r ,w .
Paris, 18. April. Nach einer Mitthetlung der „Azence HavaS auS Konstantinopel sollen die dortigen Botschafter der Mächte oon ihren Regie, rungen die Ermächtigung erhalten haben, mit der Pforte bebuss Beschleunigung der Uebergabe der Griechenland zugesagten Gebietstheile zu verhandeln. In Kurzem werde eine internationale Commission für bie Grenzberichtigung einge» setzt werden. — AuS Athen wird der genannten „Sgence" gemeldet, datz die dortigen Gesandten der Mächte in Beantwortung der längsten Note der griechi- scheu Regierung erklärt hätten, die Note werde alS eine formelle Annahme des Vorschlags der Mächte angesehen. Zugleich hätten d e Gesandten ihre guten Dienste, welche für die Bevölkerung von EpiruS erbeten worden, zugesagt.
ßngland.
Loudon, 16. Apr>l. Lord Granville hat, wie die „Lordon Gazette- meldet, eine Depesche deS englischen Gesandten in Bern erhalten, in welcher dieser
auf die Rothwendigten ymweist, den tn der Schweiz lebenden englisch,n Unter- thanen Päffe oder Geburtsscheine zuzustellen, um thnen den ferneren «ufent- halt in der Schweiz zu ermöglichen.
London, 19. April. Lord BeaconSsield ist kurz vor 5 Uhr heute Morgen gestorben.
AtaNeu.
Rom, 16. April. Die Nachrichten einiger Blätter von der Ausrüstung oder Eoncentrirung von Kriegsschiffen entbehren feder Begründung.
Rom, 18. Spill. Es bestätigt sich, daß der König beschlossen hat, daS EntlaffungSgesuch deS Ministerium- abzulehnen. Gegenwärtig befindet sich Eairoli beim Könige. Wie versichert wird, dürste Catroli einwtlligen, auf feinem Posten zu verbleiben und sich nochmal- den Kammern zu präsentiren. Weiter verlautet, daß der Appell deS König- an Sella in der Hauptsache bin Zweck batte, von dem Patrioit-muS der Mitglieder der Rechten zu erlangen, vaß dieselben ihre Opposision im Interesse deS Lande- mäßigen, nachdem die letzte MuiisterkrisiS die Wichtigkeit der Aufrechterhaltung des gegenwärtigen Eabinet- und die Schwierigkeiten daraethan habe, welche sich der Uebernahwe der Regierung durch die Rechte entgegenstellen würden.
Außland.
Peter-burg, 16. April. Gestern erfolgte, dem Porsadok" zufolge, der UnbetlSspruch de- diesigen U.ivetsitätSgerichls über 204 Studenten der hiesigen Universität, welche die Vorschriften derselben verletzt halten. 18 Stur deuten wurden relegirt, 71 erhielten 3 bi- 4 Tage Arrist mit argedrohte* Au-schließung im Wiederholungsfälle; 100 wurden mit einem Verweise be- straft, 15 freigesprochen. Bei der Festsetzung der Strafe war da- frühere Verhalten der belr. Studenten in Betracht gezogen worden.
Petersburg, 17. April. Die „Agence Ruffe^ stellt abermal- in Abrede, daß Graf Schuwalcff mit einer politischen Mission in Wien betraut worben sei, namentlich wären alle diesbezüglichen, Serbien betreffenden Gerüchte unbegründet. — Tie .Agence" bemerkt ferner bezüglich der Antwort ber griechischen Regierung, die Mächte erachteten dieselbe al- eine Zustimmung und seien im Begriffe, bei der Pforte die noch erforderlichen Schritte zu thun. Sollten noch Hinderniffe vorliegen, so werde da- bestehende Einvernehmen der Mächte dieselben zu beseitigen verwögen. Der Vertreter der russischen Regie- ruug in Sofia, Eoumauy, tritt in Di-pouibilität unb wirb burch Hitrooo ersetzt. — Wie verlautet, soll an b e Stelle de- erkrankten General- v. Kauf- mann in Taschkent General Kolpakowsky treten.
Riga, 18. April. Auf ter Tüna ist seit gestern starker Ei-gang ein. getreten, tas Wasser ist außerordentlich gestiegen und steht 24 Fuß über der Normalhöhe. E nzelne Theile der Stadt st.hen unter Wasser.
Zlumäuien.
Bukarest, 18. Apr'l. In der gestrigen Sitzung der Deputirtenkammer zeigte Mmisterpiäfikert Bratiano an, daß da- C binet seine Demission gegeben habe unb daß er vom König, mit der eirstweiligen Fortführung der Geschäfte beauftragt worben fei. — Der hier stattgehabten Beerdigung de- in Petersburg verstorbe' en Gesandten Ghika wohnten sämmtliche Mitglieder dis diplomatischen Eorp- bei.
Türkei.
Konstantinopel, 16. April. Reuf Pascha begiebt sich nach Peters- bürg zur Begrüßung des Kaiser- Alexander III — Die Botschafter haltm wieder holt B spr.chu^gen über den weiteren Modus procedendi In Folge der Annahme der Grenzvorfchläge Seiten- Griechenland-.
Telegraphische Depeschen.
EBolff» trlegr. d^rtefpowbtBi^Bnttaa.
Berlin, 19. April. Der Kaiser ist von seinem Eatarrb soweit wie- derhergestellt, daß er gestern weder eine Ausfahrt unternehmen konnte. Der Kaiser empfing im L ufe de- Nachm ttags den Fürsten Bi-marä zum Vortrag. — Der Geb. Regier^Rath Ma; Maria v. Weber ist gestern am Schlatflnß gestorben.
Petersburg, 19. April. Nach einer Meldung deS „GoloS" aus Kiew hätte d-e borti;e Polizei am 11. d. MtS. eine geheime Druckern ent- deckt unb dabei drei Personen verhaftet.
Athen, 19. April. Die Regierung hat Conduriotis von dem (Se- sandtschaftspcsten in Konstantinopel abberufen, angeblich weil derselbe der


