Ausgabe 
19.11.1881
 
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SBtciflein, 13. SKoocmbet. Der dieSsöhrige gefegneik Hnbst, t>cr nun feinem ($n6e na\)t, Hai die geraten Erwariungen weit übeettoffen. Den Schluß der Lefe biloet fo N,rn- hd) ein gi oberer Weinberg in elfter Lage, mit einer Fülle foich koioffaier Trauben, daß die WetnberflSvrahte die Last derselben raum zu tragen vermögen. Der Blick durch die aeraoe uenigen Wrngert-Zeilen gewahrt ein reizendes Bild, wie cS hier fett langen Jahren nicht ae- »ehrn wurde. Gestern bereits hielten 2 Forenscn feierlichen Herbstjchiuß unter Mummen ^anz und festlichem Umzuge mit finnigen, geschmackvollen Dekorationen, zierlich gekleideten Bacchantinnen und dem unvermeidlichen Bacchus. Sodann wurde unter freiem Himmel bas Lied: Großer Gott, wir preisen Dich", abgesungen, welches durch die kräftige Stimmen der jugendlichen wnollchcn und männlichen Winzerinnen und Winzer einen imposanten Eindruck hervorbrachte. Die Weinkeller waren großentheilS leer, eine Complettnung that Roth und ist dem geplagten Winzer der heurige Herostsegen von Herzen zu gönnen.

sDas Alter der Fakultäten.) Man stritt über das Alter der Fakultäten. Pah" sagte cm junger Gelehrter,überaus leicht zu entscheiden. Ausstellung des Baumes der Er' kenntniß erstes Dogma: Theologie. Eninchmung einer Rippe von Adam __ erste

chirurgische Operation: Med,ein. Unierredung der Schlange mit Eva wegen des Avfelbisscs erste philosophische Beweisführung.- Philosophie. Auslretbung Adams und Eoa s aus dem Paradiese erster Iustizakl. Ermordung Abel's durch jtatn erster Enmrnalfall- Jurlsprudenz. '

Altkatholischer Gottesdienst Sonntag den 20. November, Vormittags 9 Uhr, ____________'n der HoSpitalkirche.

gelammten Pläne des Kanzlers auch Anzefichts der gegenwärtigen Lage mit lolcher Entschiedenheit eintrete, so sei für den Fürsten B.Srnarck zunächst fern Grund vorhanden, dem Dienste des Vaterlandes zu entsageu. Es werbe sich nun darum handeln, ob sich in dem nruen Reichstag eine Mehrheit finde, welche bereit sei, die weitgreisenden schwierigen Aufgaben, deren Anregung der Kaiser sür seine Herrscherpflicht hielt, mit dem Kanzler in Angriff zu nehmen oder ob dieser und zugleich wohl der Kaiser auf dieses letzte schöne ^tdeal seines Lebens verzichten soll.

Bremen, 17. November. Von dem Vogt der Insel Neuwerk ist heule Nachmittag bei der Geiellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger folgendes Tele­gramm eingegangen: Von oern ceutschen EwerAnna Rebekka", Capitän Claussen, von Rostock mit Stückgütern bestimmt, bei Eitzenloch gestrandet, sind zwei Personen durch das Rettungsboot der Station Neuwert Freiherr von Diergard" gerettet worden. Das Boot war 4 Stunven Unlciwea«. Weststurm mit Regen.

Rom, 17. Nooembcr. Der König und die Königin stnd heute M ttaa hier eingetroff n. von den Ministern, den obersten Hofchargen, dem Syndikus und den Spitzen der Behörden am Bahnhofe empfangen. Damen überreichten der Königin einen prachtvollen Blumenstrauß. 18 Gcwerkoerein- mit turen Bannern, mehr als 4000 Personen begleiteten den Wagen de« KömgspaareS bis in den Quirinal, wo L.tzteres mit dem Kronprinzen auf dem Balkon erschien und für die enthusiastische Kundgebung dankte.

Baden-Baden, 17. Novbr. Der Großherzog hat auch die letzte Nacht größlenlheiis ruhig schlafend verbracht. Temperatur 36,8 Grad, Puls 78. Dec Zustand des Patienten Ist durchaus befriedigend.

Karlsruhe, 17. November. Der an der Lungenentzündung erkrankte Prinz Wilhelm von Baden befindet sich auf dem Wege der Besserung, fühlt sich jedoch .wch sehr schwach. " 9' 19

Dublin, 17. November. Gestern Abend sand an Bord des Dampfers Severn", aus der Fahrt von Bristol nach Glasgow, ernt Dyaamit-Elplosion statt, durch welche 9 Peisonen getödtet und 43 schwer verletzt wurden. Der Dampfer wurde mit zertrümmerten Verdecken noch KingSlown bugsirt.

Dir Pfarrgejchäftc für dir Woche vom 2«>. bis 26. November beiorar ______ _ Pfarrer S ch loj s e r.

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Frankfurt a. M., den 18.Novbr., Nachmittags 2 Uhr 15 Mn- lTelear. G>our6hnHAf

Handel und Verkehr.

Köln, 14. November. Sicherem Bernehmen derK. Z." noch joll demnächst nach dem SöOTßanflC der meisten östlich.n Staats- uno Prlvat-Et'envahnvecwailungen auch ,m Gebiete der königlichen Eiienbahndtrection (linksrheinisch) damit vorgegangrn werd.n, die Revlston der Fabr- b.llele ausichlteßttch während des Aufenthalts d.r Züge auf den Stationen vornehmen zu lassen und den Brauch, das de Schaffner die Blllelreviston währeno der Fahrt vom Tritt­brett aus vornehmen, gänzlich abzustellen. Diese Matzrcgel bezweckt vornehmlich, das dem Publikum namentlich in der kalten Jahreszeit lästige wiederholte Oeffncn der Fenster zum Aweck der Bllletrevtston zu beseitigen, sodann aber den öfteren Unfällen, denen d.e Schaffner bei dl-iem gefährlichen Dienste ausgesetzt sind, vorzubcugen. Bon dem reisenden Publikum ist zu erwarten, daß es das Scimge dazu beitragen wird, um die schnelle und allgemeine Einführung die,er Verbesserung zu ermöglichen. Bor Allem empfiehlt es sich, daß die Reisenden sich möa^ ltchst rechtzeitig auf ben Stationen einfinden, damit die Revision der Bille re nicht auf die bfcten Minuten vor der fahrplanmäßigen Abfahrtszeit zusammrngedrängt werbe, zumal als die Bahnverwaltung in Zukunft keine Gewähr dafür übernehmen kann, daß diejenigen welch" spater als drei Stauten vor der Abfahrtszeit ihr Billet gelöst haben, B-föreerunq mit dem betreffenden Zuge finden. Ganz br,onderö werden a,er solche Passagiere, welche Gepäck mit pd) fuhren, tur zeitiges Eintreffen zu sorgen haben, oa nach dem '^ecriebsreglement die M.t' nähme des Gepäcks, welches nicht spätest ns 15 Minuten vor Abgang des Zuges eingeliefert ist, nicht beansprucht werben kann. ö ° 8 ungenqctt

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Kirchliche Anzeigen der evangelischciiGemeinde ruGicßcn.

Gottesdienst:

Sonntag, den 20. November.

Todtenfefit.

Morgens 9 Vz Uhr in der Stadtkirche: Pfarrer Schlosser m (Mitwirkung des Kirchcngesangverrins.)

Nachmittags 2 Uh- in bet Fr,e dH ° fs tap . tt<: Pf.rr.r Dr. Naumann.

m Donnerstag den 24. November:

Im Gymnasium Bibelstunde, Nachmittags 6 Uhr: Pfarrer Schlosser.

Am Sonntag, den 27. November, als am 1. Advent wird das

aefeiext werdin. Dir Beichte findet Tags zuvor, Nachmittags 2 Uhr statt. An diesem Tage wird nach beioen Gottesdiensten eine Kollerte zum Besten der hiesigen K.rchenkasse erhoben. 1

tretet der Schutzzöllner, ist von Herrn v. Forckenbeck besiegt, trotzdem er seine Wähler noch sehr genau vorher über seine politischen Ansichten aufgeklärt hat. Sehr unliebsames Aussehen in den betheiltgten Kreisen macht auch die Nieder­lage des sonst allgemein beliebten Fürsten v. Hohenlohe.

Nach Annahme deS Antrags aus Aufhebung der Simultanschuleu ist da- bayerische Abgeordnetenhaus noch einen Schritt weiter gegangen, und hat einen zweiten Antrag Mayer aus Aufhebung der obligatorischen Cwtlehe accep- tlrt. Der Justtzmintster v. Fäustle hatte sich ausführlich gegen den Antrag ausgesprochen, die Motive desselben widerlegt und die Undurchführbarkeit des- selben nachgewiesen; er schloß mit dem Bemerken, er sei Angesichts besten vom Gesammtministerium ermächtigt, zu erklären, daß dastelbe nicht in der Lage sei, die Krone im Sinne des Antrags zu berathen. Von einer Durchführung dcö Antrags list natürlich Eeü.e Rede, da schon das bayerische Oberhaus nicht dafür eintreten wird; aber man kann doch schon erkennen, welche For­derungen das Centrum auch im Reichstag für den Preis, Regierungspartei zu werden, stellen wird.

Die Prügelstrafe ist und bleibt verpönt. Der Minister des Innern hat sich aus einem speciellen Anlaß dahin ausgesprochen, daß er die Anwen­dung der Prügelstrafe als DiSciplinarstrafr in den Corrections-Anstalten sür principtell unzulässig Halle, da dieselbe durch Circular-Erlasse aus den Jahren 1869 und 1876 allgemein abgeschafft sei. Den Anlaß zu dieser Erklärung gab ein von dem vorjährigen hannoverschen Prooinzial-Landtag gefaßter Be- schluß, welcher die Wiedereinführung der körperlichen Züchtigung an der Pro- vinzialBrsterungsanstalt zu Morungen bezweckte.

Berlin, 16. Novbr. Aus München geht derBerl. Börseu-Ztg." folgende sensationelle Nachricht zu, die wir der Curiosität wegen unseren Lesern nicht vorenthalten wollen. In Äbgeordnetenkreisen ventilirt man die Frage, durch eine die Abgeschloffenheit des Königs behandelnde Interpellation an die Regierung Klarheit darüber zu gewinnen, ob es tm Können der Regierung liegt, den Monarchen zu einer Aenderung des Verhältnistcs zwischen ihm und dem Volke, zu einer Präcrsirung seiner Stellung als regierendes Staatsober. Haupt oder als königlicher Privatmann zu bestimmen.

Rußland.

Petersburg, 14. Novbr. Ende voriger Woche kam es, nach einem Telegramm desBerl. Tagebl.", an der hiesigen Universität zu ernsten Scenen. Einem der JnspectionS-Gehülfen war ein Student ausgefallen. Ec fragte den- selben nach der Legilimarionskarte und brachte ihn, da er diese nicht bei sich hatte, zum Rector. Andere Studenten machten ihrem Merger hierüber Lust. Worte wie Spion rc. fielen. Der Rector cttirte andern Tag-s alle Studen- ten in die Aula und beruhigte die Gemüther. Die Studenten fint besonders erregt gewesen, weil sie kurz vorher gehört, daß ein jüngst anetirter Student in einem unbewachten Augenblick einen Selbstmordversuch gemacht. Sie be- haupten, jener Jnspectionsgehülfe habe auch die frühere Arretirung veranlaßt, und sie wollten deshalb nur wissen, was aus dem zuerst Arretirtcn geworden. Der zuletzt Arretirte nennt sich Alexandrow. In seiner in der Nadcsh. dinskaja gelegenen Wohnung die Polizei will übrigens Grund zur Ver- muthunq haben, daß er zwei verschiedene Wohnungen hterselbst unter verschie­denen Namen inne gehabt wurde eine Geheimdruckerei entdeckt; angeblich wurde auch von einigen Anwesenden bei der Verhaflung Widerstand geleistet. Fernerhin wird von wohlunterrichteter Sette erzählt, die Polizei habe auch Dynamit, sowie einzelne Thetle von Sprenageschoffen daselbst vorgefunden. Der zweite vor mehreren Wochen in der Konstanlinow'schen Junkecschule acre- ttrte Junker stammt aus Kiew.

Amerika.

Washington, 15. November. Nach den Berichten des Bureaus für Landwirthschaft, welche bis zum 1. ds. reichen, stellt sich die di-sjähriae Baum­wollernte als erheblich weniger groß als im Jahre 1880 heraus. Die Ver- yWiderung derselben beträgt im Vergleich mit oem vorigen Jahre 33 ußt fftr Louisiana, 40 pCt. für Texas, 60 pCt. sür Arcansas, 30 pCt. für Nord. Carolina, 15 pCt. für Florida, 42 pCt. für Tenneffee. Eine Vermehrung von 13 pCt. ergiebt sich für Alabama; ein günstigerer Ernte-Ertrag stellt stck auch für Süd.Carolina, Georgia und Mississippi heraus. Der mittlere Durchschnitt der Weizenernte stellt sich aus 10% Scheffel per Acre 13Ao Sch-ffel im Jahre 1880, watTeinen Ausfall von tm ©an n L 100.000!000 Scheffeln ergiebt. Die Quolität des Wetzens ist eine vorzüa. Uche. Mats ergiebt 20>/2 Scheffel per Acre, «eg-n das Vorjahr stellt ^fjch son.ch eine Verminderung des Ertrags von 25 pCt. heraus; die Qualität bleibt hinter dem mittleren Durchschnitt zurück. An Cerealien trurden tm

Telegraphische Depeschen.

Wolff« telegr Korrespondenz. Bur-uu.

9nn Der Eröffnung des Reichstags wohnten etwa

200 Abgeordnete bei. Fürst Btöniarck an der Spitze des BnndeÄrathS stand links von dem verhüllten Throne un > the.lte mit, der Kaiser sei zu feinem Be­dauern durch Unwohlsein verhindert, -en Reichstag ne sönltch -u

die kaiserliche B-tschast und er-lärte den Reichstag ür öff ' Der bayensche Gesandte brachte -in dreimaliges von d-t. Anwe, ude, nthÜ- siastisch aufgenowmrnes Hoch auf den Kaiser aus 9

B-rlin, 17. Noobr. Reichstag. Gras Moltke übernimmt den Äiters- o°?J,6u,Unbr6etUft «chr'Mührer. Der namentltche Aufruf eruiebt

242 Anwesende. Der R-tchstag ist also beschlußfähig. Am So.nnäbe n?Ü 2 Uhr findet bie Präsidentenwahl statt.

- DerReichS-Anz." schreibt: Es mar bis heute früh bie abfidtt des Kaisers, den Reichstag persönitch zu eröffnen, doch hu, der Kaffer auf den dringenden Rath der Aerzte in Folge eines gestern Aben', eingetretenen lcickten Unwohlseins schließlich auf die Ausführung seiner Absichr verzich et und durck> Ordre vom Heurigen den Reichskanzler ermächttgt, ine Sltzu.i,e.i des Reläis. tags zu eröffnen. Der mit Rücksicht auf die '«»eabsichttgte Auwesbubeit des KanerS angeordnete Gottesdienst in de Schloßkupelle fand ganz so, wie bc b- sichttgt, statt und ungeachtet der Verhi derung des Kaisers an demselben

DreProv-Corresp." erblickt in der kaiserlichen Botschaft d-n volle unzweideutigen Beu eis, daß die b shmge Politik des Re.chskmizlers im Em. vernehmen mit dem Kaiser befolgt werde, und sagt, wenn tec Kaiser für die