Ausgabe 
19.10.1881
 
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fllieber dienen, wie Sontocorrent und D scontoverkehr, ergibt sich eine bedeut.nde Vermehrung der gewährten Crcdite, während auf Vorschußwechsel und Schuldschein- an denen vorwiegend d'e minder bemittelten Mitglieder beteiligt sind, nur em ge­ringes Mehr gegen das Vorjahr, bezw. sogar 9 Millionen X weniger ausgeliehen

entstanden sind.

195 Consumvereine batten Ende 1880 94.366 Mitglieder und während des Jahres einen Verkausscrlös von 30.359,000 X- Die Geschastsantheil« betrugen Ende 1880 3 177,329 X, im Durchschnitt auf das Mitglied 33,6 X, tue Reserven 1,036,153 X- Reben dem eigenen Capital ist auch das fremde gewachsen. Die Anleben, einschließlich der im Grundbesitz angelegten, betrugen ^nde 1880 2,884,583 X, die Schulden für auf Credit entnommene Maaren 668,590 X- Di.' Mitgliederstatistik von 168 Ver­einen mit 93,290 Mitgliedern ergibt, daß bie unselbstständigen Arbeiter mit 50,5 pEt. der ganzen M.tgliedschast am stärksten vertreten sind; dann folgen die selbstständigen Handwerker mit 17, 2 pCt, Aerzte, Lehrer, Beamte mit 11,5 pCt. u. s. w.

beendet

London, 17. Oktober. Nach einer Meldung derTimes" aus Kairo wird der Ministerpräsident die türkischen Commtsiäre bis nach Alexandrien begleiten- , , .

Kairo, 17. Oktober. Die vom Sultan abgesandte Mission wrrd mor» gen die Rückreise nach Pera antreten.

Konstantine, 17. Oktbr. Eine französische Colonne hat sich gestern von Tebesia aus nach Süd.Tunts in Marsch gesetzt.

Alexandrien, 17. Oktober. Am 19. ds. wird Hierselbst das Ein- treffen deS' englischen KriegsschiffesJnvtnctble" erwartet. Die dann hier vereinigten Kriegsschiffe dürften bis zur Abreise der türkischen Commtffanen hier bleiben. _ , , c ,

Tunis, 17. Oktober. Nach hier eingegangencn Nachrichten wurde die Colonne des Generals Sabattier am letzten Donnerstag durch starke Abihet- lungen von Insurgenten angegriffen, welche nach einem sechsstündigen Kampf geschlagen wurden. 800 gefallene Araber wurden auf dem Schlachtfelde ge­funden- Alt Bey hat einen neuen Erfolg errungen und 200 Mann gefangen genommen.

Konstantinopel, 17. Oktober. Der Sultan hat dem egyptischen Premierminister Sherif Pascha den Großkordon des Osmanie-OrdenL in Brillanten verliehen. Mehrere andere hohe egyptische Persönlichkeiten erhielten ebenfalls Ordensauszeichnungen.

Darmstadt, 18. Oktober. In der heutigen constttuirenden Sitzung der zweiten Kammer wurde bei der Bureauwahl Kugler als erster, Muhl als zweiter Präsident erwählt, Hetnzerling und Wolfs kehl als Secretäre.

Constituirende Sitzung der ersten Kammer. Zum ersten Präsidenten Graf Görtz ernannt, zum zweiten Fürst von Büdingen gewählt. Secretäre Graf zu Erbach'Schönberg und v. Wtllich. _____________________________

Heuchelheim, 18. Oktober. Gestern Abend fanb eine zahlreich besuchte Vera fammlung hiesiger Wahlmänner statt, an welcher auch mehrere Herren aus Gießen Theil nahmen. Herr Fabrikant Mylins eiöffrte die Versammlung. Er wies in seiner Ansprache auf die Canoidatur des Herrn Dr. Gutsleisch hin, welcher leider verhindert sei, in der heutigen Versammlung zu sprechen und sein Programm zu ent­wickeln. Er ertbeilte sodann Herrn Dr. Engelman n das Wort, welcher in längerer Rede unsere heutige politische Lage schilderte und am Schlüsse betonte, es fei bring nöthig, baß jeder liberale Mann am Wahltage feiner Wahlpflicht Genüge leist. Die Rede wurde mit lebhaftem Bravo begrüßt. Rach Schluß der Rede schloß H^rr M ylius die Versammlung mit einem Hoch auf das deutsche Reich, welches begeistert aufflenommni wurde. Eigentlich wäre hiermit der Bericht zu Ende, jedoch ereignete sich noch ein Nach­spiel, welches wir nicht verschweigen können. Während alle Anwesenden in das Hoch ein- stimmten, erlaubte sich ein jetzt in Gießen wohnender Heuchelhnmer dreimal,» pfeifen. Du Versammlung war über solche Frechhe-t sehr entrültet und würde d m Burschen den Standpunkt gleich gründlich klar gemacht haben, wenn nicht d e Ruck ficht auf die Gießener Herren sie hiervon zurückgehalten batte. Sollte der Psisir sich solches nochmals zu Schulden kommen lassen, dann werden ihm die Heuchelheimer d-is Rötbige besorgen. Es '.st dies auch berfelbe, welcher m ber Samstag Rächt mit noch einem Genossen die Wahlaufruf ' für den Socialdemokraten Liebknecht in den htesigen Wirthschaften und Wohnungen vertheilte.f.

Frankfurt a. M.. 17. Oktober. Die Patent: und Musterschutz-Ausstellung ist deute Mittag geschlossen worden.

Biedenkopf, 12. Oktober. In dem benackbarren Dorschen Ludwigsbütte brach in der verflossenen Nacht Feuer aus. Obgleich nur der oberste Stock emrS Hauses ein Raub der Fl-ammin geworden, so ist b?l diesem unbedeutenden Brande doch dn Menschenleben beklagen. Ein hochbejahrter Mann nämlich, welcher seine Schlafstätte in der Dachstube de- vom Feuer ergriffenen Hauscß hatte, ist verbrannt. Die Versuch', welche zur Rettung bei ManneS nngefltdt wurden, mißlangen- Nachdem man das Feuer bewältigt batte, wurde er als Leicke aus dem Schutte hervorgezogen. ,

Ober-Sensbach. Eine Mcrkwürdigke t in der Thierwelt, worüber leDH der berühmte Brehm staunen würde, wenn er's erführe, ist bet Müller Wieder passnt. Daselbst haben eine Katze und ein Stallhase in einem Reste Junge ge­worfen und leben recht friedlich mit einander, indem die Alten ihre Jungen in dem- selben Reste säugen. .

D:e Tochter des Präsid.nteu Grevy hat sich verlobt. Der Bräutigam, der reiche Unterstaatssecretär Wilson, ist etnundvierzig, die Braut über dreißig Jahre alt Das Fräulein Grevy ist m der Frcmche Comte, woher ihr Vater stammt, durch ihre Wohlthätigke't bei den Landlcuten ungemein beliebt.

(Kriegslist) Drei Soldaten lagen im letzten Transvaalkrieg im Hinterhalt und sahen zu den Sternen hinauf.Weßhalb bist Du denn m die Armee ein getreten, Tom?-Run," antwortete Tom,icb hatte keine Frau und liebte den Krieg" - Ei," versetzte der Andere,ich hatte eine Frau und liebte den Frieden, also gerade da- Gegentherl." __

Lokales

Gtesien, 18. Oktober. Ein Frauenzimmer, welches heute Morgen vor dem Schöffen­gericht wegen Diebstahl abgeurtheilt wurde, erhielt wegen unanständigem Benehmen vor d.m Gericht, 12 Stunden Haft, welche sofort anzutreten waren.

Am Sonntag Morgen schwindele in d r Grünbcrgcrstraße eine Frauensperson ein.m Bäckermädchen auf ein falsches französisches Geldstück eine Anzabl Bröochen ab und ließ sich als auf ein Zwei-Markstück herausgeben, trotzdem es einem solchen nicht ähnlich stehl. Die Schwindlerin ist noch nicht ermittelt.

Handel und Bekehr.

Giesteu, 18 Oktbr Auf ocir heurt^en Wowermwr^- thiil er per X100 bis X 1.15 Hübne-eeier 1 S^'.'ck 67 2 Stück 0 H, Enteneier ver Stück 0 4>

2 Stück 00 H Käse -er S ück 4-8 ^ifonaztr rnirf.'' 3-0 Erdi er. 1 Liter

20 Lmsen 1 Ltter 24 L, Taulen X 400.50, Hüdner p. St. X 0 601.5",

Habnen p. S^ .< 0.500.80 Lnren per Srü>I X I 30 -1.50 Gänse per Pfund 5060 H, Welsche per Stück X 0.0. O^üer.sieis^ C4 00 per v'\ und Hindflmu! 46 dlß 5*' 4, Kalbstetsch 44 48 Hammelfleiich 50- 60 -Schwein. s'.ertL 6400 Karlossi-1 per 100 Ki.o X 3.00- 3.50 Zwieb-ln er 6tr. x 78, Mllck per Liter 16 und 16 X W'ißk'aue 1 St. 5 12 Zwetschen prr Eentner 56

Frankfurt, 17. Oktbr. Der heutige Viehmarkt war gut befahren. Angetriebea waren ca. 380 Ochsen und Stiere, 300 Kühe unv Rinder, 280 Kälber und 600 Himmel. Die Preise stellten fick: Ochsen 1. Qual. X 6366, 2. Qual. X 5860, Kühe uoo Rinder 1. Qual. X. 56-58, 2. Qual. X 45 -50, Kälber 1. Qual. X 52-54, 2. Qual. X 40-45, Hämmel 1 Qual. X 58-60, 2. Qual. X 40-45 per 100 Psd. SchlacM gewicht. Schweine wurden 70'0 Stück angeführt und daS Pfund mit 6363 H bezahlt.

Frankfurt, 17. Oktober. (Frucktbericht.) Mehl Rr. 1 X 39.50, Nr. 2 X 37.50 Nr. 3 X 32.50, Nr. 4 X 28.5000, Nr 5 X 25.50, Roggenmehl o , - Berliner Marke) X 28.50-00, to. I (Berliner Marke) X 26 50- 27, do. II (Berliner Marke) X 23, Wem» effeetiv hiesiger ab Bahnbof hier X 25.25 OO.on, ab unserer Umgegend X 24 5024.75. do. fremder je nach Qualität X 23.5025.25, Roggen, je nach Qualität X 20.7521.00, Gerste X 19.50-21.50, Hafer X 16 5017.25, Kohlsamen X2829, Erbsen X 19-27, Wicken X 17.50 18.00, Linsen X 2040, Bohnen, weiße, X 2325, Roggenkleie X Weizenlleie, grobe und feine X 0., Rüböl, detall, X 64 Stimmung fest. Haupt- sächlich gefragt war: Hafer Dringend offerirt:. (Die Preise per 200 Pfd. Zollgew'.cht 100 Kilo.)

Die deutschen Genossenschaften int Jahre 1880.

Ruch dem von Dr. H. Schulze - Delitzsch erstatteten neuesten Jahresbericht (rflr 1880) über die auf Selbsthilfe geg-ünbeten deutschen Erwerbs- unb W'rthschasts- gcnoss''«sch^sten waren Enbe 1880 3250 Genossenschaften namentltch oefannt, von benen 1895 gegen 1866 Ende 1879) zu den Credit-Ge offenfebaften, Vorschuß- unb Ereditveretnen, 674 (gegen 649) zu den Rohstoff-, Magazin- und Productiv Genossen- ; schäften. 645 (gegen 642) zu den Cowumvereinen, 46 (gegen 46) zu den Bau-Genossen- | schäften gehören- Die Zahl der überhaupt bestehenden Genossenschaften ist auf mehr » als 3300 zu veranschlagen Auf Grund der Rechnungs-Abschlüsse, welche der Jahres­bericht veröffentlicht, muß man für alle zusammen die Mitgl'ederzahl auf 1,000,000 bi§ 1 100,000, bie aemaebten Geschäfte auf mehr als 2000 Millionen X, bie ange­sammelten eigenen CapuaU n in Geschäftsantheilen und Reserven auf 180190 Mill X, bie arvertrauten fremben (Kapitalien auf ca. 400 Mill X schätzen. Hierbei sinb bie sogenannt u Raiffetsen'schen Darlehuskassen, welche dem Crcb'tbebürfniß ber gani un­bemittelten Landwirthe, die den strengen Anforderungen ber Schulze-Delitzsch'schen Vereine nicht genügen können, abzuhelfen bestimmt sind, sowie ca. 100 andere mit j biefen Kassen in Verbindung stehende landwnthschastliche Consumvereme nicht mit- : gerechnet. Der Jahresbericht betont bie Rothwendigkeit, baß diese Veleine auch ihre i Leisturgen in einer wohlgeordneten Statistik der Oeffentlichkeit unterbreiten Als Kern ; b r beabsichtigten Revision bes Genossenschastsgesetzes wird bie Milderung der härtesten i Form in G Itenbmocbung der Sol darhast bezeichnet,um, bei Aufrechthaltung des i vollen Rechic, der Gläubiger, bie Scheu vo' ber Solidarhaft unb bie verwerflichen Postrci ungen, sich berfelben zu entziehen, zu befcitigen."

Die Vorschuß- und Credilvereine, von denen 90b ihre Ablchluste imttbeilten, 1 batten Ende 1880 460,658 Mitglieder. Die während des Jahres gewähtten Credite i betrugen 1,447,526,317 v*t. Die hieraus ersichtliche bedeutende Steigerung des Der- k hrs rerlbetlt sich jedoch sehr ungleich auf die venchiedenen Geschäftszweige. In den Geschäftszweigen, welche vorzugsweise dem Cred'.tbebürfn^ß ber wohlhabenderen Mit-

Frankfurt a. M., den 18. Oktbr., Nachmittags 2 Uhr 10 Min. (Telegr. Comsbericht. Mitgetheilt durch das Bankgeschäft Albert Kaufmann in Gießen.) Credit- actien 3233/*, Staatsb.-Actten 3043/<, Galizier 2803/«, Oest Silberrente 67, 4% Ungar Goldrente. 4% 1880er Russen 756/ig, 2. Orient-Anleihe 60^/is, 5% Rumänische Rente 917/«- Lombarden 136. Tendenz flau.

wurden.

Das eigene Capital an Geschäftsantheilen und Reserven betrug 102,029,366 X, | letztere 16 398,062 X, was eine mäßige Steigerung gegenüber dem Vorjahr bedeut«. ! Das fremde Capital bat sich aber v el bedeutend.r vermehrt uud zwar fällt bier die Vermehrung ausschließlich auf die lang befristeten Anlehen, während die ku,z be­fristeten Spareinlagen und Bankcredite um ca. 7 Millionen X abgenomm n haben. Hierdurch wird auch d':e sonst gemachte Wahrnehmung beftäiigt, daß der permanente Geldüberfluß viele Vereine zur Ausdehnung der Künngungsscisten bezw. Herabs.tzung des Zinsfußes veranlaßt hat. Die Verluste beziffern sich auf 938,845 X^ob r Ix auf 1541 X gewährte Grrbite und sind niedriger als in jedem ber letzten 7 Jahre. An Concursen sind im letzten Jahre 2, an Ciquibationen 13 vorg kommen Die von 814 der vorgedachten Vereine eingereichte Mitalieberstatistik weist 393,460 Mitglieder nach, unter benen am zahlreichsten bie selbstständigen Handwerker mit 31,6 pCt. der Mitgliedschaft sind; dann folgen bie selbstständigen Landwirtbe mit 23,7 pCt. Die un­selbstständigen Arbeiter der verschiedenen Branchen machen 10,6 pCt. aus.

Die Probuctiv-Genossenschaften, welche den Gewerbebetrieb auf gemeinsame Rechnung unb Gefahr der Mitglieder bezwecken, haben unter ber Ungunst ber wirth- schaftlichen Zustände am meisten zu leiben; namentlich würben die Genossenschaften der Ciga'.renarbc.ttr durch die neue Tabaksteuer schwer getroffen. Gleichwohl haben nur 3 Probuc w-Genossenschaften liquibiit, 1 ist in Concurs verfallen, während 7 neu^

Die Rettungsstation Dorurrurlies meloet: Am 11. Oktober von der deutschen SuffGoesina", Capltän Geyken, mir Sohlen von Schottland nach Hookfiel bestimmt, 4 Personen gerettet durch das Rettungsboot drr Station Dorumerlief. Boot 5 Stunden unrerwe^s.

Veiöxia 17 Oktober Hocbverrathsproccß gegen Breuder unb Gen ost en. In her beutiaen SBerbunblunfl vor bem R-lchsgmcht begründete ber Re>chsanwalt HoN'.ger in einer o erstündigen Rede die Anklage unb betonte, daß die Bew-ne für das Lchnldig de Anaeklaattn mit Ausnahme von Lhr.st, der ireizusprecheu seg erbracht feien unb nnar schuldig, oorbereitenbe Handlungen zum Ho-yverrath vorgcnommen zu haben. D^r Rerchsanwalt beantragte gegen bie Angeklagten Breuder, jfnjtupeit, Jacob. Kaun unb Dave je 3 Zähre, gegen Boll, Mahr. Dill.ch, Lichtenberger W° -r. straat unb Metzkow je zwe. Jahre, gegen Baum unb die Segel je 1 Jahr Zuchthaus- [träfe Es sprachen heute noch zwe. ber Venhetdiger, welche beantragten, die Ange­klagten. ba kein genügender Beweis gegen sie erbracht worden sei, von der Anklage d S Hochverraths sreizusprechen unb sie nur wegen Zuwiderhanbelns gegen die §S 128 bis 130 bes Strafgesetzbuchs zu bestrafen.

Rom, 17. Oktober. Der Einzug ber italienischen Pilger, welche an ber Jub>" läumswallsahrt theilnahmen, in die Peterskirche begann gestern Morgen 9 Ubr. Pilger sammelten sich sodann um den in der KapelleLimon Juda Egerichttten päpstlichen Thron, der von den Bannern der verschredenen italiennchen katholischen Gesellschaften umgeben war. Die Zahl ber versammelten Bilger wird aus 3000 schätzt oußerbem waren etwa 8000 Gläubige aus Rom anroejenb. Als fammtl.ehe Pilger und bie übrigen Andächtiger., welche der Feier betmoynen wollten, m d,e Pet«s- xtrche getreten waren, wurden die Thore der Basilika geschloffen. Um 12/« Uhr ver­ließ der Papst, getragen auf einer sedia geatatoria, den Batikan und e>schien unter Vorantritt des Hofstaates, von der Nobelgarde eskortirt, m der Peterskirche. 2o Kardi- näle unv viele Bischöfe waren zugegen. Der Papst wurde mit Zurufen und Tücher- schwenken begrüßt und war von dem Empfange sichtlich gerührt, Sodaru. bistieg der i Papst den Thron, neben welchem die Vertreter b:r Ariüokratic und dos diplomatische . Mrrps Aufftellung genommen hatten. Der Patriarch von Venedig verlas darauf eine . Adresse, die in gemäßigtem aber festem Sinne sich aussprach und deren Grundidee , besagte, daß Italien katholisch bleiben wolle. Der Papst antwortete stehend etwa ! Folgendes: Er sei glücklich, sich inmitten seiner italiemfchen Sohne zu sehen und ihren Trost in den gegenwärtigen Trübsalen zu empfangen.Wählend man alle Mitttl | versucht, den Glauben des italienischen Volkes zu ersticken, kommt 3U bewcifen, I daß Italien tief katholisch ist, während man sagt der Papst sei «n Feind Italiens, | verkündigt Ihr, daß der Papst der Freund Eures Vaterlandes ist. Ihr lasset sehen , und begre iet, daß die fürchterlichste Gefahr für Italien m den Versuchen der Sekten Legt, bat Katholizismus aus Italien zu verdrängen. Diese Versuch: mamfestiren sich deutlich in Rom, im Zentrum des Katholizismus; deßhalb ist für das nachjte Jahr ein großer Freimaurer-Kongreß in Rom als Herausforderung als Sturm aus den Eckstein der Kirche einberufen. Aus den jüngften Meetmgs in Italien wurde er kirnt, es sei nothwendig, das Papstthum abzufchaffm.",. Der Papst erwähnte sodann der Gründung antiklerikaler Kreise und sagte die anfänglich zu Gunsten der Religion des Pavstes gemachten Versprechungen würden durch die Thatsachen bementirtIch kun- dige diese Gefahren der katholischen Wett an Wachet, betet, bildet Vereine! Zaget, daß die Freiheit und Unabhängigkeit des Papstes nothwendig ist für das ganze Uni- versum! Ich werde nicht aufhören, in diesem Sinne zu kämpfe». Bleibe Niemand ; unthätig unb gleichgültig gegenüber blesem Stande der ®tiige; den weder ick noch irgend einer meiner Rachfolger jemals annebmen werden Der Papst, Euer Vater, , lebt inmitten der Feinde; seine Autorität wird von einer ungesitteten Presse gering- geschätzt; man droht selbst, den Vatikan zu okkupiren, um den Papst zu härterem | Gefängnisse oder zum Exil zu zwingen." Der Papst schloß seine Ansprache indem er | Alle zum Kampfe anfeuerte und sagte: Unsere Waffen sind geistige Waften. Wir werden siegen. Ich segne Euch und in Euch auch Italien, unser Vaterland.

Die Stadt ist vollkommen ruhig. Der Empfang der Pilger war gegen 2 Uhr

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