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für Nebraska die niedrigste Durchschnittsziffer mit 74 hat Kansas. — Die Tabaksernte ist in Folge der trockenen Wittenir-g etwas geringer, als im vorigen Jahre.
Amerika.
Washington, 16. August. Nach dem Bericht des landwirthschz lichen Departements per 1. d. Mts. stellt sich der Stand des Frühsahröweize aus 81 gegen 88 im vorigen Jahre. Die größte Verminderung zeigen Im und Illinois, eine kleine Verminderung Minnesota. NebraSka und Kalffornie, eine Vermehrung weisen Wlskonsin und Neu-England aus. Die Ernte Dakota ist ziemlich gut, das mit Weizen angebaute Terrain ist viel große als bisher. — Der mittlere Stand der Maisernte ist 77 gegen 90 im voi gen Monat und gegen 98 im vergangenen Jahre. Die hauptsächlichste Ve rtngerung zeigt sich in den nördlichen Staaten, die größten Durchschnittsziffer . . sich mit 95 für Wiskonfin und 9
Lokales.
Gießen, 18. August. Wir haben unsere gestrige Notiz dahin zu berichtigen daß Gi-ßen nicht den 13., 15., 59. und 65. Preis, sondern den 12., 31., 4 ) und 42 erhielt. Zu bemerken .st hierbei noch, daß der mit dem 12. Preis geklönt: Turner das Unglück hatte, beim Älimitcn feuchte Hände zu bekommen, wodurch er ei, nur bis zur Punktzahl 3 brachte, während dersrl-e sonst stettz 10 Punkte machte. Andernfalls hatte Gießen den 2. Preis erhalten.
Aus dem Rheingau, 13. August. Die Besteigung unseres so schön gelegenen und )o viel besuchten Niederwaldes wird hoffentlich recht bald erleichtert werden. Es sind nämkick augenblicklich zwei Projecte im Gange, Eisenbahnen auf denselben zu führen. Eine Gesellschaft beabsichtigt, von AßmannShausen auS eine Drahtseilbahn anzulegen; sie hat bereits die Ge nehmtgung zu den Vermeffungsarbeiten erhalten, die auch schon begonnen haben. Nun kommt «lne ankere Gesellschaft und will von Rübesheim aus eine Zahnradbahn auf den Niederwald n‘ Gctßenbeim, von besten Bahnhof aus eine Bahn nach dem Niederwald sicherlich te'chter als von AßmannShausen und RübeShetm auS, anzulegen wäre, sich in dieser Angelegen h«tt so ruhig verhält, ist auffallend. ' 5 ö
blanker Waffe aufgestellt und verhinderten dadurch, daß sich d e Massen nach em cm Punkte concentriren konnten. Mehrfach mußten einzelne Gruppen, die sich den Anordnungen der Polizei nicht fügten, mit Säbelhieben auseinander getru-ben werden. Dabei wurden Schutzleute mit Steinwürfen empfangen, ohne daß jedoch erheblich Verletzungen vorgekommen wären. Derartige Scenen spielten sich bi5 10 Vr Ufoi nr der Reisichläger-, Papen-, Langebrück-, Mönchen- und Dreiten-Stratzen zu wiederholten Malen ab. Im Ganzen machte der Krawall den Eindruck gänzlicher LhoiHelten. Theilweise wurde, wie immer in solchen Fällen, gegen das energische E'nschreltell der Sicherheitsbehörde stark opponirt. Eigenthumsbeschadigungen kamen nicht vor."
Köln, 15. August. Unter dm jungst erschienenen Handelskammer- Berichten gebührt ein hervorragendes Jntereffe dem Jahresbericht der Handels- kammer zu Köln, der sich in ausführlicher Weise über unsere handelspolitische Situation äußert. Die Vertreter der rheinischen Metropole beklagen lebhaft die Beschränkung des deutschen Ausfuhrhandels, den die in Deutschland und anderen europäischen Staaten eingetretene zollpolitlsche Reaclion nach sich zu ziehen droht.
„Ob und wie lange", heißt es darüber, „die exportfähige und exp.rlbe- dürftige Industrie Deutschlands, sowie auch die der übrigen zu einer sigen. nationalen Handelspolitik zurückgekehrten Staaten eine solche Erschwerung und Hemmung des gegenseitigen Verkehrs wird ertragen können, muß die Erfatrung lehren. Wir vermögen auch heute noch unsere Zweifel daran nicht zu mter- drücken, daß aus diesem Wege eine günstigere Gestaltung der Lage der Industrie zu erreichen sei und wir leben der Hoffnung, daß die Ergebnis der Schutzzollpolitik von selbst schon zu einer befferen Würdigung des üitemtto* nalen Verkehrs, sowie zur Wiederherstellung erleichterter Verkehrsbeziehrngen zwischen den an den früheren Handelsverträgen betheiligten Staaten demnächst führen werden. Welchen unmittelbar und rasch belebenden Einfluß eine Steigerung der Bezüge des Auslandes zu äußern vermag, dafür liefert die im Herbste des vorletzten Jahres Plötzlich heroortretende Nachfrage Nordänerikas nach den verschiedenartigsten europäischen Erzeugnissen einen schlagendeEeleg. Mit deren Nachlaffen kehrte jedoch die frühere Erschlaffung mehr oder deniger zurück, und die, welche bereits dem Anbruche einer neuen wirthschafrlich i Aera als dem Ergebniffe des neuen deutschen Z?lltarifes entgegenjubelten, nd inzwischen durch den wetteren Verlaus der Dinge darüber wohl belehrt üorden, daß dem nicht so gewesen ist und daß die verheißenen Segnungen derlneuen Zollpolitik noch aus sich warten lasten."
Ueber die Wirkungen deS neuen Zolltarises heißt es an einer aderen Stelle des Berichts:
,So wenig wie der vorübergehende Aufschwung in verschiedenen adu- strtezweigen während der ersten Monate des Jahres 1880, wie wir l reits oben bet der Besprechung der Handelsbeztehungen zu fremden Staaten c deuteten, als ein Erfolg der neuen Zollpolitik anzusehen war, ebenso wenig L6en, soweit unsere Wahrnehmungen reichen, die Verheißungen sich erfüllt, welck bezüglich einer ausreichenden Beschäftigung und eines befferen Verdienstes tr in der Industrie rc. thätigen Personen, an die Erhöhung der Eingangszöl geknüpft wurden. Dem gegenüber ist nun wohl darauf hmgewtesen worden daß jene heilsamen Folgen erst nach längerer Wirksamkeit des neuen Zolltan zu Tage treten könnten, auch daß ohne die Einführung der Schutzzölle die!age der deutschen Industrie eine noch viel ungünstigere sein würbe. Eta B?eis für beide Behauptungen ist selbstverständlich nicht zu erbringen. Wir Den beide in Zweifel. Unzweifelhaft ist es dagegen andererseits, daß sowohldie Preise der nothwendigsten Lebensbedürfnisse, als auch die sonstigen Zaken dienenden Rohstoffe und Halbfabrikate entsprechend vertheuert wurden Uubtort den weniger bemittelten Klaffen eine erhebliche Consumttonsabgabe, welche «ch den Klaffen- und Einkommensteuer-Erlaß nur zu einem sehr geringen Tile ausgeglichen wird, auferlegt worden ist, hier gewisse Industriezweige, wie z b. das Mühlengewerbe und einzelne Zweige der Texttl-Jndustne, an ihrer (>n. currenzsähtgkeit auf dem Weltmärkte Einbuße erlitten haben. Als Ersatz hierr ist dem Mühlengewerbe eine Erhöhung des Eingangszolles von Mehl, er Wollenweberei eine solche von wollenen und halbwollenen Kieldeistoffen z e- standen worden. Beide Industriezweige werden also darauf angewiesen, ir die Einbuße, welche sie in Folge der neuen Zollgesetzgebung an ihrem Ab je in das Ausland erlitten, sich aus dem inländischen Markt schadlos zu ha a. Soweit diese Zollerhöhungen eine Preissteigerung der betr. Waare im Jnlc >e zur Folge haben, ist diese selbstverständlich wiederum von den deutschen Co t- menten zu tragen. Wir haben auf diese Consequenzen der zur Geltung gel b Mlnen Zollpolitik in unserem Jahresber-chte für 1878 leider ohne Erfolg I- gewiesen, und wir sehen voraus, daß im nächsten Jahre andere Klass, n n Industriellen aus gleichem Grunde Erhöhungen der Elngangszölle von ü 1 Fabrikaten beanspruchen werden. Schließlich werden bann auch wohl die • lumenteu ihren Gefühlen Luft machen unb unter Hinweis auf bie gestrige, t Ausgaben für Nahrung, Kleibung unb sonstige Lebensbebürfnisse um ctne * rückfichttgung auch ihrer Interessen Regierung unb Reichstag angehen."
Schweiz.
Bern, 15. August. Anläßlich bes augenblicklich in ber französisc unb schweizerischen Presse herrschenden Streites, ob ber Simplon- ober Montblanc-Durchstich vorzuziehen sei, würbe in ber Genfer „Tribüne" Frage gestellt, ob man habet nicht Italiens allzusehr vergesse, ob basselbe n auch ein Wort bazu zu sagen habe? Glaube man vielleicht seine Zustimmu seine Beiträge, seinen guten Willen entbehren zu können? Wisse man, ob den Simplon- ober ben Montblanc-Durchstich vorziehe? Aus btese gra> wird in betn oben genannten Blatte nun bie bestimmte Antwort ertheilt, b was den Montblanc anlange, die Alpendurchstich Frage für Italien längst e schieden ist, indem, wie eS aus ganz sicherer Quelle erfahren, Italien c „militärischen Gründen" unter jeder Bedingung gegen einen Montbla Tunnel ist.
A bei i
Telegraphische Depeschen.
Wolfs'S telegr. Korrespondenz - Bureau.
Berlin, 17. August. Fürst Bismarck begab sich heute nach seinem Familiengute Schönbaufen.
Stettin, 17. August. Gestern Abend wiederholten sich die tumullua» rischen Scenen, indem eine große Menschenmenge sich unter den bekannten Rufen durch die Straßen ber Stabt bewegte. Polizei unb Militär schickten gegen bte Ruhestörer ein und nahmen zahlreiche Verhaftungen vor. Elgen- thumsbeschädigunaen sind nicht zu constatiren.
Stettin, 17. August. Von authentischer Seite wird mttgetheilt: Am 15. und 16. ds., Abends gegen 7 Uhr, sanden Zusammenrottungen von Volkshausen statt, die i durch die Polizeweamten thecks mit blanker Waffe auseinander getrieben werden mußten, I da der Verkehr vollständig gestört war und durch Geschrei, Pfeifen rc Unruhen ocr- ; ursacht wurde. Aus den Volkshaufen wurde auf die Polizeibeamten mit Flaschen und ! steinen geworfen. Die städtische Feuerwehr unterstützte m ancrkennenswerther Weise i die Polizeibehörde, auch wurde bie hergestellte Ruhe durch MilitäiPatrouillen gesichen ! Zerstörung von Eiaenthum hat nicht stattgefundcn. Der Unruhe ging das Gerücht ■ voraus, das Eigenthum jüdischer Eingesessener würde demolirt werden. Am 15 mmben 19 Personen und am 16. 29 Personen festgenommen.
Kiel, 17. August. Durch EabinetSorbre von gestern ist bte Entsendung ber Coroette „Elisabeth" nach Ostasten unb ber Corvette „Carola" nach Au- stralten befohlen worben. — Se. König!. Hoheit Prinz Heinrich ist nach Been- digung sewes Urlaubs wteber hier etngetroffen.
Wien, 17. August. Die „Presse" meldet aus Konstantinopel: Der Botschafter v. Caltce wurde verständigt, baß ber Sultan einen Jrade, welcher ben Ausbau ber Bahnlinien Konstantinopel - Buba - Pesth genehmigt, unter- zeichnet habe.
Ischl, 17. August. Das kronprinzltche Paar ist gestern Nachmtttag augekommeu. — Der Kaiser stattete gestern bem Fürsten und ber Fürstin von Serbien einen längeren Besuch ab, ben Fürst Milan unb Gemahlin später er- widerten. Zu bem heutigen Galabiner bei dem Kaiser haben das serbische Fürstenvaar unb bte Großfürsten Sergius unb Paul Einlabungen erhalten.
Paris, 17.2hißU|i, früh. Nachdem Gambetta die Wahlversammlung in Charonne gestern Abend verlassen hatte, versuchten 3 oder 4 andere Redner das Wort zu ergreifen, die meisten Anwesenden verließen aber sofort das Local, die Redner standen im leeren Raum. Das Wahl-Comite des 20. Arondissements wird morgen eine Proklamation an die Wähler erlassen. — Die „Agence Haoas" meldet: Gambetta wurde Anfangs, bei seinem Eintritt m das Local, mit fast einstimmigen Beifallsrufen begrüßt, auch wurde in ganz regelrechter Weise ein Bureau mit Metivier als Präsidenten constttuirt. Der Tumult entstand erst später und ging von etwa 300 bis 400 Gegnern Gambetta's aus. Auch war nur ein Theil des Saales erleuchtet, wodurch bie Unorbnuug begünstigt wurde.
Pari-, 17. August. Das rabikal-republtkanische Comit^ von Belleville tabelt in einer heute veröffentlichten Protest-Manifestation energisch bie Urheber ber Unoibnungen in ber gestrigen Versammlung in Charonne unb spricht die Hoffnung aus, baß alle w chren Republikaner Gambetta rächen werden, indem sie ihm ihre Stimmen geben.
Petersburg, 17. August. Der „Regterungsbote" theilt anläßlich einer von ber Zeitung „Strcma" gebrachten Meldung aus Saratoff mit, in ber Nacht auf ben 19. Mai wären in dem Kasernenhofe zweier bort emquar- tierter Infanterie-Regimenter aufrührerische Proklamationen gefunben worden, welche übrtgenS von den Soldaten ihren Vorgesetzten überreicht worden seien.
Washington, 17. August. Die Umgebung des Präsidenten ist em wenig beruhigter in Folge des von ben Aerzten an ben Tag gelegten Vertrauens , welche sagen, baß eine unmittelbare Gefahr nicht vorliege. Die außerordentliche Schwäche bes Präsidenten unb die Schwierigkeit, Nahrung zu sich zu nehmen, welche eins Zunahme ber Kräfte verhinbern, flößen aber in Allgemeinen noch große Besorgniffe ein.
Franks^ sss ,j.hr eine We L in W fit uns ereab«11" Ansst-llun« '
Strinhnln. ®el von Cronberg.
Was d" b«8 d-s ent» lange Beit, ' Ertravergütun6 abscknallen a>> können wirklich emvseblen nnb Mrd « möchte, die einzi -
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9?aritlla, Ohio- )3int, Ntw-Yvl! PbNadrlpbia P- 22. Mai 1881, 1881, Buffalo, S 1881, Brooklyn, am 24. Juni 181 6. Mi 1881, G'
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- Dech Etrninais, tonbe man sie gern baji ver'chaffen. Sud -kbm ihnen schlief 61fä|jtrin ober Fi bie in solche Stell eenen, welche boii die Beköstigung be mehr Ansprüche a:
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Darmstadt, 16. August. Seine Königliche Hoheit der Großherzog hatten da« Gtück- heutc früh 5’/2 Uhr In der Oberförfteree Viernheim einen Hirsch von ungerad zwanria End« zu schießen.
Darmstadt, 16. August. Der Ministerialrath Neuling von hier ist auf dem Riai- Kaltbad In Folge eineö Schlaganfalles gestorben.
Frankfurt, 17 August. Gestern zog eine Zigeunerschaar auf sechs Wagen durch hiesige Gemarkung. Eine der Zigeunerinnen grnaß auf der Route eines Knabletns, was der Vater den Vorübergehenden zeigte unv um etwas Lumpen, dasselbe zu bekleiden, bat Unfeie Sachsenhäuser jammerte auch das Zigeuneikind. „Ist es ja doch ein Mensch"', sag^ einer, „wenn auch em Zegeunermensck", und sie gingen hin und fanden der Kleiver, Windell und Decken genug, um dem Hcimathlosen seine Blöße zu bedecken. Die Hände über' den Kopf schlugen sie aber zusammen, als sie tie junge Mutter wohlauf am Wagen fißtnb und rote Gurken essend fanden e *
Frankfurt, 15. August. Vorige Woche schickte ein jetzt in Gießen wohnender Herr an einen hier wohnenden Freund zwei Pfandscheine unb eine Geldsumme von 600 mit der Bemerkung, die auf den Papieren verzeichneten Gegenstände mit dem Gelde bei dem städreschei Pfandhause auszulösen. Der gewiffenhafte Freund kam der Bitte noch, löste bie Sachen aut unb — hierzu hatte er aber keinen Auftrag — verkaufte sic. Mit dem Erlöse, der die Summt von 600 weit überstieg, machte er sich alsdann davon und ließ dem in Gießen ungeduldi. Harrenden das Nachsehen.
— Während bie königliche Eisenbahn-Direction zu Frankfurt in ihrer Lonferenz mtt ben ÄerkehrSintercfsenten am 25. Juni b I. eS ablehnte, ben Antrag der Handelskammer Offenbach auf Anbringung von Fenstervorhängen in den Personenwagen 3. Eiafse Folge zu geben und lediglich Die Frage als für ben Neubau von solchen Personenwagen näherer Siwägun; werth bezeichnet, wird jetzt auS Berlin gemeldet, daß auf der ebenfalls unter königl. Dlrection stehenden Btrlin-Potsdam-Magdeburger Eisenbahn die Soupefenster der Eisenbahnwagen dritter ^offe seit einigen Tagen mit Vorhängen aus dunkelgrüner Leinwand versehen sind/' So der „Berliner Actionär" vom Samstag, 13. August, der dieser Mittheilung folgenden zjunict) hinzufügt: „Hoffentlich werden nunmehr auch die anderen Bahnen dies.m Beispiele


