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um Annahme der Vorlage. Fürst Bismarck erklärt: Die Ausführungen Camphausen's trugen den Character politischer Färbung, ein gütiges Geschick Hal denselben von den Geschäften abberufen, die er fortzuführen sich außer Stande fühlre. Wenn Camphausen die frühere und die jetzige Finanzwirthschaft mit einander verglich und den jetzigen Finanzminister stark angriff, so hat er durch seine heutigen Ausführungen zugleich die schärfsten Angriffe gegen seine ugene Verwaltung gerichtet, er hat das Finanzministerium berabgewirthschaftet, wie man ein Gut herabwirthschaftet, das man nicht wieder empor; oringen kann. Ich bin nur im Stande der Abwehr und suche keinen Streit, ich kann mir aber nicht gefallen lassen, daß man die über die Aera Camphausen bestehenden Fictionen gegen uns ausbeutet. Camphausen hatte die sieben fetten Jahre und es war rein Joseph da, der ihm die sieben mageren prophezeien konnte. Camphausen hat uns niemals positive Vorschläge gemacht und schließlich ein abgewirthschaftetes Ministerium eine beneficio inventarii hinterlassen. Ich hegte schon im Jahre 1876 keinen Zweifel, daß wir mit einem verborgenen Deficit wirthschafteten und verlangte schon damals ein festes Finanzsystem. Camphausen war ein wackerer College, ließ aber jede Initiative eines Finanzgedankens vermissen. Die einzige Vorlage, die uns Camphausen machte, bezog sich auf die bessere Ausnutzung des Tabaks, er zog sich aber vor den ersten An­griffen Bamberger's und Lasker's zurück. Die Frage, welche uns heute beschäftigt, ist ein Glied in der Kette der Steuerreform, die Camphausen nicht mitmachen wollte; er ging, als wir in schlechtere Verhältnisse kamen. Wenn mir übrigens meine früheren CoUegen dauernd solche Schwierigkeiten bereiten, dann muß ich den Kaiser bitten, sämmtliche Actenstücke aus früherer Zeit zu veröffentlichen. Ich habe Camphausen vorn Rücktritt abzuhalten gesucht und bin ihm jetzt dankbar, daß er nicht näher auf denselben einging. Wenn Sie uns in unserem Vorgehen auf dem Wege der Steuerreform nicht hindern wollen, so bitte ich nochmals, die Vorlage anzunehmen. Camphausen er­widert, er stimme mit dem Fürsten Bismarck darin überein, daß er sich freue, nicht mehr mit ihm arbeiten zu müssen. Uebrigens habe er gegen die jetzige Verwaltung des Finanzministeriums keinerlei Vorwurf erhoben, an der Einbringung der Tabakssteuer­vorlage im Jahre 1877 habe ihn Fürst Bismarck verhindert und von den jetzt be­schlossenen Schutzzöllen habe während seiner Verwaltung Niemand mit ihm gesprochen. Von dem Briefwechsel des Fürsten Bismarck mit Bülow habe er erst durch die Zeitungen erfahren. Die heutige Auseinandersetzung sei von ihm nicht hervorgerufen worden, er habe lange Jahre in wechseloollen Lagen an der Seite des Fürsten Bismarck gearbeitet und nicht erwartet, diesen Dank zu ernten- Fürst Bismarck erwidert, er könne den Vorwurf von Undankbarkeit leicht zurückgeben, er frage, ob Camphausen ihn, oder er vielmehr Camphausen gehalten habe. Jedenfalls habe sich Camphausen bezüglich der Dankbarkeit durch seine heutigen Angriffe auf die Regierung bezahlt gemacht. Er könne nur constatiren. daß das einzige Vorgehen Camphausen's in der Tabaksoorlage be­standen, welche auf fern Andringen, nicht aus der Initiative Camphausen's heroor- gegangen sei. v. Dechend spricht gegen, Dr. Beseler für den Commissionsantrag. Darauf wurde die Generaldiskussion geschlossen. Specialdiskussion morgen.

London, 17. Fbruar. Nach einem Telegramm aub Eapetown vom gestrigen Tage hat die Regierung deS Caplandes mit den Basutos einen Waffenstillstand abgeschloffen, welcher am 18. ds. beginnen soll.

Konstantinopel, 17. Ftbruar. In Beirut ist es zwischen den Or- thodoxen und den Muselmännern zu Streitigkeiten gekommen, bei welchen zwei Orthodoxe und eine muselmännische Frau getödtet und gegen 10 Personen verwundet wurden. Die Ordnung ist wieder hergestellt.

London, 17. Februar. Nach amtlicher Meldung aus Ladysmith von heute hat General Wood mit einer aus Infanterie, Kavallerie und Artillerie bestehenden Abtheilung den Fluß Jngagana überschritten, um dem General Colley Verstärkungen zuzuführen.

Petersburg, 17. Februar. DasJournal de St. Petersb." con- statirt den großen und guten Eindruck, welchen die deutsche Thronrede überall hervorgerufen habe und hebt dabrt hervor, es mache hiernach wenig aus, wenn gewtffe Schriftsteller von mehr oder weniger Bedeutung die Uebereinstimmung durch unzeitgemäße Polemik zu stören suchten, auch sei es sehr wenig wahr­scheinlich, daß sie damit Erfolg haben würden. Was Griechenland angehe, so werde von Europa bald Alles geschehen sein, was geschehen konnte, ohne den Frieden zu stören. Daffelbe Blatt wendet sich zum Schluß gegen die von der Revue politique" gebrachten Artikel Reinach's gegen Barthelemy St. Hilaire und meint, dieselben enthielten Anecdoten, deren Absurdität klar auf der Hand liege.

General Skobeleff meldet aus Geoktepe vom 12. ds.: Die Pacifica- tion des Landes schreitet mit gutem Erfolge fort, die Zahl der zu ihren Wohn­sitzen zurückgekehrten Familien ist auf 16,000 gestiegen. Der Bevölkerung ist im Namen des Kaisers die Gewährung einer Amnestie verkündet worden. An die ärmeren Einwohner wird aus den großen erbeuteten Vorräthen Proviant verthetlt. Die Häuptlinge haben dem General Skobeleff erklärt, die Tekkin- zen hätten gezeigt, daß sie zu kämpfen verständen, sie feien aber zu keiner Lüge fähig und würden dies hinfort durch aufrichtige Treue gegen den Kaiser beweisen.

Lokales.

Gießen, 18. Februar. Gestern Abend wurde einem hiesigen Brodverkäufei ein ziemliches Quantum zu leicht befundenes Brod confiscirt. An einzelnen Leiben fehlte bis zu 200 Gramm Gewicht.

Heute Nacht spielte der Unfugteufel in Mitten der Stadt, am Neuenweg sein Wesen. Am schlechtesten kamen eine Anzahl Fensterläden weg, welche ihren gewohnten Standort wechseln mußten.

Auf das gestrigeEingesandt" betr. das armselige Aussehen von Pferden vor dem Postpacketwagen, wurde uns heute von beteiligter Seite eine Antwort zuge­sandt, welcher wir im Interesse der Person selbst die Aufnahme verweigerten Der Thierschutzverein wird sich hoffentlich der geschindeten Mähren erbarmen.

Derwisch les

D arm stadt, 17 Februar. Unter Anwesenheit Seiner Königlichen Hoheit des Großherzogs, Ihrer Großherzoglichen Hoheiten der Prinzessinnen Victoria und Elisabeth der Prinzen Heinrich und Wilhelm, Sr. Großh. Hoheit des Prinzen Alexander nebst der Prinzessin von Battenberg, Durchlaucht, des Prinzen Heinrich von Battenberg Durchlaucht, und Sr. Erlaucht des Grafen zu Erbach-Schönberg nebst der Gräsin zu Erbach-Schönberg, Durchlaucht, fand gestern Abend im Großherzoglichen Schlosse em Hofconcert statt, zu welchem etwa 270 Einladungen ergangen waren. Nachdem die Allerhöchsten und Höchsten Herrschaften um 8 Uhr die in den Assemblee-Zimmern ver­sammelten Gaste begrüßt hatten, wurde in dem ersten russischen Zimmer der Thee gereicht. Darauf begann um halb neun Uhr das Concert mit Beetboven's Ouvertüre jur Weihe des Hauses", welche von der Großherzoglichen Hoimusik unter Leitung des Hofcapellmeisters Herrn Willem de Haan mit bekannter Meisterschaft executirt wurde. Es folgte der zweite und dritte Satz aus dem Violinconcert von Mendelssohn- sie gaben Herrn Tivadar Nachoz die beste Gelegenheit, sich als ein sehr bedeutender Künstler zu zeigen; er spielte später noch zwei Zigeunertänze, die den Vortragenden auch als gewandten Compomsten erkennen ließen. Den vocalen Theil des Coneertes zu vertreten hatte Fraulem Marie Fillungcr aus Frankfurt a. M. die Ehre: die in der musikalischen Welt rühmlich bekannte Dame brachte vier Piecen,Die Allmacht" Liebestreue" von Brahms,Der Mond kommt still gegangen," von Cl. Schumann,"Die Post" von Fr. Schubert, zu schönem stilvollem Vortrag. Im Uebrigen enthielt das Programm noch Orchesternummern und zwar Menuett der Irrlichter und Sylphentanz ausLa Damnation de Faust von Berlioz, und als Schlußpiece die OuvertüreMeeresstille und glückliche Fahrt" von Mendelssohn. Nachdem das Concert selbst um 10 Uhr beendet war, conoerfirten die Allerhöchsten und Höchsten Herrschaften mit den geladenen Gasten in den Großherzoglichen Appartements, wahrend an den fünf im Wallsaale mb in der Kirchengallerie bockst geschmackvoll arrangtrten Büffets Erfrischungen aller Art geboten wurden. Um 1 Uhr erreichte das glänzende Fest sein Ende. (D. Z.)

1 Kassel. Zwei Leute, welche angeblich Matrosen waren und von denen der eine sichSauer * I nennt, machen ein Gewerbe daraus in Wirthschaflen rc. junge Leute zu veranlassen, sich Figuren, wie Schiffe, Adler rc. in der Art, wie man es bei Matrosen häufig findet, auf die Slime ägen ju lassen; die Haut wird mit einer Nadel oder einem anderen spitzen Instrument durchstochen und aledann eine farbige Flüssigkeit, angeblich chinesische Tusche, auf die Stellen eingeneben. Einem jungen Manne ist dies jedoch übel bekommen, denn sein wie oben angeführt behandelter Arm schwoll nach wenigen Stunden stark an und die Mutter des Genannten ließ ihn sofort nach dem Landkrankenhaus bringen, wo der Arzt eine Blutvergiftung konstatirte. Die Ampu­tation des Armes konnte den Unglücklichen nicht mehr retten und ist derselbe am Mittwoch seinen qualvollen Leiben erlegen Möchte dieser traurige Vorfall Anderen zur Warnung dienen.

Paris. Der Minister für Ackerbau und Handel hat an die Präfecten folgendes Rund schreiben gerichtet:Februar 1881. Herr Prüftet! Die Verwaltung ist auf die Gefahr auf­merksam gemacht worben, welche der öffentlichen Gesundheit durch die Verwendung der Sa licylsäure zur Erhaltung von festen oder flüssigen Nahrungsmitteln gebracht werben kann Ich habe die Frage dem deiräthlichen Ausschüße für die öffentliche Gesundheit Frankreichs unter­breitet. Der Ausschuß hat, nachdem er eine gründliche Prüfung dieser Frage vorgenom,nen und namentlich in dem Laboratorium des Gemeindralyes der Stabt Paris mehrere Erzeugniße welche Salycilsäure enthielten, analysirt hatte, erkannt, daß diese Substanz nicht tzlos durch Die unmittelbaren Wirkungen, die sie auf den Organismus übt, sondern auch durch mittelbare Wirkungen gefährlich sei, weil sie die betrügerische Einführung anderer nachtheiliger oder wenigstens ungesunder Substanzen, besonders in die Weine aus trockenen Beeren und ins Bier gestattet. Der Ausschuß gelangt zu dem Schluffe, baß jedes feste Nahrungsmittel oder jedes Getränk, welches eine gewiffe Quantität Salicylsäure ober eines ihrer Derivate enthalt, als verdächtig zu betrachten und daß dec Verkauf derselben zu verbieten sei. Diese Ansicht, welche mir in allen Punkten begründet erscheint, zeigt der Verwaltungsbehörde, als der Wächterin des Wohles der öffentlichen Gesundheit, die Richtschnur für ihre Pflicht an. Ich fordere Sie demnach auf, >n dem Amtsbereiche Ihrer Präfcctur einen dem beigefügten Formulare entsprechenden Beschluß zu fassen, durch welchen der Verkauf jedes, gleichviel ob festen oder flüssigen Nahrungs mittels verboten wird, das irgendwelche Quantität Salicylsäure oder eines ihrer Derivaie enthält. Sie haben Ihrem Erlasse die größte Oeffentltchkelt zu geben und die Herren Jnipec- torcn der Pharmacie aufzufordern, bei Gelegenheit ihrer Rundreisen sich darüber zu vergewissern, daß die ihrer Aufsicht unterworfenen Stoffe von Salicylsäure frei sind.

Tübingen, 11. Februar. Ein Studirender der Naturwissenschaften aus Reichenbach in Baiern, welcher durch eine gefälschte Matrikel die ihm zuvor verweigerte Jnscnption an der hiesigen Universität zu erlangen suchte, wurde derTübinger Ehr." zufolge, nach Entdeckung der Fälschung vorgestern verhaftet und dem Gericht übergeben Derselbe wird wegen Fälschung einer öffentlichen Urkunde voraussichtlich der hiesigen Strafkammer zur Adurtheilung überwiesen werden. Gestern wurde hier ein preußischer, vom Staatsdienst aus,,ejchlossener ehemaliger Referendar Namens Gustav Buch von Johnsdorf in Schlesien, der durch falsche Vorspiegelungen von hiesigen Studirenden Unterstützungen zu erschleichen suchte, fcstgcnommcn und dem f. Ober: amt übergeben. Derselbe befand sich in ziemlich herabgekommenem Zustand.

Hünfeld. Ein heitere Teufelsgesch'.chte hat sich vor Kurzem m unserem Kreise zuge­tragen. Bei einer allein wohnenden Wittwe in einem Dorfe, welche einige Tage vorher 3600 vM eingenommen hatte, erschien Nachts 12 Uhr ein leibhaftiger Teufel und verlangte das Geld. Die Frau bemerkte ihm, daß sie nur noch 6UU Jl. habe, da sie 3000 bereits auf die Sparkasse in Fulda gebracht. Es wurden ihr nun die vorhandenen 600 Jt abgenommtn, die sie willig hergab, und bedeutet, sofort den anderen Tag auf der Sparkasse Die 3000 Jt zu holen, sonst sei es um sie geschehen der Teufel werde Punkt 12 Uhr in der folgenden Nacht wieder erscheinen. Die Frau wandert gen Fulda, erfährt aber zu ihrem größten Schrecken auf der Sparkasse, daß ein so hoher Betrag vorschriftsmäßig gekündigt und dann erst nach dr>i Monaten ausgezahlt werden könne. Ihre Ängst war Darob sehr groß und sie entfdiliem sich, ihr Leid dem Landrathe zu klagen Dieser beruhigr sie und räth ihr, sich ruhig ins Bett zu legen und den Teufel zu erwarten, das übrige werde sich finden, iffiie derselbe um 12 Ubr wieder erscheint, bemerkt ihm die Frau, daß das Geld erst in drei Monaten beschafft werden könnte, womit er zufrieden war und pünktlich wiedeizukommen erklärte, und wenn dann das Geld nicht da wäre, so nehme er sie mit. Plötzlich abei ertönten Stimmen: Teufel! wir wollen dich mitnehmen und zwei versteckt gewesene Gensdarmen packten ihn fest. Bei näherer Besichtigung war der vermeintliche Teufel ein übelberüchtigtes Subjekt des Dorfes, daS sich in eine Rindshaut gesteckt hatte. Die 600 «*L fanden sich noch größtentbeils vor uno wirv dc. Bursche wegen Bedrohung und Erpressung seine Strafe demnächst empfangen.

sEine Wrangel Anekdote.j Ärangcl inspiclrte eine Truppen-Adtheilung. Die Manöver gingen schlecht. Nach denselben versammelte er die Officiere um sich und hielt folgende An­sprache an sie:Meine Herren! Ich habe mir sehr gefreut, Ihnen Allen so wohl zu ftbcn! Das ts aber auch das Einzige, worüber ich mir gefreut habe!" Sprach's und ritt davon, di: versteinerten Officiere zurücklassend.

sEine vierfache Kindesmörderin im Alter von 16 Jahren.j Die Maurerstochter Regina Wehvanner von Ober-Deg^enbach (Niederbayern) dürfte wohl als Unicum in der Ver - brecbertoeU figunren- Noch nicht 16 Jahre alt, bringt sie innerhalb 43/4 HRonaten nacheinander vier Kinder mit einer Härte, Grausamkeit und einem Raffinement um'S Leben, die ihres gleichen suckt. Während der Zeit vom 2 April bis 17. August vorigen Jahres war dieselbe als Kinds magd theiks zu Holztraubach, theils zu Eggersdorf bedienstet und hier hat sie jedesmal die Kinder ihrer Dienstfrau um's Leben gebracht, nur uni wieder schnell in einen anderen Dienst zu kommen. Die Art und Weise der Verbrechen läßt sich nicht näher beschreiben es sei hier nur angedeutet, daß sie den Kindern Holzstückchen in verschiedene Theile Des Unterleibs schob, in Folge dessen die Kinder schon nach wenigen Tagm eine Beute dc8 Tooes wurden. Das Straubinger Landgericht hat dieses weibliche Scheusal am 4 d. M. zu 8 Jahren Gefängmß verurthetlt und kam ihr hierbei ihre große Jugend als Milderungsgiund zu Statt n. Als sie in's Gefängniß abgeführt wurde, äußerte sie:Ich Lin froh, jetzt brauch' ich doch keine Kindsmagd mehr zu machen."

Die Prämien des ,,Lahrer Hinkenden Boten1' für 1881 vcrtheilen sich wie folgt: 1. Prämie 300 Jt Nr. 37,077, 2. Prämie 180 JL Nr. 80,935, 3. Prämie 150^ Ne 29 153 4. 120 354,760, 5. 100 91.829, 6. 90, 305,302,

7. 77 12,298, 8. 60 273,514, 9. 30 168,441.

SetiilFeberieiit. Mitaetheilc von Dem Agenten dcS norddeutschen dlotb. <5. W. Dietz in Gießen

Bremen, 16. Februar Der PostdampferDonau", Eapitän R. Bussius, vom Norv- deutschen Lloyd in Bremen, welcher am 5. Februar von Newyork abgegangen war, ist gestern 11 Uhr Abends wohlbehalten in Southampton angekommen und hat nach Landung der für dort bestimmten Passagiere, Post uno Ladung 12 Uhr Nachts die Reise nach hier fortgesetzt Der­selbe überbringt 51 Passagiere und volle Ladung.

Handel und Verkehr.

Herborn (an der K5ln-Gießencr Eisenbahn), 14. Februar. Auf den heutigen hiesigen Markt wurden gebracht: 387 Ochsen, 145 Kühe und Rinder, 508 Schweine. Der nächste Markt ist am Donnerstag, den 10. März 1881.

Irislybiicker in Gießen.

Sonntag, den 20. Februar. Christian Faß, Neue Bäue. LouiS Kämmerer, Seltersweg.

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Kirchliche Anzeigen

der evangelischenGemcinde zuGießen.

Gottesdienst:

Sonntag, den 20. Februar.

Morgens 91 /2 Uhr: Pfarrer Dr. Naumann.

Nachmittags 5 Uhr: Pfarrer Schlosser.

Freitag, den 25. Februar, Abends 6 Uhr, im Gvmnafium: MisfioaSstunde Pfarrer Schlosser.

Die Psarrgeschäfte für die Woche vom 20. Februar bis 26. Februar besorgt

Pfarrer Dr. Naumann.