gaben folgende Maßregeln beabsichtigt: Abschaffung aiS unnütz betrachteter Milttärdtftrtcte, Einschränkung des Personals der Kanzleien und Verwaltungen des Milträrrefforts, Verminderung des Truppenkontingents in Friedenszeiten, Abschaffung einiger Mttttäranstalten, Einstellung der Gehaltszahlung an auf 11 Monate beurlaubte Generale, Aufhebung verschiedener Milttärcommisstonen, endlich Einschränkungen deS Personals des Martneministertums und Herabsetzung der Gehaltsraten für dasselbe. Ein hierauf bezüglicher Gesetzentwurf solle demnächst dem Staatsrathe vorgelegt werden.
Jahresbericht des Laudespferdemchtveceins pro 1880.
Erstattet in der General-Versammlung zu Oppenheim am 10. April 1881.
Von Freiherr v. Schaeffer-Bernstein.
Geehrte Versammlung! Wenn wir heute mit Genugthuung auf die vielseitige Anerkennung Hinweisen dürfen, die unseren Erfolgen von competenten Beurtheilern geworden, so sind wir doch keineswegs dadurch beirrt in der Ueberzeugung, daß die Aufgaben, welche wir uns bei Gründung des Vereins stellten, bei Weitem noch nicht gelöst sind, sondern ihre Lösung höchstens eingeleitet ist.
Bel der nachfolgenden Schilderung der Vereinsthätigkeit im verflossenen Jahre halten wir uns an die in unseren Statuten als Hauptmittel zur Erreichung des Verems- zweckes aufgestellten sechs Sätze:
1. Prämiirung von Mutterstuteu und von Fohlen.
Die Anerkennung guter Leistung ist vornehmlich auf dem Gebiete der Pferdezucht als ein Haupthebel zur Aneiferung bekannt.
Blicken wir nur auf die Erfolge, welche durch Anwendung desselben in Staaten mit heute lucrativer Pferdezucht erzielt worden sind, so muß uns jeder Zweifel an der Berechtigung schwinden, die Durchführung eines zweckentsprechenden Prämltrungssystems auch für uns als Hauptaufgabe obenan zu stellen.
Da, wo eine Wandlung in der Zuchtrichtung oder die Verbesserung des vorhandenen Pferdematerials erzielt werden soll, bedarf es eingreifender Maßnahmen, die durch Bieten eines reellen Vortheils oder durch moralische Einwirkung geeignet sind, Interessenten für das Zuchtziel zu gewinnen.
Diesen Forderungen entspricht das Ihnen bekannte Prämiirungssystem unseres Vereins; doch lehrte die Erfahrung bei Anwendung desselben während der letzten drei Jahre, daß seine Ausdehnung nur bei fortgesetzter Verbesserung des Pferdebestandes des Landes, selbst bei Verfügbarkeit einer größeren Anzahl von Prämien möglich sein wird; denn unsere Prooinzial-Commissionen zur Auswahl von Vereinsstuten konnten bisher nur mit Schwierigkeit eine verhältnißmäßig kleine Anzahl vorzüglich zur Nachzucht sich eignender Stuten ausfindig machen. Vieliach stößt man dabei noch auf das Vorurtheil der Züchter, welches sie fürchten läßt, sich Verbindlichkeiten durch das Anmelden ihrer Zuchtstuten als „Vereinsstuten" aufzuladen, währenddem hiervon doch durchaus nicht die Rede sein kann; da die Berechtigung zu dem ratenweisen Bezug von 200 X für 4 aus derselben „Vereinsstute" gezüchtete Füllen an gar keine Bedingung geknüpft ist.
Die Auszeichnung, welche durch die Aufnahme der betreffenden Stute in das Vereinsstutenregister dem Besitzer wird, dürfte mit der Zeit immer mehr als ein Vor- theil an und für sich anzusehen sein und wir constatiren hier, daß einige angesehene Züchter auf die Auszahlung der Geldprämie Verzicht leisteten, die dann den Besitzern von sog. Reserve-Vereinsstuten zugewendet werden konnten.
Von den 32 im ganzen Lande auszuwählenden Vereinsstuten, von welchen 12 auf die Provinz Starkenburg, 12 auf Oberhessen und 8 auf Rheinhessen entfallen, waren 22 definitiv in das Register ausgenommen.
Im Ganzen haben 17 Stutenbesitzer Prämien erhalten, 5 bereits die 1. und 2. Rate, 12 die 1. Rate. Zwei Vereinsstuten haben m den letzten 2 Jahren nicht gefohlt und 3 wurden im Laufe des vorigen Jahres neu angemeldet
Die Zahl der Prämien zu vermehren, liegt in der Intention des Vorstandes, nachdem die etngeleitete eingehende Sichtuna des Stutenmaterials hierzu den nöthigen Anhalt bietet. Es ist zu dem Ende an die Directorien und Vorstände der landw. Vereinsbezirke das Ersuchen unsererseits ergangen, gelegentlich bei Bezirksschauen durch Sachverständige eine Classification der vorgeführten Zuchtstuten vornehmen zu lassen.
Die hieraus resultirenden Register sollten unseren Commissionen zur Auswahl von „Vereinsstuten" als Material hierzu mitgetheilt werden.
Dieser Schritt hatte zur Folge, daß im Kreise Lauterbach sofort drei Schauen abgehalten wurden, deren Ergebniß die Aufstellung der Nationales von 99 Stuten war, die in 4 Classen eingetheilt sind; darunter befanden sich zwei mit la und 12 mir I bezeichnete Thiere.
Außerdem wurde im Kreise Heppenheim zu Mörlenbach eine derartige Schau abgehalten, worüber uns jedoch keine derartig detailirteren Angaben vorliegen.
An anderen Otten wird gewünscht, daß mit diesen Stutenschauen sofort eine Prämiirung verbunden werde, wozu wir unter Umständen die Hand bitten wollen und dürfen dabei auf das geneigte Entgegenkommen und die Unternützung der Großh. Behörden und der Vorstände der landw. Bezirksvereme rechnen und hoffen mit deren Hülfe auch in genannter Richtung zum Ziele zu kommen. Wir ergreifen gerne hier die Gelegenheit, unseren Dank für das bereits Geleistete auszusprechen und erwähnen besonders die neuerdings erfolgte Bewilligung von 200 X durch den Bezirksoerein Giegen zu genanntem Zwecke.
2. Die Prämiirung bei Pferdemärkten und Pferdeschauen konnte auch im vergangenen Jahre wieder in der im Verein gebräuchlichen Weise stattfinden.
Zu der in der Provinz Oberhessen zu Butzbach am 9. und 10. August abgehaltenen Feier des landw. Provinzialoereins gab der Verein 150 x.
Die hier vorgeführten Pferde und Füllen gaben durchweg Zeugniß von guter Wartung und vorgeschrittenem Verständniß der Züchter und es verdient besonders hcrvorgeboben zu werden, daß bei dieser Gelegenheit das verniehtte Interesse für das Pferd sehr auffallend zu Tage trat; indem von den vom Festcomite ausgesetzten Prämien für Rindvieh rc. das Erübrigte den Pferden zuerkannt wurde. Auch dürfen wir nicht unterlassen, des ftatigehabten Wettrennens zu erwähnen, welches sich durch lebhafte Betheiligung und besonnene, ruhige Durchführung sehr vortheilhaft auszeichnete. Es ist dies ein Beweis, daß in Gegenden, wo in gewissem Grade ein cavalleriftischer Geist herrscht, eine derarttge Prüfung der Leistung zu Pferde ganz am Platze ist; während in anderen Gegenden dem Wettfahren, sei es im langsamen Zug oder tm Trab, eine vermehrte Berücksichtigung gebühren möchte.
Anknüpfend hieran wollen wir die Frage „der Prüfung der Leistungsfähigkeit selbstgezogener Pferde", wie sie in unserem Statut $ 3 pos 2 in Aussicht genommen ist, sofort erledigen.
Unsere bestehende Commission zur Aufstellung bezüglicher Principien konnte ihre Aufgabe noch nicht erledigen und wir düifen nicht verkennen, daß die Schwierigkeiten zu praktischer Lösung ganz besondere sind.
Abgesehen von dem Werth der Zuchttennen und dem eigentlichen Zweck der Hindernißrennen für Pflege und Weckung des Reitersinnes, kann es sich für unS nur darum handeln, Preise für Leistungen auszufetzen, welche vor allem Anderen die Brauch- : ber im Lande aufgezogenen Pferde für die Zwecke der Industrie und der Land-
»irthschaft offenkundig machen und die besten Resultat auszeichnen sollen. Es ist dlermtt nicht gesagt, daß als Nebenerwerb der Landwirthschaft gezogene edlere Reit- und Wagenpferde nicvt berücksichtigt werden dürften, für welche wir Wett-Trabfabren und Galopp-Wettteittn gewiß stets gerne unterstützen, sondern wir wollen nur fest- fiellen, daß die umständlicheren Prüfungen von Ackergespanncn, von Zugpferden überhaupt, in ihrer verschiedenartigen Verwendbarkeit, eine gründliche Prüfung der hierzu gebräuchlichen und tauglichen Methoden erfordern.
M. H. Es dürfte Sie intereffh en, daß bei der landw. Centtalstelle die Regelung beö Pramlirungswesens für Viehzucht in ernste Erwägung gezogen ist und dabei auch die Anerkennung der Leitungen auf dem Gebiete der Pferdezucht nicht außer Berück- fichtigung bleiben wird. Es ist also auch anzunehmen, daß dann geeignete Anordnungen getroffen werden, um uns ein rationelles Vorgehen bei Prüfung der Leistungen zu ermöglichen und steht zu erwarten, daß auch ausreichende Geldmittel hierzu bewilligt werden.
Auf die Pferdeschauen zurückgreifend, haben wir zu berichten, daß eine solche zu Bensheim vom landw. Bezirksverein für den Kreis Bensheim am 27 September veranstaltet worden ist. Es sind hierzu 100 X in Prämien des Vereins an seine Mitglieder zur Ausgabe gekommen. Die Bttheiligung der Züchter war eine sehr rege
und die vorgeführten Thiere alle zum Mindesten gut im Futter. Bei eingehender Musterung jedoch mußte es auffallen, daß eine einigermaßen genügende Vorbereitung zur Einzelvorführung fast gar nicht zu bemerken war, was die Beurtheilung der Gänge außerordentlich erschwerte. Es wäre sehr zu wünschen, daß die Züchter das Führen an der Hand mit ihren jungen Pferden bei Zeiten übten; da es jedenfalls sehr in ihrem Vottheil liegt, wenn sich dieselben in regelmäßigem Gang probuciren.
Bei den Hauptpferbemärkten bes Landes und den damit verbundenen Prämiir- ungen hat man genügende Gelegenheit zu beobachten, von welcher Wichtigkeit die gute Dressur des Pferdes an der Hand ist, wie selbst die jüngsten Füllen, von Händlern 1 gemustert, willig ihrem Führer folgen und dadurch sich im oonheilhaftesten Lichte zeigen, während das Bild eines widerstrebenden Thieres, in ungeschickter Weise geführt, immer ein sehr trauriges ist.
Zu der Prämiirung des Darmstädter Pferdemarktes, sowie auch nach Fttedberg gab der Verein wie bisher je 100 X
Wir kommen nun an das Capitel über:
3. Fohlenweiden und Fohlentummelplätze, in welchem wir Ihnen von der sehr erfreulichen Bewegung zu berichten haben, die sich in allen Landestheilen auf diesem Felde des Schaffens der unentbehrlichsten Vorbedingung rationeller Aufzucht von Pferden kundgegeben hat.
Aus unseren früheren Jahresberichten werden Sie entnommen haben, daß der kleine Anfang, welcher mit der Prämiirung eines Privat-Fohlentummelplatzes (1877) gemacht wurde, gute Früchte getragen hat; obwohl in den zwei darauf folgenden Jahren die ausgesetzten Summen mangelnder Concurrenz wegen nur zu etwa 2/3 des Betrages vergeben werden konnten. Wir dürfen dieses Zurückhalten der Gememden und sonstigen Consortien zur Errichtung kleinerer Tummelplätze wohl dahin erklären, daß die Erwerbung resp. Erpachtung des nöthigen Terrains in kleineren Parzellen häufig auf Schwierigkeiten stößt, ja oft unmöglich ist und daß die Unzulänglichkeit , beschränkter Tummelplätze erkannt wurde. — Hierdurch gcnöthigt, setzte der Verein ( einen größeren Geldbetrag (400 X) zur Subvention der Errichtung von Bezirksfohlen- weiden aus. Ueber die Verwendung desselben für die Wöllsteiner Weide in Rheinhessen : besagt unser vorjähriger Bericht das Nöthige und wir dürfen uns heute darauf beschranken zu erwähnen, daß die Arbeiten am Platze noch im Lause dieses Winters so gefördert wurden, daß mit Beginn der besseren Jahreszeit dem Bezug der Weide Nichts mehr im Wege stehen dürfte.
In der Provinz Starkenburg haben wir hier eines Unternehmens Erwähnung zu thun, welches durch das anerkennenswerthe Bemühen des Gr- Kreisraths Gräff zu Heppenheim so weit gefördert wurde, daß die Vorarbeiten zu der Herstellung einer . Fohlenweide bereits als beendet zu betrachten sind und die Ausfühningsarbttten noch ! in diesem Frühjahr geschehen können.
In der Gemarkung Mörlenbach auf dem daselbst zu Groß-Breitenbach Sr. ; Erlaucht dem Grafen Erbach-Schöneberg gehörigen Gelände, ca. 50 Hess. Morgen । (19y4 ha) haltend, wird die Weide eingefriebigt und in Schläge eingetheilt und auch ! ein Stall dabei errichtet werden. Diese Fohlenautzuchtsanstalt wurde vom Kreistag ! und vom Kreisausschuß als Anstalt des Kreises Heppenheim fanctionirt und die Mittel ' zu ihrer Unterhaltung sollen durch Anlehen gedeckt werden, zu dessen Amottisation auch ! die Mittel des Pferdezuchtvereins herangezogen werden sollen und hat hierzu der Ausschuß 400 X bewilligt. Die gleiche Summe wurde wiederum für Wöllstadt genehmigt.________________(Schluß folgt)
Lokales.
(H ießen, 17. Mai. Prof. Dr. Perls ist am Sonntag Abend nach längerem Krankenlager an Unterleibstyphus verschieden. In dem Verstorbenen verlor die Landesuniverfität einen ihrer bedeutendsten Lehrer und die Stadt Gießen einen liebenswürdigen Mitbürger. Möge ihm die Erde leicht sein!
— In O karben (Kreis Friedberg) hat der Aufenthalt eineS dahin geschobenen an Flecktyphus leidenden Vagabunden in dem Herbergslokal die Ansteckung und schwere Erkrankung von 8 Personen zur Folge gehabt.
Verrutschtes
— Der Bierbrauerei von JuliuS Hildebrand in Pfungstadt ist auf der Melbourner Weltausstellung unter den ausgestellten Bieren von der Jury der erste Preis zuerkannt worven. — Melbourner Zeitungen äußern sich über die ausgestellten Biere folgendermaßen: „Unter den ausgestellten Bieren nimmt dos von der Firma I. Hildebrand in Pfungstadt aus gestellte einen hervorragenden Platz ein und hat mit Recht von der Jury den eisten PretS zuerkannt bekommen. Die Biere sind gegenüber den englischen Bieren leicht, erfrischend und von einem angenehmen Hopsengeschmack; sie erfreuen sich seit ihrer Einführung einer großen Beliebtheit und verdienen daher vorzugsweise empfohlen zu werden."
Von der Nidda, 12. Mai. In Praunheim wurden heute zwei Menschen festgenommen, denen zur Last gelegt wird, daß sie in kurz aufeinander folgenden Zeiträumen zwei Menschen durch Vergiftung ins Jenseits befördert haben. Diese Greuelthat, welche bis jetzt in tiefes Dunkel gehüllt war, ist auf ganz eigenthümliche Weise on's Licht gefördert worden. Eine dort lebende Wittwe empfing von einem Hausinsosien eine Rechnung für derselben geleisteten Dienst,, baare Auslagen :c., auf welcher, dem Bernehmen nach, eine nicht unbeträchtliche Summe ver zeichnet gewesen rst und unter welcher der Vermerk stand, die Kosten für die Vergiftung ihres Mannes wären damit nicht einbegriffen. Das Schriftstück wurde dem dortigrn Ortsvorstande gebracht, worauf die sofortige Verhaftung des RechnungSauSstellerS und feines Complicen veranlaßt wurde. Das Nähere wird die gerichtliche Untersuchung ergeben und bleibt deßhalb weitere Berichterstattung Vorbehalten.
Die „Franz Josef" Bitierquelle liegt südlich, kaum eine halbe Stunde entfernt von den durch die Donau getrennten Schwesterstädten Buda-Pest am Fuße des Blocks- und Adlerbergcs in einer von Weinbergen umsckloffenen, durch ihre schöne Lage und reine kräftigende Luft weit bekannten Thalmulde. Das Wasser der Franz Josef Bitterquelle enthält die größte, bisher unerreichte Menge von schwefelsauren Salzen und koblensaurem Natron, sowie alle anderen Bestandtheile der Bitterwäsier in so harmonischen Verhältniß, daß dieses Wasser auch wegen seines nicht unangenehmen Geschmackes als das beste und wirksamste Bitterwasser der Welt eine stets zunehmende Verbreitung findet. Die Vergleiche der Analysen mit derjenigen bekannter Ditterquellen lassen die Vortheile der Anwendung dieses Wassers sofort ins Auge treten, zahl reiche Beobachtungen der geachtetsten Manner der wissenschaftlichen und praktischen Medizin constatiren, daß von bet Franz Josef Bitterquelle zur Erzielung der gewünschten Wirkung nur die Hälfte der von anderen Bitterquellen gebrauchten Dosen erforderlich ist. Die Franz Josef Bitterquelle empfiehlt sich übrigens nack jedem ersten Versuche von selbst und sind Brunnenschriften auf Verlangen von allen renommirten Mineralwasser-Niederlagen, den meisten Apotheken und der Versendungs-Direction in Budapest gratis zu beziehen, doch wird das P. T. Publikum im eigenen Interesse gebeten, stets ausdrücklich , Franz Josefs Bitterquelle zu verlangen.
Handel und Verkehr.
Gießen, 17. Mai Auf Dem heutigen Wochenmarkte kostete Butter per $fb. X 0.95 bis X 1 00, Hühnereier 1 Stück 4—5 H, 2 St. 0 H, Enteneier per 1 Stück 5 Gänseeier 1 Stück 8 — 9 H Käse per St. 5—8 H, Käsemarre per Stück 0—3 Erbsen 1 Liter 22 H. Linsen 1 Liter 24 H, Tauben das Pa: X 0.75—0.90, Hübner p. St. X 1.20—1.40, Hahnen p. St. X 1.50—1.70, Enten per Stück X 2.00-0 00, Ochsenfleisch 66—00 A pcr Pst)., Kuy. -an'. Rindfleisch 48-50 Kalbfleisch 40-44 H, Hammelfleisch 68—70 A, Schweinefleisch 64—68 H, Kartoffeln per 100 Kilo X 4.00—5.00, Zwiebeln p. Etr. X 25 biS X 00, Milch per Liter 16 und L.
Frankfurt, 16. Mai. Der heutige Viehmarkt war ziemlich befahren. Angetrieben waren ca. 360 Ochsen, 300 Kühe, Rinder und Stiere, 290 Kälber und 200 Hämmel. Die Preise stellten sich: Ochsen 1. Qual. X 64—66, 2. Qual. X 60—69, Kühe und Rinder 1. Qual. X- 54—56, 2. Qual. X 40—50, Kälber 1. Qual. X 56—58, 2. Qual. 40—45, Hämmel 1 Qual. X 58—60, 2. Qual. X 45 50 per 100 Pfd. Schlachtgewicht. Schweine wurden 580 Stück angeführt und dos Pfund mit 63—65 H bezahlt.
Frankfurt, 16. Mai. (Fruchtbericht.) Mehl Nr. 1 X 39.50, Nr. 2 X 37.50, Nr. 3 X 32.50, 9h. 4 X 28.50, Nr 5 X 25.50, Roggenmehl °/, (Berliner Marke) X 31—31 50, do. I (Berliner SKarfe) X 29.50, do. II (Berliner Marke) X 24.50, Weizen effektiv hiesiger ab Bahnhof hier X 24.75 00.00, ab unserer Umgegend X 24.25—24.50, do. fremder je nach Qualität X 23.00—24.75, Roggen, je nach Qualität X 22.00—22.70, Gerste X 17.50-19.50, Hafer 15.75—16 25, Kohlsamen X 28-29, Erbsen X 19—27, Wicken X 17—00.00, Linsen X 20—40, Bohnen, weiße, X 23—25, Roggenlleie X —, Weizenkleie, grobe und feine X —, Rüböl, detail, X 64. Stimmung ruhig aber fest. Hauptsächlich gefragt war: —. Dringend offerirt: buntes und wetßeS Mais. (Die Preise verstehen sich sämmtlich per 200 Pfd. Zollgewicht = 100 Kilo.)


