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fo entstanden die großen Lonnem,nt, im Magen, von denen eines in den Darm gelangte, Verr Ickließung d«S DarmrohreS und endlich Ken Lod deS Individuum« berdeifüürte. Daß dasselbe feit Jahren der Leidenschaft stöhnte, außer enormen Quantitäten ScknapS auch die Politur zu trinken, ist schon bei Lebzeiten desselben von seiner Frau und seinen Mitgesellen den Merzten mttgetbeilt worden, allein letztere waren nicht mehr im Stande, den tödlichen Sukgang, der Im äußersten Stadium angelangten Krankheit abzuwenden.

Erfurt. Eine jener unsinnigen Wetten, bei denen eS sich um Maflenvrrttlqung von Speisen oder Getränken bandelt, entrirten dieser Tage zwei von Leipzig kommende junge K-llner, welche hier in Stellung treten wollten. 68 bandelte sich um einen Trtumvb in Frankfurtern" und zwar sollte derjenige, welcher dem andern nachftände die Zeche bezablen. Die Äurstfebde begann- Sine ^Frankfurter" nach der andern verschwand, 18 Stück batte der «ine geaesien, doch der andere, ein schmächtiger Jüngling, kam weiter; er vnspeiste 28 Würste und spülte den letzten Dkest mit Cognac hinunter, während sein Gegner ermattet und nach Luft schnappend in den Stuhl zurücksank. Gegen 11 Mark hatte der Besiegle an den Wirth zu zahlen.

Im Frübjahr deS IabreS 1848 kam zufällig ein Füsilier deö 26. Infanterie - Regt« mentß in eine Kneipe; man redete ihn an und fand den nordischen Krieger ganz manierlich, man ließ etnschenken, Cigarren u. s. w. geben, und war entzückt, ol8 der Mann auf Bifragen, ob er wobl gut auf da8 Volk schießen würde, wenn seine Offiziere Feuer commandirten, mit nein" antwortete. Die Herren ließen sich die Sache nun noch einige Flaschen kosten, der Füsilier trank ganz wacker. Run wollte derselbe sich empfehlen, noch einmal fragte man ihn bändeschüttelnd:Run, nickt wahr, Sie schießen nicht?" und erhielt die Antwort:Rein, meine Herren, ich schieße nicht, denn ich bin Tambour."

Literarisches.

Die Entscheidungen de- ReichsoberhandelSgertchte- auf dem Gebiete bc9 Handelsrechtes sowie des einschlägigen gemeinen Eioilrechtes und der einschlägigen ins und ausländischen LandeSgesetze, ausführlich da gestellt und nach dem Systeme deS Han­delsgesetzbuches geordnet von Otto Fuckrsbcrgcr, k. b. Amtsrichter in Bayreuth. "Gießen, Verlagsbuchhandlung von Emil Roth 1881. Dieses vorzugsweise praktisch, in seiner Art und Vollständigkeit einzig dastehende Werk stibt vollen Einblick in die Rechtsprechung deS ReichsoberhandelSgerichtes und empfiehlt fich durch gediegene, sorgfältige Zusammenstellung der in 25 Bänden enthaltenen Entscheidungen genannten

Gerichtshofes. B« Wiedergabe des TbatbestandeS und der ergangenen Entscheidun­verb,ndet cs möglichste zc mit größter Vollsländigke-t und Klarheit Zu jedem f ist neben allgemeinen Prinzipien der entscheidende Theil mit seinen Gründen beigefügt und auch hier ist erwähnt, inwieweit sich die Entscheidung aus daS Handelsgesetzbuch' das Handelsgewohnheitsrecht, das bürgerliche Recht und die verschiedenen Landes, wie Spec'alqesetze stützt. Von größtem Wertbe ist die Anordnung nach dem Systeme de« Handelsgesetzbuches, wodurch, wie der Verfasser im Vorworte mit Recht bemeikt da« Suchen und ein rasches Finden einer über einen Artikel getroffenen Entscheidung im höchsten Grade erleichtert, beziehungsweise bewerkstelligt wird. Wir empfehlen diese« fleißige, übersichtlich geordnete Sammelwerk, daS sich auch durch treffliche Ausstattung auszeichnet, dem Juristen und Kaufmann und heben noch besonders bei vor daß dem­selben ein ausführliches alphabetisches Register und der Tert des Ha, delSaesetzbuche« in seinem jetzigen Wortlaute beigefügt ist.

Handel und Verkehr.

Frankfurt, 15. Januar, t Marktbericht.) Der heutige Heu- und Strohmarkt war gut befahren. Heu kostete je nack Qualität der Ctr. Jt 2.604.40, Stroh jfc 2.50 - 3 40- Butter da« Pfd. im Großen 1. Qual. JL 901.00, 2. Qual 0.85-90, im Detail da« Pfr- JL 1.300.00 2. OuaL JL 1.2000. Gier daS Hundert JL 68.50. Ocksenfleiich pn Pfund 6570 A, Kuh-, Rind- und Farrenfleisch 45-55 A, Kalbfleisch 5055 A Hammelfleisck 4045 A, Schweinefleisch 70-80 A, ein Habn JL 1.502.00, ein Huhn JL 1.532, eine Snte JL 2.503.00, eine Taube 6000 A, ®en« JL 4.00- 10 0, Hasen daS Stück JL 2.503.00, Feldhuhn JL 2.00-0 00, Rebbock daS Pfd. 7000 A, Kapaunen JL 00.00, Wätscher Hahn JL 68.0 Kartoffeln 100 Ko. JL 6.007.00, Kohlrabi 58 A Blumenkohl 1 St. 3060 A, Wirsing 00-00 A, Gelberüben 1 Bund 12-15 A, Zwirbeln 1 Bund 0 A. Sellerie da« Stück 000 A, Meerrettig 1 Stück 0000, Spargel da« Pfund 0000 A, Romain-Salat 30-00 A. Endivien 100 A- Rothkraut 1520 A Weiß­kraut 1525 A. «rtifchoken 50 A, Erbsen d»8 Pfd. 00 A

Vergeht der darbenden Vögel nicht!

Betr.: Den ConcurS über das Ver­mögen der Jacob Katz Wittwe üou Sninbach.

Bekanntmachung.

441) Im Concurse der Wittwe des Jacob Katz von Steinbach werden alle Gläubiger zum Versuche eine- Vergleich- mit deren Kindern und zur Beschlußfoffung über die weitere Be­handlung dieser Sacke auf

Freitag den 4. k. MtS.,

Morgens 10 Uhr, hierher vor?.eladen mit dem Bemerken, daß die AuSbleibenden als den Be­schlüssen der Mehrheit der Erschienenen bcigetreten angesehen werden.

Gt'ßen, den 12. Januar 1881.

Großherzogl. Amtsgericht Gießen. Langsdorf.

Net dH art.

Ocffcnlliche Zustellung.

Der Sattler Wilhelm Spieß zu G »ß n klagt gegen die Wutwe Susanne Raurspeck zu Gießen jetzt unbekannt wo abwesend, aus Kauf mit dem Anträge auf Verurteilung der Beklagten zur Ausstellung einer ordnungsmäßigen Quittung, beziehungS- weise Eina tlligung zur Löschung der Beschränkung und ladet die Beklagte lur mündlicken Verbandlung des Rechts­streits vor das Großherzogl. Amts­gericht v Gießen

Donnerstag d. 17.Febr.1881,

Vormittags 10 Uhr.

Zum Zwecke der öffentlichen Zu- stelluk g wird dieser Auszug bekannt gemackt.

Gießen, den 12. Januar 1881. Neidhart,

Gerichtöschreib^r des Großherzozlichen 440) Amtsgerichts.

Die Holjversteigerun^ in der Oberförsterei Schiffen- berg vom 13. und 14. d. M-s. ist genehmigt. Die Absuhrsckeine könncn vom 25. an bei Großh. Rent- amt Gi ßen erhoben werden. Ueber- lieferung des Holzes und erster Ab- fubrtog den 26. d. Mts.

G eßen, am 18. Januar 1881.

G'lvßh. Oberförsterei Schiffenberg. 455) Georgi.

444) Di- Holz Versteigerung im Albacher Gemcst d<wald, oom 10. Jan. ist genebmigt. Der erste Absuhrte^min ist bestimm: auf Donnerstag den 2V. Januar und d'e Ueberweisung des Holz s am 19 Januar.

Albach. am 14. Januar 1881. Großherzogl. Bürge meisttrei Albach.

Schäfer.

Allgemeiner Anzeiger.

Bekanntmachung.

443) Zur Vergebung einer größeren Anzahl Utenstlien von Holz und Eisen, namentlich von Gerüsten zu Helmen, Gewehren, MontirungSstückm, zu Schanz- und Handwerkszeug rc., von Kommoden für Kapitaind'armes, Küchen­spinden, Pulverkasten, Schemel ohne Lehnen, Schilderhäuser, Stühlen mit Brettsitz, Tischen, für Kopttaind'armes, Unteroffiziere, Gemeine rc., Waschtischen, s owie von Brennma'erialienkasten von Eisen, Feuerbakm, Feuerschippen, Müll­schippen, Oesen von Gußeisen, Ofen­röhren, Of'Nplatten Spucknäpfen von Eisenbl ch Decimalwaagen, Fußbade­wannen und Waffereimern von ver­zinktem Eisenblech, ist ein öffentlicher Submissions-Termin auf

Mittwoch den 26. ds. Mts.

Vormittags 10 Uhr,

im Düreau der Garnison-Verwaltung anberaumt.

Qualtficirte Unter» ehmer werden hierzu mit dem Hinzusügen eingeladen, daß die Lieferungsbedingungen in rem bezeichneten Büreau zur Einsichtnahme ausltegen.

Gießen, den 15. Januar 1881.

Großherzogl. Garnison-Verwaltung.

Holzversteigerung

in der

Furstl. Oberförsterei Lich.

Im D'strict L^öler soll nachoer- ze.chnetes Holz verst-igert werden:

Montag den 21. Januar:

Scheith. Prügelh. Stockh. Reish. Raummeter. Wellen.

Buchen 267

Hain- ( .

buchen i

194

188 4550

Eichen 4

Nadel

99 119 4800

3 670

Dienstag den 25. Januar:

46 Buchenstamme von 3664 em Durchmesser und 38 m Länge mit 49,75 ehe,

542 Eichenstämme von 1558 en Durchmesser und 311 m Länge mit 142,29 cbm,

43 Hainbuchenstämme mit 4,83 cbm, 13 Elsbeerstämme mit 1,41 cbm und

20 Eichenstangm mit 1,54 cbm In. halt.

Zusammenkunft

Morgens V210 Uhr

auf der alten Gießemr Straffe, ca. eine halbe Stunde von hier.

Lich, 15. Januar 1881.

445) Wimmenauer, Forstcath.

Bekanntmachung.

442) In de" Eoncurse über das Vermögen des Heinrich Vepler von Gießen ist zur Verhandlung und Be­schlußfassung über einen Zwangsver­gleich Termin auf

Dienstag den 15. Febr. I. I.,

Vormittags 10 Uhr,

anberaumt.

Gießen, den 14. Jmuar 1881.

Großherzogl. Am'sgericht Gießen.

Gebhardt.

N e i d h a r t.

Montag den 24. Januar,

Nachmittags 2 Uhr, sollen auf dahiesigem Ortsgericht auf frei­williges Ansuchen der Erben der Daniel

Balthaser Plank Eheleute die denselben zustehenden Grundstücke meistbietend ver­steigert werden:

Flur. Nr. Mir.

7 45,3 1081 Acker auf dem Teu-

fensröder Weg,

18/« H94 Acker auf der Hohl­

eiche,

M/i99 u. 2oo 1438 Garten auf der Rod­hohl,

28/h8> i48a u 2638 Acker auf der Weiß- erde,

m/im,3 1775 Acker am Sand-

M/133 u. 134 30/19,3 u. 79,5

*/<«,:

W/161

3t/146

to/127

M/25

kauterweg,

6587 Acker in den Rödern,

3150 Acker auf den Erd­kauterweg,

1738 Acker in der Arau, 1763 Acker über der Erd­kaute am Fluth- graben,

1187 Acker auf der Leise- Herde,

1188 Wiese daselbst,

4550 Acker rechts am Aulweg,

3937 Wiese am Sand- kauterweg und Grüninger Pfad, Gemarkung Wiefcck

1562 Wiese an der Ursu-

lum.

Gießen, den 17. Januar 1881. Großherzogliches Ortsgericht Z A.

Müller.

Aeikgeöolenes.

448) Für aufgesprungene Haut empfiehlt als vorzügliches Heilmittel

Daselinfeife und (Nlycerinfeife undurchsichtig.

J. p. FNöds, Seifensieder.

H. von Gimborn's

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