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amstag den 16. Juli

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Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags.

Folks.

irter und einige für da- afa:

ital gesucht.

definitiv ablehnt, definitiv Abschied

Preis vierteljährlich 2 Mari 20 Pf. mit Vringerlohn.

Durch die Poft bezogen vierteljährlich 2 Mark Pf.

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Wien, 11.

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den hohen Re­in, Baden. Hessen, ^-Lothringen.

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Tchutzzoll und Freihandel.

Wir lasen nachstehende ofstciüse Zeilen:AIS im vorigen Jahre in Ruß« land bit Zölle um 10 pLk. erhöht wurden, erhob die aefama te fortschrittlich- freihändlerische Presse e n große- Klagegeschrei. Das Vorgehen der rusfischeu Regierung wurde al- ein uillkornmener Vorwand benutzt, um der RetchSregie- rung wegen ihrer Zollpolitik Vorwürfe zu machen. Hier könne man sehen, so hieß es in den Organen der Herren Richter, R ckert, Bamberger, wohin das System deS Schutzzölle- führe. Da- Ausland ergreife Reprefialien, welche den deut­schen Export verntchten. Der deutsche Industrielle könne jetzt, da er die 10 pEt. Zoll zu tragen habe, ncht mehr concuritren; er müsse entweder seine Preise so niedrig stellen, daß an keinen Gewinn mehr zu benfeu, oter er müsse auf die Auisuhr nach Rußland ganz verzichten. Niemand hat mehr wie wir die Maßregel der russischen Regierung beklagt, denn in der Frage der Wirkung der russischen Zölle sind auch wir der Meinung, daß sie nicht oou dem russi­schen Lonsumenten, sondern von dem deutschen Exporteur zu tragen sind. Ergötzlich war unS aber doch die Haltung der oppositionellen Presse, die in 'bre.n Eifer, der Regierung Ein- anzuhängen, ganz vergaß, welche Doctrineu ste bisher bezüglich der Wirkung der Zölle verfochten hatte. Wer war es denn, der sonst bis zum Urberdruß behauprrte, d^ß der Getreidezoll ausschlteß» lich dem inländischen Consumenten zur Last f He, ja der sich zu der ungeheuer­lichen Hypothese verstiegen hatte, daß nicht nur das vom Ausland eingrsührte Getreide, sondern der gesammte inländische Getreidebedarf, einschließlich des im Jnlande gebauten, um den Betrag der Zölle vertheuert werde?!"

Eine Besprechung diese- osficiüsen Au-spruche- erscheint uns immerhin empsehlenswerth. Der Herr Osstciosus hat so Unrecht nicht, wenn er sagt, daß bei Schutzzöllen stet- auch das Ausland den Zoll mit zu tragen hat, eS kommt aber ganz darauf an, ob er dazu Lust hat. Der Schutzzoll mag an und für sich eine ganz nützliche Einrichtung |ent, bereu mannigfache Voltheile zu be- stre ren, uns nicht im Geringsten einsällt, aber er birgt auch für gewisse Jn- duftrien so bedeutende Schäden in sich, d ch diese schließlich den Vorth il überwiegen dürsten. Vergegenwärtigrn wir unS klar das Princip dis Schutz- zolls. Der Schutzzoll ist dazu da, mn die einheimische Industrie gegen die Loucurreuz derjenigen deS Auslandes zu schützen, und dies Bestreben ist durch­aus lobenSwerth, aber nur in dem besonderen Falle, daß die einheimische In­dustrie durch die auswärtige unterdrückt und vom heimischen Markt ausge­schlossen wird, für den allein zu liefern ihr vollkommen Beschäftigung gea ährt. Rehmen wir nun aber den anderen Fall an, daß außer dem Absatz nach Innen auch ein bedeutender Exporthandel getrieben wird, daß alle Ueberproduction oder vortheilhafterer Absatz den Verkauf nach dem AuSlande nöthig oder erwünscht macht, so wird nach dem osficiüsen Äussvruche der Fabrikant allein den Zoll zu tragen haben. Ist die Industrie in der günstigen Lage, alle ihre Erzeugnisse im Jnlande absetzen zu können, gut, mag es da Schutzzölle regnen, wie schaut'S aber dann aus, wenn dem Fabrikanten ui.b Producenten in Folge deS Schutzzolles seiner Nachbarstaaten seine Artikel liegen bleiben. Betrachten wir von diesem Standpunkte auS z. B. die rühmlichst bekannte Nürnberger und Sonneberger Industrie. Nürnberger Spielwaaren find in ganz Deutsch­land geschätzt und auch gekaust, aber sie wurden auch massenhaft m>s Ausland, speciell nach Frankreich exportirt, wohin ihnen aber jetzt der Weg durch den ganz beträchtlich erhöhten Schutzzoll verschlossen wird. Es läßt sich sehr gut sagen, das Ausland rräat den Zoll, jetzt kommt unsere Industrie theilweise aber, und da- gesteht sogar der osficiüfe Bericht zu, wenn er auch etwas Anderes erreichen will, selbst in die üble Lage, die Vorzüglichkeit unserer jetzigen Doctrin empfinden zu müssen. Wie steht's nun beim Ackerbau? Sind Schutzzölle von Vor«heil oder ton Nachtheil? Der Osficiosus sagt selbst: Niemand hat mehr, wie wir die Maßregel der russischen Regierung beklagt, denn in der Frage der Wirkung find auch wir der Meinung, daß sie nicht von dem russischen Konsumenten, sondern von dem deutschen Exporteur zu tragen find." Wir körn ten uns eigentlich weitere Bemerkungen gegenüber dieser durchaus klaren und unzweideutigen Auslassung ersparen, nach welcher also das Schutzzollsystem, zu weit und auf verkehrte Artikel ausgedehnt, von Nachtheil für die Exporteure ist. Sorge ves zukünftigen Reichstage- wird e- also sein, den Schutzzoll wieder in ruhigere, gemäßigtere Bahnen zu lenken und nur die Artikel stark zu verzollen, welche trotzdem doch com Auslande bezogen werden, al- da find Modeartikel u. |. w. Was HUst uns eben aller Schutz vor fremder Concnrrenz, wenn wir der einheimischen Production da­durch den Weg nach Außen verschließen? Leiden die Fabrikanten und Produ­centen, so leiden auch die Arbeiter und Handwerker und auf deren Wohl ist es ja jetzt vorzüglich abgesehen. Darum Alle- mit Maß!

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Berlin, 13. Juli. Für die kaiserliche Werft ist, wie dieKieler Ztg." meldet, ein Situation-plan ausgearbeitet worden, nach welchem e- möglich ist, im Falle eines Krieges sämmiliche in Kiel stationirten Kriegsschiffe, also die beiden Thurmpanzer-Schiffe, die vier schweren Panzer-Eorvetten der Klaffe Sachsen", die Panzer«CorvelteHansa", PanzerfahrzeugArminius", die beiden (SorbettenLeipzig" undPrinz Adalbert", vier (Sortierten der Klasse Blücher", drei (Sortierten der KlaffeElisabeth", drei Eorverten der Klaffe

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Flügelsgafft.

Juli. Der Staatsanwalt f. ngt nachgrradc an, die Hauptstütze der Taaffe'schen Regierung zu werden Eine Beschlagnahme jagt die anoere und heute

^ü6el66ttfltr herein feiert stUNgM, Greins: und Yuffutz- abe bet Stenographie ibtn werben.

U0uMbenb58Uk eiein» Kuvert 2 Mark. Mft,Nochm2Uhl: i Schiffen berg liste zur Tberlnabme s zum 3. iluguft im

tt Vorstand.

(Savoia", IjachtHohenzollern",Ziertn", Grtüe",Nymphe", zwei Avise- der KlasseAlbatroß", drei Parzer-Kanonenböte der KlasseScorpton",Ulan", drei Kano- ei böte der KlaffeKomet", zusammen 31 Schiffe und Fahrzeuge zügle ch au-rüsten und bis :Klar Aum Gefecht" In Di'nst stellen zu können, wobei die Länge d.r Schiffe und Quais genau verglichen und jedem Schiff mit Rücksicht auf die Bewegungen der anderen und mit Bezug auf die Ent, fernungeti der Magazine ein ganz bestimmter und wohl überdachter Platz an­gewiesen werden mußte.

Die RrichSregierung hat aus den jüngsten Vorgängen in Prag und in Folge der Wahrnehmung, daß bei den dortigen Exceffen Angehörige de- deutschen Reiches bei den Praaer Behörden einen ausreichenden Schutz nicht gefunden haben, die Frage in Erwägung gezogen, ob e- nicht zweckmäßig sein würde, in Prag ein deutsches Conlulat zu errichten, welche- sich auch für d e gegenseitigen Veikthrs-Jniereffen iehr nützlich erweisen dürste.

Neunkirchen, 11. Juli. Die Gebrüder Stumm haben die MatrvGkln, mit welchen sie den Kampf aegen die Socialdemokrater. führen, auch auf die Gewei koereine ausaedehnt, wie auS folgender an dem Thore ihns Weites angeschlagenen Belannt- machung zu ersehen ist:An die Arbeiter! Am hiesigen Cite soll sich ein Äbleacr jener derüchtiglen Gewerkvereine gebildet haben, bereu englische Vorbilder, weit üoer das Maß der socialdemokratischen Ausschreitungen hinaus, nicht vor den gewalt- thätlgsten Verbrechetl zur Erreichung ihrer Zwecke zurückgeschreckt sind. Wohl l' der klägliche Erfolg, den der Demagoge Httsch bei uns erzielt hat, die Gewerkveieiue diese blutigen Wege in Deutschland bis jetzt noch nicht wandeln. Aber auch in unserem Vaterlande haben die Gewerkoereine in ihrem beschränkten Kreise das Perhältniß der Arbeiter zu ihren Arbeitgcbeln vergiftet, sie haben Hunderte bis dahin fleißige und solide Arbeiter in Roth und Elend gekürzt und eine noch weit yrößere ^abl derselbe«, dazu verleit.t, ihre mühsam ersparten Groschen in Jnvalidenkasien abzusühren, welche keine Sicherheit für die Erfüllung der übernommenen Verpfltchtuna gewähren Unter der Maske der Freiheit etmeben die Gewerkvereine gleich ihren socialdemokratischen Genossen die äußerste Knechtung des Einzelnen durch eine von gewissenlosen Agitatoren geleitete Maiorität. Unter diesen Umständen halte ich es für meine Pflicht, die bisher von meiner Firma gegen socialdemokratische Agitationen gerichteten Bekanntmachungen auf die Hirsch'seven Gewerkoereine und alle diejenigen, welche dieselben birecr ober inbire-r,.unterstützert, auSbrücklich auszudehnen. Insbesondere fordere ich Euch auf, folgenoe Wirthschaften nicht zu besuchen, resp. mit folgenden Geschäftstreibenden den Verkchr zu vermeiden. (Folgen die Namen von drei Wirthen und sechs GeschäftS- treibenben ) C. Stumm.*

München, 13. Juli. Der langjährige Leiter der uhramontanen Partei in Bayern, Dr. Jörg, der eine Wiederwahl auch für den Landtag

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tiüsSr Ks» fcltrmtg.

Kictzcner Anzeiger

nuh Amtsblatt fit Sei Kreis Gießen.

Morgen erfolgte sogar bie Eonfiscation von acht hauptstäbtischtn Blättern, u: b zwar mit solcher Gründlichkeit, baß nahezu bie ganze Auflage ber Polizei in bie Hände fiel. Unb wieberum würbe ber ganze polizeiliche Apvarat aufgeboten, um eine deutsche Kund­gebung zu unterdrücken. Es war dies die Resolution des Wiener D ulschen PerernS, der gestern in dem benachbarten Purkersdorf seine diesjährige Wanderversammlung adhrelt. Dieselbe, welche unter allgemeinem Beifall ber Versammelten beschlossen würbe, lautete:

Mit rückhaltsloser Zustimmung begrüßt die in Purkersdorf tagende Wander- versammlung des Deutschen Vereins den ernsten Weck- unb Mahnruf, welchen bie jüngst in Wien unb Prag versammelten beutschen Abgeordneten an ihre Stammes- genofsen gerichtet haben. In vollem Einklänge mit der vom Deutschen Verein stets vertretenen Ueberzeugung erblickt der Deutsche Verein in ber Erstarkung unb Bethätig- ung eines wahrhaft deutschen Rationalbewußtseins bie einzig sichere Gewahr, um dem slavischen Terrorismus, ber, in der leichtfertigsten Weise gegen die Einheit des Reiches unb b'st'en burch deutsche (Kulturarbeit geschaffene freiheitl'che Grundlagen ausgespielt, kühner unb brutaler denn je fein Haupt erhebt unb dem nach nichts Geringerem als nach ber Slawisirung Oesterreichs, des ehemals beutschen Bundeslandes, gelüstet, ein: für allemal ein Ende zu bereiten. Angesichts ber dem Deutschthum in Oesterreich brobenben unb bereiteten Gefahren erachtet der Deutsche Verein ein einträchtiges un­erschrockenes Zusammenwirken aller Deutschen kn Oesterreich als die allererste nationale Pflicht, um sich des großen civilisatonschen Berufes, den die Weltgeschichte der deutschen Nation mgewiefen, wertb und würdig zu zeigen. Verwirkt aber haben ihre Namen als Deutsche, welche sich den Feinden des Teutschthums als Helfershelfer zugesellt; gebranbmarft seien solche Abtrünnige für alle Zeiten. Um so fester unb inniger müssen alle deutschen Getreuen zusammenstehen. In der Einigkeit liegt unsere Stärke "

Man erkennt, ber Staatsanwalt muß bereits scharfe Weisungen erhalten haben, sonst würbe er schwerlich bie Beschlagnahme ber Blätter wegen ber Veröffentlichung biefer Äunbgebung verfügt haben. Ja. will man Gerüchten glauben, so ist bie Behörde gesonnen, noch schärfer vorzugehen. Man spricht davon, dieselbe sei gesonnen, sowohl wegen des veröffentlichten Manifestes an die Deutschen in Böhmen, als auch wegen der gestern in Purkersdorf beschlossenen Resolution Anklage wegen Störung der öffent­lichen Ruhe zu erheben. Es ist bemerkenswerth, daß das Prager Landesgericht bie Consiscation des Manifestes auch eben wegen dieses Verbrechens für gerechtfertigt erklärte, während das Wiener Lanbesgericht, im Gegensatz zu bem Prager, die Beschlag­nahme mit bem Vergehen ber Aufreizung begrünbete. (Köln. Ztg.)

Arankreich.

Pari-, 13. Juli. Ja Algerien nimmt der Aufstand zu. In Oran versuchten Araber, sich der Gewehre einer Wache zu bemächtigen, wobei die Franzosen mehrere Araber verwundeten. Sfax vertheidigte sich bis jetzt so gut, daß man vermuthet, die Belagerer seien durch tüchtige europäische Osfi- ciere unterstützt. Die Franzosen glauben, daß 5000 Marn nöthig find, um Ssox einzunehmen. BlS zum Abgang der letzten Depeschen find 700 Bomben auf Sfax abgifeuert worden. Albert Grevy rtchtete eine telegraphische^Beglück- wünschungs-Depesche an den nach Algerien zurückkehrer.den General Sausfier.

hat von seinen Wählern in Landshut in einer längeren Rede genommen.

Kesterreich.

tot a. Al.

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