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Nr. 210, Samstag den 15. Oktober 1881.
Meßmer "Anzeiger
Aiilrigk- und Amtsblatt fir den Kreis Gießen.
eSarcau i Schulstra-e ß. 18.
ikrschcint täglich mit Ausnahme M Montags.
Preis ütertef|Äbrf:4 2 Mark 20 Ps mit Vnngerlohn.
Durch bie Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Ps.
Amtlicher Hheil.
B e k a ii ii t in a ch u ii g.
Unter Bezugnahme auf die nachstehende Veröffentlichung machen wir darauf aufmerksam, daß der landwirthschaftliche Bezirk-Verein Gießen 200 vH» zu Unterstützungen für den Besuch einer Ackerbauschule vorgesehen hat.
Gießen, am 24. September 1881. Großherzogliche- threilamt Gießen.
Dr. Boekm ann.
Betreffend: Den WintercursuS der Ackerbauscdule des landw. Vereins für die Provinz Dberbeffen zu Friedberg pro 1881,82.
Der diesjährige WlntercursuS der htestgen Sckerbauschule beginnt Mittwoch den 2. November und dauert bi- gegen Ende März. Der Unterricht erstreckt sich aif allgemeine Schulfächer, sowie auf die verschiedenen Zweige der Naturkunde und Landwirthschastslehre. Er wird von den beiden ausschließlich für die Anstalt bestellten Hauptlehrern, Prof. Dr. Tobisch und Dr. R. Ludloff, ferner von Dr. mcd. E. Becker, dem Cultur'Ingenieur Lölzing und mehreren anderen geeigneten Hülsslehrein erhellt. Die nöthige Anschauung bieten die reichen Lehrmittel der Anstalt, sowie Excurstonen nach rahegrlegenen GutSwirthschaften, gewerblichen Anlagen und sonstigen belehrenden Einrichtungen. Aufnahm-fähig find alle unbescholtenen jungen Männer, welche die Volksschule mit gutem Erfolg absolvtrt haben. In die 2. Elaste werden nur solche Schüler ausgenommen, welche^vorher die 1. Elaste besuchten, oder nachweisen, daß fie fich anderweitig die Kenntnisse angerignet haben, welche das Lehrziel der 1. Elaste bilden, alle anderen Schüler kommen in Letztere. — Da- Schulgeld betrögt für die 1. Elaste 45 vH», für dle 2. Elaste 35 vH» Anmeldungen nimmt da- unterzeichnete Curatorium und der AnstaltS-Dirigent, Professor Dr. Tobisch, entgegen, von welchen beiden Stellen genünschtenfalls auch anderweitige bezügl. Auskunft ertheilt wird.
Friedberg, den 19. September 1881. Das Euratonum der Ackerbauschule zu Friedberg.
Dr. Braden, üreisrath. Kü ch ler. KreiS-Asteffor. Schmidt, Kreisschulinspector.
Deutschland.
Berlin, 12. Oktober. Man schreibt btm .Rhein. Sur." : „Die Worte, mit welchen der Kaiser dem Geh. Raih Hahu für die Urbersendung seiner vielbelprochenen „Geschichte deS CulturkampfeS" gedmkt hat, können in ihrer Bedeutung kaum hoch genug veravschlogr werden. Der Monarch spricht auC, eS müffe jeder „Ur besungene" die Ueberzeugung gewinnen, daß die Regierung „stets" den Wunsch gehabt, mit der Kurie, „unbeschadet der staatlichen Rechte", I ir Frieden zu leben. Zunächst ist eS klar, daß die Veröffenilichung deS Briefe- ! u cht erfolgen körnte ohne die vorherige Genehmigung deS Kaisers, daß dieser ; also seine persönliche Stellung zum Eitlturkampfe in zweifellosester Klarheit zu umschreiben beabsichtigt hat. So sympathisch nun den deutschen Katholiken die Werte von höchster Stelle klingen müsten, so liegt in denselben zugleich für | dr« Kurte ein sehr deutlicher Avis, den Bogen nicht zu überspannen. In Rom wird bekanntlich mit gewiflen Eombinatror.en und Di-pofitivnen in Berlin gerechnet, die außerhalb der engeren Regterung-sphäre sich bewegen. Hier erfolgt \ auf solche Diplomatie der Hintertreppen die gebührende Antwort. Indem der Laster betont, daß seine Regierung „stet-" den Frieden gewollt, wird eine ; gewisse Eonlinuität der klrchenpolitischen Gisetzgebung cor flat.it, die zwar im Einzelnen durchbrochen worden sein mag, bet der aber nicht zugegeben werden ! soll, daß von dem System Fall'- grundsätzlich abgewichen sei! Wenn also im Vatikan die Hoffnung besteht, daß eine Revision der Malgesitzgebung doch ncd) sich erzielen laste, so ist diesen extremen Eiwartungen jetzt ein Riegel vorgeschoben, der sich nicht sprengen lasten wird. Es ist möglich, daß die Verhandlungen zu einem Ergebuiß führen, aber es ist nach Maßgabe der kaiser- ichen Worte nicht wohl anzunehmen, daß die- auf Kosten der staatlichen Autorität, daß die- überhaupt ander-, al- „unbeschadet der staatlichen Rechte" geschehe."
— Herr Hobrecht, der ehemalige Finanzminiper, hatte fich kürzlich sehr entschieden gegen das Tabaksmor.opol und andere wirthschaftliche Pläne de- Reichskanzler- au-gesprochen. Die „Rordd. Allg. Ztg." brachte daraufhin einen pol,m»firenden Artikel gegen Herrn Hobrecht, In welchem behauptet wurde, daß dieser al- Fir.anzmwister für die Reform gesprochen haben sollte. Man schreibt jetzt hierzu der „Voff. Ztg." : „Die Mitlherlung der „Nordd. Allg. Ztg.", wonach der frühere Finanzminister Hobrecht fich im Schootze de- Staat-ministenums für da- TabakS-Monopol erklärt haben sollte, wird in politischen Kreisen vielfach besprochen. Man weist darauf hin, daß der Minister Hobrecht seinen Ecmmistar, den Geh. Rath Schomer, beordert hatte, in der Enquete-Eommisfion des Jahre- 1878 gegen da- Monopol zu stimmen. Ter Rücktritt Hcbrecht's erfolgte zum Thetl um deswillen, weil die Tabak-- steuer-Commission des Reichstags die in der Bunde-raths-Dorlage enthaltenen Zoll- und Steuersätze nicht unbedeutend herabsetzte, während Herr Hobrecht dem Reichskanzler gegenüber die Verpflichtung übernommen hatte, die höheren Sätze durchzubringen."
— Bemerkenswerth ist die Aeußerung deS Geh. Raths v. Kufferow I (aus dem auswärtigen Ministerium), welche derselbe in Bremen gethan hat, urd zwar gelegentlich seiner Wahlrede daselbst: Der Kanzler werde daS Tabaksmonopol-Projrct vor seiner Einbringung im Bundesrarh und Reichstag drm VolkswirthschaftSrathe zur Begutachtung unterbreiten. Ob dem preußischen, oder dem deutschen, den man in der bevorstehenden Sesfion deS VarlamentS durch eine Position im Etat abermals zu schcffen versuchen will — bleibt natürlich dahingestellt.
— Der Reichscommiffar für die australische Weltausstellung, Profeffor Keuleaux, hielt gestern Abends im Centralverein für HandelSgeozraphie einen > zweistündigen Vortrag über die Melbourner Weltausstellung und chre Bedeu
tung für den deutschen Export. Zur Hebung des letzteren machte der Vortragende schließlich folgende Vorschläge: Die Engländer haben ihre HandelS- veibindungen dadurch, daß sie Compagnons in den Colonien, meist Verwandte von sich, haben. Ihnen muffen wir nacheifern. Das Haupterforderniß ist aber ei' e dirrcte Dampserltnie, welche von der Regierung subventionirt werden muß tri'Jn England; ferner ein gemeinschaftliche- Speditions-Institut und ein Bank Institut, welche-, au- großen Bankbäusern gebildet, die Zahlungen vermittelt, bester al- eS durch die Reich-bank geschehen könne. Dann muß unsere Segelflotte in eine Dampferflotte umgewand.lt und der ganze Handel nur im Großen betrieben werden. Zur Förderung dieses überseeischen Handels könne und müffe der E-ntralverein für HandelSgeographie bei der Regierung wirken.
— Ueber die Gründe, welche die 28 Mitglieder des Reichstag- und deS preußischen Abgeordnetenhauses zu der am 31. August 1880 veröffentlichten Erklärung ihres Au-tritt- au- der nationalliberalen Partei bewogen, bat Herr v. Forckenbeck fich am 10. d. Mis. zum ersten Male öffentlich vor seinen Wählern in NeuhaldenSleben au-gelprochen. ES heißt in der Rede: „Also au-getreten sind wir, weil unserer Ueberzeugung nach die nationalliberale Partei Ihren Zweck erreicht hatte und in ihrer gegenwärtigen Gestaltung nicht mehr zur Einigung und Herstellung der gejammten liberalen Partei dienen und nützen konnte. Wir erstreben mit unserem Austritt lediglich die Einheit der liberalen Partei und die Bildung der großen liberalen Partei, b:e allerdings nickt von den Abgeordneten kommen wird, sondern durch das Bedürfniß des Volkes und von unten herauf durch dasjenige, waS die Abgeordnete:i von ihren Wählern empfangen und durch die Ei«idrücke, die sie von ihnen erhalten!" Im übrigen Theil der umfangreichen Rede spricht fich Herr v. Forckenbeck lediglich in liberalem Sinne über die TageSfrogen au- und fordert eindringlich auf, liberale Abgeordnete zu wählen.
— Eine hohe Auszeichnung ist Seitens der deutschen Regierung dem factischen, wenn auch nicht nominellen Letter der russischen Politik zu Theil geworden. Kaiser Wilhelm hat dem StaatSsecrekär, Wirk!. Geh. Rath v. Giers, den Rothen Adlerorden erster Klaffe mit BiiOanten verliehen. Die Verleihung geschah kurz vor dem 30. August russischen StylS, dem Namenstage de- Ezaren und anläßlich der Danziger Cntrecue, so daß Herr v. Giers diese hohe Decoration schon anlegen konnte, als er dem Ezaren zu seinem Namenstage gratulirte. Bei dieser Gelegenheit hat der Kaiser Alexander — so wird dem „Berl. Tagebl." mitgetheilt — auch seinerseits den H-rrn v. Giers zu der ihm zu Theil gewordenen seltenen Auszeichnung beglückwünscht.
England.
London, 12. Oktober. Jn England ifi man darauf gefaßt, den Kampf mit den Boers in TranSoaal wieder aufnehmen zu müsten, da der DolkSraad in Prätoria darauf beharrt, aus der mit der englischen Regierung abgelchloste- nen Convention gerade die für die Engländer wichtigsten Bestimmungen zu beseitigen. Sie wollen ihre auswärtigen Beziehungen nicht der Controle der Königin unterstellen und dem englischen Residenten keine Ausnahmestellung be» willigen. Die Convention wurde am 8. August unterzeichnet, falls sie bis zum 9. Norember nicht ratificirt wird, tritt die volle Souveränität der Königin wieder in Kraft. Die Bewegungen der Truppen, welche schon auf dem Rückmarsch begriffen waren, find sofort inhibirt worden; General Wood, der Ober- eommanvirende, hat 10,000 Mann zur Verfügung, welche in angemessener Entfernung vom Transvaal stehen. Sollte der Krieg unvermeidlich werden, wird England ihn, versichert die „Times", zwar mit Bedauern ausnehmen, fich deffelbea jedoch nicht schämen. Voraussichtlich wird eS tndeß zu dem Aeußersten nicht kommen, da die Boers die Ausfichtslofizkett einer zu weit


