Einzelbild herunterladen

1SSL

Freitag den 13. Mai

Nr. HO

tlurcau : S'ch ulstraße B. 18.

Z>««tschland.

Da»«stadt, 9. Mat. Da« Großherzogliche Regierungsblatt (Bei- laat Wr. 12) enthält:

1. Oeffcntliche Anerkennung einer edlen That. Seine Königliche Hoheit d«r Großderzog haben dem Landwind Philipp P'iry U- »u Wöllstein in An- rilennuna ter von tem(elben am 6. Mär; I. I«- mit Muih und EntsLloffen. beit vollbrachten Rettung d,« Rinde« de« Philipp L-inweber zu Wöllstein vom Tode de« Sikrinkin« da« Allgemeine EhrenzeichenFür Rettung von Menschen- leben" Alleranädigft tu verleihen geruht-

2. Ueberficht der für da« Jahr 1881/82 von Droßherzoglichem Mini- sterium de« Innern und der Justiz genehmigten Umlagen zur Bestreitung von Lommunal - Bedürfnissen in den Gemeinden des Kreises Friedberg.

3. Bekanntmachung Großher,-glichen Kreisamis Gießen, die Erhebung ter Umlagen zur Bestreitung der Eommunal-Bedürsniffe in den Gemeinden de« «reis.« Gießen für da« erste Vierteljahr 1881 betreffend.

4 Ueberficht der von Droßherzoglichem Ministerium des Innern und der Justiz für da« Jahr 1881/82 genehmigten Umagen zur Bestreitung von Lommunal-Bedüriniffen in den Gemeinden d.S «reise« Schottern

5. Ueberficht der von Großherzoglichem Ministerium des Innern und der Justiz für das Jahr 1881/82 genebmigten Umlagen zur Bestreitung der Btdürfmffe der iSraeiittschrn Rel'gwns.Gemeinden des Kreises Bingen.

6. Bekanntmachung Grohberzoglichen KreisamtS Offenbach, den Lteuer« ausschlag zur Bezahlung des Gehalts des Rabbmen zu Offenbach für das Jahr 1881 betreffend.

Mainz, 10. Mai. Se. Majestät der Kaiser, begleitet von I. K. H. der Großderiogin von Baden mit Prinzessin Victoria, kamen gestern gegen 2 Udr von Wiesbaden hier an zum Besuch Sr. König!- H^"t. des Groß- Herzogs. Die Allerhöchsten Herrschaften frühstückten mit der Grotzherzozl chen jtamilie und fuhren gegen 4 Ubr wieder zurück.

$ Se. König!- Hoheit der Großherzog hatten für den Abend^zu Ehren de« -omm.ndir.nden Genera,«, d.« General« der »a°-llerie Frhr. °_^^°'beim Tas.l besohlen, wozu die b>er anw.senden G-nerale, sowie die ^kabSossictere der Jnsanterie.Regimenter Nr. 117 und 118 Einladungen erhalten hatten.

Heute Vormittag wohnten Se. ^n^l. Hohe,t der Grcßherzog der Truppenbesichtigung bei. welche General v. Schlotheim über die 3 Bataillone de« Jns.-Regim. Nr. 87 auf dem großen Sand hielt.

^Morgen, am 11. ds-, werden I- R. H- die Großherzogin von Baden mit Prinzessin Victoria auf der Rückreise nach Berlin einige Stunden bei der Großherzoglichen Familie hier verweilen.

Berlin, 10. Mai. Es ist unrichtig, daß die Vorlage über Erbauung des Reichstagsaebiudes auf dem Platze des Raczynskischen Palais dem Bun- d^rath zugegangen sei. Der Reichskanzler würde sich selbst.bemenMen, wmn er kurz nach seiner Drohung mit Verlegung des RegrerungsfitzeS auS Der eine solche Vorlage einbrächte. Im Gegenthetl, dieNorvd. Allg- Ztg. such noch heute den Ernst jener Drohung auftecht zu erhalten, -lic Retchsver« faffuna wtffe nichts davon, daß Berlin ein Recht daraus hätte, fctr ^'6 M Reichstages zu sein. Städte wie Hamburg, Bremen, Köln, Frankfurt a. M-,

Großheriogliche« Ministerium des Innern und der Justiz hat dem Pferdemarkt - Som^s m Saffel die Sr.aubniß zum Vertriebe von 500 Loosen

i 3 tn btn Kreisen Gießen und Alsfeld für die am 1. Juni L I. stattfindende Vrrloosung von Pferden u. s. w- ertheilt.

Gießen, am 10. Mal 188k. GroßherzoglicheS KreiSamt Gießen.

Dr. Boekmann.---------

Nürnberg, Erfurt, Raffel, Hannover, Leivzig, Augsburg, Stuttgart hätten darauf gerade so viel Richt wie Beilin, seien zum Theil geographisch fi^nfllpet gelegen und würden dem ReickStag und Bundesrath wenn sie in ihren Mauern Sitzung hali.n wollten, gewiß sreundlich entgegenkommen, mehr al« ti<«n V"'"'Du°H°ch,<it des Herzog« Paul Friedrich von Mecklenburg Schweim mit der PruzOfin Marie v. Wtndichgrätz ist m Lchwerin n aDer »t tte gefeiert worden. Die Prinzessin stammt bekanntlich aus einem katholischen ßaufe und der Papst wollte die Helrath tur unter der Bedingung gestatten, daß alle «Inder dieser Ehe katl-lisch erzogen würden. Das wollte derGreß- Herzog nicht zugeben; dr, wenn sein ältesten Lohn der Stb>,'°ßhrtz°g, °hne männliche Nachkommenschaft bh.be, die Söhre de« Heez-g« Paul Fitedrich nachsclgen würden in einem protestai tischen Lande und wollte er nur zugeben, daß die Töchter katholisch würden. Die Lchwierigk.it wurde zuletzt dadurch ge­hoben, daß di. Prinzessin sich entschloß, sich eoangeli|d) ^uen ju lofleu.

Die Nachricht, daß Sadullah, der oSmarische Boischaster in S8iTim, nach Konstantinopel berufen n orten sei, um in dem bekannten P^eeß Abdu An» ole 3euac auszutrei.n stellt fich, wie wir hören, als unbegründet heraus.

Ueber die Schritte des srarzönschm Bolschaster- H^rrn Listet t» Konstantin opel wegen der angeblich in der Rötung von Tun S au^schick m rürkischen Kriegsswiffe. die er dem T-legrapben rusolge wtt lran^öfischen Kano nenscküffen bedroht haben sollte, .st hier Nähens ^ch ^icht bekannt. Herr Tiffot hat die Zeit über zwar r fcht in demselben Maße Polmk auf e gene Hand gemacht, w'e sein Vorgänger Fournier, aber er hat doch schon in meh» nren Angel'genheiten manchen LLr>t qrtban, zu welchem er nicht ron vorn­herein direct ermächtigt war. Die fragliche Drohung aber wäre doch em ernster Act, wenn er ihn wirk.ich ohne beson-ere Wnsung vollzogen hätte Man wird die Bestätigung abwanen müsten. Es ist schwer zu glauben, daß die Pforte, ebne die allerdings zweifelhafte Wirkung lhrrr letzten Depe che^v^n 3 sn?Qi hei den Mächten abzuwarten, eine auch nur HUbwegS krieger'sche «urchzebung in See. e gesetzt bab.n sollte. Man möchte daher bei jenem R.u. ttr'sch-n T.l'gramm irgend ein Mißverständntß voraussetzen.

Serlin, 10. Mai. Der sog. Winkeladvocatur, welche fich mit der Abfassung schriftlicher Engaben, b-r Deitreturg bei den mündlichen Derhand. langen vor Gericht urd der Vornahme sonstiger Rechttgeschäste für Andere in denjenigen nach den Reich.proc ßordnungen zu benrthellendeiiSach.nweche von den Parteien se.bst besorgt werden können, bet denen also ein' zwang nicht besteht g.werbt mäßig besaßt, steht nach einem Urtsetle des Re chs- a.richt«, 111. Strass-, vom 5. März d- Js-, r.ichSgesetzlich nicht« weiter im 23.ge, als daß da« Gericht gewerbsmäßige Winkelcvnsulmten von bet Ver­tretung einer Partei bei der mündlichen Verhandlung zurüchwnsen kann (8 143 Civ-'Proceß Ordn.). Dagegen ist die bezeichnete Tätigkeit der W^elcon- sul.nten nicht als die Anmaßung eine« öffen'l ch.n ilmtes au« tz 132 de« deutschen Strafgesetzbuches zu bestrafen. Unbenommen ist jedoch den eirqelnen Bundesstaaten, dmch land.szeletzl che Bestimmungen die gewerbsmäßige Winkel- advscatur zu verbieten und unter Strafe zu stellen. , .

SctHn 10 Mai Die von der neuen Wirthschaftstheorie aufgeworfene Frage vom 2B7Ä Biersund ^anntwerns für dieVottsgesundM ist vori dem be anntm Physiologen der Erlanger Universität Profefior Dr. I. Rosenthal in emer Dchnft einer

Großherzogliche« Ministerium de« Innern und der Justiz tat die Verbindung einer $erh,o|ung vonVieh und '-dwirlhschasilichen Gerä.hen m t dem im October 1. I stattfindenden Grünberger GalluSmarkte und den Vertrieb der Loose ä 1 In der Provinz O h ss g

Gießen, am 10. Mai 1881. Großderzsglickes Sreisamt Gießen.

l)r. Boekmann. ---

------------- ^7,picrtrljAhrlitb 2 Mark 20 Pf. mit Vringerlohn.

Erscheint täglich mit Ausnahme brt Montags. Durch bte Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 P«.

Kichener 'HcnMger

Almigt- nn) Amtsblatt für btn firtis Kiektn.

Dl. <S.°,b<.,li»- » SI.» M ... I» g*-," SB'

^kadresberubt irstatten unv ersucht zu diesem Zwkck die geehrten Mitglieder des Hande«-- und Geaerbestan atnfenbung von R-tizen über dw Lage und den Gang tes Geschäft« in den verschiedenen Branchen während de« vergangenen Iah e«.

Großherzogliche Handelskammer. ___ ___ ___________--------

^BtcbptctdDctf^ctlunß 1881.