Erscheint täglich mit Ausnahme des Montag».
Irrtenx Schulfiraße B. 18.
Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Vringerlohn.
Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 5U Pf.
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dem Kaiser von asten, sowie in -n Stadt einer
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ts abjuiufen.
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Die Verzeichnisse über d-n k. H. zugehen und beauftragen Sie
die <8roßherzoglicben Bürgermeistereien und Markvorstände.
für 1881 aus dem Großherzoglichen Holzsamen-Magazm empfangenen Holzsamen laflen wir Ihnen m den nächsten Lagen hierdurch, für alsbaldige Bezahlung der Beträge an die betreffenden Großherzoglichen Rentämter zu sorgen.
Dr. Boekmann.
III.
Nachmittags (4614
Deutschland.
Darmstadt, 9. Juni. Unser Großherzog wird sich mit den Prin- zesflnnen Victoria und Elisabeth von London aus zu einem kurzen Besuche deS HoftS nach Brüffel begeben und am 14. ds. hier wieder eintreffen. — Nach hier eingegangenen N-chiichten wird Se. Majestät der Kaiser aus der Reise nach der Insel Mainau heute Nackt hier durchpasstren.
Berlin, 9. Juli. Der „Köln. Ztg." wird geschrieben: Die Regie, rung scheil t nur die eine Parole für die Reichsragswablen ausgeben zu wollen: keinen Liberalen. Es ist natürlich, daß bem gegenüber der Ruf immer lauter wird: fiinen Eonseroaliven. Und in der That die Grenze zwischen den ge- mäßigt Eonseroaliven und den Altcoi.servativen ist schier unsichtbar geworden. Sahen wir dock in der vorigen Session die Fn konservativen mit dem Centrum und den Ultra- der Reckten wie der naiven Lil ken zusammen gegen die Regierung die Reich-verfichcrungs'Änstclt ablehnen und für söderallpische Ge- paltung de- UnfalloeisickerungSwesenS ßimwln. Ob b:e F»eicvnservativel! sich auS dem unnatürlich'» Bündniß wieder losmachen werden, stedt dalpn. Wer die Wandlung der Partei, die man früher alS wesentliche Stütze des Reichs- gedankenS ansab, seit einem Jahre virfolgt hat, wird sie schwer! ch für selbst- ständig genug halten, um dem Andrängen von rechtS zu widerstehen. Anders dagegen ist es mit den Parteien aus der linken Seite. Fortschritt und Nattoualliberale sind streng geschieden nack wie vor, wenngleich sie bei manchen Abstimmungen, wo es gilt, Abwehr zu halten gegen reactioi äre Versuch;, ein» müth g zu einander stehen. Und darum verwahren sich denn auch die national- liberalen B älter mit Recht dagegen, daß die RegierungSpreffe, voran die „Provinzial Coriespondenz", von der Fortschrittspartei und ihrem Anhänge spricht, wenn sie die liberalen Parteien meint. D e Absicht ist ja klar, aber durchaus nicht lauter. Und die „Magdeb. Ztg." begegnet der VrrdächtigungS- rnethode der Regierungspresse, die alle Liberalen in Bausch und Bogen als eine relig onsloie und unkönigliche Gesellschaft dem Volke anzuschnärzen ver» sucht, sehr treffend, wenn sie schreibt: „Wer die Äugen offen hat und die Consticte, welche uns drohen, erkennt, muß wiffen, daß die Gefahr nicht von den Extremen zur Linken, sondern lediglich von denen zur Rechten kommt. Dem entsprechend haben wir uns einzurichten. Ein Fortschrittsmann mehr oder weniger ist unter den obwaltenden Verhältnissen herzlich gleichgültig. Es ist dafür gesorgt, daß diese Bäume nicht m den Himmel wachsen. Die Ge- fahr, wir wiederholen eS, kommt von rechts. Dahin muß unsere Aufmerksam» feit gerichtet sein. Und die „Provmzial-Correspondenz" mag eS uns schon glauben, daß wir durch die häßlichen Bilder, welche ihre fieberkranke Phantasie uus vorgaukelt, untere Aufmerksamkeit von der Stelle, von welcher die wirkliche Gefahr droht, nicht werden ablenken lassen." BiS jetzt hat die „Pro- vinzial-Correspondenz" versucht, glauben zu machen, die Fortschrittspartei babe keine Treue gegen den König und keinen Respect vor dem kirchlichen Glaubin. Wenn eS so weitergebt, wird sie ihr demnächst auch Achtung vor bem Eigen- thum, Liebe zu der Familie, Heilighaltung der Ehe, überhaupt jede Tugend abspr-chen. Diese Art der Bekämpfung, so besorgen wir, wird der Fort- schrittSpartei mehr nützen als schaden.
Berlin, 9. Juli. Graf Hatzfeld, bisher deutscher Gesandter in Konstantinopel, ist jetzt endlich, wie der „Reichs-Avz." mittheilt, zum Staatssecretär des Auswärtigen Amtes, welchen Posten biS in die letzte Zeit Gras Ltmburg- Stirum inter'mistisch 'verwaltete, ernannt worden. Bekanntlich machten sich mannigfache Umtriebe gegen die Ernennung deS Grasen geltend, dec vom Reichskanzler jedoch unbedingt als Mitarbeiter gewünscht wurde. Man sagt, Fürst Bismarck würde, da er die Fähigkeiten des Grafen hinlänglich kannte, eher zurückgetreten sein, alS auf den letzteren verzichtet haben. AlS Nachfolger im GesandlschastSposten wird Herr v. Radow'.tz, bisher Gesandter in Athen, genannt.
Koblenz, 9. Juli. Se. Majestät der Kaiser treten heute Allerhöchst Ihre Reise an und werden morgen Vormittag in Mainau eintreffen u t> da» selbst mit der Großh. Badischen Familie zwei Tage verweilen. Am 13. ds. treten Se. Majestät die Weiterreise nach Gastein an.
München, 9. Juli. Die Fürstin Bismarck ist mit dem Grafen Wilhelm Bismarck heute Vormittag aus Kisfingen hier eingetroffen, am Bahnhofe durch den preußischen Gesandten, Grafen v. Werthern-Beichlingen, empfangen worden und nach kurzem Aufenthalt im preußischen Gesandtschafts.PalaiS Mittags zu längerem Kurzebrauch nach Bad Kreuth weitergereist.
IsranLreich.
Paris, 9. Juli. AuS Oran wird gemeldet, daß Bou-Amena mit einer zahlreichen Schaar Aufständischer gegen den Tell vorgeht. General LouiS rückt ihm mit drei Colonnen entgegen. Im Tlemcen-Gebiet herrscht Ruhe.
— Heute' Vormittag berieth der Ministerrath über die Angelegenheiten Algier- und Tunis. Es sollen neue Streitkräfte nach Süd-TuniS gesandt, und Sfax, GabeS und die Insel Djerba besetzt werden. Das in Toulon be» findliche Panzer-Geschwader hält sich bereit, um sofort nach dem Golf von Gabes abzugehen. Der Commandant des Panzerschiffes „Reine Blanche" meldet, daß der Aviso „Chacal" Sfax am 7. dS. mit einer am Strande ausgestellten Batterie von 11 Geschützen beschossen hat. Die Aufständischen erwiderten das Feuer, ohne jedoch den. Aviso zu erreichen. Am 8. ds. bombar- birten btc Panzerschiffe bie Stabt und das Fort. Gegen 1500 Insurgenten halten die Umgebung von Sfax besetzt Die Terrain-Hindernisse machen eine Annäherung schwierig. ES werden Verstärkungen zur Landung erwartet.
England.
Loudon, 9. Juli. Wie der „Standard" erfährt, wird daS englische Geschwader in den tunesischen Gewässern durch zwei Schiffe verstärkt werden.
— Die Königin hat heute in Windsor die Revue Über die Freiwilligen- Regimenter abgehalten. Gegen 60,000 Mann standen in der Parade. Sämmt- liche hier anaescnde Mitglieder der königliche Familie, sowie Ihre K. K. Hoh. der deutsche Kronprinz und die Frau Kronprinzessin wohnten der Revue bei, welche einen glänzenden Verlauf hatte.
Spanien.
Madrid, 8. Juli. Ueber carlistische AufftandSversuche erfährt man gegenwärtig Näheres. Es soll Thatsache sein, daß die ultramontane Partei in den baskischen Districten sich aegenwärtig rühriger als sonst zeigt, daß ferner vor zwei Wochen an der französisch-spanischen Grenze ein Waffendepot aufgehoben und auf Antrag deS Kriegsministers im Staatsrath eine Verstärkung der Garnisonen von Navarra beschlossen wurde. Daß indessen neuerdingS wieder öftere Zusammenkünfte ehemaliger carlistischer Chefs an der Grenze stattzesunden haben und directe Anzeichen eines vorbereiteten Handstreichs in den nördlichen Provinzen vorlägen, wird von den officiösen Madrider Blättern in Abrede gestellt, was allerdings nicht viel beweist, da die erste Nachricht über die Putschversuche auch auS osficiösen Quellen stammte.
Anßland.
Kronstadt, 9. Juli. Das englische Geschwader hat gestern Nachmittag 63/4 Uhr den hiesigen Hafen verlassen. Vor der Abfahrt hatten der Kaiser, die Kaiserin, der Großfüist-Thronfolger, Großfürst Wladimir nebst Gemahlin, die Großfürsten Alexei Al'xandrowitsch, Michael Nicolajewitsch nebst Sohu, der Herzog von Leuchtenberg mit Gemahlin und die Prinzen von Oldenburg und von Micklenburg-Schwerin nebst Gefolge das Geschwader besucht. Auf dem Panzerschiff „Herkules" wurden die rusfischen Gäste mit einem Frühstück bewirthet. Nachdem dieselben später den „Herkules" besichtigt hatten, begaben sie sich auf die russische Dacht „Zarewna", um nach Peterhof zu fahren. Da§ englische Geschwader lichtete sogleich die Anker und falutirte die kaiserliche Standarte. Von den Schaffen des Geschwaders ist die Dacht „Liveley", welche noch einige Aufträge zu erledigen hat, zu einem dreitägigen Aufenthalt hier zurückgeblieben.
Kischeneff, 8. Juli. Der Procureur und der Gensd'armerie-Oberst find in diesen Tagen auS Petersburg hier eingetroffen, um die Aussagen tini»
Stuttgart, 9. Juli. Wie der „Schaäb. Merkur" berichtet, wurde in einer gestern zu Tübingen abgehaltenen allgemeinen Studentenversammlung eine Adresse an die deutschen Studenten in Prag beschlossen, h» welcher dieselben zum Ausharren im Kampfe für deutsche Cultur ermuthigt werden.
Hesterreich.
Wien, 9. Juli. Meldung der „Polit. Corresp." aus Ana von gestern: Die Sect-on Arta ist von türkischen Truppen gänzlich geräumt. Ärta ist gestern Nachmittag von griechischen Truppen besetzt worden. Die Bewohner gingen den g'iechischen Truppen entgegen, welche in einer Stärke von 5000 Manti mit 24 Geschützen in Arta einzoger. Abends war die Dtavt ftstlich erleuchtet.
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Gießen, am 9. Juli 1881.
Betreffend: Die von den Gemeinden für die 1881r Holzsamensendungen zu leistenden Ersatzzahlungen.
Das Großherzogliche Kreisamt Gießen
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Dienstag den 12. Juli
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1881.
Meßmer Anzeiger
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