Piris, 7. Mai. In der heutiger. Sitzung der Internat onalen Münz (Konferenz beantragten der französische Delegirte Cernuschi und de: amerikanische Delegi'te Dona Horton, daß die Vertreter eines j den Staates statistische Angaben über die Siloec- au^prägung oder die Goldausprägung in ihren Staaten li. fern möchten. Dieser Antrag wurde angenommen Der holländ'sche Delegirte Pierson sprach sich zu Gunsten des Blmetalltsu.us aus Der belgische Delegirte Pirmez erklä te, d rß er die Behauptung, daß für alle Staaten die Goldwährung als alleinige Währung eine Nothwendigkeit sei, aufrecht erhalte. Für diejenigen Staaten, in welchen ein Zwungscours für Papiergeld bestehe, sei der Bimetallismus eine finanzielle Frage, weil diese Staat n sich von dem Zwangs-Course durch das minderweithige weiße Münzmetall freizumachen suchen. Schließlich sprach sich Pirmez für die Aufrechterhaltung des Status quo aus. Dem Vorredner gegenüber erklärte der italienische Delegirte Seismet Doda im Namen seiner Regierung, daß Italien nicht daran gedacht habe, ein Geschäft daraus zu machen, indem es seine Delegirten zu der internationalen Münz-Conferenz entsandt habe. Dieselben sollten vielmehr mit ihrer Erfahrung, ihren Kenntnissen und ihren Ansichten zur Lösung einer, die ganze Welt interessirenden Frage beitragen. Die nächste Sitzung der Münz- Conferenz findet am Dienstag den 10. d statt. Am Montag werden die Mitglieder der Münz-Conferern von dem Präsidenten Grevy empfangen werden und auch die Banque de France besuchen.
Türkei.
Konstantinopel, 7. Mai. Die Botschafter und die türkischen Dele- gtrteu werden allernächst, vielleicht schon heute oder morgen, zu einer Vorbesprechung in der grtechisch'türktschen Grenzsrage zusammentreten.
Itlrgraphische Peprschrn.
Wolff's telegr. Esrrespimtzeitz-ivunau
Wie-baden, 8. Mat. An der kaiserlichen Tafel nahmen Thetl die Frau Großherzogin von Baden, die Prinzessin von Schaumburg-Lippe, die Prinzessin von Thurn und Taxis, die Prinzessin v. Hohenlohe-SchilltngSfücst, Fürst Galizin, Gras Solms-Rödelheim, Regierungspräsident v. Wurmb, Baron v. Rothschild u. A.
Paris, 8. Mai. In der gestrigen Sitzung der internationalen Münz. Conferenz erklärten die Delegirten Deutschlands, Deutschland erachte es für zweckmäßig, sich mit England in's Einvernehmen zu setzen, sowohl wegen der directen wichtigen Beziehungen zwischen Deutschland und England, als auch weil der Londoner Markt vorzugsweise zur Liquidation der auswärts laufenden Rechnungen Deutschlands diene.
Wien, 8. Mai. Der Kronprinz Rudolf und die Prinzessin Stephanie nahmen Vormittags im Schönbrunner Schlöffe im Beisein des Königs und der Königin von Belgien, die Huldigung der Deputationen deS österreichischen ungarischen Parlaments, der Stadt Pesth, des Wiener GemeinderatheS, der Kroaten, des Landtags, der Stadt Fiume, der Militärgrenze, der österreichischen Kronländer, sowie des Klerus entgegen. Das Brautpaar hielt bet jeder Deputation Cercle.
— Im Ceremoniensaale der Hofburg sand gestern ein Hofball statt, auf welchem der Kaiser und die Kaiserin, die belgischen Majestäten, Kronprinz Rudolf, Prinzessin Stephanie, viele Mitglieder der kaiserlichen Familie, die fremden Fürstlichkeiten, sowie das diplomatische Corps erschienen.
Petersburg, 8. Mai. Das „Journal de St. Petersbourg" bemerkt gegenüber einer Mittheilung der „Mosk. Ztg.", nach welcher Unterhandlungen mit dem Vatikan aus die Errichtung einer Nuntiatur in Petersburg abzielen sollten, ein solcher Gedanke sei weder von der einen, noch von der anderen Sette in Anregung gebracht worden und könne ersichtlicher Weise auch nicht in Frage stehen.
Riga, 8. Mat. Nachdem in den letzten Tagen an 20 Dampfer das Eis in der Paffage bet Domesnees durchbrochen haben, und tn den hiesigen Hafen eingelaufen sind, kann die Durchfahrt nunmehr auch für Segelschiffe als frei betrachtet werden. In Bolderaa trafen heute circa 30 Schiffe, der Mehrzahl nach Segler, ein.
Lokales.
Gießen, 9. Mat. In der Nacht von Samstag auf Sonntag wurde von einigen Hilden lur Abwechslung eine eiserne Staketenwand sammt Grundsteinen von einer Mauer in der Bahnhofstraße heruntergertssen
— In derselben Nacht faßten die Schutzleute zwei junge Leute ab, als sie auf dem Brande die Mtlitärposten chicanirten. Einer derselben, der die Angabe ves Namens verweigerte, mußte biS Sonntag früh auf der Wache zubringen. Hoffentlich wird ihnen daS ,,Postenrevtdt ren" etwaS gelegt werden
Vermischtes.
Lauterbach. DaS XL Turnfest de« GaueS Heffen (A.ittelrheinkretS) wird Sonntag den 10. und Montag den 11. Juli d. I dahier abgehalten werden. Zu diesem B Hufe haben schon mehrere Sitzungen stattgefunden und da« Festcomtte lot sich bereit« gebildet. Daffelbe ist eben eifrig mit den nöthigen Vorarbeiten zum Feste beschäftigt und dürfen wir, wenn daS Wetter einigermaßen günstig wir«, auf eine große Bethetligung rechnen. Die diesigen Einwohner werden Alle« aufbieten, damit das Fest alS rin recht gelungenes bezeichnet' werden kann. Zur Verherrlichung des Feste« dürfte noch die tn Aussicht stehende Anbringung einer Gedenktafel an dem GeburtShause des verdienstvollen Förderer« der Turnsacke, vcs verstorbenen Turnlehrer« Adolph Spieß von hier, welche bet Gelegenheit des Turnfestes stattsiaden soll wesentlich beitragen. . '
Berlin, 6. Mai. Ueber den Umfang der Arbriten, die unsere ReichSdruckcret zu be wälttgen hat, hat der außerhalb der Verwaltung Siebende kaum eine Vorstellung DaS Personal der RetchSdruckeret besteht z. Z. außer dem Dtrector, auS 10 etatSmaßig angestelllen Beamten, 67 ständigen Werkleuten und 615 g:gen Tagelohn beschäftigten Arbeitern Gegenwärtig besitzt die RetchSdruckeret 37 Schnellpressen und 191 sonstige Maschtmn De'r Umfang der von der RetchSdruckeret gelteferten Drucksachen beziffert sich auf rund 1OO Millionen Bogen tm Jahr. Nach den Mittheilungen des PostarchtvS sind im vergangenen Jahre über 800 Millionen Werthzeichen tm Gesammtwerthe von mehr al« 1000 Mill. Mark oder etwa 2% Mill. Stück im Werthe von 3t/3 M,ll täglich hergestellt. Einen großartigen Umfang bat der Druck und die Lieferung der Postwerthzeichen angenommen. Täglich sind Mill Stück gefertigt worden. Zur Versendung wurden tm vorigen Jahre 16,024 Kisten tm Gesammt- pewickte von 542,613 Kilogramm, täglich also tm Durchschnitt 53 Kisten von 17*0 Kilo- kramm Gewicht benutzt. Um die Freimarken mit dcm nöthigen Klebstoff zu versehen, find täglich 38 Kilogramm Gummi-«rab,cum erforderlich. Die Zahl der täglich bcrgcstellten Dost, kartm ist neuerdings auf 400,000 Stück gestiegen. Es springt in die Augen, daß die hiesige ReickSdruckerei, in Weicker sogar die GerichtSformularien für ganz Deutschland en gros ber- gestellt werden, für die Buchdruckereibesitzer deS deutschen Reick«, die durch jene ReichSanstalt eminent in ihrem GesckäftSbetrieb beeinträchtigt werden, daffelbe ist, was die Straßburger TabakSfabrik für da« TabakSgrickäft in Deutschland ist, gleichwohl hat sich bi« setzt keine Stimme dagegen erhoben. Sacke der Einzelregierungen ce« deutschen Reichs sollte cs aber sein die Formularien, welch« tm eigenen Land gebrauckt werden, wenigstens auch darin unfertigen zu lasten und den daraus entspringenden Verdienst den inländischen Buchbruckereien und nickt der ReichSdruckerei zuzuführen. (Die Druckereibesitzer in Gießen können von diesem Kapitel auch ein Liedchen singen.)
— (Dl« beiden Zöpfe.) Frau: Wie kommst denn du heute wieder heim? Du hast ja einen mächtigen Zopf!
Mann: Du auch, ick wollt' nur, ich könnte den meinen auch so leicht auf den Nachttisch htnlegen wie du.
— (Bmtv'rgiflung durch Tinte J Im Nastaui'chm wurde kürzlich rin Lehrer zur Erde bestattet, oer an einer B.utvergiftung gestorben war, die durch einen Stich mit einer S ahl- i feder in die rechte Hand hervorzerufen wurde. Es ist Dies eine Mahnung an seine Eollegen, wie an alle Andere, die viel Tinte gebrauchen, dieselbe nur unter größter Vorsicht zu beschaffen. Schr häufig ift nämlich die Tinte zur Verhüt >ng von Sri immelbildung mit etwa« Äetzsudlimat, einem Präpa at aus Quecksilberoxid mit Salz'äure, versetzt. Das Setz'ublimat ist ab.r eine« der heftigsten G fte, weSha'b die von d^mielb.n, wenn auch nur in der alle kleinsten Dert.ä tniß. zahl durchdrungene Flüssigkeit bei der geringsten Unvorsichtigkeit oder beim geringsten Zufalle bie bedauerlichsten Folgen nach sich ziehen kann. Es ist bekannt, wie gerne Kinder d e Feder nach dem Gebrauche ableck.n, anstatt dieselbe In ni licher und unschädlicher Weise mir dem Wucher auSzufigen Wie leicht kann außerdem in eine am schreibenden Finger befindlicke kleine Wunde Tinte kommen! Auch eine directe, an sich unbedeutende D»rwundung mit der Feder selber ist keine Seltenheit. In allen diesen und anderen Fällen sind die schlimmsten Folgen zu ! befürchten, sobald die betreffende Tinte Sublimat enthält.
i London, 4. Mai Einer der Admiralität airs Montevideo zugegangenrn Depesche iu» i folge ist die Schraubenschaluppe „Doterel" am 26. April bei Sandy Point in der Magellan- I slraße in die Luft geflogen. Die Ursache der Katastrophe ist, wie das Telegramm binzufüat, 1 "lcht bekannt. Der Eapitän, der Zahlmeister, ein Ingenieur, der Zimmermann und 7 Seeleute befinden sich unter den Geretteten. Der „Royal Navy List- zufolge batte die i «Doterel" eine Armatur von 6 Geschützen, eine Tragkraft von 1124 Tonnen und 900 Pferde kraft, und die Besatzuna war einschließlich der Qfficiere 138 Köpfe stark. Die Schaluppe be. sand sich seit Anfangs Januar von Chatbam unterwegs, um da« Schwestersckiff „ bcngutn" auf die Pacific-Statton abzulösen In Fiottenkrctsen wirb der Ansicht Ausdruck gegeben daß das Unglück durch die Explosion der Pulverkammer veiursacht worden. Der ^Doterel" war, wie es heißt, auf der Fahrt nach dem stillen Qcean mit der Erforschung der zahlreichen Häfen und Canäle in bei Magellanstrahe beschäftigt. Man vermuthet, daß die Eatastrophe auf offenem Meere stattfand und daß die am Leben Gebliebenen eine der Küsienstationen erreichten von wo auS sie sich mit Montevideo in Verbindung setzen. Ja Ehaiham, wo daS Schiff gebaut worden sowie in Portsmouth, wo es tn Dienst gestellt wurde, hat die HiobSpost große B stirzung hervorgerufen.
— Das „Frankfurter Handelsblatt" schreibt über die Actien-Eommandit-Gesellschaft „Printemps", PariS: H-rr Jaluzot ist ohne Zweifel ein gewandter tüchtiger Mann. Er hat verstanden, auS dim Movewaarengesckäft „PrintempS", wenn auch lang- nicht daS erste, so doch eines der größten Magazin- in PrrtS zu machen, und jetzt, da daffelbe abgebrannt ist sucht er die Wteberaufricktung in vie'. größerem Maßstabe herbe,zuführen mittel« Ausnutzung Der überall erwacktcn Gründung« und Betheiligunzslust. Dafür fordert er nicht weniger al« 49 Millionen Frcs. Unsere Leser haben in der letzen Beilage einen Prospect gefunden, der zur Zeichnung auffordert, und im Reklamentheil deS Morgenblatt,s eine Empfehlung. Merkwürdigerweise sind wir bisher in französischen Blättern weder einer Information ütet dos Untern.hmen, nock auch nur dem Prospekt begegnet. Herr Joluzol scheint also in erster Lime ba* Ausland zur Bethei igung heranziehen zu wollen, und In E rcularen wendet er sich besondeis an seine Kundinnen und an alle Damm, die es werben wollen. Es liegt allerdings außerhalb de« Rahmens unserer Beurtheilung, wie weit ,8 etwa den Kundinnen de« „Printemp«- G-nug- thuung bereiten kann, für 500 Franc« oder da« Vielfache davon da« Vergnügen zu erkaufen, sich Aktionärin des Magazins nennen zu können. Vom g.schäft tchen Standpunkt ab., v'rdient die Frage einer Betheiligung, io weit das vorliegcnd: Material Einblick gewährt, kaum auck nur ein ernsthaftes Erwägen. Das niedergcbranntc Magazin soll, wenn wir un« recht entsinnen für etwa 10 Millionen versichert gewesen sein; das neue Unternehmen soll 40 Millionen er halten. Welchen Thetl dieser Summe nimmt Herr Jaluzot vorweg für daS Einbringen seines abgebrannten Magazins? So lange das nicht be'annt ist, kann der Ernijsionspreis „aI pari ohne jeden Aufschlag" nicht veurthetlt werden; vielleicht ist der Preis mäßig vielleicht um bas Doppelte zu hoch. Ebenso wenig ist hinsichtlich der Chancen des Gewinn s irgend ein Urtheil möglich. Die Aktionäre sollen vorweg bis 5 pCt Znlen, im U brigen aber' nur die Hälfte de« Supergewinnes erhalten; die andere Hälfte scheint für Jaluzot reservtrt zu sein. (Wtr unsrer seit« möchten unserer Damenwelt bei tiefer Geieg nhett Den Rath geben, i ren B.darf an Garderobe Den heimischen Geschäften zu entnehmen Letztere geben sich anerkanntermaß n alle Müde, das Neueste und Schönste zu bieten. Hier dürfte ein klein wenig Local Patriotismus ganz gewiß am Platze sein. D- Red.)
— (Zur Warnung für Auswanderer.) Folgender Brief eines sächftschen Auswanderers, welcher nach Strehla gerichtet und tm Lokalblatt veröffentl-cht ist hat gewiß auch für weitere Kreise manches Beherzigcnswerthe. Derselbe lautet:
Chicago, 28 Januar 1881. Lieber Wilhelm! Leider ist Deine Prophezeihuna emflctroffin; ich wie viel Andere, welche mit mir die Heimath verließen, sind nun hie brodlos, während wir zu Hause unser gutes Auskommen hatten. Die meisten müssen froh sein, wenn sie als Straßenkehrer oder Holzhauer ihr Leben fristen können • von den in Deutschland geträumten Säcken voll Dollars, die wir verdienen könnten ist keine Spur. Es sind auch zu Viele herüber gekommen, deshalb ist auch der Verdienst so knapp. Die Beutelschneideret, wie sie an den Landungsplätzen stattfindet, spottet aller Beschreibung; bis aufs Blut werden die Auswanderer ausgesogen von den söge, nannten Agenten, so daß die meisten, wenn sie das nöthige Geld besäßen, wieder w: rückkeh.en würden, wo sie hergekommen sind. Verwünsch! sollen die Schuft.- fein welche durch falsche Vorspiegelungen die Leute verlocken, und Dich, lieber Wilhelm, bitte ich Dein Möglichstes zu thun, daß Diejenigen, welch? uns nachzufolgen gedenken, hiervor gewarnt werden. Die Regierung selbst sollte die Sache in die Hand nehm n, dann blieben die Meisten vor den Drangsalen bewahrt, die sie hier erdulden müssen Ich will Dir erzählen, wie es mir ging. Kaum war das Dampfschiff „Nederland" gelandet so drängte sich eine große Menge Leute um uns, Jeder wollte behülflich sein Aucd' ich wurde von Emem aufaegabelt, der sich mir als ein Landsmann vorstellte und mich mit in eine Kneipe zog Ich bemerkte aber, daß er mich nur betrunken haben wollte und benutzte eine gute Gelegenheit, um einem andern von den sogenannten Landsleuten' in? Garn zu laufen. Als ich am andern Morgen wach wurde, war mir fast olles Geld, mit Ausnahme dessen, was ich mir in den Nock genäht hatte, gestohlen Ich
machte auf der Polizei Anzeige, wo mar. nur ein Achselzucken dafür hatte, das war auch Alles. Ich wandte mich vor sechs Wochen nach Chicago, wo man gerade so w.'nig Verdienst hat wie in Milwaukee. Ich wurde noch von den Andern aus Sachsen die mit mir gekommen waren, glücklich genannt, als eh mir gelang, bei einem reichen Amerikaner als Holzhauer angestellt zu werden. Du kannst auch jetzt begreifen warum meine Schrift so schlecht geworden ist. Meine Hände zittern mir immer, denn ein Kaufmann ist an solche Arbeit nicht gewöhnt. Ach, wäre ich nur wieder bei Dir- ick träume Nachts von Euch, ich kann mich einmal in meine jetzige Lage nicht finden Und doch geht es mir im Verglich zu Ande n noch gut; sie haben nicht einmal mehr ein Obdach für die Nacht, und viele habe ich gesehen, welche NachtS irn Freien fampirten • wovon sollen sie sich auch ernähren? Nun lebe wohl und komme mir ja nicht hierher nach, um Alles, was Dir lieb ist, und denke oft an Deinen unglücklichen Freund Friedrich.
Berlinische LebenS-DersicherungS-lYesellschaft von 1836. Der un8 vorliegende RecknungS-Bericht der .Berlinischen Lebens Dersichrrungs-Gesellschaft von 1836" weist wiederum überaus günstige Resultate auf. Trotz bedeutender Dotirung de« Garantie- unv Reservefonds (derselbe wuchs um 1,612,379 Jt) konnte für die Versicherten abermals eine um 1°/0 höbere Dividende in Aussicht genommen werden. DaS konstante Steigen bir.8 Gewinn-AntheilS ist besonders beachtenSmertb. Seit 1868 beobachtet man folgende Sätze- 17'/r, IS« 3, 19, 21, 22, 22VZ, 23, 25, 27, 29, .30, 31, 32 o/o Ueber die solide Fundamen- tirung die vorsichtige Gcschäftsleitung und die gesunde Entwickelung dieses Institut« braucht solchen Zahlrn gegenüber gewiß nicht« weiter gesagt zu werden.
— Von dem OffieiercorpS der tunesischen Armee giebt ein Berichterstatter der Köln. Ztg." eine reckt erhettemde Beschreibung. Da die Officirre von ihrer Kindheit an "weite morgenländische Kleidungsstücke gewöhnt find, pflegt ihre der französischen nackgeahmte Uniform — die höheren Officiere tragen noch rothe Hosen — schlecht zu sitzen und ihnen würdelo« und häufig ztrlumpt um den Körper herumzubängm Richt selten gewahrt man auch tte Herren Officiere auf ihren kunstrettermäßig aufgeputzten Eseln oder Mauleseln, die eine Art Paß gehen, und «8 ist damit ein für europäische Augen gewiß recht komische« Bild geliefert. Man richtet die Thiere zu diesem Gange dadurch ab, daß man einen ihrer Hinterfüße mit i tm Vorderfuß derselben Seite zusammenbindet, wodurch man sie zwingt, beide Füße zugleich zu bewegen, worau« ein für den Reiter bequemer und schneller Gang entspringt. Daß Die tunesische «imee mit einer unverhältn'ßmäßig großen Anzahl von Dffideren — zumeist StabSofficie,en und Generälen — gesegnet ist. findet seine Ursache zunächst darin, daß alle Diejenigen Knaben oder Jünglinge, welche Pagendienst versehen oder versehen haben, mit militärischen Titeln beschenkt werden, und zwar zum mindesten mit dem eine« Lieutenant«, infolgedeffen c8 tn TuniS Hauptleute, Major« und sogar Obersten im Alter von 12 bi8 20 Jahren giebt Der Bey der nickt weniger al« 40 Pagen hält, die fortwährend in seiner Gesellschaft sind, hat nur eine grau und gilt al« Weiberfeind. Da nun ferner sehr häufig auch, wie in Rußland, der GencralStitel an Eivllbeamte verliehe» wird und nicht selten auch der Bey nach dem Tode
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