Ausgabe 
10.2.1881
 
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dieselbe dürfte das Gebiet deS Orange-Freistaates passtet haben und scheint | einen Angriff auf das Fort Amiel zu beabsichtigen.

Kopenhagen, 8. Februar. Durch Schneesturm und Els ist jede Ver­bindung mit Fünen und Schweden heute unmöglich gemacht.

Straßburg, 8. Februar. Zu der Ergänrungswahl zum Bezirkstage im Bezirk Brumath, bet welcher der Candidat der vereinigten Mentalen Pro- testpartei gewählt worden ist, bemerkt dieElfaß-Lothr. Ztg.", daß diese Wahl an sich eine politische Bedeutung nicht habe, sondern nur durch die voraufge- gangene Agitation. DieElsaß-Lothr. Ztg." bemerkt dann weiter:Mit Bedauern haben wir einen namhaften Theil der katholischen Geistlichkeit eine mit ihrem Amte des Friedens und der Versöhnung schwer vereinbare Agita­tion betreiben sehen. Eine derartige Einmischung der Diener der Kirche in die rein weltlichen Angelegenheiten des Landes entspricht nicht den Jntereffen dieses letzteren, ebenso wie wir bezweifeln muffen, daß der Gegensatz, in welchen ein Theil des katholischen Klerus sich offen zu der Frie­dens- und Versöhnungspolirik des Statthalters gestellt hat, den Jntereffen der katholischen Kirche in Elsaß Lothringen zu entsprechen vermag."

Berlin, 8. Februar. Das Herrenhaus erledigte zwei Rechnungsvor- lagen und genehmigte das Gesetz behufs Erweiterung der ersten Klaffen für Elementarlehrer-Wittwen und Waisen unverändert in der Faffung des Abge­ordnetenhauses. t _ . o

DerRelchs-Anz." publicirt eine kaiserliche Verordnung vom 7. ds., - wonach der Reichstag aus den 15. ds. nach Berlin einberusen wird.

Die Strafkammer des hiesigen Landgerichts verurtheilte heute den Redacteur desBörsen-Courier", Robert Davidson, wegen Beleidigung des Ministers Maybach durch zwei den Eisenbahnunfall bei Blumberg betreffende Artikel zu 1000 X Geldbuße event. 100 Tagen Gefängniß.

Seitens der freiconservativen Partei ist ein Festmahl für den Abg. v. Bennigsen in Anregung gebracht worden, an welchem sich Mitglieder aller Fraktionen betheiligen dürften. Präsident v. Köller hat seine Theilnahme be­reits zugesagt. m

Paris, 8. Februar. Nachdem die Vereinigten Staaten von Amerika den Vorschlag wegen einer internationalen Münzconferenz in Parts auf der Basis der Doppelwährung von Gold und Silber angenommen haben, wird Frankreich nunmehr Einladungen zur Theilnahme an der Conferenz an die übrigen Mächte ergehen laffen. ES ist indeffen noch ungewiß ob diese Einladun- gen von Frankreich allein oder in Verbindung mit den Vereinigten Staaten ausgehen werden.

Athen, 8. Februar. Der Kriegsmintster thetlte in der Deputaten- kammer ein Decret des Königs mit, durch welches die Mannschaften der Nationalgarde im Alter von 31 bis zu 40 Jahren einberusen werden. Durch diese 10 Jahrgänge wird die bewaffnete Macht auf 113 993 Mann erhöbt.

London, 8. Februar. Oberhaus. Der Staatssekretär des Auswärtigen, Lord Granville, erklärte in Beantwortung einer Anfrage Lord Lytton's, die Regierung habe gegen die Veröffentlichung der in Kabul aufgefundenen russischen Schriftstücke nichts einzuwenden. Rußland habe für unrichtig erklärt, daß sich in dem Heere Aioub Khans, zur Zeit, wo dasselbe gegen die Engländer gekämpft, russische Offiziere befunden hatten, alle seitdem aus zuverlässigen offiziellen Quellen geschöpften Informationen hatten diese Erklärung Rußlands bestätigt. Lord Lytton zeigte an daß er wegen der beabsichtigten Räumung von Kandahar demnächst einen Antrag stellen werde. .

Unterhaus. Unterstaatsfekretär Dilke antwortete auf mehrere an die Regierung gerichtete Anfragen: Die Regierung habe Grund zu glauben, daß aus der Streitfrage zwischen einem englischen Staatsangehörigen und einer französischen Gesellschaft in Tunis keine Verwickelungen zwischen Frankreich und England entstehen würden Der Vorschlag, eme Konferenz m Konstantinopel abzuhalten, fei von keiner der Machte begünstigt worden, der Vorschlag, zwischen den Botschaftern der Mächte und der Pwrtv Verhandlungen stattfinden zu lassen, werde noch von den Mächten erwogen. Bezüglich der türkisch-montenegrinischen Grenze sei von den Grenzkommissarien ein urkundliches Schriftstück unterzeichnet worden, wonach die Grenze vom Skutar'.fee bis zu dem Punkte, wo derselbe sich mit dem Bojannflusse vereinige, laufen, von da ab aber dem Thalweg bis zum Meere folgen solle. Die Türkei und Montenegro sollten beide volles und vollständiges Schiffahrtsrecht auf dem Flusse haben. Die Errichtung einer jüdischen Kolonie zur Entwickelung Palästinas fei, so viel der Regierung bekannt, von der Pforte nicht sanktionirt. Zur Theilnahme an der Zuckerkonferenz hätten sich Oester­reich und Belgien bereit erklärt, Deutschland habe die Beschickung der Konferenz abgL- lehnt, Frankreich und die Niederlande hätten auf die bezügliche Anfrage noch nicht geantwortet.^^^Eaatssekretär im Departement der Kolonien, Duff, bestätigte auf Be­fragen, daß der König der Aschantis an der Goldküstc England mit Krieg bedrohe.

Vom Hause wurde hierauf die zweite Lesung der irischen Zwangsbill fortgesetzt, die Debatte dauerte bis nach Mitternacht und wurde dann auf heute vertagt-

London, 8. Februar. Amtliche Meldung aus Capetown vom 6. d. M: Eine Anzahl der aufständischen Basutos hat sich unterworfen, die Häuptlinge der Aufständischen im Basutolande haben in einer an den Gouverneur gerichteten Petition um Frieden gebeten, der Gouverneur hat denselben geantwortet, daß sie nicht blos auf Gerechtigkeit sondern auch auf Generosität zu rechnen hätten, wenn sie die Waffen niederlegten und sich der Autorität der Regierung unterwürfen. Amtliche Mittheilungen aus Prälona vom 10. Januar konstatiren, daß die englischen Truppen in dem Gefechte mit den Boern am 6. Jan. schwere Verluste erlitten und messen die Schuld dem hinterlistigen Verhalten der Boern bei, welche eine weiße Fahne gezeigt und dann auf die ihre Deckung verlassenden Engländer zweimal geschossen hätten. Die Eingeborenen werden von den Doeren zum Aufstande aufgereizt, alle Häuptlinge der Eingeborenen seien aber treu geblieben und hätten sich rboten, den Engländern Beistand zu senden. Das An­erbieten sei jedoch abgelehnt worden.

Berlin, 8. Februar. Das Abgeordnetenhaus genehmigte heute in zweiter Lesung den Rest der Kreisordnungsoorlage nach den Beschlüssen der Commission. Eine längere Debatte rief der § 74 (Ernennung und Qualification der Landräthe) hervor. Nachdem indeß mehrere zu demselben gestellte Ab- änderungsänträge abgelehnt waren, wurde der Paragraph schließlich in der Faffung der Commission angenommen. Der Minister des Innern erklärte dabei, die Regierung werde einem Versuche, die Frage der Anstellung der Land­räthe bei dem vorliegenden Gesetze zu regeln, nicht entgegentreten, wenn eine Vereinbarung darüber zu Stande käme, andernfalls bitte die Regierung, die Frage ganz fallen zu laffen. Der CommisfionSantrag sei nicht annehmbar, eS müffe eine größere Erleichterung in der Qualification eintreten. Die Re­gierung könne bei Besetzung von Landrathsämtern nur solche vorwiegend berück- fichtigen, welche die nothwendige Ausbildung oder das Leben im Kreise dazu qualificire. Schließlich genehmigte daS Haus die Provinzialordnung nach den Commisfionsanträgen. Nächste Sitzung morgen.

Die heutigen Abendblätter veröffentlichen ein von den Zeugen v. Benntgsen's unterzeichnetes Protokoll über die Duellaffaire Bennigsen-Lud- wig, deflen wesentlicher Inhalt bereits bekannt ist Wie diePost" übrigens wiffen will, yäre die Anregung zu einem Diner für Bennigsen vom Präsidium des Abgeordnetenhauses ausgegangen.

Der permanente Ausschuß des Volkswirthschaftsraths hat bei der zweiten Lesung des Unfallverstcherungsgesetzes beschloffen, daß bei den Ver­

sicherten bis zu 750 «X Jahresarbeitsverdienst % Prämie die Arbeitgeber, i/3 das Reich oder der betreffende Staat, bei einem Jahresarbeitsverdienst von 750 bis 1200 2/3 Prämie die Arbeitgeber, V3 die Arbeiter, bei einem

Jahresarbeitsverdienst von 1200 bis 2000 die Arbeitgeber die eine Hälfte und die Arbeiter die andere Hälfte der Prämie zu zahlen haben.

Paris, 8. Februar. Deputirtenkammer. Bei der fortgesetzten Be- rathung des EhescheldungSgesetzes erklärte der Justizminister, er Halle cs für nothwendlg, den Anhängern dec Ehescheidung einige Zugeständnisse zu machen. Religiöse Erwägungen seien bei den Debatten ausgeschlossen, da Frankreich keine Staatsreligion habe. Die Lage der Kinder sei ebenso b«klagenSwerth bei der Ehescheidung, wie bei der körperlichen Trennung der Ehegatten. In Frank­reich verknüpfe man mit dem Ehestande den Begriff der Unauflösbarkeit. Die Ehescheidung sei in Frankreich niemals populär gewesen und würde die Keime zu einer Sittenverderbtheit legen. Der Just'zminister erklärte zum Schluffe, er habe nur seine persönlichen Ansichten auseinandergefetzt und wolle die Kammer keineswegs beeinflusien.

Im weiteren Verlaufe der Sitzung wurde der Antrag auf Wieder­einführung der Ehescheidung, welcher von der Commission befürwortet worden war, mit 261 gegen 225 Stimmen abgelehnt.

Lokales.

Gießen, 9. Februar. ^Sterblichkeit in Gießen.j In der Woche vom 30. Jan. bis 5. Februar belief sich die Zahl der Todesfälle in Gießen auf 10 und oertbeilen sich dieselben auf 4 Erwachsene, 2 Kinder im 1. Lebensjahre und 4 Kinder vom 2. bis 15. Jahre. Von den Erwachsenen starb je eine Person an Lungenschwindsucht, Lungen- emphyfem, Darmverschlingung, Altersschwäche. Von den Kindern un 1- Lebensjahre erlag das eine Krämpfen, das andere Stimmritzen-Oedeni. Bei den älteren Kindern erfolgte der Tod zweimal durch Diphteritis, einmal durch Lungenschwindsucht, einmal durch Bronchienentzündung.

Vermischtes

Im Jahr 1880 wurden im Großh. Hessen 140 Bergwerke verliehen, davon 34 in Starkenburg und 106 in Oberhefsen.

Um 4- Dezember v. I. ist die Personenpost von Löbau nach Deutich-Eylau zwischen 3 und 4 Uhr früh von einem unbekannten Passagier beraubt worden. ES ist entwendet em Geldbrief vom Postamte in Löbau an das Postamt in Marienweider, enthaltend 5 Doppelkronen und 9 Banknoten zu 100 J(. mit den Nummern 2/S.8U3 B, 1,388,808 C, 510,268 C, 853,808 D, 561,998 D, 1,320,247 D, lo8,528 A, 1,223,484 D, 1,060,867 B. Der Dieb ist noch nicht ergriffen, auch sind die gestohlenen Banknoten noch nicht zum Vorschein gekommen Auf die Ermittelung des Thäters und die Wieder- Herbeischaffung des Geldes ist von der Kaiserlichen Ober Postdirektion in Danzig eine Belohnung von 100 ausgesetzt.

Hamburg. DasHamburger Fremdenblatt" schreibt: Eine hundert Gentner I schwere Nähmaschine, entschieden die größte und stärkste, die je gebaut wurde, ist dieser Tage bei Herrn G. N eidlinger, dem Vertreter der weltbekannten Newyorker Nah­maschinenfabrik der Singer Manufacturing Co. emgctroffen und ist für die Baumwoll treibriemen-Fabrik der Herren E- Hagen & Co., hier, Hafenstraße 59, bestimmt. Selbstredend kann dieselbe nur durch Dampf bewegt werden und macht sie mit ihren ineinander greifenden Kammrädern und den zum Fortbew-gen des Stoffes dienenden Walzen eher den Eindruck einer Buchdruckerpresse, als den einer Nähmaschine. Trotz ber den Anforderungen entsprechenden colossalen Eonstruction aus Schmiedeeisen und bestem Stahl trotzdem sie einen Faden führt von der Stärke eines respeclablen Bindfadens, arbeitet die Maschine vollkommen selbstthätig mit großer Leichtigkeit und Eleganz und veidient als ein außerordentlich hervorragendes Produkt des erfinderischen Geistes hingestellt zu werden. Es ist erstaunlich, zu t'eben, wie cm Mädchen mehrere solcher Maschinen, die in unstörbarer Ruhe und Gleichmäßigkeit fortroirfcn, zu bedienen vermag, ohne sich dabei irgendwie anmitrengen. D'.e Beaufsichtigende Hat nur auf die Spannung und den ungehemmten Fortlauf des Fadens, fowie aus nöthige Oelung der sich bewegenden Maschinentheile zu achten. Neben dieser in Rede stehenden Colossal- Maschine, die gleichzeitig mit 2 Nadeln (der AusdruckNadeln" ist freilich zu schwach für diese Lanzen) näht, hat die Newyorker Fabrik noch eine ganze Stufenfolge für den­selben Zweck, jedoch für etwas leichtere Aufgaben in Bezug auf Dicke und Breite der zu steppenden Treibriemen, gebaut, und hatten wir das Vergnügen eine bedeutende Anzahl derselben, sämmtlich auf dem Wege her Transmission von einer Dampfmaschine in Bewegung gesetzt, in der Treibriemensabrik von E- Hagen & Co in Thatigkest zu sehen- Die hier genähten Riemen von 416 Lagen eines schweren, dicht gewebten Segeltuchähnlichen Stoffes,Ontario" genannt, von einer Länge bis zu 300 Fuß und darüber und einer Breite von 2 Zoll bis zu 5 Fuß diese Riemen sind eine schnell in Aufnahme gekommene Neuerung und gebührt den obengenannten Herren H. & Co. das Verdienst, diesen neuen Industriezweig, der Vielen ehr lohnende und leicht zu verrichtende Beschäftigung giebt, hier eingeführt zu haben, was redoch ohne die dauer­haften, praktisch confiruirten und leistungsfähigen Smger-Mmchmen nicht möglich ge­wesen wäre. In erwähnter Fabrik wirken zwei wesentliche Faktoren zur Hervorbringung eines tadellosen Produetes mit. Einmal die Vorzüglichkeit der Singer-Maschinen, und andererseits die große Sorgfalt seitens der Treibriemen-Firma, eine Thatsache die evident zu Tage tritt, wenn man Proben aus englischen Fabriken, mit bem hiesigen Fabrikat vergleicht, welch letzteres in Bezug auf Accurateste und Fadensuhrung, auf Dauerhaftigkeit und Ebenmaß die englische Waare weit hinter sich läßt. Uederhaupt übertreffen diese Riemen die Lcderriemen bei Weitem an Haltbarkeit und namentlich an Consiftenz, so daß sie sich nicht dehnen und immer gleichmäßige Spannung behalten. Es sind in der That die praktischsten und die besten, die ans je Vorgelegen, wie wir gleichzeitig einräumen müssen, ein solch Wunderwerk, wie die neue Riesen-Nähmaschine, bislang noch nicht gesehen haben.

Als ber tollste Schwank, ter jemals vorgekommen ist, entpuppt sich bi8 jetzt bet Prinzenraub" in Düsielborf, sofern nachstehenbe Erklärung berDüsseldorfer Volkszeitung" gleicb ber letzthin vom Wolff'schen Bureau gebrachten beti Anspruch erheben darf,autbentisch" zu fein. Ein Telegramm aus Düsielborf meldet nämlich:Ein Extrablatt berDüsseldorfer Heilung" berichtet: Soeben erfahren wir, baß die ganze Grsediä'te von ber Entführung bes Prinzen von Hohcnzollern, burch welebe bie ganze hiesige Bürgerschaft in die Aufregung versetzt worben ist, ein Märchen ist. Der wahre Sackverbolt ist so etgenthümlicher Natur, baß er hier nur angedeutet weiben kann- Dem Prinzen war ein nicht näher zu bezeichnendes kleines Malheur passirt, daS »hn veranlaßte, sich im Rheine waschen zu wollen und sich selbst die Haare abzuscknetden re. re. AuS begreiflicher SLam eifanb er zur Erklärung des rebo et-rten Zustandes, in welchem er heimkehrte, die ganze Räubergeschickte. Die rumänische Revvlutionsparici. von welcher schon bie Rebe gewesen ist, bat also nut Der gangen ©adje nichts zu thun." Im Laufe bet Jahre hat man, bemerkt hierzu dasBert Tagebl. , bei ber ! Reoactionsa'beit re-che Gelegenheit bie wunderlichsten Erfahrungen zu sammeln unb ben Humor, , sowie bas Raffinement zu beo achten, mit welchem ein Zufall für einige -Dtunben aus einem Mol) von Nachricht em n Sewations-Elephanten" macht. Aber trotz unseres guten Gedächt- msies erinnern wir uns nickt, daß jemals e ne annäbernbe Bosheit de« Schicksals aus einem ! kleinen prinzlichcn und allgemein mensck icken Malheur eine bcrartige Ungeheuerlichkeit, wie ben . Prinzenraub, zu constatlten verstauben hätte. m

, ° _ rficine Trwkaelder mebt ] Den ersten Schritt zu einer Reform, deren Verwirk­

lichung von allen Reiienben mit größter Freude begrüßt werden wirb, bat bas Hotel Royal ' tr. Hannover qetban, wie aus folgendem Cireularschreiben bertoorgebt: ,,Ew. Hochwohlgeboren

l erlauben wir uns die Mitteilung zu machen, baß mir bem 1. k. M. bem gesammten Personal

1 unseres Hauses bie Annahme von Trinkgelbern bei Verlust ber Stellung untersagt werben wirb. Wir schmeicheln uns, durch biese Einrichtung ben Zeitverhältnisien Rechnung zu tragen und manchen Uebelstänben begegnen zu können Indem wir Ew. Hockwohlgcboren gehorsamst er sucken, hiervon geneigtest Notiz nehmen zu wollen verbinden wir damit die böfliche Bitte, uns 1 pas seither bezeigte Wohlwollen auch fernerhin nicht zu versagen. Hochachtungsvollst gehorsamst Grbr. Christ

Ein wahrhaft wunderbarer Apparat ist in Leipzig erfunden worben unb hat einen bortigen Menfchen'reunb Namens Genlilli zum Vater. Sein patentirter Apparat bezweckt nickts weniger, als das Abmuikien des ganzen Stenographengeschlechts. Der Redner braucht bloß einige Hebel in ben Mund zu stecken unb seine Worte erscheinen, kaum gesprochen, auf 1 einer Walze, bie mit ben Hebeln eleetrisch verbunben ist unb in beliebiger Entfernung stehen