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9.8.1881
 
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Nr. L82

Dienstag dm 9. August

1881.

Kießener 'Anzeiger

AllZtigk- nnb Amtsblatt für btn Kreis Gießen.

Erscheint täglich mit Kulnabme brt Montags

Tltircau i bchulstraße B. 18.

Prei» vierteljährlich 2 Mart 20 Pi. mit «ring-rlohn. Durch die Post bezogen vrerteljährlich 2 Mart bO Üi.

Gießen, am 6. August 1881.

Betreffend: Tie Au«führung be« Geseke« vom 10. S'plember 1878 über den Schutz der in

fremder Pflege befindlichen Sinder unter 6 Jahren.

Das Großherzogliche Kreisanü Gießen

an di- Großber;oalicb-n Bürgermeistereien des Kreises mit Ausnahme von Gießen

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Grünbergerstraße.

bursche findet Stellung Narktstraße.

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Josef und der König von Sachsen gegenseitig Besuche ab. Am Abend kehrte der König von Sachsen nach Dresden zurück.

Oesterreich.

Gastein, 6. August. Heute früh 9 Uhr erfolgte die Abreise Sr. Mai. des Kaisers Wilhelm nach Salzburg. DaS Dadepublikum hatte sich vor demBadeschloffe versammelt, um dem Kaiser eine herzliche Ovation zu bringen. Mehrere Damen überreichten DmquetS, welche der Kaiser huldvoll dankend entaegennahm. Zum Abschiede wann auch die Gemeindevertretung und die hiesigen Beamten erschienen. Zum Bürgermeister Gruber gewendet, dar.kte der Kaiser für die ihm erwiesene Aufmerksamkeit und sprach die Hoffnung auS, daß er, wenn Golt ihm das Leben schenke, im nächste Jahre wiederkommen werde. Unter enthusiastischen Hochrufen deS Publikums und während die Kurkapelle da-' Heil Dir un Stezerkranz" anstimmte, schritt der Kaiser die Treppe vom Badejchloß berab und bestieg den offenen vierspännigen Postwagen in Beglei­tung des Adjutanten v. Lindeqmst. Mittag- wird der Kaiser bei dem Kron­prinzen Rudolf in Salzburg dtntren ; morgen erfolgt die Weiterreise nach Frank­furt q. M. zum Besuche der Ausstellung; von Frankfurt begiebt sich Se. Maj. der Kaiser nach Koblenz zu Ihrer Maj. der Kaiserin.

Arankreich.

Paris, 5. August. Der neu ernannte nordamerikanische Gesandte Morton bat heute dem Präsidenten Grevy sein Beglaubigungsschreiben über- reicht. Die JournaleFrance- undNational- bekämpfen die Banketrede Gambetta'S m TourS als ein unbestimmtes und gefährliche- Programm und sprechen sich gegen die Idee einer theilwelsen VersaffungS-Revtfion hinsichtlich der Bestimmungen über den Senat aus'- Entschiedenste auS. DerTemp-- billigt G^mbetta's Rede und meint, daß dieselbe einen großen Ein auf die Wahl'» au'übe» merbe. Bezüglich einer Modifikation de« Senat« müsse er sich unter allen Umstänb'n feine Anfichl vorbehaiten, er halte eine solche auch n,d)t PariS^ll^ August. Auch dasJournal de« TäbatS", sowie die Jour« naleLe XLX. sidcle,La Paix ur.bLe Parlament mißbilligen bie Jd.e tAambeita's einer partiellen Revision der Verfassung sichtlich bes Senat«. Nach auS Tunis vorliegenden Nachrichten herrscht dort jetzt überall Ruhe und hat e- sich als sicher herausgestellt, daß die meisten der jungst au-gebrochenen Befürchtungen nur durch Böswilligkeit verursacht wurden und durch keinerlei ernftbafien Vorgang behübet waren. - Gin Eingeborener, welcher der Flatter'schen Mission angehSrte, unb dtm M-.fiacre entgangen war, ist gestern ,n Tripoli« angekommen unb bat neue Detail« über den Vorfall überbracht.

DieAgence Havas' erklärt bte Behauptung berMorning Post", paß die Absenbung einer Truppenmacht von 40,000 Mann nach Afrika in Frage stehe, für gänzlich unbegründet.

Paris, 6. August. Gme Mi'theilung de« Sriegsministers erklärt d,e beunrubuenben Gerüchte, betreffend Algier unb Tunis, für unbegründet. Die in Sfid Kreider unb Mecheria befindlichen Truppen würben feben werteren Auf- stanb«ve'rsuch verhindern. Die Arbeiten an ber Gise, bahn würden gefordert. Bet den an der aufstänbischen Bewegung betheiligt gewesenen Stämmen kehre die Ruhe zurück. Es besteht daher kein Grund für die B-sürchtung eine« allgemeinen Aufstande«, welche in Frankreich zur Beemflußung ber Wahlen verbreitet werde. In Tuni« sei neuerbirgs keine ernstliche Ruhestörung vor. gekommen. D e einbeimi'che Bersbrrmerie werbe voraussichtlich int bet Lage sein, in Kurzem die Räubereien zu unterdrücken, deren Bedeutung überMeben worden fei. Schließlich wird in der erwähnten Mittheilung bemerkt, daß der Gesundheitszustand ber Truppen in Algier und Tum« nicht Sonstig s-i alS derjenige der Truppen in Frankreich. Nach er er au« DchAsh'" ergeaangenen Meldung bat der S°phi Amar b" H°nia. w'lchn b m Maffarn der Flatter'fchen Miifion enlkommm war, angegeben, daß der tüt tische Gouoer neu? von Ghabames Mitschuldiger an dem Maffacre sei und sogar Artheil an der Beute gehabt habe.

Gugkaud.

London. 6. August. Die diplomatische Korrespondenz, betr- Eypmt, ist im Parlamente zur Dertheilunz gtlan-t. Dieselbe enthält Depeschen Gladstone's und dt« Staatsiecretärs bet Golemen, Lord Kimberliy, an den

Zlcut/c-land.

Darmstadt, 6. August. Seine Königliche Hoheit ber ®rv&b<rjO8 nahmen heute miulärische Meldungen entgegen und empfingen den Major Klicket vom drillen Ostpreußilchen Grenadier-Regiment, Jisipicient der im Truppengebrauch b.findiichen Waffen, den Obersteuerrnspector v. Buri, den Vorstand de« hesfischeu Feuerwedp-Verbande«, Justu«, den Generalstcrtlär Weidendammer und den Gerichtsschreiber Zimmermann.

Bcrlin 5. August. Die Wahlbewegung wird mehr und mehr von der Grirltlung über Handelssrtihtil Ui d Zollfchutz beherrscht, wiewohl diese Llreil. srage schwerlich ui ber nächsten Ltg'«laiurptr>obe wieder bin anflelpuntt bilben dürste um welchen die parlamentarischen »ämpse sich bewegen. Die National. Liberale Gorresponbeuz sagt, es würbe viel ersprießlicher sein, wenn bte «tgierungsorgane sich angelegen fein ließen, über da«, wa, die Zukunit brrn- aen soll, Klarheit zu verbreiten, anstatt sich gegen die Vertreter ctI 8Ttl^ * delilehre in Beschuldigungen zu ergehen, bie bei dem denkenden I^elle bet Beoölkeruwa doch keinen Glauben finden. Zumal wäre Klarheit wünschens werth über die bii allen Reformen, welche geteilt werden, un ^btt8rnbe (rebei.be Steuerfrage. Die außerordentiichsten Dinge sind in Aussicht gestellt, «he man aber daran denken kann, all' den versprochenen Segen au« ber

Hi,6.« 111 laden, wild e« sich erst batum hanbeln, wo man da« (Selb herbekommt, unb e« will uns scheinen, als möchte sich ^.^ler irgenb etwas entwickeln, wa« man gegenwärtig noch in ein künstliche« Dunkel ju hüllen ^"^oui'München berichtet wirb, bat sich dort eine neue katholische Stubentenverbmbung gebildet, welche um die Bevormunbuni. durch die nord, deutschen Brüder zu umgehen', nur Bayern als Mitglieder aufntemnt.

- Wie man hört, hat das Reichsamt de« Innern dem See-Amt in Hamburg eine genaue Untersuchung betreff« des Schiffe« "®anballa au8'* geben, namentlich um festzustellen, ob Niemanden bei dem Unfälle eine Ver. schulduig trifft. Vielleicht trägt der von so großem und gerechtem Aussehen bealeitete Unfall dazu bei. daß eine Gesetzvorschrfft erlaffen wird, wonach alle Seeschiffe, wenn sie eine bestimmte Seemeilenzahl zurück^elegt haben, einer gründlichen amtlichen Untersuchung hinsichtlich ihrer Brauchbarkeit unterworfen Wlbtnl_ Da« neueste Beiheft zum Amtidlatt de« Reich-postamtS enthält eine ausführliche Mettheilung über die Neuordnung de« Land post dienst es im beul, icken ReichSaebiet. Man ersieht daraus, daß nach dem festgeflellten Desammt plan tu Verbesserung b.r Landposteinrichlung bei 3774 Anstalten bas sind 49 pEi. aller Postanstalten be« ReichSpostgebutS, bereu Zabl Gabe z .I- 7579 betrug, in «utficht genommen war. Es sollen 55,000 L.nborten ob r 43 pGt. ber letztem bie Verbesserungen zu Gute kommen. Unter dusini Sanb orten befinden fich alle größer», im Relchspostgebnt vorhandenen gefch offen n Ortschaften, sodaß im Wesentlichen nur d.e absetts gelegenen, schwierig zu erreichendenEmzelfiedrlungen-, sowie einzelne geschloffene Orte geringetn Ber- kehrSumsangs einstweilen auSgesch'.offen bleiben. Der fahrende L,andbref- träger gewährt den Vortheil einer ausrerchendern postallschen Bedienung der Landbevölkerung und einer Besörderungs-Gelegenhett für Reffende. Mit Ruck- ficht aus die Kosten ist vorläufig die Schranke gezogen, daß der fahrende ^and- briefttäaer nur da verwandt wird, wo es fich um Derbmdunz mit benachbar­ten Postanstalten handelt, oder eme erhebliche Beschleunigung zu erreichen, oder ein außeraewöhnlich starker Päckereiverkehr zu bewältigen ist.

Berlin, 6. August. Auswärtigen Nachrichten gegenubrr kann die Nordd. AUg. ßtd.N mittheffen, daß die Sisfinzer Kur ganz lm Gezenihetl aerade in ten letzten 14 Tagen einen besonders guten Einfluß auf daS^Besin- den des Reichskanzlers grübt hat, so daß er täglich ausgedehnte Spazier- mer ^München, s. August. T<r Sömg unb bl, fibnlgui bon Scchl'u ,;nb c_ltA, 5i/o Uhr von Tegernsee hier eingetroffen und unBaven-

ftnf- abaeftuflenU ®ie Ankunft be« Kaisers von Oesterreich erfolgte S?gen%. Uhr b-rselbe hat in bem Palais be« Prinzen Leopolb fein »steige, qrtartier gmommem Die Königin von Sachfen ist heute Vormittag

nach Trnasp ab "reist. - Im Laufe de« Tage- statteten sich ber Kaiser Franz