Ausgabe 
9.2.1881
 
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Str. 33. Mittwoch den 9. Februar »88L

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Anikitze- mD ImtsMiitt fit i>en Kreis Gieße«.

Me-actionöburcau r

^xpeditton-bureau:

Schulstraße B. 18.

Erscheint täglich mit Ausnahme bed Montags.

PreiS vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohiu Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf.

Amtlicher Theil.

Gießen, am 6. Februar 1881.

Betreffend: Die Einsendung der Liquidationen über an Truppen geleisteten Vorspann.

Das Großherzogliche Kreisamt Gießen

an die Großherzoglicben Bürgermeistereien des Kreises.

Wir sehen der Einsendung etwa rückständiger Liquidationen über geleisteten Vorspann, oder der Anzeige, daß solche Kosten nicht zu liqutdtren sind, binnen 3 Tagen entgegen.

Dr. Boekmann.

Deutschland.

im. Darmstadt. 6. Februar. In der am vergangenen Freitag stattgehabten Sitzung des Gefedgedunflsausjä'usseS der zweiten Kammer wurde über die Recommunication erster Kammer bezügliL de- Leiegentwurfes. die Ausübung und den Schutz der Fischerei dctreffenv. dnathen und Bescbluß gefaßt. Bekanntllcb stimmte die erste Kammer bei der überwiegenden Mehrzabl der Artikel des Eniwuif- den jen'eltigen BeschllDen bei. Al8 Zusatzartikel 6a de» itblcß die erste Kammer eine Bestimmung aufzunebrnen wonacb nicht blöd olle innerhalb der letzten 3 Jahre wegen Jagt- oder Fischereif'evels Bestrafte von dem Rechte zur Pachtung au-geichlcssen werden, sondern auch Alic. welche wegen irgrnd eines Verbrechens die bürgerlieben Ehrenrechte verloren hoben oder unter Po'izeiaufsicht sieben. Diese beiden letzten Bestimmungen scheinen dem Au-schuß ztvetter Kammer mit Rücksicht auf den zu erreichenden Zweck zu weit iv geben und er beantragt, dem fixt. 6a folgende Fassung zu geben:Zur Pachtung darf nicht zuge'assen werden, wer innerhalb der letzten 3 Jahre wiederholt wegen Flsck'ereifrevttS bestraft worden tst. Tritt während der Dauer der Pacht,eit dieser Fall em, |o hört die Pachtung auf. - Bei A, k 10 nahm die Kammer eine Aenberung vor, wonach eS den Grundbesitzern künftig nicht gestattet jein soll, die nach dem Rücktritt dcS Waffe,- in (Stäben und Vertiefungen, welche nicht In fortdauernder Verbtnduna mit einem offenen FOchwaffer stehin zu'ückgcbliebenen Fische sich anxuei-nen. Der Ausschuß erachtet eine Abänderung de- beftebenben ZustandeS für nicht wünichenSwertd und beantragt Beharren bet dem früher zu Art. 10 gefaßten Beschluß. Zu Art. 47 hat die erst Kammer der Ansicht ihre- AuSschuffeS bei, daß Im Intercffe der Hebung der Fischerei sammtirche Verr'endunaen von Fischen soweit cfefelben im Äroßherzogtbum gefischt werden, TranSportscheine (UrsvrungSzeugniffe) beigegeben werden müßten oder wenigsten- für alle Versendungen au» den Gegenden, in welchen der Fiich resp. KredSfrevel überhand Jinvmmen bat Für die Fälle in welchen der Fischer die Fische seiest tranSvortirte und zum verkaufe auSbietet, soll statt der TranSportsche ne eine von dem betreffenden OxtSvorstand für cte Dauer dieser Fischereiberechtigung darüber auSzustellende Bescheinigung avsreichen Der AuS'chuß zwelier Kammer beantragt Ablehnung der von dem anderen Hause in dreiem Sinne beschlossenen Zu'atzartikel 47a und 47b, in denen er eine übe:flüssige Beschränkung des Verkehr- mit Fi'ch<n erblickt. Eden'o beantragt der Ausschuß Ablehnung des von der ersten Kammer zu Art 5 dcS Entwurfes besckloffenen Zusatzes, wonach eS B-sitzern von Enten untersagt sein soll, tiefeiben in offene Frschwaffer während der Win:er'chonz«it etnzulaffen. Zu Art. 55, welcher Bestimmungen wegen deS Abschlagens von Wüster zum Zwecke der AuSfegung der Böcke enthält, beantragte der SuSschuß, cenform den Bcschlüffen erster Kammer, Wicderher- pellung der Regierungsvorlage. In Consequenz der Ablcbnung der Art. -17a und 47b wird Ablehnung dt- von tet ersten Kammer ,u Art. 61 des Entwurfes beschlossene Zusätze- be­antrag», welcher Strafbestimmungen für diejenigen enthält, welche Fischeda, wo es vorgetchrieben ist, ebne Beifügung deS TranSportscheineS versenden oder ohne Mi'führung deffelben, resp. der vorgeichriedenen Be'chetnigung solche tranSportnen

Unsere letzte Rottz bezüglich der am vergungenen Donnerstag stattgebabten Sitzung de- Finanzaus'chuffrS der zweiten Kammer bedarf einer Berichtigung dabin, daß der AuSick- be­züglich bei AntraaeS der Abgg Schroeder und Stephan (Heßloch) aus Erhöhung der Staatö- trafcc zwischen Aierstein und Aackenheim in seiner Majorität Beharren bti dem früheren Beschlüsse beantrag», wonach die Regierung vorerst um wertere Erhebungen in den in dem damaligen AuLichußderrchte aneedeuteren R'.chtungen ersucht xovto während die erste Kammer die für eine sachgemäße Erhöhung ter fraglichen Straßenstrecke erforderlichen Geldmittel bereu- 11 da- nächste Staatsbudget eingestellt sehen will.

Darmstadt, 5. Februar. Da- Großherzogl. Regierungsblatt (Beilage Nr. 3) enthält:

1 Bekanntmachung Großherzoglichen Ministeriums des Innern und der Justiz, den Ausschlag der zur Bestreitung der allgemeinen Bcdürfniffe der evangelischen Kirche des Großherzogthums im Jahre 1881/82 erforderlichen Steuern betreffend.

2. Summarische Ueberficht der Rechnung Großherzogltcher Landes-Wai- senaustalt zu Darmstadt für 1879/80.

3. Uebersicht der pro 1. Avril 1881/82 von Großherzoglichem Ministe- rium des Innern und der Justiz genehmigten Umlagen zur Bestreitung von Sommunal-Bedürfniffen in den Gemeinden des Kreises AiSseld-

4. Bekanntmachung, die Umlagen der israelitischen Religionsgemeinde zu Schaafheim für 1880 betreffend.

5. Ordensverleihung.

6. Dienstnachrtchten. Se. König!. Hoheit der Großherzog haben aller- znädigst geruht: am 17. Januar den von dem Herrn Fürsten zu Asenburg- Birstein auf die evang. Pfarrstelle zu WeningS, im Dekanate Büdingen, prä- sentirten evang. Pfarramts-Canbidaten Otto Wissig aus Gießen für diese Stelle zu bestätigen; am 19. Januar den Haupistsueramts Assistenten 1. Klaffe Johann Jacob Eberhardt zu Mainz zum Reo fionscontroleur bei dcm Hauptsteueramte Mainz zu ernennen.

Am 18. Januar wurde dem Schulamtsaspiranten Johannes Grimm aus Lletn-Welzheim, im Kreise Offenbach, die erledigte Schulstelle zu Zellbausen, im Kreise Offenbach, übertragen; an demf. Tage wurde der von dem Herrn Fürsten zu Aseuburg.Birstein auf die dritte Lehrerstelle an der Gemeinde­schule zu Münster, tm* Kreise Dieburg, präsentirte SchuliMksospirant Heinrich Blank auS Dieburg für diese Stelle bestätigt; am 22. Januar wurde der pFvvtsorische Parquetdtener bei der Staatsanwaltschaft am Landgerichte der Vrovinz Starkenburg Wilhelm Reith zum Kanzleidiener bei diesem Gerichte

ernannt; an dems. Tage wurden dem Schullehrer Wilhelm Schäfer zu Heppenheim, im Kreise Heppenheim, und dem SchulamtSasptranten Johann Natale aus Kloppenheim, im Kreise Friedberg, Lehrerstellen an der Gemeinde- schule zu Heppenheim, im Kreise Heppenheim, übertragen.

7. Dtenstentlaffung.

8. Ruhestandsversetzungen.

9. Eoncurrenzeröffnung. Erledigt ist. die mit einem kath. Lehrer zu be­setzende erste Lebrerstille an der Gemeindeicbule zu Dietesheim, im Kreise Offenbach, mit einem jährlichen Gehalt von 1000 JL Mit diesem Gehalt ist Kirchendtenst verbunden. Dem kalh. Pfarrer zu Mühlheim, im Kreise Offen, bich, und dem Bürgermeister und Gemeinderalhe zu DteteSheim steht das Präsentationsrecht zu dieser Stelle zu.

10 Sterbefälle. Gestorben sind: am 2. Novbr. 1880 der Schullehrer Georg Dillmann zu Griesheim; am 3. Decbr. der CabinetS-Protokollist, Kanzletrath Atolph Gtrbeaux zu Darmstadt; am 4. Decbr. der Schullehrer Karl Mtyer zu Unter-Moffau; nm 10 D<cbr. der Hoflaquat i. P. Georg Andreas zu Darmstadt; am 12. Decbr. der Sreueraufseher i. P. Zimmermann zu Heppenheim ; am 20. Decbr. der Actuar i. P Karl Dieffenbach zu Darm­stadt; cm 24. Decbr. der evang. Pfarrer Georg Wilhelm Becker zu Uden- heim; am 26. Decbr. der Forstwart t. P. Heinrich Keber zu BernSburg; am 29. Decbr. der Hofkuischer Ph. Crößmann zu Darmstadt; am 30. Decbr. der Hosmusiker i. P. Heinrich Christian Pfeil zu Darmstadt; am 2. Januar 1881 der Haupistemptlverwalter Georg Sttpp zu Darmstadt; am 5. Januar der Obergertchtsrath i. P. Dr. Josef KaSpar Emanuel Schmidt zu Darm­stadt; am 12. Januar der General-Auditeur i. P. Adolph Zimmermann zu Darmstadt; am 18. Januar der Geheimerath i. P. Dr. Otto HallwachS zu Darmstadt; am 22. Januar der Geheimerath i. P. Ludwig Ewald zu Darmstadt.

11. Berichtigung.

Berlin, 6. Februar. Wie mttgetheilt wird, beabsichtigt die ReichSpost- verwallung, an solchen Orten des platten Landes, welche eine Eisenbahn- Haltestelle, aber keine Postanstalt haben, sowie an solchen ländlichen Orten ohne Postanstalt, welche an Postrouten liegen, Hilfs-Postavstalten einzurichten. Letzteren ioll der Verkauf von Freimarken, Postkarten, Packetadreffen rc. und dte Annahme und Ausgabe von gewöhnlichen Brtefpostsendungen, Zeitungen und Packeten ohne declarirten Werth übertragen werden, also Ausgaben, welche jetzt die Landbriefträger zu erledigen hab?n. Es liegt auf der Hand, daß da- durch eine schnellere Beförcerung alS mit den Lai dbrieslrägern erreicht werden kann, und cs 'st bit Absicht deswegen durchaus zu billigen. Wenn aber ferner den Verwaltern solcher Hilfs Postar stallen nur eine jährliche Entschädigung biS zum Maximalsatze von 50 JL gezahlt werden soll, so befürchten wir, daß diese Rewun-ration der verlangten Mühewaltung und Verantwortlichkeit viel zu wenig entspricht, als daß die betr. Anstalten dabei ihrem Zwecke ganz genügen wcrden.

Arankreich.

Pari», 6. Februar. Noch vor Ablauf diese- Jahres «erden alle Hospi'äler von Pans mit einer Bibliothek, zum G.brauche für die Kranken, versehen sein. Der Gememderath hat zu diesem Zwecke der Asfistance Publigue einen Eredit von 10,000 FrcS. bewilligt.

Der berüchtigte Lopez, derselbe, der den Exkaiser Maximilian von Mexico um e ne Handvoll Goldes an Juarez verrteth, ist soeben in Pari­angekommen.

Seit 24 Stunden find zwei bedeutsame Kundgebungen erfolgt, welche gestatten, nunmehr die brennende griechisch-türkische Frage mit größerer Seelen- ruhe zu bchandeln. Die eine ist die Etklärung St. Hilatre's in der franzö- fischen Kam mer, daß die Regierung trotz aller Sympathien für Griechenland den Frieden und die Ruhr Frankreichs höher achte. Die zweite nicht minder bedeutsame bringt uns eine offenbar inspirirte Depesche derAugsb. Ztg." aus Berlin, worin es heißt, daß die deutsche Regierung ihr Möglichstes thun wird, um einen Ausgleich hcrbeizuführen, daß dieselbe jedoch irn Falle einer vielleicht sogar wahrscheinlichen Scheiternng der diplomatischen Intervention, an der Localifirung des Krieges zwischen den Streitenden festhalten wird und in dieser Richtung der europäische Äeropag einig ist.

London, 6. Februar.

England.

Die nationale Bewegung greift immer weiter