Ausgabe 
7.4.1881
 
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eib und grün mit lihalt.

sird gebeten, -atz abjugeben. Tie inung bebalten.

ttswe« Nr. 66. stellt offen bei machir Boger.

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es gegen eine H öhl abjulteftrn btr ecbrttbtr ton guter Handschrift

Ir. Rosenberg.

es und gtwün?iti ähen, Bügeln und en i|t, fudiu: U< r Exptd. b. Bin» n - Färberei tri Jach- A $ rtreter für die Pfali mitt« IV. an

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Ncichcnsanb- ann mit schöner risllichr «rbeitcn Offerten eub B» tann mit schöner kleinere Steifen tu t zu engaM gv M. L 7u0 bei bff

Siijltt.

steüung.

Aubert,

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Nr. 82.

Donuktstag beu 7 April

1881.

Kicßener Mutiger

Anieigk- iisd Amtsblatt fit bca Kreis Gießen.

reeu i Schulstraße B. 18.

Erscheint täglich mit Ausnahme be* Montag!.

^rd» vierteljährlich 1 IRart 20 Pf. mit thrngeriebn Durch die Post bezogen rnerteljährlich 2 Äark 50 P'.

Amtlicher Pheil.

Betreffend: Den im März 1881 vorzunehmenden Wiesengang. Dießen, am 6. April 1881.

Das Großherzogliche Kreisamt Gießen

an die Grofiberzoglicben Bürgermeistereien des Kreises.

Diejenigen von Ihnen, welche noch mit Erledigung der Verfügung vom 24 Februar l. I. im Rückstände sind, werden hieran mit Frist von 8 Tagen erinnert.

Dr. B o e kmann.______________________________________________________

Ä ii s s cb re i b en.

In der Nacht vom 1. auf 2. I. MtS. wurden dahier mittelst Einbruch- und Einsteigen- nachfolgende Gegenstände gestohlen:

1) eine Standuhr mit PorcellangedäuS, auf welchem die Figur eine- liegenden Manne- in Bronce sich beftndet,

2) eine graue, mit Leide durchwirkte Tischdecke,

3) ein braun s Sophaktsien, in welches Ro'etten und Veilchen gestickt sind,

4) zwei weiße Lophaichoner,

5) zwei kleine Herrenpbotographien mit schwarzen gepreßten Rahnen,

6) ein Photographie-Album, schwarz mit Messingschloß.

7) zwei grau canble Aaffee-Lervtetten mit weißen Borden,

8) eine weißgewtrkte Kaffee Serfiette mit Franzen,

9) mehrere Servietten von verschiedener Sorte, L. B. gezeichnet

Man ersucht um Nachforschungen und Nachricht von dem etwaigen Resultat.

Gießen, den 4. April 1881 Großherzogliche Polizeiverwaltung Gießen.

Fresenius.

Das Asylrecirt und der deutsche 'Reichstag.

D»r Gedankenaustausch der europä schen Regierungen üoer die nihilistische Piopagandi ist zur Zeit natürlich en sehr reger; auch wiro die Frage einer Beschränkung de- LiylrechtS in allen cwilrftrten Ländern lebhaft diScutirt. Selbst in England und in der Schweiz, in elfterem Lande durch die Derhas« tung Most'-, in letzterem durch den Socialisten Eongreß, in Fr nkreich durch Preßprocesie. in Rumänien durch Verwaltung-rnc-ßr.gelu bekunden die Ä?flie- nin;en ihr Interesie an einer Unterdrückung cynischer Agitation oder ro:berei» tenter Handlungen zu politischen Mtuckelmorden. Bei un- haben sich schl ich die Stimmen aller politischen Parteien vereinigt, um eine öffentliche Verur« tbeilung verbrecherischer Agitationen auSzusprechen. und der Antrag Windtdorst giebt der Stimmung im Reichstage wie im Volke den richtigen Ausdruck.

Der Antrag verlangt die Auslieferung btr Flüchtlinge, welche Attentate verübten oder beabsichtigten, an den beteiligten Staat, o. h. es soll der Reichskanzler ersucht werden, auf eine Vereinbaruna mit anderen Staaten h.n- umirftn, durch welche jeder beitreteude Staat sich in den betr. Fallen zur Ausl eferung der Verbrecher verpflichtet. Der erste Fall, in welchear die Aus« lieserung stattzufiuden hat, betrifft den Mord oder bin Versuch des Morres, und dieser Forderung dürften ziemlich alle Staaten, Amerika vielleicht au-ge- : omn.en, zustimmen. Dagegen erheben sich bereit- jetzt in Rumänien, U garn, in der Schweiz, in Fr nkriich und in Euglard Stimme:, gegen eine Ausliefe« rung von Verbrecher,', welche ein zweiter Theil d:S Wndthorst'schen Ai.trages bezeichnet, demzufolge auch die Verabredung zu Attentaten, auch wenn eS zur Ausführung richt gekommen ist zur Ausliefeiung der Betheiligten führen soll. Man fürchtet hier baS Vorschieben von falschen Eomplotten, wie sie in der Pha, tafte der Polizei leicht auftauchen. Dagegen bürste roiebemui con fast allen Staaten im Interesie der öffentliche Sittlichkeit die Aufforderung des Etudthorst'schen Antrages, b'e öffeuU.che Aufforderung zum polilischei-. Morde zu bestrafen, Ai klanr finden.

Der Antrag hat, mit Ausnahme der Stimmen der Socialdemokraten, Annahme gefunden und wird dem Reichskanzler willkommen sein. In der That erwartet man von der deutschen Regierung im Auslande eine Anlegung der bremenber.Asyl Frage.- Daß diesmal eine Initiative des Reichstags in einer Frage der auSwärt-gen Politik lern Sanzler willkommen ist, der feine vortrefflich geleitete Domäne sonst gccen parlamentar.sche Einmischui gen ziem­lich gesichert hat, zeigt, daß auch in der Diplomatie zuweilen die Zustimmung des Volk- gesckätzt wirb. Jedenfalls wird man in Zukunft in Deutschland dem Reichstage bd etwaiger zeitgemäßer Neugier nicht mehr fern gutes Richt »fner Einmischunq in be anSwärtsa«- Ü? brstreiten fdnn-n

Feutschland.

Darmstadt, 5. April. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben allergrädigst geruht: am 12. März den Lreisbauaufseher Melchior Wahl zu Gießen bis zur Wiederderstellunz fei:.er geschwächten Gesunohet in den Ruhestand zu versetzen.

Darmstadt, 4. April. Nach einer Mittherlung Großh. Mm steriumk- des Innern, Abtheilung für Schulangelegenhdten, an die D^ectoren der Gvm nafien, Realschulen, Lchullehrer-Srminarien ac. unb die Groß!). Kre c chul- Commissionen soll es bezüglich der Orthographie b:s aus We-te-es bei dem B^b'dgen verbleiben.

w. Darmstadt, 5. Apul. Slot drm vorakstnn im Saalfcau ftattgfbahtn feier jähr qen 2elegidentag der Kriegertameradschaft Hafiia wattn untreten die ÄrieaeiDerune Ais.eim,

Lssenbeim, Becbtbeim, BenSheim, Bingenheim, Bleickenba», Burflbracdt, Bürbach, Darmsvabt, TnieliteU. ^läntiick-Lnimdacd 1.. KromerSbeim Freiensteinau Freier einhnm, grubbeTg, Oecc.alnni, (Äambcd), Sonsenh»im, O.rnSbeim, Gießen, Göhenhoi», GeinShnm, Griedel, Gan B'iebofShtim, Hevpcvbeim a. d B-. H'ppenheim a. d W. HvrgerShousen, Horrweiler. Hvw

»ndnicne, Jhttoif, Äönigpäiten Lampertheim, Lollar, Lörick, Mestei, Mastrnheim, Mainz, dteu -Bambrrg, ?t»eder-Beifingen, Rieder-Olm, Oker Hörgern. Oder-Roe-rn, Oppenheim. Osten» bad>, Poblgöns, RnchelSheim (®<t:rrau), Romrod, Sckiierdach, Schotten, Steinbach, Ulrich stein, Ruppe/lSburg. Unlersenöbach, Diernheim, Scnlauhn, Lerdack, EppertbHausen I., CrpaftiD, Dc-i m<-, Bürstadt, Bad Rauheim, ütfelten, Ohme-, (Alfa, Arntheim, Grebenau, Zaü (Oder- Leflen- Teufel, R<nde, Hungcn und Pfungstadt.

Oie Penammiung wird von dem Präsidenten de- Darmstädter Shugervneiet, Herrck Reallebrer Dr. Rie » mit einer kurzen Ansprache eröffnet, worin er few Vertreter der auS- wärng'N Vereine Namen« tefc hiesigen Reiegeiverein« herzlich willkommen beißt und dem Wuniche Aufdruck gibt, daß feie Verlandlungen de« tage« dem Landesverband s.gensreicv und sörderlickein mögen. Hierauf ergreift der Präsident der Krtegerfameradschaft, Herr Oberst Ger lach (Darmstadt) da« Work und erklärt, die auf ihn gefallene Wahl zu« Präsidenten mii Vrrqrügen angenommen zu beben uno sich bestreben zu wollen, seinersettD Alle« zu thun, um den Boepstichtunain ittne« ttliencmiea nachzukommen Seine Ansichten uife sein Denken, dielevigen eine« alten g«dien:en Soldaten, gipfeln m dem Rufe, der in jeder Brust Nachhall finde und mit dem er fick erlaube, die Veriammlung zu eröffnen: ^Se. Majestät, unter aller; unäriqster Ämter, und Se Äönigl. Hoheit, unser allergnädigster Landessstrst und Herr, sie leben dock!

Nachdem daS brausende Hoch verklungen, erstattet der erste Schriftführer des £'anbei« verlandes, Herr Dr. Vogt iBuhbach), den Rechenjchaftsbericht für da« aboelaufena verband5- jadr. Terfeibe gedenkt runächii de« für den verband hockerfreulichen Srnffniffes, daß Se. Großb. Hoheit L-rinz Heinrich bas E.renpräsiciu« teffrlben vor wenigen Wochen übernommen. In tiejem Gnadenbeweis fei tin neues Zeichen der tulDvoBen Anerkennung zu erblicken, welche unser geliebtes gürstendaus der Xbäxiptnt der Ärieq er vereine schenke und auch für dir Zukunft fe:i(e!ten zu erba ten gewillt sein werde wenn sie ihren Satzungen gehorsam leben und den­jenigen V:rxfl,chtl.ngen rackzukommen lrachten. welche die Erlangung ihrer hohen Ziele ihnen c ferlegt Das Iadr !>-» bedeute für die Haisia den Anfang etnn behaglichen Häuslichkeit, sich ergebend aus <m<t guten nuanztellen Geister, Die Haisia zählte im Jahre 1879 164 Bei« eine mit 5 418 acuten und 1024 inaktiven -.tlghebern; der Rapport vom 31. Deeember 1880 führt 151 Vereine mit in Summa 6540 Mitgliedern auf. Die Cpferoflhgfett des verbände« wurde im letzten Jahre von Vereinen angnufen und wurde an Unterstützungen der Betraa ton 106 .* cervadrt. Aus den Zahlen de« Rechenschaft«berrckts fet nock erwähnt, daß im Jahre ih79 von 9h verew.en 33UO _* an Unierstützunq gewahrt wurden, von denselben Ver­einen seit d-r Zeit ihres B<üedenv die Summe »»" 21,000 Der Lbtlnplatz tn diesem lüb.'cken Thun qedüart dem SettrancnDcrein Offenbach welcher feit seinem Bestehen nahe-, 5000 an Urne fiützun en verausgabt hat. Besonderer Srwäbnung verdienen die Auö fübtunger. te« Berichies über den Providentia-Vertrag und die damit verbundenen Berthe:.e für die einzelnen V rbandsmi'alieder und die BnbcnbMafie.

Sn Stelle de« dienstlich verbindeiten Derbandsrechners, Herrn Pesifeeretar Jung (Gießen), erstattet der Dieepräsitent de« Da'msiärier frei eg er» er ein 8, Herr Canzltst Maver, zu:!e>ch m seiner S-.g'nschaft al« Mitglied der Prüfunqtz-Eommtision den Kaffenberlcht. (5tr.« r.a'.me und Sus-abe un abgelaufenen Iabre beziffern fick auf je 1722 JL 14 unter den

Einnahmen erscheinen 725 v< 46 H von der versickerungS Gesellschaft Providentia. An der SednBro ist nickt« zu deanstandin und soll nach Bnbrmgong zweier fehlender Belege dem Rechner tn der Jhiegerjenung- Deck arge ertbetlt werten. (Sckluß folgt.)

Berlin, 4. April. Das eben erschienene fünfte Verzeichniß der bei dem Rcrwstaäe eingeganzeren Petitionen enthält deren 230. Ge^en 100 Pe­titionen beifälligen fid) mit dem Gesetzentwurf, betr. die Unfallversicherung der Arbeiter. (5tra 50 davon bitlen, unter Ablehnung dieses Gesetzentwurfs, daS Hafipflichtgesetz auf alle dem Kleingewerbe nicht angehörigen Unterneo- munatn au- zudehnen. Andere bitten einfach um Ablehnung des Gesetzes. D e Direcnon der Actievbrauerei Moabit überreichte im Auftrage des Rheinisch- Westfälischen Brauerbundes Petitionen mit 71 115 Unterschriften aus etwa 200 verschiedenen Ortschaften gegen jede Erböhung der Brau-leuer. Auch von anderen Seiten liegen noch eine Anzahl von Petitionen gegen die Brau- steuererbödu. g vor. Herr v. Sleift-Retzow hat abermals aus mehr als 100 Ortschaften Petitionen um Einführung der fakultativen Civilehe dem hohen Hause eingereicht. Ueber die Anzahl der U. terschriften ist nichts gesagt D'.e Herabsetzung der Gerichtskosten und die Beschwerden über die TabakSmanu«