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6.9.1881
 
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Dienstag den 6. September

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Amtlicher Hyeil.

Betreffend: Tollwwth unter den Hunden in Garbenteich.

Bekanntm.achllng.

Nachdem durch die näheren Ermittlungen über die Herkunft des am 14 August l. I. in einem Wäldchen bei Oarbentetch aufgefundenen tobten Hmides rer Verdacht, daß derselbe toll gewesen sei, beseitigt woroen ist, beben wir die unterm 17. Auaust (Anzeiger Nr. 190) für Garbenteicd, Dorf- Gill, Grüningen, Watzenborn-Lteinberg, Haufen, Steinbach, Albach und Bchiffenberg verfügten Sperrmaßregeln hiermit wieder ans.

Dte G.oßherzoglichen Bürgermeistereien, oezieduugSweise Ort-polizeibeamt^n, der genannten Orte wollen die- aus übliche Weise zur allgemeinen Kennlniß bringen und den Vollzug binnen 8 Tagen anzeigen.

Eteßen, am 5. September 1881. Großherzogliches Krei-amt Gieße».

Dr. Boekmann. ____

ZXutMand.

Berlin, 3. Septbr. Rach einer Zusammenstellung der auf der Welt« t.u-stlllung in Melbourne prämiirten deutschen Aussteller sind auf Deutschland entfallen 1028 Preise, darunter 337 erster Klasse und zwar 76 goldene, 162 silberne, 97 broncene Medaillen, sowie zwei Certiflcate. AuSstellung,s»Objecte von Berliner Ausstellern find, so viel wir gezählt haben, 171 prämiirt. Die meisten Preise sind aus die Jury Section 34 entfallen, welche die Weine ent. hält. Eo sind nicht weniger alS 196 deutsche Weine mit Preisen ausgezeichnet.

Hannover, 2. Septbr. An dem Paradediner, welches um 4 Uhr tm K-nigl. Schiesse stattfand, nahmen die hier anwesenden Fürst! chkeuen, die Generalität, die jremdherrlichen Offlctere und sämmlliche StabSosficiere Theil, welche teure in der Parade gestanden hatten. Ee. Mos. der Kaiser brachte einen Toast auf daS 10. Armee Coips auS, welchen Se. König!. Hoheit der Prinz Albrecht als command'render General mit einem Toast auf den Kaiser erwiderte. Heute Abend 7 Uhr begann die Festvorstellung tm Hoftheater, bei welcher zwei Acte auö Wagner'SLohengrin" zur Aufführung gelangten. Als der Kaiser seine Loge betrat, begrüßte ihn daS Publikum durch Erdeben voll den S'tzen. In der Kaiser!. Loge hatte auch noch Se. K tt Hoheit der Krrnprinz, Ihre K Hoheit die Frau Prinzessin Albrecht, der Grvßherzog ron Mecklenburg.Schwerin und Se. K Hoheit der Prinz Albrecht Platz genommen. Nach dem 1. Akte wurde von den Allerhöchsten Herrschaften der Thee eilige« nommen. Se. Mas. der Kaiser wohnte der Vorstellung bi- zum Schlusie bei und fuhr dann nach dem Refidenzichloffe zurück.

Hannover, 3. Septbr. Se. Maj. der Kaiser begab sich heute Mor« gen kurz nach 8V* Uhr in einem 4 pänr igtn Wagen nach Bemerode, stieg dort zu Pferde und ritt mit seinem Gefolge, welchem auch Ihre Künigl. Hoheit die Frau Prinzessin Albrecht in eit em Vierspänner sich anfchloß, nach dem Manöverfelde. Tie LorpSmai över de- 10. Armee CorpS begannen um 9 Uhr und verliefen gemäß der vorgeschriebrnen Gei.eral-Ibee. Eiu sehr zahlreiches Publikum wohnte den Manöver:, auf den Tribünen oder in Wagen und zu Fuß bei. Der Himmel blieb bedeckt, eS fiel jedoch kein Regen. Se. Maj. der Kaiser trat um ll1/» Uhr die Rückfahrt an und traf um 123/< Uhr eie» der im hiesigen Residenzschlosie ein.

Kiel, 3. Septbr. DaS Uebungsgeschwaber ist heute von Eckernförde hierher angekommen. Dasselbe geht morgen früh nach Danzig und kehrt am 10. ds. h erher zurück.

Oesterreich.

Wien, 3. Septbr. Der gestern Abend von Pesth nach Wien abge« lasiene Personenzug stieß bei Szobb auf den vorausfahrenden Güterzug auf. Die Maschine des Personenzuges und einige Lastwagen wurden beschädigt und entgleisten. Der Lokomotivführer und btr Zugführer deS Personenzuges find schwer verletzt, einige Reisende erlitten leichte Verletzungen.

Frankreich.

Pari-, 2. Septbr. Der gestrige Ministerrath hat sich mit den Zu« ständen in Nordafrika beschäftigt. ES trutbe beschlossen, bedeutende Verstär« kungen abzusenden, um die Jnsurrection rasch zu bewältigen. Wie verlautet, soll die Ausrüstung von 5 Transportschiffen in Marseille angeordnet werden. Vom Senegal wird gemeldet, laß das dort grasfirende gelbe F.eber die Eolonie decimire und allgemeinen Schrecken verbreite. Die Europäer verlassen in großer Zahl daS Land. Der Hai delsminister Tirard begiebl fich nach London, um mit Gladstone über den Handelsvertrag zu conferiren.

Zu einem Minißer.um Gambetta soll eS also rorläufig noch nicht kommen, obwohl die Wahlen die Bahn dazu geebnet haben und Gambeita selbst fich nicht abgeneigt zeigte, die Leitung der Geschäfte zu üben.ehmen. Das Hindermß liegt beim Präsidenten Grevy. der aber sicherlich nicht aus persön« lieber Abneigung und kleinlicher Eifersucht, sondern aus wohlerwogenen fach- lichen Gründen den Eintritt Gambetta's in bie Regierung möglichst hinauszu- Ichieben sucht. Die Debenken Grevy's beschränken sich nicht auf das Gebiet der inneren Politik; neben der Besorgmß vorverfrühten und chimärischen Reformbrstrebungen" spielt hier offenbar auch die Rücksicht auf daS Ausland, Iaznentlich auf Deutschland, nut. Der dem Elysöe nahestehendeT^lögraphe" veröffentlicht einen Artikel aus der Feder deS Deputirten Vernarb Lavergne,

eines getreuen AnbängetS von Grevy, über die Frage eine- Ministeriums Gambetla. Lavergne spricht sich sehr wohlwollend über Gambetta aus und erklärt, daß er unstreitig der Mann der neuen Regierungs. Mehrheit sei, dennoch läßt er deutlich burchbltcken, daß man in Frankreich selbst Gambetta's Stellung zu Deutschland nicht ohne Mißtrauen betrachtet. E. erinnert an dasunvor­sichtige Wort von Eherbourg", das allgemein alS der erste Trompetenstoß an. gesehen worden sei, der von Weitem tie erwartete Revanche verkünde. Die Erklärungen, die Gambetta jüngst in Sachen Elsaß«Lothringens abgegeben, hätten daS Mißtrauen einigermaßen gemindert. ES könne kein Verbrechen sein, an die Möglichkeit eint« friedlichen Rückfalls des verloren gegangenen Gebietes kraft her Ideen deS Rechts und der Gerechtigkeit zu glauben.Aber setzt Lavergne hinzu darüber soll kein Mißverständniß obwalten, daß es sich keineswegs um eine demnäLstige Revanche mit Waffengewalt handelt; denn weder daS Land, roch die Kammern, noch die vollstreckende Gewalt würden dazu d.e Hand bieten." Man will also im Elyföe jetzt durchaus nichts von Revancheplänen wissen, traut aber in dieser Beziehung Gambetta noch nicht ganz und zögert daher, ihm die Gewalt in die Hände zu spielen. ES wird Gambetta's Lache sein, daS Mißtrauen Grevy's in überzeugender Weise zu entkräften und ihm irgendwelche Bürgschaften für seine friedlichen Tendenzen zu geben.

Paris, 3. Septbr. DieAgence HavaS" meldet auS Tunis vom 3. dS.: Tie Insurgenten begingen nach dem Rückzüge der Eolonne Corröard nach Hammunlif große Erpressungen in Soliman, Grumbela und Turki, unge» achtet der in nächster Nähe lagernden tunesischen Truppen, welche feinen Versuch machten, dieS zu verhindern. Die Insurgenten scheinen sich von da nach W.sten wenden zu wollen, um die französischen Truppen anzugreifen, die Zaghuan besetzt boller. Viele Eingeborene verlassen TuniS mit Waffen und Munition. Die Besetzung von TuniS durch französische Truppen wird daher zur Nothwendtxkeit.

England.

London, 3. Septbr. Nach weiteren derUnion Steamship Eompany* zugeganger.en Telegrammen ist dcS dritte Doot deSTeuton" mit 30 Frauen und Kindern, welche man gerettet hoffte, untergegangen. Sämmlliche Personen sind um'S Leben gekommen.

London, 3. Septbr. Die .Union Steamship Company" zeigt an, daß tie für KnySna bestimmten 44 Passagiere deS gescheiterten Dampfer- Teuton" richt, wie angei ommtn wurde, vor dem Schiffbruch in Eapstadl gelarbet worden, fich daher beim Untergänge auf demselben befunden hätten. Drrt derselben, William Barrett, Joseph Allen und ein Mädchen, NamevS Jrzzie Rose, seien gerettet worden.

DaS anläßlich der (^plofion auf dem PanzerschiffeDolerel" ein­gesetzte Kriegsgericht bat den Capitän und die Officiere freigesprochen und die Memurn auSgespiochen, daß die E^rlofion durch GaS in den Kohlenbehältern verursacht sei

Serbien.

Belgrad, 3. Septbr. Wegen der an der serbisch-albanefischen Grenze auSgebrower en Rinderpest ist von der serbischen Regierung ein Militärcordon errichtet unM zugleich die Türkei um Anordnung umfassender Maßregeln zur Unterdrückung btr Seuche ersucht worden.

Rumänien.

Bukarest, 3. Septbr. DerRomcmul" bespricht den Besuch des Grasen Andrassy auf Schloß Sinaia und sagt, dieser Besuch fei nur ein ein­facher Act der Eourto sie gewesen. Wenn demselben eine politische Bedeutung biizumtssen, so sei es nur bie, daß Oesterreich-Ungarn von der Loyalität der rumäni!ch-n Nation überzeugt sei und daß Gras Andrassy Rumänien den Be­weis bebe geben wollen, baß auch das rumänische Volk auf die Loyalität seiner ungarischen Nachbarn vertrauen könne. Der Artikel schließt:Aus diesem Grunde begrüßen wir den Grafen Andrassy freudig und danken ihm aufrichtig, daß er turch seinen Besuch alle von gewissen Seiten her angezet- telun Verleumdungen nrb Jniriguen vernichtet hat."

Amerika.

New-Nork, 3. Septbr. Gerüchtweise verlautet, daß der amerikanische