— Litzung am 11 Ium. Anwesend die Herren: Ed- Silbereisen, L. Georgi, W- Ltebrich, H. Schirmer. S- Heichelheim.
Nach Millheilung der Eingänge wird mit Verlesung der eingegangencn Antworten auf Fragebogen, bctr. den Iahresbcr.cht, und hieraus mit Verlesung dcS letzteren selbst foitg. fahren.
«lesen, 5. Juli. Ja txm 6 Goncert des ^oncertvereius »hb Mittwoch den 13 Juli. IMmittao» 5 Ubr, in brr Siadiktrch« da» großartige Werk von «ar Bruch. Das Viet von der <Alodte, unter B'thelligung von vier betxuttnb« au»n>ä|rt|tn Solisten zur Aufführung kommen. Lnder wurde zv spät darauf aufmerksam gemach', daß gn demselben Tage da» Gustav-Adolph»rFest in L'ch statifiader. GS sei befcbalb sckon beute darauf bingewieien. baß die Hauptprobe ,u dem Ooncert Dienstag den 12. Juli, Nachmittags 5 in der stadtkirche abgehalicn wird, fo baß auch den Besuchern des Feste» in unserer Nachbarstaat Gelegenheit geboten ist. da» bedeutende musikalische Werk kennen zu lernen.
— Ta» gestern Abend in Wenzel'» Oan<n abgehaltene ExtraConcert mit dem groben Gteprech tschm Tongemätd« .Die Völkerschlacht b<t Leipzig-, war vom denkbar günstigsten Werter begleitet. GB strömt« förmlich von Menschen nach d,m Soneertlokale. Der Senutz war aber auch ein recht großer und verdient unsere RegimentSmusik für da» sehr sauber gespielte Proaromm. sowie die Herren die sich um da» Arrangement verdient gemacht haben, alle» Lob Der gafft de» .Invalidendank»- dürfte ein recht erkleckliche» Sümmchen zuge- flössen sein.
Vermischtes.
Darmstadt, 1. Juli. >Postpersona!nachrichten.s 1) «ngestellt ist der Postassistent Walter :n Lampertheim al» Postoe,walter. 2) Versetzt ist der Postsccretair Stamm von Gießen nach -'!ainz.
Mainz, 3. Juli. Die Vorarbeiten zu dem Milte August hier stattfindenden zwölften Mittel,hriniichen Turnfest« sind bereit» in vollem Gange. Der Central Ausschuß besteht au« 44 der angesehensten Bewohner von Mainz unter dem Ehrenpräsidium Sr. Excellenz de» Herrn GenerallieutenontS von Woyna, Gouverneur der Festung Mainz; die Herren Oberbürgermeister Dr. DuMont und Provtnztaldireetor Freiherr Röder von DterSburg haben den Vorsitz. Herr Gvmnasialdtrector Dr. Löhbach begleitet da» Schristführeramt. Nachdem der Eenlral.Ausschuß die Vorschläge de» gksckäftSführenden Fest-«uSschusie» genehmigt hat. ist da» nachstehende Programm al<5 definitiv festgest.llt zu betrachten: Sonntag, 7. August: Probebank,t. Nachmittag» Probeturnrn «bend» Goncert. Samstag. 13. August: Lurntag. Wahl der Prei-richker. Begrüßung der Turner in der Festhalle. Abend« Fest Gommer». Sonntag, 14. August: Empfang der Festgaste und Turner. Nachmittag« 2 Uhr Festig. Festrede. 4 Uhr Freiübungen, Musterturnen. Montag, 15. August: 8 Ubr Vormittags Beginn de» PreiSturnm«. 1 Uhr Frstdanket. 4 Uhr Schülerturnen. Abend» 7 Uhr PreiSvertheilung. Goncert unter Mitwirkung hiesiger Gesangvereine. Dienstag, 16 August: 11 Ubr Schaufechten. 12 Uhr gemeinschaftliches Frühstück. 4 Uhr Ringen, Volksbelustigungen, Doppelconcerk. Abend» Racht- manöver der freiwilligen Feuerwehr. Goncert. Sonntag, 21. August: Volksfest von Nach mittag« 3 Ubr ab. Alle festlichen Veranstaltungen der Mainzer haben sich, getragen von dem lebhaften Geiste der Bevölkerung, noch stet« alS echte DolkSfrste bewährt, wir dürfen daher annrbmen, daß bi unausgesetzt reger Thät'gkett der einzelnen AuSschüsie auch da« zwölfte MittelrhciNischr Turnfest allen Theilnehmern in der anger.elmsten Erinnerung bleiben wird.
Szeged in, 30. Juni. Gestern fand, wie der „tß. Allg. Zig " telegraphtrt wird, Morgen» um 10 Uhr in der KreSzticS'schen Specereiwaaiendandlung eine Petroleum-Explosion statt, dir sich wiederholte, alS die F,uerlöschmannschaft erschien. Gin GommiS und zwei P.iffanien erhielten Brandwunden, elf Menschen erlitten Verletzungen, darunter mehrere gefährliche; auch der Fruerwebr-Gommandant ist verwundet. Die Szegrdiner Feuerwehr hat durch ihre außerordentliche Kraftentfaltung einen verheerenden Brand verhütet. . Die Explosion ist eigentlich nur dadurch veranlaßt worden, daß auf die Frage, od feuergefährliche Gegenstände im Keller verborgen seien, ein Bediensteter mit Nein antwortete und die Feuerwehr mit offenen Lampen in den Keller drang. Fünf Feuerwehrmänner sind tödtltch verletzt.
— Gellert war einer Gräfin al8 Erzieher für ihren 16jährigen Sohn empfohlen worden. Sie machte ibn mit ihrem Vorhaben bekannt und stellte »hm sehr annehmliche Bedingungen. Dann schloß sie in einem wegwerfenden Tone: „Aber daS bitte ^tch mir auS: Sie sind ein gelehrter Mann, machen sie keinen gelehrten Pedanten auS mrinem Sohne Ich verlange nicht», al» einen leichten Anstrich von Sprachen. Mathematik, Geschichte, Geographie, Astronomie, Gbemie Diplomatie und wie die Dinge alle heißen mögen; nur einen leichten Anstrich!- — /2B<nn do» ist meine gnädige Gräfin", erwiderte Gellert mit einer Verbeugung, „so rathe ich Ibnen, lieber einen Anstreicher zu nehmen!- — Daß er die Erziehersteüe nicht erhielt, versteht sich von selbst.
— sAuch nicht schlecht.j Die „Berner Zeitung" erzählt- Neulich, al8 die Sträflinge von der Arber: hrlmgingen, mußten vier derselben ihren betrunkenen Wächter tragen ; ein fünfter trug deffen Karabiner, über die Schulter gehängt, nach.
— In der Gußstahlfabrik in Solingen wurde in der Nackt zum 29. Juni ein 17jähriger Arbriier von einer au» der Walze kommenden glübenden Eisenstange getroffen. Die Stange drang ihm von hinten oberhalb der Hüfte in den Körper und kam in der Schultergegend wieder zum Vorschein. Der Unglückliche war sofort tobt.
— sGalgenreclame s Letzthin wurde »n Galcutta ein Uebelthäter gefährlicher Sorte arretirt und zum Tode verurtbetlt. Der Taz der Hinrichtung war angebrochen, der Henker beschäftigte sich eben mit der Toilette de» Delinguenten, als ein Gentlemen, vor Kurzem von der Reise angekommen, sich vorstellt und eine Ordre des Gouverneurs vorzeigt, die ihn er-
mächligt, sich einige Augenblicke mit dem V er unheilten xu unterhalten, «an läßt sie während eurer Viertelstunde allein und al» sie sich trennen, hört man. wie der Verurtheilte zu dem Gentlemen sagt: „Hören Sie, ich thue t», aber Sie werden meinen Verwandten 10,000 Lst auSzahlen-. .Ick schwöre e» auf die Bibel!- Der Verurtheilte läßt sich binden, man führt ihn auS dem Gesängniffe und bald ist er auf dem Sckaffott. Dort macht er von dem R'ckt, da» jeder Gefangene hat, vor dem Tode noch einige Worte an d,e Zuschauer zu nckten, Ge! brauch, und ruft mit Stentorstimme: .Ihr alle, die ihr mich hört, wisset- Die beste Gboco lade bekommt man bei Williamson, Kennedy u. Go Piecadllly London!" Hierauf steckt er seinen Kopf in die Schlinge. So wett haben e» selbst die Amerikaner noch nicht gebracht.
Handel und Verkehr.
Gieren, 5. Juli. Auf dem brütigen Wochenmarkt« kostet« Butter per Pfd. MO A bi» 0.85 Hühnereier 1 Stück 6 H 2 Si. 11 A. Gnieneier per Stück 8—7 A, Gänieeier 1 Stück 0(0 A Käte per Stück 5—10 KLsewatte per Stück 3 — 0 A> Erbsen 1 Liter 22 H, Linsen 1 Liter 26 A. Tauben bal Pa ' X 0.55—0.70, Hühner p. St. X 1.20—1 70, Hahnen p. St. X 0.70-1 30, Enten per Stück X 1 80 - 2.00, Ock'enflnick 86-00 A pn Kuh. und Rindfleisch 48—50 Kalbfleisch 40—44 A. Hammelfleisch 64—70 H, Schweinefleisch 64—66 A. Ranoffeln per 100 Kilo X 5.25—5.50, Zwirbeln p. Gtr x 23 bi« X 24, Mich per Liter 16 und 18 Kirschen da« Pfund 20-25^.
Frankfurt, 4. Juli. (Fruchtbericht.) Mehl Nr. 1 X 39.50, Nr. 2 X 37 50 9h- 3 X 32.50, 9h. 4 x 28.50, Nr 5 x 25.50, Roggenmehl 0/t (Berliner Mark,) X 31—31.50, do. I (Berliner Marke) 29.50, do. ll (BerUner ÜKaib) 24.50, Weizen effektiv hiesiger ab Bahnhof hier X 24.50 24.75, ab unserer Umgegend X 24.25—24.50 do. fremder je nach Qualität X 23.00—24.50, Roggen, je nach Qualität X 22.50—22.50 Gerste X 18.50—20, Hafer 15.50—16 50, Kohlsamen X 29—30, Erbsen X 19.50—28* Wicken 16.50—17.50, Linsen 27- 40, Bohnen, weiße, X 23—25, ÄoqgtntMt X —, Weizenkleie, grobe und feine X —, Rüböl, detail, X 64. Stimmung flau Haupr säckltck gefragt war: —. Dringend offerirt: weiße« Mais X 14.00, bunteS X 13.75 -00.
(Die Preise verstehen sich sämmtlich per 200 Pfd Zollgewicht = 100 Kilo )
Frankfurt, 4. Juli. Der heutige Viehmarkt war gut befahren. Angetriebcn waren ca. 430 Ochsen und Stiere, 320 Kühe und Rinder, 300 Kälber und 200 Hämmel.
Die Preise stellten sich: Ochsen 1. Qual. X 62—66, 2. Qual. X 58—60, Küh« und
Rinder 1. Qual. X■ 56—58, 2. Qual. X 40 — 50, Kälber 1. Qual. X 54—58, 2 Qual. X 40—50, Hämmel 1. Qual. X 58—60, 2. dual. X 40 -50 per 1(N‘ Pfd. Schlachtgewicht. Schweine wurden 560 Stück angeführt und daS Pfund mit 60—62 H bezahlt.
Verzeichnis
der Mitlelpreije der gewöhnlichsten Verbrauchsgcgenstände in der Ltadt Giehen
vom Monat Juni 1881.
11
75
18 25 25
X $
21
O-iQ
28
c
21
72 96
B
Je 50 Kilogramm kosten Mark und Pfennige.
X*
12,40
x^>
<xn
♦L -
S- X$
1 1475
,68 9 .50
X3, 8',50
X -3)
12,75
Je V» Kilogramm kostet Mark und Pfennige.
ä-6
2'
20 14
19
13
- 33
6
e
24
50
(S)
16
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Allgem. deutsche Patent- n. Nusterschutz- Ausslelliing Frankfurt a. tl. 1881.
Von Mittwoch den 6. Juli er. ab werden von den Stationen der in Frankfurt einmündenden Eisenbahnen Eintrittskarten für die Ausstellung zu 50 Pfennig pr. Stück gleichzeitig mit dem zu lösenden Fahrbillet abgegeben.
Mittwochskarten für 25 Pfennig an einzelnen besonders bekannt zu machenden Mittwochen bleiben vorbehalten.
Auf den Stationen Oberrad, Rödelheim, Bockenheim und Mainkur werden ermäßigte Eintrittskarten überhaupt nicht mehr ausgegeben.
Frankfurt a. M., den 3. Juli 1881.
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