Ausgabe 
5.10.1881
 
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Mittwoch den 5. Oktober

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Prcit DirrlH|6*irn<e 2 Mar? 20 Vf. mit Bringrrlohn. Durch di« Post btjcgen vicrieljährlich 2 Mari 50 Pf.

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1,0 TiAkgz »wart.

Erkcnnlniß, baß eint Derbefferung der Lanbwirthlchaft heute fast nur durch «tu g-ordueteS W nhschaftssystem und durch die Melioration der Giuntstücke erreicht werden kann, haben die dahin stehenden Anträge der Orunbbeftper un? Gememde-Ve,waltungen einen solchen Umfang angenommen, daß daS vor­handene technische Personal nicht irn Entferntesten auSreicht, um allen Wünschen und Anträgen sofort nachzukommen. Wenn man bedenkt, daß bei Drainage- Anlaaen, welche nicht unbedeulenbe Kosten (bis 50 pro Woche) verursachen, latere durch eine b s j ?ei Ernten durch die Mehre,träge gedeckt w>rden, der höhere Reinertrag aber ein dauernder bleibt, so ergibt sich die Nothwenbigkeit und Dringlichkeit der sofortigen Ausführung derartiger Anlagen von selbst. DaS Kuratorium der Äckerbauschule zu Friedberg hat beßhalb in richtiger Würdigung der Interessen der Landwirthschast neben der Ackerbauschule einen ParallelcursuS für C-ilturiechnik für diesen Winter in Aussicht genommen.

Strebsame junge Leute, besonders (Beometer und Bauausseher, sollten nicht versäum.,,, diesen Kursus zu besuchen, welcher ihnen ein lohnendes Arbeit«, seid eröffnet, jumal das Honorar sehr nirdr g bemessen ist (D- Z.)

Berlin, 1. Oktober. DieNordd. Sllg. Ztg." schreibt, es handle fich bet den Reformen deS Reichskanzlers darum, die biShtt ge unvollkommene Maschinerie des Armen vesenS durch eine vollkommenere zu ersehen. Um Mitel zur Begründung einer AlierSvitsotgung zu gewähren, sollten die Erträge deS Tabaksu>o>.opol« in erster Linie verwandt werden. DaS Reich kann nicht sämuckliche dazu erforderlichen Mitel gewähren und muß bet Begründung einer allgemeinen Altersversorgung ihre notdwendlge Ergänzung tr Bildung genofien* schaftlicher VerfichrrungSverbände in j-dem einzelnen Erwerb«,weig und nach Ptovti zen und Kreisen gesondert finden.

Die ,Notdd Allg. Ztg." bringt einen Artikel zu Gunsten des Tabaksmonopols. Sie führt auS, daß dadurch keine Ueberbürbung der Be­völkerung mit Staatlsteuern beroorgerufen würde. Gew.ffe Kommunalsteuern an zahlreichen Orten Deutschlands bedürften der Erleichterung. Hierfür und um ferner die mit den Fortschritten der Kultur wachsenden Ausgaben be- LtaaieS für die foktale Entwickelung fe.ner Angehörigen erfüllen zn können, bedürf« man neuer Steuern. Der Tabak, der sowohl einen Gegenstand des Maffen-Eons-ms bilde, wie zugleich durchaus entbehrlicher Natur fei, fei in feiner Steuerkraft btSder noch nicht auSgenutzt. Keine andere erbentbare Besteuerungsform vereine die Vorzüge de« TabakSmoropolS. Sobald die Rothwendtgkeit, neue Steuerquellen flüssig zu machen, an die gesetzgebenden Faktoren herantrete, wäre eS ein Vergehen am DolkSvermögen, wenn irgend welche andere Steuer früher auferlegt würde, ehe das Tabaksmonopol ein­geführt worden sei- Die Oppofit on dagegen beschränke fich fast nur noch auf die Entschäb.gungSfrage und die Klage über die Schmälerung der privaten TabakSindustrie. Die votübergehenden Beschwerden einer Leinen Minorität Gewerbetre berber könnten ben Vonheil nicht aufliegen, ben bie Gesammtheit von 40 M llionen Deutschen aus dem Tabaksmonopol ziehen werde. Die gegen das Monopol öffentlich geltend gemachten Gründe seien rein Carla« mentarisch.pollt scher Natur. Die Linke des Parlaments sürchle eine Gefährdung ihres E nfluffes, winn die reichen Erträge dcs Monopols der Regierung ge­statten, die Steuerreformfrage endlich zur Ruhe kommen zu lasten.

Berlin, 2. Oktober. Die Erklärung derIJlorbb. Allg. Zig ", e« wüste für ein Vergeben gegen bas Volkswohl erachtet werben, mu neuen Steuern hervorzutteten, bevor bas TabakSwovopol eingefübrt worden sei, hat nicht verfehlt, Aufsehen zu erregen. Man schließt daraus, baß bie Regierung nicht beabfichtiat, die vom Reichstag abgelehnten Vorlagen, alS Brausteuer, Wehrsteuer, Quittungssteuer u. s- w., dem Reichstage wieder vorzulegen. DaS

6>icl;cncr Mnzeiger

Allskige- unh Amtsblatt fit ben Kreis Gießen.

Betreffend: Die Quartierleistung für die bewaffnete Macht im Frieden. * Gießen, am 3. Oktober 1881.

Das Großhcrzoglichc Krcisamt Gießen

an die ^»roßherzv^lic-en Bürgermeistereien des Kreises.

Diejenigen von Ihnen, welche noch mit Einsendung der Liquidationen über Fourage und Vorspann, sowie der Bescheinigungen über gestellte Quartiere im Rückstände find, werden hieran mit Frist von 3 Tagen bei Meldung der Zusendung von Wartboten erinnert.

Dr. Boekmann.

Deutschland.

Darmstadt, 1. Oktober. Se. Rgi. Hobelt der Grvßherzog b.suck'ten heute Vv'.miitag, von Schloß Wolssgarteu komm.nd, die für All« rhöchstdeusi Iben veranstoliete Obfi-, G.müse- und land.ririkschaftlicbe Ausstellung ber ver­schiedenen Hofgärtnereien, btt Hofmeurei und des Hofe« Geraborn m dem OranflerlebouB bet Hosqärtnerei öefluuflen I unb nahmen mit großem Interesse bie aus gestellten Ofyitnfidnbc. gere Zeit In Hugentchein.

Die Ausstellung bleibt bi« zum Mittwoch zur allgemeinen Ansicht ^^ Darmstadt. (Eifenbahnbeiratb für daS Großberzogthurn Heff.n.) Man schreibt der .Franks- Ztg.': .Wie bereits bemerkt, wird die erste Sitzung des für daS Großherzogthum Heffen konstituirten E,senbahnbri>athS am 12. October er. in Darmstadt statisi-ben. Die nunmehr ooribge bt TageSordi.una enthält, ausgenommen die Beratyuna über ten Winterfahrplan 1881/82 der brei Babirrn, ausschließlich Anträge bet Großh Handelskammer iu WormS, unb zwar betreffmb 1) die Verlängerung der kostenfreien Laaer- frist für Stückgüter, welche namentlich im inneren Verkehr bes Lanbes unbestell- b,r finb oder beten Annahme verweigert wirb. 2) die Abschaffung der Bestell- gebühr von 5 H für «vife bet angekommenen Gütet ober mindest.nS Genehmigung, bap für mehrere Avise an dieselbe Firma, welche gleichzeitig bestellt werden sollen, diese Gebühr nur einmal, unb nicht, wie dies jetzt ge- fehtebt für jeden derselben zu entrißen lein wird, 3) die $<rläigeru: g ber SlltigkeitSdauer für Retourbillett, namentlich im Verkedr mit Anschlußbahnen, fottie Erfüllung be« allgemein ausgesptockenen Wunsches, baß Retourbillett von Worm« nach Bingen sowohl über Alzey als auch über Mainz und solche nach SVantfurt sowohl via Riebbahn al« auch via Mainz in beiben Richtungen benutzt wet'en können, eventuell Herstellr.ng befonbero combimrter Retour- biflete in vorerwähnter Weife für beide Richtungen, 4) Ausgabe btrecter gabt- biQtte nach ben größeren Plätzen in Belgien, Holland und namentlich auch nach London via Dlisfingen mit direkter Gepäckbeförderung bah.n, sowie 5) Errichtung einer Eisenbahngesetzgebung in Bezug auf »nttäae von Handels- karnrnern.^ Großherzogthum Hessen, 2 Cctbr. (Zweite Karn- mer de« nächsten Landtags). Nut ..od> kurze Zeit tremitun8 von dem Zu- fammentritt deS nächsten Landtag«. Bekanntlich ist die.Hälfte der zweiten Sammer im Laufe bei vergangenen Sommers ueugewählt unb fi, d auch d.e Namm ber Gewählten und bezw. Wiedergewählten feiner Zett tn der Preffe benannt worden. Da es inbefien nicht obre Jniereffe >st sich ,u vetgegenwar- tigen, wie sich nach ben Neuwahlen in Zukunft bie zwe"e Kammer im Ganzen zusammensetzt, so geben w,r nachstehende Ueberficht bet 50 Mitglieder, wobei Wit die ganz neu zur Landesvetitetung berufenen nach Stand und Wohnort bezeichnen: Amtsrichter Arnold von Darmstadt, Baut, Betz, Böhm, Dtedl, Dittwar, Ellenberget, Franck, Architekt Geyer von Mainz, Decan Groh von Lönia Grünewald Polizeiratb HaaS von Darmstadt, Haustein, Hrinz-rling, Jost von Atngenfeld Kugler, Lautz. List. Maurer, Gutsbesitzer Matthäi von Al.m Metz Bürgermeister Möhn von Laubenheim, Mollwaer, Muhl, Osann, Pennrich Pitlhan, Psanrstiel, von Nordick zur Rabenau, Rackä Reinhart, Ottonom Schade von Altenburg m Oberheffen Schmalbach Schönberger, Schröder Serba, Seubert, St.phan (Osthofen), Muller Sttöbel von S.em- karben, Sturmfels, Bergrath Tecklenburg von Darmstadt Theobald, W affet- bürg, v. Wedekind, We>th, Weitzel, Weihrauch, Wolfskebl, Wolz. (Fr. Pt.)

ÄuS dem Kreise Friedberg wird unS geschrieben: In richttger

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Auf Antrag der fürstlichen Rentkammer zu Sich wird hiermit zur öffentliche,, Kenntinß gebracht, daß ber Fürstliche Kammerdiener ß on r ab gi f $er in Sich als Jagdaufseher bestellt und verpflichtet -ft. Derselbe trägt bas für die fürstlichen Forstschützen eingefuhrie Dienstabzeichen an ber Kopsbebeckung.

Gießen, am 3. Oktober 188I. GroßherzoglicheS KreiSamt Gießen.

Dr. Boekm a n n. ______

Betreffend: Die Errichtung unb Einrichtung ber Fortbildungsschulen. Gießen,, am 3. Oktober I88i.

Die Großherzogliche Kreis-Schnl-Connnisston Gießen

an die Tcbulvorstände des Greises.

Wit erwarte» bie Linsenbung ber noch tückstänbigen Schülerverieichniffe, cf. Gießener Anzeiger Nr. 197, unfehlbar innerhalb drei Tagen.

Die bereit« eingesandten Vetzeichinffe werben Sie tu:ze dr. m. -utückethalteu.

Dr. Boekmann.