Statin, 3 *■ ob" t«n< m
W«»Ä ™ Iftaer »
"^"wohnuna iu ^fejleln- 'stube mit Ä micthm.
L't. C. Nr. 1.
lbt Ichm Haufe, Üm'lvnlogü an ttmtttbm $tnbanF5äi?^ Dtlt 'UDtnmtifcx ,CaN Leid jinimfT (fortan)
|er, Neuenweg Her Haus Jin ;eräumiges Logir
^meines ÄorU >, Zimmern, nebst li an ernt ruhige
)r. v. Nitgen.
ur zu vermielben ;r, ScllerSwea
>1. Zimmer mit engasse C- 88 Harten gegenüber arterre, modln le-
B. 65 ein möb; ethen. rgehende gut möfc Ibttti pr. 1. 3uli. r, Lederhändln I und ein unmöbhT- ben
3 Treppen bo±- ergehende mäMirfr
&bnt, .mj._ mit Seit ju a r ingasse Nr. imcr mit Sab ix; ix Wwe-, Ärnn- M zu oermieiktn-
Mögevburg. AbeMend'üU» iche u- s. w-, Der
^Seltersweg.^ Ileichplan lauf [) ist auf 1- 3llk
^3 Stack
Ja'f I anderst
DrJ^
,rU<f,®22>
ÄnzeW'
-aße rqv
it.
Nr. 108. Donnerftaq
Hiehener
Anmge- nnh Imtslilatl für Kn Kreis Gieße».
______—---------------------------------— -------- ' Preis vlkNtljäbrlich 2 Marl 20 Ps. mit vringerktn.
g. .. . ß |8 Erscheint fAfllid) mrl Ausnahme des Montags. Durch tru Post bezogen vrcrteljLhrtrch 2 Marl LO P'-
den 5. Mai 1SS1
MiMger
A m t c i ch
Betreffend: Statistische Nachweisungen über daS Dolksschulw, Die Gros',herzogliche Kreil an die Lchulvorf Wir sehen Ihren Ber chten in rubricirtem Betreff bis turn 15. Mai Stand brr einfacben Dolkssckule nach Beginn des Schuljahre- 188182:
a. ohne Schulgeld, b. mit Schulgeld. Zabl der Schulkinder Nach dem Geschlecht: a. tm Ganzen, b. Knaben, c. Mädcken.
Nach dem Bekennlnitz: u. evangeltsche. b. römisch katholische, c. israelitische, d. anderer Lonfesfion. llt4 Stand der (Erweiterten Dolksschul Wo sich Erweiterte Volksschulen befinden, ist Die Berichte find genau nach vorstehendem Schema unter BeibehaUu
er H h ei t.
en Gießen, am 3. Mat 1881.
i-Schul-Commission Gießen
ände des Kreises.
entgegen und zwar:
II. Stand der Fortbildungsschulen nach Beginn der Schulperivde 1880 81
Zahl der Fortbildungsschulen: a. einklassig, b. zweiklasstg, • c. dreiklasstg rc.
Zahl der Schüler nach dem Bekeontviß:
a. evangelische, b. rSmtsch'katholische, c. israelitische, d. anderer Eonsession, e. im Ganzen.
i nach Beginn deS Schuljahre- 1881 82.
mz nach Schema 1 über duselben zu berichten.
derselben Bezeichnungen abzufaffen.
k m a A n „ __________________________
VtS
Deutschland.
Darmstadt, 3. Mai. Seine Königliche Hoheit der Gtoßherzog sind heute Nachmittag 2 Uhr 52 Min. in erwünschtem Wohlbefinden aus Oberhefien hierher zunickgekehrt.
— DaS Amtsblatt Großherzogl OberconfistoriumS Nr. 7 enthält: AuS- chrriben an die evang. Pfarrämter de« GroßherzogthumS, betr. Schenkungen und Vermäsi-tniffe für evangelisch.kirchliche Zwecke.
Friedberg, 2. Mai. ES sand am 30. v. Mir. hier eine Betsamm. lung von Wählern statt, welche einen Wahlverein der deutschen Fortschritt«. Partei sür den frei« Friedberg bildeten. Wie man hört, soll schon eine zahl- „iche Anzahl Wähler alS Mitglieder beigetreten sein. LS wird nächsten« eine Verlammlung stattfinden, in welcher die Statuten entworfen und Vorstand«, wähl vorgeno • men werden soll.
Offenbach, 2. Mai. Der ProvtnzralauSschuß der Provinz Starken- bürg hat in der Sitzung vom 30 v. Mt«. den Recuri gegen daS Srkenntniß de« KreiiauSschufik« in der bekannten Sache, betr. die StadttathSwahl ju Offenbach, abaewtesen. Da« Erkenntn ß hat die streitige Frage über die Stimmberechtigung bayerisch-r Staatsangehöriger bei hesfifchen Gemeinderath«. wählen rahin entschieden, daß auch Bayern den UnterstützungSwohnfitz in hessischen OrtSa menverbänd-n erwerben können.
Berlin, 30. April. Die gestrige Rede deS ReichikanzlerS erregt pein> liche« Auffeden. Sr wiederholte seine Behauptungen, daß die Beamten nicht der Maßregelung durch politis-be Gegner mittelst ungerechter Einschätzung zur Miethsteuer preiSgegeben sein dürften. Allein diese Behauptung ist längst in allen ihren Thelen widerlegt und wurde, wie gestern durch Eugen Richter, fo beute durch den Oberbürgermeister v. Forckenbeck s-lbst nachdrücklich zurückze- wiesen. Dieser erklärte, daß er einen »Fortschrittsring» von Berlin nicht kenne und daß es einen solchen nicht gebe. Weit anffallender noch ist die Drohung des Fürsten, die deutsche und selbst die preußische Regierung, und ,Tar schon in der nächsten Sesflon, von Berlin weg zu verlegen. Als Sari I. von England damit drohte, seine Residenz von London nach Oxford zu ver- legen bemerkte der Lordmayor: »Die Themse wird ja wohl Se. Majestät uns »urücklassen!" Es ist kaum nöthig, alle die Rückfichten an,»führen, die gegen eine Verlegung der Regierung von h er etwa nach Raffel (denn davon sprechen conseroative Abgeordnete) geltend zu machen find. Die «eußerung des Reichskanzlers wird daher auch nur als ein Ausdruck feiner Unzufrieden, beit mit Berlin betrachtet und für einen bloßen Schreckschuß angesehen.
Berlin, 2. Mai. Die Antisemiten-Petition ist in einer größeren An- zahl von Bänden dem Reichskanzler übergeben worden. Die darauf erteilte Antwort beschränkt sich auf die vom Vorstand der Reichskanzlei ausgestellte Bescheinigung über die geschehene Ein'ieferunz.
Berlin, 3. Mai. Der Sronprim richtete an Professor Baumgarten als Dank für die Zusendung einet Broschüre wider Herrn Hofprediger Stöcker eine christliche Stimme über die Judenfrage" folgendes Schreiben: »Ich habe mit besonderem Interesse die kleine Schr.ft empfangen, welche Sie die Güte hatten, mir zu überreichen und nehme gern Veranlassung, Ihnen für diese willkommene Sendung bestens zu danken."
Nochmals die Auswanderung.
Immer mehr schwillt der Strom der Auswanderung an, als ob Deutsch, land dem Verderben nahe und Amerika daS gelobte Land sei, darinnen Mi ch und Honig fleußt. Wa« ist die Ursache dieser Völkerwanderung Wa« treib diese Schaaten au« dem Lande? Sprecht. Auswanderer! v°t der Himmel die Sü.er verringert, die er dm Geschlechtern vor euch gewährte? ®£bb« DüisSguellen, die er euren Vorfahren bot, weniger geworden, entreißt man euch den Lohn eurer Arbeit, ist eS Habsucht, die euch arm und elend flemad) ? Nein ihr hobt Muth. in ein unbekanrttS Land zu gehen, ihr nehmt zum großen Theil auch Seid mit I »Elend, Jammer, die Unmöglichkeit, trotz Fleiß und Thatkraft empor,utommen“ — daS — meinen die Auswanderer, tret e fie fort, aber Alle« daS ist kaum zur Hälfte der wahre Grund, vielmehr sind eS trügerische Lockungen von angeblich reich genotdenen Verwandten in Am rila, die »dem Grünen" häufig das biStden Seid ablocken, da« er miibnng^ Schon ertönen Warnungen au« Amerika, der Zuzug ist für e n 3^r ju f>QIf fetr Aufschwung ist keineswegs so bedeutend, wte man meint, und Tau sende' gehen .drüben" nicht nur einer unsichern Zukunft, sondern direct dem
Arbeit'findet in Deutschland noch ihren Lohn, aber in Amerika ist ein härterer, schwererer Rampf um’« Dasein; eS ist nicht allem Arbeit, die der fremde leisten muß, wenn seine Zehrgroschen verschwunden sind, ionden haIte Arbeit, Arbeit, zu der der Ausgewanderte in Deutschland vielleicht niemals gegriffen haben würde, denn er muß schließlich die Straßen fegen, die Avalen Räumen, im TvphuSlazareth Wä.tet spielen, an ber »usternianksich d ßänbe »etteißen, ober gar auf bem Wallfischsahtzeug ober gegen die Jndia e tn Dienste treten. Trauet nicht ben gleißenden Versprechungen ber Verwandten und FrmM sondern leset die Ziffern der Smgewanderten die im HoSpita hungernd hinter ben Zäunen ober al« Lanbstreuher, im Arbeit«, unb Zuchthaufe
m« „..h. ».* .*.»
Sernter in Amerika fallen nut bem Eingeborenen zu; unter Tausenden, unter Hunderttausenden Einwanderern macht einmal Siner (Serri re, 8
Glück. Wer aber glaubt, in Amerika mit wenig oder ohne Seid, nut etwas Pfiffigkeit, wenig Mühe und wenig Wissen fern Brod «werten ,u können ber erschrickt, baß er baselbst bas aufgeklärteste, kiugste, fleißigste Volk findet, a, selbst bet Gauner erschrickt über bie größeren amerikanischen Dauner. Dar» hemmet ben Strom, cht Deutschen! Bleibet tm Sanbe unb nähret euch redlich!________________________________________ -
Lehrer«Conferenze«
Gieße n , den 3. Mat 18VI.


