Ausgabe 
4.12.1881 Erstes Blatt
 
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»«rwischt«».

~ ®8 Sa nbau (SRlebetbol;ern) toirb terAmp. Ztg." von einem am 16. v. Mit. toegen Elseriucht erfolgten Mordversuch geschrieben: Zwei nicht mehr junge Wittwen hotten Neigung für ein und denselben Mann und war eS zwischen diesen beiden Frauen schon häufig »u widerlichen Auftritten gekommen. Am 16. p M. bewaffnete sich die eine Frau mit einem Doppelterzerol und gab zwei scharfe Schaffe auf ihre Nebenbuhlerin ab. Der eine Schuß M n .ta8 andere drang in die Brust ein. Die Schwerverletzte wurde fofort 7n'8

Krankenhaus, bte Tharerrn, Mutter von 5 Kindern, in die Frohnfefte verbracht.

Telegraphische Depeschen.

Wolfes telegr Correspondenz - Bureau.

Straßburg, 2. December. DieElsaßLothr. Ztg." wendet sich gegen diejenigen Blätter, welche aus finanziellen oder anderen Gründen die Er. bauung eines Katserpalastes in Straßburg bemängeln und schreibt, Se. Mat. der Kaiser habe für seine Person weder an daS deutsche Reich noch an Elsaß- Lothringen rgmd einen Anspruch erhoben; der Köniz von Preußen allein nage wie die Wurde so auch die Bürde des K-iseramtes. Umsomehr dürfe aber wohl beansprucht werden, daß Se. Majestät von Rechtswegen in den Stand gesetzt werde, den Reckten und Pflichten, welche der Kaiser in Elsaß. Lothringen tm Interesse des Reiches wie des Landes in eigener Person zu erfüllen habe, auch nachkommen zu können. Bet den sikuen Unterkunft, Verhältntsien sei dies fast unmöglich, auch entsprächen dieselben nicht der Würde der kaiserlichen Majestät. Daffelbe gelte von dem Vorschläge, dem Kaiser ein Absteigequartier in einem der etwa künftig beabsichtigten Gebäude etnzurichten. Der Kaiserpalast in Straßburg habe nicht nur eine Bedeutung als solcher sondern bte wettergehende der Umwandlung der ebemaligen Departement-- Hauptstadt zur katserUchen Residenz. Damit steige Straßburg wieder empor zu der Wurde und Bedeutung, welche es ehedem unter den Städten brf Reiches eingenommen. Die Erbauung des Ka-serpalastes, ebenso tote die Bk- sulhe veS Kaisers in Straßburg kämen in hohem Maße der Stadt und den hiesigen Gewerbetretbenden zu Gute, welche eine häufigere Wiederholung der kaiserlichen Besuche wünschten. Der Palast würde ferner wesentlich zum Auf- schwunge der Stadt beitragen. DieElsaß-Lothr. Ztg." sagt am Schluffe: Wir glauben übrigens tn der Annahme nicht zu irren, daß eS tm Reichstage bet einer Frage welche an die Person Sr. Maj. des Kaisers heranreicht, Überhaupt keine Parteien geben wird, sondern der Beschluß so auSfallm wt7d wie cs der Wurde des deutschen Reiches entspricht." '

Paris, 2. December. Gambetta hat dem Botschafter tn Petersburg, General Chanzy, heute Vormittag seme Abberufung zugistellt. Ehanzy begtebt sich ln Kurzem zur Ueberreichung der Abberufungs.Schreiben über Berlin nach Petersburg und wird demnächst ein wichtiges Commando in der Armee übernehmen.

,, ~ Depesche des G nerals Sausstei aus "»affa vom 29. v. Mts. melbet: Die Mehrzahl der Ausständischen ist über di« Schoits hinaus zurück- gedrängt. Gegen denjenigen Th-ll der Aufständischen, welcher in dem gebirg,- gen Terrain, 60 Kilometer östlich von Gassa, den Mittelpunkt des Widerstands bildete, ist eine Truppenabtheilung abgeserdet worden, welcke das befestigte

6efe6t und dem Feinde groß- Verluste beiqebracht hat. Die französischen Truppen hatten nur einen Todten und vier Verwundete

9iCrTl <iCu ®«i^ten dtejeutgen Personen anzuzeigen, welche, nur zu ost auS Gleich- giltigkett gegen die öffentlichen Angelegenheiten, die Ntchtgestellung der jungen Soldaten begünstigen, indem sie dieselben in ihren Häusern behalten. Es ist hohe Zett, gegen diese verhängntßvolle Tendenz etnzuschreiten."

So die genannte Pariser Mtlttär-Zettung." Wir ersehen daraus, daß dw Abneigung gegen den Dienst tm Heere tn Frankreich noch ungleich verbret- crufP' xacx iu den letzten Jahren anzunehmen pflegte.

Die französtschen Blätter, deren Liebltngsthema dieEntvölkerung Deutschlands aus Furcht vor dem Militärdienst" ist, werden somit gut thun, sich in Zu- runft der Erscheinung tm eigenen Lande zuzuwenden. (Frkftr. Journ.)

Rußland.

Petersburg, 1. December. Gestern erfolgte vor dem Militärbezirks- gertchte der Urthetlsspruch tn dem Proceffe gegen den Stabs-Rtttmetster des Letbqarde-Husarenregtments, Fürsten Scherwadschidze, welcher tm Restaurant a 13 Cascade« einen jungen Kaufmann, Namens Moßjagin, lebensgefährlich verwundet hat. Der Angeklagte wurde schuldig erkannt, tm Affek-e den Säbe gezogen und dem Moßjagtn eine schwere Verwundung betgebracht zu haben, welche jedoch nicht die Ursache des Todes desselben gewesen sei, und zum Ver- uf .,,er Adelsrechte und Verbannung nach dem Gouvernement Archangel ver- uAilt. Das Urtheil wird durch den Krtegsmintster zur Milderung in drei- jährige Festungshaft ohne Ehrverlust dem Kaiser unterbreitet werden.

Lokales.

Gießen, 3. December. Der ausgezeichnete Mediator Richard Dürschmann dessen meisterhafter Hamlet-Dor rag am letzten Mittwoch unser Publikum zu immer neuem Beikall^ aufa v'else'ttgm Wunsch nächsten Dienstag, 6. December, einen zweiten Bortrag ShakespearesKaufmann von Venedig" __ Kalten

Gestern Abend verursachte in der Flügelsgasse etn seine Frau prügelnder Mann arqen

Mcnschenauflauf. Der liebenswürdige Gatte mußte verkästet werden. 9 9

Arbeit überbürdet würde. Nicht nur für die Männer der k m

sundheits-Amt Wirkern sondern auch durch populäre Schriften^ü ^! Masse d!s^o,?-7

Dlrector des Relchsgesunbheitsamtes Struck hält hn« v

gesprochen für durchaus berechtigt. Es liege eine Mengte Stoff ^vor sck/n

populär behandelt sei oder werden würde. Heber die !

sunoheitsamt nicht entscheiden, da die Reichsgebäude imbberenffrhm allein in den Händen der b-tr-ff-nd-n Behörden lägen Erbauung -m,ig und

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tfcÄSrJÄÄÄSär1,'*8 ---------«- des Reichsgesundheitsamtes Struck erklärt dast er fckon 1R77 nia »r

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ßefe6e^firn ibr-r Beunruhigung Ätben. " b**

f ä, k Kohler. Die Regierung habe aus den eingegangenen einander wider sprechenden Petitionen nicht die Nothwendigkeit herauslesen können auf Wege m Angelegenheit der 88 10 und 11 vorzugehen ' f 0e1e6Üd,Cm

Abg. Dr Virchow: Wenn man das Reicks-Kesundbeit«amt raAfr, rnöffe man ihm uicht!Z^nge zumuthen, die nicht in seinen Kreis gehörten. Jedoch konnte die außerordentlkche Langsamkeit in den Vorarbeiten des Nahrungsmittel-Gesekes fortfaHen. Bisher habe das Gesundheitsamt nur polemische Arbeiten geliefert die aus lunger Leute hervorgegangen feien. Möchten doch d jungen L^te ihre Arbeiten anderswo publictren; weßhalb solle das Reich das bezahlen " Dam komme der Uebelftanb, daß diesen jungen Leuten eine Art autoritativen Cbaracters verliehen werde, die dem Ziele der Wissenschaft, der Wahrheit au6er*rh?ntri* D°s G-fundheiisami arbÄe auch uicht'immer^'selbstständig' fonderu I°Ih-7uch uoch vom preußischen Ministerium. Populäre Schriften vom Reichs'tAcsur?kKk'i^a<i»it ö"' 6Ql,e Cr fÜr durchaus sch-N7-n?g7°n?^°'dm'Wig-

Reichs-Gesundheitsamts, Struck, antwortet aus di- Be- ünerftänbh6.9,b8' ble,6t aber ber Im Hause herrschenden Unruh- wegm

Abg. Lasker klagt darüber, daß das Nahrungsmtttelgesetz noch nicht >ur Aus­führung gekommen sei. Wenn der Director des Reichs-Gesundheitsamts über G-s-tz Nicht Auskunft geben könne, so möge es der S.aatsfeiretär^^d-s^^Jnn-?n^Ihun!

^o^/^cretar v. Bötticher wünscht selbst, daß das Gesetz so schnell als moalich vers^chen^^ Fomme uni) rotrb blc§ auf dem durch Dr. Virchow bezeichneten Wege wurde die Debatte geschlossen und die Kosten für das Reichs-Gesund- l)ett3anit das Parlament, bie einmal.gen Ausgaben und die Einnahmen des Reichs- amts des Innern bewilligt. Hierauf vertagt sich das Haus auf Samstaa 12 Ubr Fortsetzung der heutigen Berathung. Schluß der heutigen Sitzung 4^ Uhr U

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Deutscher Leichstag.

8. Sitzung vom 2. December.

des Reichskanzlers wegen Ermächtigung zur strafrechtlichen Ver- nrhmmrttXXllt ^^^6UNg des Reichstags geht an die Commission für die Geschäfts- S"u"0, Dann folgt bte wettere Berathung des Etats des Reichsamtes für das ^reiär wetsi aus dte Ueberhandnahme der Auswanderung htn. 2)er (Staate

Rremcn Die Auswanderung von Deutschen über Hamburg und

1879^^ftRn0!npehiaUe^ÄnÄenoi^men: 1877 betrug sie 20,000, 1878: A,000, Nicktdeuttcken üh^0 94,000. Daneben hat auch die Auswanderung von

^MeuEschnl über diese Hafen bedeutend zugenommen. Sie betrug 1877: 20,000, 18/9 . 22,000, 1880 : 54,000. Dem Vorredner gebe ich dabei zu bedenken daß bte übergroße Fürsorge für bie Auswanberer jenseits bes Meeres vielfach bie' ^brt, ja weckt. Röe betont bie Fürsorge ber Hamburger für bie Sanitat ber Auswanberer. Meyer (Bremen) meint, bie Zunahme der Aus- mün?AtUpin ungeheuren Aufschwung in den Vereinigten Staaten. Er Kräft^in ?n Auswanderer. Es sei bedauerlich wenn werthvolle

Kräfte tn so großer Zahl das Vaterland verließen. Man müsse aber doch der Aus- Ue^roölFe^un^611 lassen, denn auf der andern Seite dlohe° das Gespenst der 1, , , Kapp bedauert die Zunahme der Auswanderung; er glaubt aber wenn das ben ^orrna 9Imcrifa al§ Enbziel ber Auswanberung boch

o °riU0 =Scr F.^sorge für bte Auswanberer an ben Ausgangshäfen biesseits und den Lanbungshafen lensetts bürfe ber Staat sich nicht entziehen. 11

4. "roS?lc ^ocht für bie Zunahme ber Auswanberung auch bas Sozialisienaefek müffen0111 UntCT bcf1cn Tausenbe ein polttisches Martyrium erletben

<=tnnt ^j^^^nE/?leben) verlangt, zur Minberung ber Auswanberung solle ber ahP^°Ät 0^ bH0lrn*n u will in ber Erhöhung ber Ledensmittcl-Zölle b b Ä! b!^rsache ber zunehmenben Auswanberung finben.

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Abg- 0 Minnigerobe: Auch bem gutmüthigsten Menschen reifte bie Kebuld meun etimmer brefelben Grünbe unb Reden von Herrn Richter höre. '

er* Ster dem Abgeordneten v. Minnigerobe nahe, um

htnauszugehen, wenn ich spreche. (Rufe rechts: Zur Orbnung.) 9 t

an, daß"-?' f-m^Lruck bL-rn" ^st°ndsg°fühlc des Herrn Richter gemäß

^ro^f1 f?err fr Mmnigerobe seinen früheren Ausbruck bebauert.

bemiüigt. U roC ben blc Kosten für bie Überwachung bes Auswanberungswesens

^^Ä^n über bie Kosten ber Schulcomtnifsion wirb von ben Abgg. ^rüfungP mlangt(2ßürttember6) eine Regelung ber Einjährig-Freiwilligen- fadte Diese Regelung sei nicht Reichs-, fonbern Lanbes-

V-r ^uIcom^'Jflon ^be nur bas Recht, bie Ansprüche einzelner Schulen hieraus bewilligt!9 DOn e'Nlahrtg freiwtlltgen Zeugnissen zu prüfen. Die Kosten werben enkti^CaP 10 (Statistisches Amt) spricht Abg. v. Göhler ben Wunsch aus, daß mit ^rschulbung bes beutschen Bauernstanbes nachgewiesen werbe, ba-

mit diesem UebeIftanbe 00n Grunb aus abgeholfen werben könne.

nnA sib0'P1sich günstig über bas preußische statistische Amt sowohl als arCUc er[td)tete deutsche aus, kann letzterem jeboch noch nicht zuerkennen baft mater e^llem T ^Esammtblld ber deutschen Nationalcultur ^nicht nur auf Ellt bab!' °?f stttltchem und geistigem Gebiete zu entwerfen, völlig

LmpUtnh,rb; "lch auf bem geistigen Gebiete trete ein solcher Mangel ein. Es

Aehnlich verbaltt^s/me Statistik ber socialen Fürsorge, ber Wohlfahrtsemrichtungen

^Nalte es sich mit ben Hulfs- unb Versorgungskassen. Enblick aeböre hnhin JXS* er -pf-hl- das beutfdte s.L.iL Ä

Ä6-v , Ow unterstützt bie Bestrebungen bes Abg. Göhler.

Bauern?tanbe''s v'-BoMcher the.lt mit, baß bie Untersuchungen bezüglich bes b®W=Se6n.fd,0n em8tIel't f='' D>° Anregungen d-s Abg.° H.rfch°müß?-n

Aba SnnnmnnnCRt,6bfiCa@tatiftit. <Luc61 auf ba8 Actienw-f-n ausgedehnt zu misten.

i«a Oa^lbö- Kochhann hält es für burchaus nothwenbig, bie Statistik ber Wertboaviere

awo^n seien. Auch eine Ernte-Statist,k wünsche ?r früher aufgeftellk z^fthen mie b°gonn?n und'v°Stt ^"usarbeimngen würden jetzt schon früher

w-rd-n^hi-rauf°d-wMigst ^°"^sch° Amt und d.e Normal-Aichungs-Commission in nnriA.r (G-sundheitSamt) fragt Buhl die R-lchsregierung, wie es mit seinem

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n5-%rptt3CfOtVmCn 1cl>n ®cnn das geschehen fein werde, so würde die Negieruna N'cbt verfehlen, mit einem Gesetzentwurf vor das Haus zu treten. 0 tUn0 n d)t

feben (Creftld) wünscht diejenige We.nsälschung nickt bestraft zu

a ? ^lche angezeigt wurde und eine Verbesserung des Weines anstrebt llebergebenb auf allgemeine sanitäre Anordnungen wünscht Redner baft namcntlirh ßefunbe Wohnungen verlangt würden und daß di- Schuljugend n'tdjt Mzufehr mtt