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A« Fangmann
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Lokales.
Gießen, 3. Juni. Nach dem soeben our AuSgabe gelangten Verzeichniß der Stu- direnden an hiesiger Hochschule beträgt bic Zahl derselben im Sommersemester 1881 — 402. Von diesen sind 320 Hessen und 82 Nichthessen. Es widmen sich der Theologie 44 Rechtswissenschaft 77, Medicin 60, Tierheilkunde 22, Zahnhetlkunde 2, Eameralwtsicnschaft 4, Forstwistenschaft 32, Mathematik 36, clasi. Philologie 31, neuere Philologie 22, Philosophie 26 Geschichte 9, Pharmacte 17, Chemie 20. Äußer diesen Studtrenden besuchen noch 18 nicht immatrikultrte Hörer Die Vorlesungen.____________________
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___________Aug. Montanus.
Handel und Verkehr.
Oftn8nn‘o“T8’J'n3!? (frutymaitt.) Rother Weizen JL 20.60, Weißer Weizen r4^ ' 50Tnn^ 1 ®cr^e 11,50 Hafer JL 8.25, Erbsen JL 0.00, Kartoffeln
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ungeachtet der neuen Lasten, von denen die Monarchie betroffen worden, die außerordentlichen Ausgaben mit Vermeidung aller dem Staatscredlte nachtheiligen Mittel hätten gedeckt und daß der rückständige Theil der großen schwebenden Schuld habe ein- gelöft werden können. Unter Aufzählung der tm Interesse des Wohlstandes und der Entwickelung des Landes geschaffenen Gesetze betont die Thronrede insbesondere die gesicherte Etienbahnoerbindung mit dem Orient, die bei voller Wahrung der Rechte der Gläubiger in einer für den Staat vorteilhaften Weise erfolgter Convettirung der Staatsschuld, den unter der beispiellosen Sympathie der ganzen Welt erfolgten Wiederaufbau von Szegedin. Die Thronrede hebt ferner hervor, daß die auswärtigen Verhältnisse die gegründete Hoffnung gewährten, daß die Völker die Segnungen des Friedens ungestört würden genießen können, da es der gegenseitige gute Wille der Mächte ermögliche, die zeitweise auftauchenden Fragen auf friedlichem Wege ihrer Lösung zuzuführen. Endlich erwähnt die Thronrede die Vermählung des Kronprinzen und die bei dieser Gelegenheit bekundete treue Anhänglichkeit an die Krone. Unter dem Aus- druck des Dankes an den Reichstag für dessen eifrige Bemühungen entbietet der Kaiser und König der Nation feinen aufrichtigen königlichen Gruß.
Dublin, 2. Junt. ju Baryte «.Grafschaft Clare, Provinz Münster) versuchten gestern die Gerichts Executoren die gegen einige Pächter erlastenen Exmtjsionsbefehle zur Ausführung zu bringen, die Bevölkerung rottete sich aber in großer Maste zusammen, griff die de» Executoren zum Schuß betgegebenen Polizei- und Militärmannschaften an und gab mehrere Gewehrschüste auf die- selben ab. Die Polizei unv das Militär erwiderten daS Feuer. Einer der Tumultuanten wurde getödtet, mehrere andere Personen sind verwundet. — Der Generalsecretär von Irland, Forster, hat, da di« innere Lage des Landes immer bedenklicher wird, seine Abreise von hier verschoben.
Berren-SoimeiiscDiiiiie wähl empfiehlt r
Kirchliche Anzeigen der evangelischenGemeinde suGicsten
Gottesdienst:
Samstag, den 4. Junt, Nachm. 2 Uhr, Beichte: Pfarrer Dr. Naumann.
1 Pftngstfetertag, 5. Juni:
Morgen« 9% Uhr: Pfarrer Schlosser.
Nachmittags 2 Uhr. Gymnasiallehrer Stamm.
lRach b.ib.n ®otr<6t>i.nfi«n Kell«!,, jum B«ft«n a.mnr Zoologie Studtrenden.)
2. Pfingstfeiertag, 6. Junt:
SWorgtn« 9Vz Uhr: Pfarrer D-ggau, R-iseprediz-r aus Carlsruhk.
Feier deS heil. Abendmahls.
NachmittaqS 2 Uhr: Or. B u ch h o I v.
fNach beiden Gottesdiensten Kollekte für die Armen unserer Gemeinde.)
Die Pfarrgeschafte für die Woche vom 5. bi« 11. Juni besorgt Pfarrer Schlosser.
Vermischtes.
i Darmstadt, 31. Mai. sPersonalveränberungen.) 1) Ernannt ist der komm. Vorsteher des Postamtes in Gießen, Postinspector Ritsert zum Postdirector; 2) Angestellt sind: als Postsecretar, der Postpraktikant Stamm in Gießen, als Postassistent, der Postassistent Keller in Offenbach a. M.; 3) Versetzt sind: ver Telearaphenassistent Krösing in Butzbach nach Berlin unv der Postassistent Lauckhard von Berlin nach Butzbach; 4) Gestorben sinv: die Postverwalter C üariuS in Laubach, Breitwieser in Ober-Ramstadt und der Postexpediteur a. D. Habich in Gernsheim.
Marburg, 1. Juni. Die Zahl der Studtrenden an hiesiger Universität beträgt im laufenden Semester 701, während sic im vorigen Semester 604 betrug. Unter ersteren befinden sich 84 Theologen, 126 Juristen, 158 Medictner, 166 Studirende der Philosophie, Philologie und Geschichte, 122 Studirende der Mathematik und Naturwiffenschaften und 45 Pharmaeeuten.
Mainz, 31. Mai. Gestern Abend halb 10 Uhr haben sich in der Treber'schen Wirth- sckaft auf der Hinteren Bleiche schändliche Scenen abgewickelt. Unter einer Anzahl Viehtreiber war Streit auögebrochen, wobei das Mobiliar zerschlagen, die Fenster zertrümmert wurden u. dgl. mehr. Em des Wegs daher kommender Schutzmann Namens Röth trat ,n das Local, um Ruhe zu stiften. Kaum war aber Röth in dem Zimmer, als er auch schon überfallen, ihm der Säbel abgenommen und der rechte Arm entzwei geschlagen wurde. Vor die Thüre geworfen, wollte Röth nochmals in das Zimmer dringen, als er einen Säbelhieb über den Kopf erhielt und betäubt die Treppe herunterfiel. In Folge des Skandals hatten sich viele Menschen toot. dem Hause angesammelt. Die Leute des Herrn Bott eilten in die Nachbarschaft, um P-ügel herbeizuholen, damit die gefährlichen Subjecte überwältigt werden könnten. Nun drangen aber auch die Schutzleute Bertling und Wagner in das Wirthszimmer. Die Vieh- treiber ergriffen die brennenden Erdöllampen und warfen sie auf ihre Gegner, so daß die Flamme vom Boden emporschlug und ein Brand auszubrechen drohte. Schließlich gelang es aber doch der Uebermacht, die vier Kerle zu überwältigen. Leiber sind bei dem Kampfe mehrere Verletzungen vorgekommen. Der Schutzmann Wagner, der einen Hieb über den Helm erhielt, hat nur diesem sein Leben zu verdanken, indem nur die Schraube des Helms eine Verletzung des Kopfes abhieit, während Schutzmann Bertling außer einem Hieb auf den Kopf noch mehrere Sticke erhielt Die Verwüstung auf der Unglücksstätte war grauenhaft, überall Blutlachen und Trümmer. In einem nahen Hause wurden von einem Arzte die Nothverbände angelegt und zwei der Schutzleute in'S Hospital, der dritte nach Hause transportirt. Bezüglich des Befindens der verletzten Schutzleute sind glücklicherweise die in der Stadt umlaufenden Gerüchte übertrieben. Aus bester Quelle können wir versickern, daß die Verletzungen des Bertling und Wagner derart sind, daß sie wahrscheinlich in 14 Tagen geheilt entlasten werden können, während der Armbruch dcs Schutzmann Rötb längere Zeit zur Heilung in Anspruch nehmen dürfte. Die 4 Kerle, die dies Alles verschuldet, sind in Haft.
Butzback, 31. Mai. Gelegentlich der am 15. Mai in Reichelsheim stattgehabten Versammlung des Landeßpferdezucktvereins wurde unter anderm auch die behufs Anlage einer Fohlenweide für die Provinz Oberhesscn, event. für den Kreis Friedberg und die benachbarten Kreise nöthige Vorlage gemacht, mit welcher Herr Bürgermeister Küchel dahier in btr letzten landwtrthschaftltchen Bezirksvereinssitzung betraut wurde. Die von Pferdezüchtern und Pferdekennern sehr zahlreich besuchte Ver>ammlung sprach sich einstimmig für Die Noth- wendigkeit einer Weide aus, und wurde deren Anlage auf der Oes von vielen Anwesenden, insbesondere den Herren Vorsitzenden Haas, Lanostallmeister v. Willich, Freiherr v Schäffer- Bernstein, Kreißastestor Küchler so warm empfohlen, daß die Inbetriebsetzung Der Anstalt für nächstes Jabr gesichert erscheint. Ein zweites von Herrn Oeconom Rullmann vor Jahren schon vorgeschlagcnes Project zu einet Fohlenweide wurde von demselben abeimals Der Berück sichtigung empfohlen. Im Allgemeinen sprach man sich jedoch dahin aus. daß diesls Projcct seither energischer zu betteiben gewesen wäre, daß man jetzt aber, um nickt abermals wnder lange Feit zu verlieren, die für die Gemarkung Oes sprechende Vorlage werter verfolgen möge.
Tsckembar tm Gouvernement Pensa (Rußland), 15. Mai. Gegen Ende des vorigen Monats kam hier vor einer Abtheiiung des Pensa'schen Bezirksgerichts ein seinen Motiven nack merkwürdiger Straffall zur Verhandlung. Die beiden Angeklagten, die minderjährigen Bauern Sstdorkin (18 Jahre) und Sazjepin (19 Jahre) standen nämlich unter der Anklage, den Bauern Powarenkow getödtet zu haben und zwar in Der Absicht, sich in den Besitz Der ( ilTo c® ST® etmotbften ietzen, aus der sick nach der Mörder Ansicht ein solches Licht berstellen laste, mit dessen Hilfe ungehindert Diebstähle ausgeführt werden können. Vie Geschworenenbank fällte ein verurtheilendes Verdikt, auf das hin der Gerichtshof 6iäbriqe Zwangsarbeitsstrafe aussprack. Der 18jährige Mördcr Ssidorkin frappirte während der ganzen Dauer der Proeeß Verhandlung alle Anwesenden durch seine Gleichgültigkeit gegen daß von ihm begangene schwere Verbrechen.
,jn, sGummiwäsche.) Nachdem d.e Papierwäscke ihre Rolle auszusp.elen sich anschickt,
* " .bte, fn fafbtonablen Kreisen eigentlich nie reckt gespielt hat, tritt in Frankretck
und England ein neues Surrogat zur Ersparniß Der Waschkosten auf, nämlich Die sogenannte
Gumtm-Wasche. Es werden nämlich Kragen und Manschetten aus einem wasserfesten, gesteiften uuo ~ tta8 öie Hauptsache ist — schneeweiß gefärbten Gummistoff hergestellt, welche genau m ilY, r 9Ut gestärkter, reiner Lemenwäsche haben und außerdem den höchst wesentlichen Vortheil aufwesten, baß sie nach dem Gebrauch — nicht wie Die Papierwäsche fortaeworfen toeiöen müfien, sondern — einfach mit Hülfe eine« feuchten Schwämmchens oder Läppchens ^uerhalb einiger Minuten und ohne alle Mühe von jeder Unsauberkeit befreit werden können. Ob diese Wasche sich nun während der heißen Jahreszeit angenehm tragen wird, muß noch ab- i während des Winters bat sich dieselbe ganz vortrefflich bewährt. Der Preis für Manscketten dieser Art beträgt in Paris augenblicklich 2,80 FtcS. pro Stück für einen Kragen 1,50 Frcs.
20* Mai. Das Dienstmädchen des Bankiers F. Hierselbst wollte gestern Abend dem schwach brennenden Feuer durch Aufgreßen von Petroleum nachhelfen; es erfolaie eine Explosion und sofort standen die Kleioer des unvorsichtigen MädchenS in lichten Flammen ©er Sohn des Hause«, der den Knall und da« Geschrei des Mädchen« Hörle, eilte hinzu und üu « e dw Kommen zu ersticken. Allein e« war zu spät und unter schrecklichen Qualen ist die Aermste heute Nacht im Krankenhause verschieden.
o., _ T lEm Marder al« Musikfreund.) Ein in der Nähe de« zoologischen Garten« in Köln wohnender Gartner pflegte sich des Abends mit einer Ziehharmonika zu vergnügen An Abende — e« herrschte große Finsterniß — saß er stillvergnügt auf einer ®artenbanf und spielte in rührenden Weisen — Quint und Baß — als sich Mötzlich ein Kabeln im Grase vernehmbar machte. Em dunkles Etwa« bewegte sich dort, nahm feinen r?e0 A*Men ep«I<r1 unb e^e dieser sick klar geworden war über Die Erscheinung saß ä iUt^ ^on <lncm gewaltigen Satze auf der Harmonika. Jetzt war kein Zweifel mehr es war — Der Teufel, unD Aufspringen, sowie in s Hau« rennen das Gerathenste^für die atme Menschenseele. Em College, Dem Der Fall erzählt wurde, war indeffen mehr geneigt in der Erscheinung ein irdisches Ungeihüm, eine Katze oder einen Hund zu verrnuthen. Man kam uvcrein, am folgenden Abend die Erscheinung wieder durch die liebliche Musik heramulocken Das Experiment gelang. Als Die langgezogenen, in’« Mark DrtngenDen Töne wieder erklangen' bewegte sick auck die Erscheinung wieder heran, der Spieler, sowie der jetzt neben ihm fitzende 5°^* "abm«n Reißaus die „Erscheinung" folgte in großen Sätzen und biß letzteren kräftig durch die Hose in eine Wade, so daß Blut floß. Der Befund Der WunDe li<ß schließen Don Der Bch von einem MarDer herrühren müffe. Jetzt kannte man also Den „Geist" und baute seinem Verderben auf feine Liebe zur Musik, denn daß «s Diese allein sei welche ihn die Nahe Der Menschen mißachten liefe, wurde durch verschiedene Proben als unzweisetbait erwiesen. Von welcher abgelegenen Ecke des GarlenS man die Harmonika ertönen lassen mochte der Marder wanderte den Tönen stets nach und versuchte, an baS Instrument heranzukommen lockten Dit f t»hi>4»,- J1 , J ganz vergessen. Wiederum
lockten die lieblichen Tone, der Gartner saß wiederum auf der Bank, wo er das erste Mal gesessen, spielte aber jetzt nur mit einer Hand, während die andere ein Gewehr schußbereit hielt 3?“ ®Q™er *am ^,c Stöhnt heran ein Krach - tobt lag der Räuber Da, Den Kopf vom ®Iet durchbohrt, ein ganz stattlicher Kamerad. Seine Liebe zur Musik hatte ihn in'S Verderben geführt. 7 7 1
m tSäcksisch.^ Die Worscht von Derheeme. Ein Soldat Der nach Zwickau gelegten
Garnison hat folgenDen Brief nach seiner Heimath gelangen lasten: „Zwickau, 20. Avril 1881.
3nnigpgeltebtc Eltern! Die große Worscht, die Ihr mir geschickt habt, ist eine sehr schöne
2Borfd>t; ükr tn Zwick- h°ms- °°ch Worscht, ob» die Zwick:ch, W°:tcht Ifl noch lange Nttht
fo, mie Eire Worscht. Jnnigstgeliebte Eltern, über Eire Worscht hab' ich mich recht qefreu, unD wenn ick derheeme wäre, bann werde ich gewiß nämlich Happen Worscht esten. Wenn ihr Widder Worscht macht, da schickt mir doch widder eine Worscht, um Die scheene Worscht- fupDe f°mm ick «mal; übrigens t« mir doch eegentlich Worscht, ob ich Die Worscht Her in Zwicke esie oDet derheeme. Euer treuer Sohn."
k ^^etheilt von Dem Agenten des norddeutschen Lloyd
a5. Dietz in Gießen.
- , 1 Junü sPer transatlantischen Telegraph.s Der Postdampfer Braunschweia,
Capt. C. Pohle, vom Norddeutschen Lloyd tn Bremen, welcher am 18. Mat von Bremen abgegangen war, ist heute wohlbehalten in Baltimore angekommen.
m Bremen, 31. Mai sPer transatlantischen Telegraph.) Der Postdampfer Weser Lavi H. Bruns, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 1«. Mai von Bremen al gegangen war, ist gestern 6 Uhr Abends wohlbehalten in Newyork angekommen
1 ?xn‘ Dn Postdampfer Main, Capt. I Barre, vom Norddeutschen vLfc.u welcher am 21- Mat von Newyork abgegangen war, ist 12 Uhr Nachts
woh.behalten in Southampton angekommen unb hat nach Lanbung ber für bort bestimmten Pastagierc, Post unb Labung heute 2 Uhr Morgen« bic Reise nach hier fortgesetzt


