Koblenz, 1 August. Die in dem letzten Bulletin vom 17. v. M. über den Verlauf des Krankheits-ProzesseS Ihrer Majestät der Kaiserin Königin dargelegte Anficht hat fich im Allgemeinen bestätigt. Die Operationsstelle ist fast vollständig geheilt. Die Hebung der Kräfte, obwohl unverkennbar nimmt jedock einen äußerst langsamen Fortgang, so daß Ihre Majestät noch für längere Zeit absoluter Ruhe und großer Schonung bedarf. Die früher erwähnten Störungen dauern, wenn auch verringert, noch fort und verhindern bis jetzt die vollständige Reconvalescenz, deren Eintritt ir.defien enrgegengesehen werden darf.
Berlin, 1. August. Der „Nord. Ällg. Zig." zufolge ist der kürzlich von ihr veröffentlichte Drohbrief gegen den Reichskanzler dem Justizminister behuss weiterer Erhebungen durch die Staatsanwaltschaft vorgelegt worden gleichzeitig mit einem zweiten späteren aus Franksurr a. M- b itirten Drohbriefe, in welchem dem Reichskanzler angekündigt wird, daß 13 Männer zu- sammengetretcn seien, sich das Wort gegeben hätten, den Fürsten Bismarck um'S Leben zu bringen und entjchloffen wären, einer nach dem andern ein । Attentat zu begehen, wenn die ersten Versuche mißlingen sollten.
Pari-, 1. August. Prinz Jerome N-poleon richtete eine Zuschrift an das bonapartisttsche Wahl-Comite, worin er eine Reoiston der Verfassung verlangt.
— Die „Agence Havas" läßt sich aus Konstantinopel melden, der Sultan habe gestern den französischen Geschäfts.räger Monrholon in Audienz empfangen, denselben dabei seiner freundschaftlichen Aösichten Frankreich gegen- über versichert und befohlen, daß der Gouverneur von Tripolis alle gegen Frankreich gerichteten Umtriebe unterdrücken solle.
London, 1. Angust. Wie die „Times" erfährt, sollen die Handels- i Vertrags Verhandln.gen mit Frankreich am 22. ds. Mts. in Paris fortgesetzt \ werden. — Ein Telegramm der „Times" aus Lahore von gestern meldet, ' Hashim Khan habe im Namen Ejub Kahn's Kandahar am 27. os. Mts. mit i einer kleinen Truppenabtheilung besetzt, ohne auf irgendwelchen Widerstand zu 1 stoßen. — Der „Morningpost" zufolge würde die Pforte b€nniä$(l eine Note i über die Lage in Tripolis erlassen, in wlcher sie, unter Hinweis auf die ! jüngsten Vorgänge in Tunis, aus die Gefahren, oenen die der Türkei unter- thänigen Provinzen ausgesetzt seien, und auf die Nothwendigkeit aufmerksam - machen würde, zur Verbürgung der Ruhe und Ordnung unverzüglich Maß- i regeln zu ergreifen. Die Note würde zugleich gegen jede falsche Auslegung \ dieser Maßnahmen durch Frankreich zum Voraus Verwahrung einlegen.
Dublin, 1. August. Der Grundcigenthümer Swaton ist unweit Baüy : Dehots durch einen Pistolenschnß tödtlich ve»w.ln>et worden.
Lokale-.
Gießen, 2. August. Der Jahresbericht Großh. Handelskammer Gießen pro ' 1880 ist uns zugegangen. In seiner Einleitung bemerkt der Bericht über unser jetziges i Wirthschastsleben unserer Ansicht nach sehr treffend: In der Einleitung zu unserem . vorjährigen Berichte war unter Hinweis aus die gegen Schluß des Jahres 1879 cinge- tTerene scheinbare „Besserung auf fast allen Industriegebieten" die Hoffnung ausge- . sprachen worden: „daß man nunmehr die schlimme Lage und den Arbeitsmangel, der so lange angehalten, als beseitigt ansehen dürfe.- Diese Hoffnung ist leider nicht in j Erfüllung gegangen. Jene anscheinend nngetretene Besserung entsprang nicht einer i Gesundung unserer wirthschaftlichen Verhältnisse, nicht einer Zunahme der Kaufkraft | der Massen in Folge guter Ernten, lohnender und dauernder Beschäftiaung der Arbeiter und der Äiederansammlung jener kleinen, aber durch das ganze Volk verbreiteten er- i sparten Kapitalien, welche in dem schwindelhaften Treiben anfangs der siebziger Jahre ; verloren gegangen sind, nein! es war ein kurzes, rasch wieder verschwindendes Auf- , wallen, hervorgerufen theils durch gesteigerte speculative Einfuhr mancher Artikel, an- { gesichts der bevorstehenden Zollerhöhungen, theils durch eine vorübergehende Nachfrage J nach Ersen und Schienen namentlich für Nordamerika, welche die (Sifenprobuceiitin i und Speculanten irrig für ein Wiederaufleben des ganzen Geschäftszweiges hielten, l In beiden Beziehungen trat die Enttäuschung schon un Frühjahr 1880 ein- Der ge- j
träumte Aufschwung erreichte, soweit das Inland dabei in Frage kommt, nur den ■ Fabrikanten und den Großhändler, der Consum versagte und so mußte nothwend'ger- | weise schnell der Rückschlag kommen. Ebnso rasch verflog die Conjunctur für Eisen und Schienen, da der Bedarf der Vereinigten Staaten Nordamerikas von der Spcku- । lution weit überschätzt worden war lieber die Wirklingen des neuen Zolltarifs auf ! Gewerbe, Handel und Verkehr sind die Ansichten zur Zeit noch sehr verschieden. Von ’ freihändlerischer Seite, zu welcher die Majorität unserer Kammer gehört, wird be- ; hauptet, daß die Zollerhöhungen in ihren Resultaten weiter hinter den darauf gesetzten Erwartungen zurückgeblieben sind. Man weist namentlich darauf hin, daß nur einzelne Industriezweige aus den höheren Zöllen Vortheile ziehen, während andere ebenso bedeutende Fabrikbetriebe und Gewerbe, welche auf die Verarbeitung ausländischer Rohstoffe und Halbfabrikate angewiesen sind, in demselben Maße geschädigt werden. Es wird in dieser Beziehung angeführt die Kleineisenindustrie Westfalens, die Weberei Sachsens, das Dsühlengewerbe, soweit dasselbe für den Export arbeitet u. s. w. Durch die Vertheuerung der nothwendigen Lebensbedürsn'sse, welche eine Folge der Zölle auf Getreide, auf Schmalz und Speck, auf Kaffee, auf Petroleum u. s. w. ist, werde die Kaufkraft der Masse des Volkes Derminbert unb baburd) das Wieberaufleben von Handel und Verkehr viel mehr gehemmt, als es durch Schutzzölle auf Elsen, Garne rc. gefördert werden könne. Von gegnerischer Seite, welche ebenfalls in der Kammer als Minorität vertreten ist, wird dies bestritten und darauf hingewiefen, daß die Dauer der Zollerhöhungen noch viel zu kurz sei, um über die Wirkungen des neuen Zolltarifs ein endgültiges Uttheil zu fällen. Dagegen ist die gesarnmte Geschäftswelt darüber einig, baß es für Hanbel und Verkehr kein größeres liebel geben kann als die Unsicherheit, tn welcher sie sich gegenüber den unaufhörlich neu austauchendcn Zoll- unb Steuerprojecten befnbet Es bleibt ihr keine Zeit, sich so gut oder so schlecht es gehen will, mit dem neuen Zolltarif abjufinben unb ihre Einrichtungen barnach zu treffen. Ein Vorausbestimmen auf Jahre hinaus, ja jebe über bie nächsten Wochen hinausreichende Disposition bleibt ausgeschlossen, so lange bas Zoll- unb Slcucrwesen des Reichs sich, wie nun schon seit Jahren, in fortwährenber Umgestaltung befindet. Wir müssen deshalb den dringenden Wunsch aussprechen, es möge an maßgebender Stelle gefallen, vorläufig von neuen Zoll- und Steuerprojecten abzusehen, damit Handel und Verkehr wieder einmal zu Äthern kommen können. Das scheint uns die erste Vorbedingung einer Besserung unserer wirthschaftlichen Verhältnisse zu sein.
— Wenn der Himmel uns morgen Abend nicht wieder einen so gründlichen Wäscher schickt, alS wir gestern Abend einen erbielten, fo dürfte unser Gießener Vidaccovich mit seinem reichhaltigen Feuerwerksprogramm dem Publikum einen Haupt-AnziehungSpunkt der diesjährigen Sommer-Vergnügen bilden. Auf dasselbe macken wir hier nochmals aufmerksam, mit dem Wunsche, daß Publikum und Eoncertgeber befriedigt werden.
— In einem Theil der gestrigen Auflage unsere« B'atles konnten wir den Lesern noch mittbeilen, daß sick gestern Vormittag gegen 11 Uhr ein hoffnungsvoller junger Mann in seiner : Wohnung ersckossen hatte. Die Kugel ping durch die Schläfen und muß der Tod augenblicklich erfolgt sein. Als Ursache wird von einer Seite Schwermuth, von anderer Seite ein sog. amerikanisches Duell angegeben.
vermischte-.
Mainz, 31. Juli. Das Ersuchen des Festausschusses um Fahrpreisermäßigungen für die Besucher des XII. Mittelrheiniscken Turnfestes hat seilens nahezu aller in dem Bezirke des Mittelrbeinkreises bestehenden Eisenbabndirectionen willfährige Berücksichtigung gefunden, i Wir glauben einem verbreiteten Wunsche zu dienen, indem wir die betreffenden Bestimmungen ; nachstehend zusammenstellen: 1) Hessische LudwigSbahn. Die Turnvereinsmitglieder, welche sich -
durch ihre Feükarte legitimiren, erhalten in der Zeit vom 12. bis 16. August beim Lösen einfacher Fahrbillele nach Mainz, Mainz Gartenfelv bezw. auf den Naffaul'chrn Strecken btim Lösen einfacher Billete nach Frankfurt, Erbenhe»m unb Wiesbaden fiele Rückfahrt mit Gültig' leit bis einschließlich »7. August. 2) Elsaß-Lolhri"gen. An Vereine, welche sich in der Stärke von mindestens 30 Personen betheillgen, werden 33l/a pCt. Rabatt auf die R,tourbilletpr«i,e gewährt. Die am 12., 13. und 14. August gelösten Billete bleiben zur Rückfahrt dis einschließlich 17. August gültig. Einzelne Mitglieder erhalten keinen Rabatt. 3) Könialtche Elsen- bahn-Direction Köln rechtsrheinisch An Vereine in der Stärke von mindestens 30 Perioden werden vom 12. August einfache Billete mit Berechtigung zur freien Rückfahrt bis incl. 17. August abgegeben. Freigepäck wird nicht gewährt, auch bleiben die scknellfahrenden Person«o- züge von der Benutzung auSgesckloffen. Anträge der betreffenden Vereine unter Bezeichnung des Tages und des Zuges der Abfahrt nach Mainz und der ungefähren Anzahl der Thcil- nehmer sind bis 1. August bei der Königlichen Eisenbahn-Direction Köln «inzureichen. Einzelne Mitglieder erhalten keinen Rabatt. 4) Königliche Eisenbahn-Direction Köln linksrheinisch. Vereine in Stärke von mindestens 30 Personen erhalten einfache Fahrbillete mit Berechtigung xur freien Rückfahrt innerhalb drei Tagen. Hinfahrt ist geschloffen, Rückfahrt einzeln auszuführen. Die Vereine haben sich an die Künigl. Eisenbahn-Direction in Köln zu wenden. 5) Auf der Bayerischen Staatsbahn wird den vom 11. August ab gelösten Retourblllrten Gültigkeit bis 18. August beigelegt. 6) Königs. Eisenbahn-Direction Frankfurt a. M. Vereine m der Stärke von mindestens 30 Personen erhalten Retourbillete zum einfachen Fahrpreise. Anträge sind an die Königliche Eisenbahn-Direction in Frankfurt zu richten. 7) Oberhesstscke Bahnen. Dieselben gewähren die gleichen Fahrpreis Ermäßigungen wie die Hessiicke Ludwigs- dahn. Den Vereinen ist zu empfehlen, sich unter Bezeichnung der Stärke der Thellnehmer, des Tages und Zuges bet der Großherzog'ichen Direction der Oberhessischen Bahn in Gießen anzumelden. Seitens der Direction der Main-Neckar-Bahn wird die zustimmende Antwort täg.ich erwartet.
Muinz, 30 Juli. Heute Nachmittag sand auf dem Rhein auf einem Dampfboot der Köln-Düffeldorf er Gesellschaft ein Hochzeitsfrst statt. Das neuvermählte Paar — ein Herr aus Franffurt und eine Mainzerin — traf heute Mittag von Frankfurt kommend, wo die Trauung ftattfand, hier rin und zwar in Begleitung der Hockzeitsgäste. Auf dem Dampfer wurde das Diner eingenommen, welches so eingerichtet war, daß die ganze Festlichkeit bei der Ankunft in Coblenz zu Ende sein wirb. Don Eoblenz begeben sich die Gäste wieder hierher zurück, während das Paar seine Flitterwochen m Frankreich und Italien zubringrn wird. Die Idee ist ganz originell und dem Kopfe des Bräutigams entjpruygen, der den Rhein noch nie gesehen hat.
Mainz, 30. Juli. Gelegentlich des letzten Gewitters wurde ein hiesiger Bewohner durch ein merkwürdiges Ereignis in nicht geringen Schrecken versetzt. Derselbe hatte die ubde Gewohnheit, im Bette zu rauchen unb legte beim Auskleiden einige Erlluloit Knöpfchen auf ein neben dem Bette stehendes Tischchen, auf welches er kurz darauf, nichts Böses ahnend, eine noch brennende Cigarre warf. Plötzlich entstand auf oem Tischchen eine helle Flamme, so daß der junge Mann, ta grabe in demselben Augenblicke ein heftiger Donnerschlag ertönte, erschreckt um Hülfe rufend aus dem Bett sprang, in der Meinung, der Blitz habe bei ihm eingeschlqgen Eine nähere Besichtigung ergab jedoch, daß die noch brennende Cigarre mit ver Garnitur in Berührung gekommen und letztere in Folge dessen explodirt war. — Ein Fremder der gestern Nachmittag, mit der Bahn von Frankfurt kommend, hier aussteigen wollte, machte die unangenehme Entdeckung, daß ihm, während »r in dem Wagen schlief, seine Stiefel, Die er ausgezogen hatte, entwendet worden» waren. Da er sofort mit der Taunusbahn seine Reise fortsetzen mußte, so war er genöthigt, von einem Arbeiter ein paar alte Pantoffeln zu requiri en. In welchen er sich nunmehr in einem Wagen nach dem Dampfboot der Naff. Bahn fahren ließ.
Nieder-Wöllstadt, 1 August. Vergangene Nacht wurde auf hiesigem Bahnhofe ein Weichensteller durch eigene Schuld überfahren. Der Mann war sofort tobt.
Hetzbach, 1. August. Am Samstag verhaftete die Gendarmerie zwei Eisenbahn- Arbeiter, welche verdächtig sind, aus einer Bauhütte 400 sog. „Schußgeld", dem Bauunternehmer Arnoldi gehörig, entwendet zu haben. — Der Durchschlag des Richtstollens :es großen Klähbirger Tunnels wird vorauSsichtlick Mittwoch oder Donnerstag stattsinden Dann ist zwar der „Berg" bezwungen, allein der Tunnel noch lange nicht fertig gestellt, wird es aber jedenfalls vor Ablauf der bedungenen Bauzeit sein. — Auch der imposante Viaduct am „Himmelbächel", der viele Fremde anzieht, wird rüstig gefördert uno bietet diese Baustelle einen ungemein malerischen Anblick.
Frankfurt, 1. August. Der gestrige ö0-Pf.-Tag der Ausstellung hatte eine große Anzahl auswärtiger Besucher nach Frankfurt gezogen. Während des ganzen Tags war die Ausstellung von 11,708 zahlenden Personen und 4,300 Abonnenten besucht. Der Hauptpalast, die balneologische und Kunsthalle, dte elektrische Bahn und der Aufzug, sowie särnrntliche Restaurationen waren fortwährend außerordentlich stark ficqucntirt. Unter den Besuchern am Samstag befanden sich der Prinz von Codu g- Gotha, der Herzog von Cambridge, der Minister von Haymcrle. — Die Kauflust bat in der Ausstellung letzter Tage mehr zugenommen, so hat unter Anderen bei Gras Arco-Stepperg ein Tischdillard mit verstellbaren Banden unb einen Ebenholz-Scb'ch- tlsch mit brehbarer Platte angekauft. Beibe Gegenstände sollen für ein bayeris »es Schloß bestimmt fein.
— Nach der soeb n im Druck befindlichen Statistik befinden sick im Großherzogthum Heffen 98 Feuerwehren mit zusammen 6994 Feuerwehrleuten Dieselben verlheilen sich auf die einzelnen Provinzen und zwar: Starkenburg mit 51, Oberheffen mit 22 und Rheinhessen mit 25 Wehren In den Jabren 1879—81 stiegen die Wehren in Starkenburg von 25 ,uf 51 (+ 26), in Oberheffen von 15 auf 22 (+ 7), während Rheinhessen auf seinem allen Stande mit 25 verblieb; mithin wurden in diesen Jahren 33 neue Wehren gegründet. In neuester Zeit traten auch in Rheinheffen zwei neue W^ren inö Leben, bie aber biS jetzt noch nicht in der Statistik aufgeführt sind
SchlfTuberieht. Mitgetheilt von dem Agenten des norddeutschen Lloyd
(t. W. Dietz in Gießen.
Der Dampfer „Dandalia" ist am 31. Juli wohlbebalten in New-Uork eingetroffcn. (Bekanntlich der Dampfer, welcker mit zerbrochener Sckraube auf dem Meere trieb und um dessen 120 ) Passagiere und Mannschaften man lebhafte Sorge trug.
Handel und Verkehr.
Gieflev, 2 Aug Auf dem heutigen Wockenmarkte kost er« Nutzer ver Pfd. 1 20 biS v*L 1 30 Hühnereier 1 Stück 6 H 2 St. 11 Enteneier per Stück 6—7 Gan e.ier 1 Stück Oi0 H Käie per S ück 5 — 10 Käsematre ver Stück 2— i H. Erdlen 1 Liter 22 Linsen 1 Liter 25 H, Tauben bat Pa 0.70—0 85, Hübner p. St. M» 1.00—1 60
Halmen p. St. 0.50 — 10.0, Enten per Stück 1 40 1.70 Gänse per Stück JL 0.—•*. <>,
Welsche per Stück JL 0.—0, OchienfleOch 66 -00 H per Pfd.. ,^»h. un: Rrnofleisck 50 bi6 00 ^5), Kalbfleisch 40 00 -3», Hammelsteiick 60 70 Sckweinestriick 64—00 Äano-fcin per 100 Kilo jM 5.00—6.00, neue Kartoffel 100 Kilo JL 7.50 - 9.00, Zwuden per btt 10—15, Milch per Liter 16 unb 18 H, Kirschen das Pfund 20—25
Frankfurt, 1. August. (Fruchtbericht.) Mehl Nr. 1 JL 39.50, Nr. 2 JL 37.50 Nr. 3 JL 32.50, Nr. 4 JL 2*.50, Nr 5 25 50, Roggenmehl % (Berliner Marke)
JL 26—27, do. I (Berliner Marke) 25.50 — 26, do. II (Berliner Marke) X 22, W-"»nr effectiv hiesiger ab Bahnhof hier JL 23.50 23.75, ab unserer Umgegend JL 22 50—33.00. do. fremder je nach Qualität JL 22.50—24.00, Roggen, je nack Qualität 20.25—2«».50, Gerste vtL 18-19.50, Hafer 15.00-16 25, Koblsamen JL 27.50—28, Erbsen JL 19- 27 Wicken 16.50—17.50, Linsen 20-40, Bohnen, weiße, 23—25, Roqgenkleie — Weizenkleie, grobe und feine JC. —, Rüböl, betail, Jt 64. Stimmung fest. Hauptsächlich gefragt war: —- Dringend offerirt: — (Die Preise verstchen sich sämmtlich per 200 Pfd. Zollgewicht — 100 Kilo.)
Frankfurt, 1. August. Der heutige Viehmarkt war gut befahren. Angetriet-en waren ca. 350 Ochsen und Stiere, 300 Kühe und Rinder, 280 Kälber unb 350 Hämmel. Die Preise stellten fich: Ochsen 1. Qual. jbL 64—66, 2. Qual. 58—60, Kühe und Rinder 1. Qual. JL 54-56, 2. Qual. JL 40- 50, Kälber 1. Qua!. JL 56—58, 2 Qual. JL 40-48, Hämmel 1. Qual. JL 58—60, 2. Qual. JL 40 50 per 100 Pfb. Schlaft« gewicht. Sckweine wurden 500 Stück angeführt und das Pfund mit 60 H beiablt.
Frankfurt a. M., den 2. Aug., Nachmittags 1 Uhr 50 Mm. (Telegr. Coursber cht Mitgetheilt durch bas Bankaeschäft Albert Kaufmann in Gießen.) Cr.oit- actlen 3203/4, •5taat§babnflcticn 3093/4, (Mieter 287, Oest. Silberrente 68»/16, 4°/o Ungar. Golbrente 79"/,4o/o 1880er Russen 763/e, 2. Orient-Anleihe 61"/,g, 5«/o Rumänische Rente 927/i6- Tendenz fest.


