Colonien; drei derselben sind ganz kürzli-Ä von russischen Bauern qu8 den benachbarten Dörfern Kamenki und Rasvorow buchstäblich ausgeräumt worden. Die Bauern erschienen nämlich am Hellen Tage mit mehr als 100 Fuhren, luden ohne Umstände das sämmtttche Eiqenthum der Juden auf, ohne baß sie von diesen daran verhindert werden konnten, und fuhren — ohne wettere Ausschreitungen zu begehen — gemüthlich von dannen. „Der Czar hat befohlen, den Juden zu nehmen, was sie besitzen, sie selbst aber nicht zu mißhandeln — und also thun wir", sagten sie. In den benachbarten deutschen Colonien forschten sie ebenfalls nach Juden und bedrohten die Colonisten mit einem gleichen Schicksal, im Falle sie die Juden schützen würven.
Sriegraphischr Depeschen.
Wolfes telegr. <kOrresporttze»z-Bme«au.
Ems, 1. Juli. An dem gestrigen Diner bet Sr. Majestät dem Kaiser nahmm der Prinz Nicolaus von Nassau, der Oberpräsident v. Kühlewetter, der Regierungspräsident v. Wurmb und der Oberst v. Mantey Theil. Nach dem Diner unternahm Se. Majestät eine Spazierfahrt die Lahn abwärts. Heute Vormittag erschienen nach der Brunnenpromenade der Hofwarschall Graf Perponcher und der Chef des Civilcabinets v. Wtlmowskt zum Vortrage bet Sr. Majestät.
Koblenz, i. Juli. Das heute Vormittag über das Befinden Ihrer Majestät der Kaiserin ausgegebene Bulletin lautet: Nach einem unruhigen Tage hatte Ihre Maj. die Kaiserin gestern Abend mit beträchtlicher Schwäche zu kämpfen. Die Nacht brachte jedoch etwas Schlaf und es wurde Nahrung genommkn. Seitdem ist die Schwäche geringer geworden. Kein Fieber. PulS und Zustand der Wunde fortdauernd gut.
Berlin, 1. Juli. Fürst Bismarck ist heute Vormittag mit seiner ®e< lnahlin und seinen beiden Söhnen nach Ktsstngen abgeretst. Dem „Reichsanz." zufolge dürfen dem Reichskanzler während seines Aufenthaltes in Kiisingen weder amtliche noch nichtamtliche Schriftstücke vorgelegt oder nachgesandt 'werden.
— Der Kronprinz reist heute Abend nach Koblenz. Die Reise der kron- prtnzlichen Familie nach England ist vom Befinden der Kaiserin abhängig gemacht worden.
Kaffel, 1. Juli. Der neunte deutsche Aerzte»Tag ist heute hier durch den Santtätsräth Graf aus Elberfeld als Präsidenten eröffnet worden. Zur Thetlnahme an den Verhandlungen sind 78 Delegirte aus allen Theile.r Deutschlands hier etngetroffen.
Wien, 1. Juli. Der hiesige Gemetnderath beschloß in seiner heutigen Sitzung ohne Debatte die Annahme der von der Mittelpartei und der äußer- sten Linken beantragten Resolutionen, in welchen der Entrüstung der Bevölkerung über die Exceffe gegen die Deu.schen in Prag Ausdruck gegeben und die Haltung der czechtschen Journale, sowie die Saumseligkeit der Behörden beklagt wird. Der Gemeinderath spricht sein tiefstes Bedauern über jene Vorfälle aus und giebt der zuversichtlichen Hoff.mig Ausdruck, daß bald solche Maßnahmen ergriffen werden, die die unerträglichen Zustände dauernd zu beenden geeignet erscheinen.
Konstantinopel, 1. Juli. Die Ehen der beiden zum Tode ver- urtheilten Schwäger des Sultans, Mahmud Pascha und Nuri Pascha, sind für getrennt erklärt worden. — Die Unterzeichnung der türkisch-griechischen Convention, welche gestern erfolgen sollte, ist wegen eines Fehlers in der Ab- schrtft auf nächsten Sonnabend verschoben worden.
Lokales.
an ^E/ßen, 2. Juli. Unsere Leser macken wir hiermit auf das am Montag Abend in Wenzels Garten stattfindenve Extra-Concert aufmerksam. Nicht daß wir heute den musikalischen Genuß hervorheben möchten, derselbe ist ja hinlänglich bekannt, als daß wir ihn besonders hervorzuheben brauchen, sondern den edlen Zweck, welcher durch dieses Concert beab sichtig t ist. Wie schon In dem betr. Inserat angegeben, soll de. Ertrag dem Jnvalidendank Verein zur Unterstützung der Krieger von 1870-71, zugewendet werden. Auch unser Regiment glaubt fein Scherfletn dazu beitragen zu sollen, indem es ein reich ausgestattetes Programm zur Ausführung bringen laßt. Es darf wohl die Bitte aussprechen daß unser Publikum durch zahlretcken Besuch den schönen Zweck fördert und eine Einnahme erzielen läßt mit welchem manckcm armen Invaliden, der seine Gesundheit dem Vaterlande geopfert irgend eine Erleichterung verschafft wird.
_ om 10. und 11. Juli d. I. in Lauterbach stattftndende 11 Turnfest des
Gaues Heffen hat DU Dlrectton der Oberheff. Bahnen eine Fahrpreisermäßigung wie folgt bewilligt: Alle am Sonntag den 10. Juli er. gelöst werdenden einfachen Btllets berechtigen noch zur Rückfahrt am Montag den 11. Jult er., für Turner, resp. Vertreter von Vereinen, welche am Samstag den 9. Juli reisen, wird ebenfalls gegen Lösung eines einfachen Billets freie Rückfahrt noch am 11. gewahrt. Hierbei ist Vorzeigung der Festkarte als Legitimation erforderlich.
“ Die Polize sistirte gestern Nackmittag ein irrsinnig gewordenes Frauenzimmer von auswärts. Ihr Verbringen in eine Heilanstalt dürfte temnächst erfolgen.
- ?^?*burg ist bei den Herren Gebr. MöUrtch eine Niederlage der Kaiser!. Tabaksmanufaktur in Straßburg errichtet worden. Ob dieselbe ein Geschäft machen wird?
Vermischtes.
c . 2^'1- 3uli. Unsere Stadt schickt sich an, die am 12. und 13. Jult dahier statt-
flndende 38. Jahresversammlung des Hauplvereins der Gustav-Adolf-Sttftung im Großberzoa- thum Heffen bei sich aufzunehmen. Es darf wohl umsomehr auf zahlreichen Besuch dieses Festes gerechnet werden, als die Direktion der Oberhessischen Bahnen eine Fahrpreisermäßigung to bet W-ts- gutigsi gewahrt ha baß „die einfachen Belle,s. welche am 12. Juli auf allen Stationen bleiet Bahnen nach Sich gelost weiden, zui Hin- und Rückiabet berechtigen, auch toenn U6tere ctR am IT Ju l angetreten w,td. Auch soll für ble gewöhnlichen Rttour-BMetS, toeldje '2^Juli nach Lieh zui Ausgabe gelangen, die Gültigkeitsdauer auf 3 tage, also e ®le $ietJU b-rechtigenben Festkatten können sowett
n e. durch ben B«waltungst-th des Hauptveteins an die Zweigoeteine aus- getheilt stnb, von dem Festausschuß ,n Ltch bezogen weiden. Möge bet Segen Gottes diesem Feste nickt fehlen- ö ‘ ,tul
Mainz, 28. Juni Der CentralauSschuß für das XII. Mtttelrheintsche Turnfest bat an Die Turner des Mtttelrheinkreisrs soeben folgenden Aufruf erlaffen. Das XII Turnfest Äfir<l|t8 liO\lm,9U^r? tn312\ma,ni w°-d°n- k!n Volk semet körperlichen AusbUdmm uneingedcnk, muß in Weichlichkeit verkümmern. Nur da, wo die Jugend ihre Kraft n edlem Wetteifer üben lernt, kann ein Geschleckt erwacksen, wie es sein soll: ftisckcn Muthes frommen Sinnes, fröhlichen Herzens freien Geistes, ein Gesckleckt, dem Freunde zum Schutz dem Feinde zum Trutz. Darum recknet es sich untere Stadt zu hober Freude und Ebre »HU I« empfangen und rüste, sehon jetzt, Euch eme wütblgeAufnahmezub.testtn So folget denn Alle der herzlichen Einladung, die an Euck ergeht, auf daß unser Turnfest fick ebenbürtig anreihe dem reichen Kranz glänzender Feste. deren das goldene Matnz d e alb brwahrte Feststadt, so viele und schöne in seinen Mauern, an den Ufern unseres betmatblick/n Stromes, gefeiert hat - - Für den 38. Mittelrbeinischen Turntagwelcker clc li^d s Festes am Samstag den 1Z. August, in der Festhalle auf dem Turnfestplatze .Schloßplatz) stattfindet, ist folgende Tagesordnung vorgesehen: 1) Aufnahme neuer Vereine; 2 Abrecknuna der Mittelrbeinkasie pro 1880/81 (Entlastung des Vororts); 3) Wabl eines AuSschusies iur <Hrur tbeilung bet Must.rriegen beim XII M.-telrheinischeu Turnfest; 3 Bmcht per CommMan ^Revision der ^Eissatzungen"^^5)^Wahl bes^neuen^^Fest- hat sich zur
ihren Stationen den sich durch Festkarte legttimirenden Turnvereins-Mitgliedern auf ein in der Mteßlt^ 17^ Augusts H 8 ,tnfatH killet nach Mainz freie Rückfahrt bis ein- Darmstadt, 28 3uf Grund von Weinproben, welche die Polizei erhoben und die zum größten Therl Kartoffelzuckerhaltig befunden wurden, hatten sich beute 3 hiesige SBü^e, welckc den betreffmden Skafbefehlen gegenüber Einsprache eingelegt, vor dem Schöffengericht zu verantworten. Sie machten geltend, daß sie den fraglichen Wnn im besten Glauben für rein gekauft, da tn den letzten Jahren in Rheinheffen der Zusatz von Kartoffelrucker über- Haupt ganz av^emein üblich und herkömmlich gewesen sei und überhaupt nicht als Fälschung im reichsgesetzltchen Sinne anzusehen sei. Der Amtsanwalt führte dageaen au8 daß das Publikum unter „Wein nur das^reine ^odukt der Traube verst--he und es anqezei'gt sei, der immermehr um sich grafenden Weinfalsckung zu steuern, weshalb eine Strafe von 50 u
be8 Urtheils am P'atz sei.. Das Schöffenge?icht erkannte s «ngeklaitm
^Eber, H- Wenz und H^ Hepptlng gegenüber nach dem Anträge der Amtsanwaltschaft, der die Veröffentlichung weiterer Wlrthe, welche keine Einsprache erhoben, in Aussicht gestellt. - v r^a ™ beim Prozessoren heraußspringt, das hat neuerdings wieder
hiesiger Geschäftsmann an sich erfahren müffen. Derselbe hatte einem hier wohnenden «nen Hund in Pflege gegeben und zwar auf die Dauer von 5 Wochen. Als A«ßlich der Geschäftsmann nach der Rechnung für das Futtergeld fragte, wurden ihm durck den Metzger 2a JL abverlangt. Die e Forderung war dem Geschäftsmann zu boch und er W kirr S8Ct& Q baß n ttn;Unb 3cner seine Forderung etnklagen. Der Metzger tbat dies es wurden Zeugen und Experten geladen und nach mehrmaliger Verhandlung in der heutigen Sitzung des Landgerichts für Civiliachen zur Erledigung. De? Geschäftsmann wurde verurtheilt, für die Fütterung des Hundes dem M-tzaer nur 5 iu klleickzeittg mußte er auch bte bis jetzt entstandenen G^chtskosten entrichten, welche sich auf circa 70 JL belaufen. Das Futtergeld ist hiermit dock etwas theuer geworden.
c Zur 3.)0jährigen Feier der Einführung der Buchdruckeret in
unserer Stadt wurde heute Mittag an dem Hause, Gr Kornmarkt 20 Hierselbst, zur Erinnerung an den ersten ständigen Buchdrucker Frankfurts, Christian Eqenolff eine Inschrift an^ Atbtacht. D°t «tablatchtoat Dt ^totoftnb hielt b,i b« «tow.i'hunz w.lch» eine W b°n Deput-tlbN-n b°t Buchbtucket aus b-n umliegenben Stabten belwahnten, ble Festtebe. Sckwn bei Lebzelten Bflenolff 8 mar eine Safe! an dem betreffenden Hause befestigt, welche tobest ebenfo
L T ^'» 5- bn" P-'»sktrchh°f brr Zerstörung anhelmqefallen Ist. Orotefenb hat 8U^ u VÄ. a" bC« ”.7, 350 2°bren bas erste der von @g,no;ff gedruckten Bücher: „Set Stab J-kob S , eine Anleitung zum Meffen, vom Stadt,chreiber Röbet zu Oppenbeim entoorfen, In grantfnri er,t6,en eme 18^^“,' über den Jubilar und feine Vorläufer v-rfaßt, bte Eqenolff s Verdtenste würdigt fein Leben erzählt und einige wertboolle Mitthellunaen gibt' Ein Un cum unterer Stadtbibllothrk, das bisher tn der dort ausbewahrten Lehnemannhchen Portraitfamntiunz verborgen war, Ist der Streuer,,ttel «genolff s mit einem Bildniß unt> eintoen totemifä)en Versen unb bte große Seltenheit solcher Blätter, wie sie im 16. Jahrhundert von Verwandten den Verstorbenen gewidmet wurde, gab dem Verfaffer deS Weikchen« dankens. werthen Anlaß zur Wiedergabe derselben durch Lichtdruck. Eqenolff starb demgemäß am d ,«'b'var 1555 Er wurde am 26. Juli 1502 zu Hadamar mt Naffauischm geboren tarn mit vierzehn Jahren nach Mamz^ um al8 Scholar auf der dortigen Universität humanistische Studien zu treiben war Im Jahre 1529 selbstständiger Buchdrucker in Straßburg I. S. unb suchte am 20. Sep ember 1530 beim Rathe der Stab: Frankfurt um Aufnahme ,n die Bürgerschaft nach Dieselbe wurde thm gewahrt und so siedelte er. wte es scheint, im nächsten 3'’t"."’4 ^.ffurt über. 6r gelangte dort bald zu Ansehen unb reichen BesitzthÜmern unb starb hochgeachtet. Seine Grabschrift lautete nach dem im Stadtarchiv ausbewahrten Evi taph.enbuch das au* eme Zeichnung des Grabmals enthält, aus deutsch: „Hier liege Ick Egeno ff nach Ehrtsti Namen genannt, der Ich der erste Buchdrucker in dieser Stadt war " Kbrid an Eqenolff aus Hadamar starb im Jahre 1555, Im Alter von 53 Jahren feit der durch ihn hierorts erfolgten ersten Einführung der Buchdruckerei 25 Jahre lang Bürger Zu des Verstorbenem ewigem Gedächtniffe haben seine Gattin und die überlebenden Kinder bleks Denkmal setzen lasten.
K.T.effIb' 27-311"*, Jene gegenwärtig durch die Zeitungen laufende schreckliche Ge- sch ckte, die in der Volksschule Nr. 25 auf der Ftschelner Landstraße passt« sein und na» welcher ein Lehrer ein Kind aufgelegt haben soll, beschränkt sich nach der (Melber
darauf daß der Lehrer das betreffende Kind zur Strafe mit einem großen Tafel abwtscktuch um den Hals an emen Mantrlstock stellte. Folgen hatte diese Strafe b:e von der Schuttnfpectlon allerdings a!8 eine ganj unpgffende erkannt und demgemäß auch gerügt wurde, durchaus a cht gehabt. Das Kind, von welchem es hieß, daß es dem Tode fast ver fallen fei, war nicht einen Augenblick unwohl; auch wurde der Lehrer weder verhaftet noch zeitweilig seines Amtes enthoben.
. . . . “ 3" ealgwebet hatte ein biederer Bürger, dem c8 sehr viel Kummer machte, bah feine Na e eine fabelhaft rothe Färbung befaß, sich in Folge emer Zeitungs-Annonce postlagernd an einen Wodtthater der Menfchhelt gewandt und bemfetben ble üblichen 5 M. ein- »eschickt. Er saß im Kreise seiner Familie bei Ttsck, als das Antwortschreiben eintraf Mit hoffnungsfreudiger Miene wurde es geöffnet, aber alsbald entfiel es der zitternden Hand Di" Gattin hob das Blatt auf, um den höhnischen Rathschlag an ihren rothnasigen Gatten zu lesen: „©auf, bis sie blau wirb!" 0
, k » Dassel, 27 Juni. @m Intereffanter Fall Ist vor einiger Zelt beim fönigl. Ober, landeSgericht bierselbst In zweiter Instanz entschieden worden, der namentlich für die ländlichen Gemeinden und bte Landwlrihe von Nutzen Ist. - Die Gemeinde Bettenhausen hat die Jagd in ihrer Gemarkung schon seit langen Jahren an ben Staat verpichttt, und enthält der betreffende Pachtvertrag eine Bedingung, daß der Pächter verpflichtet ist, dafür zu sorgen daß im Jagdrevier sich keine Schaaren von Vögeln, Dohlen u. dgl. bilden welche den Feldfrüchten schaden konnten, nothigenfalls Ist der Pächter für allen entstehenden Schaden haftbar. Der Oeconom August Sckweitzer zu Seitenbauten machte nun Dem Pächter, vertreten durch den Fasanenmeister Schäfer, im Jahre 1880 Anzeige, daß ganze Schaaren von Spatzen sein Welzen- feld arg Heimsuchttn, und ersuchte um Abhülfe auf Grund des Vertrags nut bet Gemeinbe.
btefc nicht erfolgte, ließ Herr Schweitzer seinen Schaden abtaxiren und verklagte den Fiskus. Dieser Prozeß (ft nun am 26. April zu Gunsten deS Kläger« entfliehen worben, derselbe erhalt seinen vollständigen Schaden Anspruch im Betrage von 1200 JL, auch hat der Fiskus alle Kosten zu tragen. 7 °
H ana u 26. Juni. Die ganze Eisenbahnstrecke Hanau-Friedberg wird am 1. Sep- ^"'ber d. I. eröffnet. D»e Erdarbeiten sind nunmehr vollendet, mit dem Legen der Schienen A"?cken F^edberg wird die nächste Woche begonnen. Die Bahnstrecke von Hanau bis Wtndecken wird bekanntlich schon seit längerer Zeit befahren.
.r. Juni. Die Absendung von 1200 tunesischen Soldaten nach Sfar wird
durch ernsthafte Unruhen mottvtrt. Es sind daselbst mehrere Europäer verwundet. Die An. Wesenheit des französischen Kanonenbootes „Edakal" verhinderte größere Unordnungen. In der betreffenden Depesche wird die Besetzung von Gabos und Jl Djerba angrrathen.
Die Psinnigfpsrksssen in Gießen.
Alter Spruch:
Wer den Pfennig nicht will achten, m l a „ Wird umsonst nach Thalern trachten.
Verständige Arvelt wird uns vorwärts bringen zu Wohlstand und Zufriedenheit wenn zum Fle,ß, welcher erwirbt, sich die Sparsamkeit gesellt, welche erhält. ' v m Die Sparsamkeit bewahrt uns in schlimmen Tagen vor Hunger und Elend, vor der Noth, welche unseren Besitz in die Hände der Pfandlecher und Wucherer liefert welche zum Betteln und oft zum Verbrechen fühtt; die Sparsamkeit macht uns fähig' Mers'ch?n Un§ fC bft 8U und bannt macht sie uns zu wahrhaft unabhängigen
Die Sparsamkeit wird aber auch überaus reich belohnt, nicht nur durch das wachsende Kapttal, sondern auch durch das wachsende Ansehen des Sparsamen durch das öffentliche Vertrauen, welches sich ihm zuwendet. Die besseren Stellen, der höhere Verdienst fallen chm zuerst zu, weil man ihm vertraut, weil die Erfahrung lehrt dasi der Sparsame Gewalt über sich selbst hat, daß er mäßig und ehrlich ist, daß er nichts thun wird , was seinen guten Namen, ferne Zukunft schädigen könnte. Der Sparsame für diese bessere Zukunft auch von Tag zu Tag befähigter; denn er kann z. B. wo es Noth thut, besseres Werkzeug anschaffen, eine kleine (Kaution stellen öder sich besser kleiden. '
So wird aus dem Sparsamen meistens der wohlstehende, angesehene Mann m besten Familie Ordnungsliebe, Ehrenhaftigkeit und alle Tugenden erblich werden zum Segen der Gemeinde und des Landes, welche solche Bürger besitzen.
m im Leben schützende und beglückende Tugend der Sparsamkeit


