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sie nun einmal sind, ihre kleinen Kriege mit einer Niederlage eröffnet zu jeden, finden sie gar nichts Absonderliches darin, zur Abwechslung von holländischen Bauern geschlagen zu werden. Keinem einzigen unserer Blätter fcmmt es in den Sinn, dem General Colley einen Vorwurf zu machen, baß er mit unzureichenden Kräften eine tapfer vertheidigte feste Stellung angegriffen hatte und mit blutigem Kopfe zurückgeschlagen wurde. Im Gegentheil, sie loben seine Kühnheit und sein entichloffenes Vorgehen, den bedrängten Besatzungen zu Hülfe zu eilen. Daß ihm das Wagestück nicht gelang und seine Tollkühnheit vielen braven Soldaten das Leben kostete, dies bedauern sie freilich allesawmt, aber — Allah ist groß, und wenn erst die nöthigen Verstärkungen eingetroffen sein werden, nun, dann werde die Scharte rasch wieder ausgewetzt werden müffeu.
— Die Besatzung des Tower wird demnächst durch ein Lintenregiment verstärkt werden. Kein geringes Eompliment für die Fenier. — Von einem unserer Morgenblätter soll eine des Reisens und Reitens (hoffentlich auck des Schreibens) kundige Dame als Kriegsberichterstatter im Transvaal angestellt worden sein. Sie sei der Liebenswürdigkeit der Boeren dringend empfohlen.
— Die „Times" meldet aus Durban von heute: Ein Augenzeuge des Kampfes bet Langs Nck behauptet, die Boeren hätten verwundete Engländer maffakrtrt. (Wahrscheinlich nur eine Verleumdung). Eine von den Boeren eroberte Fahne sei von den Engländern mit dem Bojonet zurückerobert
London, 31. Januar. UnierhauS. Dtlke antwortet auf eine Anfrage Bourke's, Göschen werde in wenigen Tagen nach Konstantinopel zurückkehren. Es handle sich nicht um eine Conserenz m Konstantinopel, sondern es ward vorgeschlagen daß Unterhandlungen betreffs der griechischen Frage zwischen der Pforte und Vertretern der Mächte stattstnden. Auf eine weitere Anfrage wiederholt Dilke, die Ansichten der Regierung betreffs der griechischen Grenzfrage, welche in dem Circular vom 25. August enthalten, hätten keinerlei Veränderung erfahren. Die Regierung sei mit keiner isoltrtcn Action beschäftigt und hofft, die jetzigen Unterhandlungen würden zu einer solchen vereinten Action der Mächre führen, daß eine friedliche. Lösung der griechischen Grenzfrage herbetgeführt werde. “ ~
Continental - Telegraphen - Compagnie.
2. Februar. Die Statthalteret verbot die Bildung eines ober- österreichischen Bauernvereins auf Grund der vorgelegten Statuten als g/setz. widrig und staatsgefährltch. p
Telegraphische Depeschen.
Wagner'» telegr. Correfpoudeuz-Bureau.
Hamburg, i. Februar. Heute Morgen 8 Uhr brach in dem Set' denwaaren-Lager der Firma R. D. Warburg Feuer aus, welches erst Nach^ mittags 53/4 Uhr gelöscht wurde. Dasselbe hat einen großen Theil des Waarenlagers zerstört.
Loudon, 1. Februar. Im Unterhause erklärten die Vertreter der Regierung, es werde gegen die jüngst wegen Staatsverbrechen Angeklagten kein neuer Prozeß beabsichtigt. Die Debatte über die indische Ausnahme-Bill wurde fortgesetzt und dauerte noch heute Morgen fort.
Athen, 1. Februar. In der Kammer erklärte Kumunduros, er halte eine neue Conferenz in Konstantinopel für noch verderblicher, als ein Schiedsgericht. Die Botschafter tu Konstantinopel seien gegenwärtig bemüht, von der Pforte zu erfahren, welches ihr letzter Entschluß sei. Die Regierung setze ihre Anstrengungen in, Beschaffung von Kriegsmaterial und Herstellung der Wege fort, um sich für die Occupatio» der Griechenland zugesprochenen Gebiete geschickt zn machen.
Rom, 1. Februar. In der heutigen Sitzung der Kammer der Depu- tlrten gab der Ministerpräsident Catroli die versöhnliche Gesinnung und die Sympathien der Mächte für Griechenland als unverändert bestehend kund; es sei daher jedenfalls eine baldige friedliche Lösung der griechischen Frage zu erwarten. ö °
, I . -In Appleton, Wisc., halten die Dienstmädchen geheime Versammlnnsen ab, um I Cl" „men chenwurdtgeS Dasein zu erringen''. Die Folge der Ocünoung dieser geheimen ' I "^ect'on waren verschiedene kleine Streiks, wie z. daß das eine Mädchen am Sonntag $ I P.icbt "chen das zweite nicht mit der Oelkanne über die Straße gehen wollte, da sich dies
I für eine „Dame" nicht schicke. '
. I . ®CTn' ^"uar. Der „Bund" schreibt: Gestern Mittag 2 Uhr 2i Minuten war ' I ? starkes Erdbeben in zwei unmittelbar folgenden heftigen Stößen zu verspüren-
1 I dasselbe wurde in den Häusern wie auf den Straßen wahrgenommen und veranlaßte große Aus' I regung. Soeben vernehmen wir noch, daß der Zeitglockenthurm an der Seite gegen die Markt - I 9Qf'e, ei'"" starken Riß erhalten bat. An vier Kirchen tönten die Glocken an und verschiedene I Kamine sind herabgestürzt. '
I m §ulda, 27. Januar. W gen wiederholten Kneipens wurden 2 Schüler d<s hiesigen I Gymnasiums ausgewiesen. 18
I a DerfSFa“bcr- (Ein durchgebrannter Hausirer.j In den letzten Tagen weilte
I ein Scbnittwaarenhandler aus Pirmasens der sein Geschäft mit noch etwa sieben (Schüfen auf I dem Hausirbandel betreibt, in hiesiger Gegend. Alle Samstage kam er mit seinen Gehilfen in I einem vorher vereinbarten Wirthsbause zusammen und dann mußte jeder daS c-ge ommene I "?"'fern. Ais nun jüngst wieder im Dombühl fine solche gemeinsame Zusammenkuntt I st?.!!st"den. sollte, blieb ein Gehilfe aus. Dcrse/be war mit seiner Wocheneinnahmc von circa I ö(H) JL durchgegangen. Man toermuthet, daß er nach Mannheim flüchtete. Die Sache ist bet I Gericht angezeigt Aus Obigem ist zugleich ersichtlich, wie schwer der seßhafte Kaufmann durch I dw Hausirer geschädigt wird, wenn gleich sieben bis neun Personen auf einem kleinen Terrt- I torium per Kopf wöchentlich bis 300 JL abliefern können.
I ~ [®in Deserteurs Dieser Tage wurde in der Scheune eines Gehöfts zu Leteln I C®ori oei Minden) ein Soldat des 15. Infanterie-Regiments versteckt gefunden, der seiner I Zeit alS unsicherer Hccrespflichtiger eingestellt und kürzlich von seinem Truppenth<ile desertirt I ^ar. Der Mensch will 9 Tage in seinem Versteck zugebrackt und in dieser Zeit nicht die ge- I nn.st-' Nahrnng zu sich genommen haben. Nach dem Garnisonlazareth verbracht, stellt sich sein I 3"stand als ein geradezu entsetzlicher heraus. Der innere Organismus ist zum größten Tbeile I Estorf; in der bitteren Kälte sind die Fleischseite zwischen Knicen und Fußen nrößtentheils I abgefroren und wird eine Amputation beider Beine erforderlich fein, wenn nicht — was aller» I dings bevorzustehen scheint — der Tod den Unglücklichen von seinem Leiden erlöst.
- [Stieg im Frieden.) Der in Berlin wohnende Rittmeister v. B., einer der elc- I ganfeften Cavaliere der Residenz, besitzt ein wahres Prachtexemplar von einem Officierburschen. | "Der schone Julius" — so wird er vom weiblichen Dienstpersonal des Hauses genannt — ist I Sohn eines Weinbaue,n aus dem prächtigen elsässischen Rheinland und kopirt ic-nen Hcrrn I Ä7 £U h"mlichem Ergötzen in Benehmen und Tournüre ,n der frappantesten Weise. | g.. CT dadurch, abgesehen davon daß Julius ein wirklich schmucker Junge, mit leicht qe- I geltem nußbraunem Kopfhaar und kokettem Schnurrbart, das sämmtlicke, dem schönen Ge- I ^"chte angehörende Dtenstperional des Hauies, in welchem sein Herr Quartier -aemackt in I 7le Zauberbande der Liebe geschlagen bat, ist wohl selbstverständlich. Alle Mädchen im Hause I haben auf den appetitlichen Soldaten ein Kr-uz Bombenfeuer c öffnet, noch kann sich aber keine I ™-m<n' lhn erobfit zu haben, denn Julius ist nicht nur hübsch, er ist auch klug und gibt offen I keiner den Vorzug, sponsirt dafür aber im Geheimen — mit allen von wegen der ,.C rea>ien". I Vor einigen Tagen hat der „schöne Julius" aber mit seiner Schlangenklugheit Schifforuck ae- | ‘!tp£n Das eine der Mädchen, „Raths Emilie", hatte gelegentlich der Abwesenheit ihrer Herr- I tcn Hauskolleginnen ttn „Kaffeekränzchen" gegeben. S-.e wollt? dabei mit ihrem ebenfalls I 8'ladenen JuliitS glänzen und ihn als ihren „Bräutigam" proelamtren. Sie legte damit die
I uUnt<L?" fin Aderlaß und führte damit eine Katastrophe herbei. Julius schwitzte inmitten | ®et Mädchen Blut und Waffer, denn Emilie war so schlau gewesen, ibn von der Mitanwesen | bett ihrer Nebenbuhlerinnen nicht zu unterrichten, und eine Erklärung ' konnte Schreckliches zu I Tage fordern. Jedes von den Mädchen war karicirt darauf, daß er neben ihr saß und jede I glaubte ein Recht darauf zu haben. Endlich machte die Gastgeberin dem Streite ein Ende, sie I patzte wie ein gefülltes Sbrapnell in die Gesellschaft hinein, indem sie mit unnachahmlicher I Grandezza den unglücklichen Julius als ihren „Herzallerliebsten" verstellte Erst verfiel olles | ft0™6 Schweigen, dann aber brach ein furchtbarer Sturm los Julius war zum ersten
I Mole in seiner Kriegerlaufbahn gezwungen, sich ..rückwärts" zu concentriten und den wie Hyänen I auf einander losgehenden Mädchen das Feld zu räumen. Schrecklich muß der Kampf gewüthet I haben, denn alle die so schmählich Betrogenen laufen mit verbundenen Köpfen umher. Julius soll sichtbar magerer werden da jetzt die .Emolumente" ausbleiben.
Dortmund, 28. Januar. In der vorigen Nacht verunglückte auf den Born'fchen Hochofen ein Einwohner unserer Nachbarstadt Barop in gräßlicher Weise. Der Mann hatte I sich anscheinend im Felde verirrt und sich schließlich am Scklackensturz der besagten Hochöfen 1 AUT Nachtruhe niedergestreckt Unglücklicherweise wurden an jener Stelle während der etzten Nackt Schlacken gestürzt; eine der Lchlackenformen platzte gerade vor dem ruhig Schlafenden unb ergoß ihren Inhalt über denselben Der Unglü^licke, der noch im Stande war seinen Namen anzugehen, wurde tn beklagenswerthem Zustande in'S Krankenhaus geschafft ' wo er voraussicktlich bald seinen Wunden erliegen wird — Sin ebenso trauriger Fall wird ans Unna gtrndbet. Der Dirigent des dortigen Gerichts, Amtsgericktsratb Kerstein, fuhr gestern tn S;e0lc2tu,nß Langschede, um dort ein Testament aufzunehmen.
I)ie Fahrt ^urde mittelst eines Schlittens zuruckgelegt; unterwegs wurde das Pferd sckeu unb gegen einen Baum gesckleudert unb Herr Kerstein erlitt eine o schw^e Verletzung baß er sofort tobt blieb. Der Gericktsschreiber wurde nur leicht ver- hcr $ betrübende Unglucksfall erregt in weitesten Kreisen allgemeine Theilnahme, da unerwartete Weise im Berufe verunglückte Beamte allgemein beliebt unb geachtet war. °
bfT 0"f Wunsch des Fiakers einen Csardas zu spielen. Rach einem
V toUtLe der Rückzug angeireten, was bei Weitem schwieriger war, ° .6 ' aber immerhin anstandslos vor sich ging. Zur Ehre des wackeren Pf-rdes
den^au"^!i-'i^^ cs b,tru9- > S'akerkreisen bildete das Kunststück
den au.ickl.es; icken Gespracksstoff und da einmal der Anfang gemacht ist. dürfte es auch an Nachahmern nicht fehlen, so daß wir mit der Entwickelung dieser „Gangart^ es noch erreichen m<ln ^lQ‘et b(tm klnfteigen nicht nur Gaffe unb Hausnummer, fonbtrn auch gleich Stock und Thurnummer angeben wird.
, m ~ erfreulicher Weise wieder lebhafttr werdende Geschäft sckeint nach Vorgängen in Berlin und an anderen Orten auch die deutsche Arbeileidewegung wieder in Fluß zu bringen. E.nerseits durften in nächster Zeit aus den Arbcitcrkrciien mehrerer Industriezweige mancke neue Forderungen in Bezug auf Arbeitslohn und Arbeitszeit an oie «toutgeber gestellt
I QXXTX^X1<XS ^nb/tcbf bie ^ksetzgebung mit einer Reihe das Wohl und Wehe der hoV'b.ex^renben ®o&re8eln zu beschäftigen haben, - mit Erweiterung f be8 Genoffenschaftsgeietzes, mit den SibeiterhülfSfaffen, der Anieige-
^n.cht und den Mttetti zur Vorbeugung von Unfällen in Fabriken u s. w Jedetmann, wacher sich um öffentliche Dinge bekümmert, wird daher auch diesen Fragen näher treten müssen, ar Jk -ufgabe erlttckiert die „Social-Correspondcnz", welche von Dr. Victor Böhmert unb n ?"sden herauSgegeben wird und das Organ des Eentri.Vereins für das Woh der arbeitenden Klaffen bildet. Der Centralverein, welcher Männer der verschiedensten politischen und kirchlichen Richtungen umfaßt, will mit diesem Unternehmen einem großen humanen Zwecke dienen. Die „Social-Correspondenz" sucht, meist auf statistische Vr- Sh’T1' £ n nb "^landiscke Erfahrungen gestützt, aufklärend, anspornend, ver'ödncnd zu wirken, Dorurtheilen und Schlendrian entgegen zu arbeiten im Gebiete der Großindustrie de« Kleingewerbes, d r Genoffenschaften und Vereine, des Lehrlingswesenß. der Hiifs- und 'Versorgungskaffen, dtzs Versicherungs , des Dienstboten-und Aimenwesens der Privatmildihäiigkeit der Auswanderung und Colonisation, der Gesundheitspflege, drr Erziehung und Behandluna der Kinder, der Haushaltung und däuSlichtn Oekonomie, der städtisch-n unb ländlichen Wodnungß. ’ra(,Z L tol ®ie 9iebt endlick regelmäßige Mittheilungen über die Bewegungen des Arbeits- I Fu- und Abfluß, Beoarf unb Ueberschuß an Arbei-skräften, über Lohnaussickten,
5DLtCm8'^^U6^CrrUnfl u‘ *to- "Soeial-Corresponbenz" kann bei sämmtlichen Pvstanstalten und Buckhanblungen zum vierteljährlichen AdonnementSpreis von 1,60 bezogen werden.
Pblnisck -Wartenberg. Ein hiesiger Photograph hatte die Porträts der Ge n-Tnxt gefertigt. Die Abeontcrfeiten verweigerten jedoch die Annahme bet Bilder wegen ! ; Künstler wurde, klagbar. Sachverständige erklärten, die Bilder seien un abnlt* und das Gerickt wies den Kläger ab. Der Verurtheilte sann auf Rache, hing die rcfultrten Portrats in feinen Schaukasten und schrieb darunter: „Die zwei Spitzbuben, welche ben Seilermeister N. N. aus Breslau im jchlcsischerr Rtesengebirge beraubten, nackdem sic ihn mit ck oroformirtem Scknupftabak betäubt hatten." Ganz Wartenberg drängte sich um ben Schaukaffen und bewunderte die Gebiffder W. in der wenig beneidenswerthen Sliu nion als Räuber in den Abruzzen. Die Kopien wurden tn Waffen verkauft. Auf Antrag der Be theiltgten entfernte zwar die Polizei die compromittirenden Bilder, aber der Veifernger berief sin auf das gerichtliche Erkenniniß, das ausgesprochen, dieselben stellten nicht die Physiognomien Personen dar. Ob cs hierbei zu bewenden habe, ist abzuwarten, ba ber Prozeß rnoch schwebend ist. r ”
Lokales.
Gießen, 2. Februar. Herr Prof. Hoffmann fiel vorgestern Abend vor der neuen Aula so unglücklich daß er einen Arm brach.
k Gießen, 2. Februar. ^Sterblichkeit in Gießen j Die Zahl der Todesfälle während rx 4 Januar betrug in hiesiger Stadt im Ganzen 8. davon ereigneten
sich 4 an Kindern unb 4 bei Erwachsenen. Unter ben ersteren waren 2 Kinder im .ersten o ? eit ^an denen eins an Krämpfen, eins an Abzehrung starb, unb 2 Kinder im zweiten Lebensjahre, welche an häutiger Bräune und Lungenentzündung starben. Bet den erwachsenen Personen war Todesursache: Lungenschwindsucht zweimal. Gehirnentzündung, Alters,'ckwäcke je einmal. $
— Gestern Abend fcanbalirtc ein Mann auf dem Ludwigsplatz derart daß er in polizeilichen Schutz genommen werden mußte. Heute Morgen bekam derselbe 10 Tage Haft zudiktirt wclck- er auch sofort absitzen muß. 0 '
. ~ 3n ^ieseck wurde im Laufe der verflossenen Woche ein Handelsmann verhaftet und
in UntersuckungSarrest verbracht. Ueber die Ursache der Verhaftung ist nichts Authentisckes bekannt.
— Gestern Morgen fanden Angehörige eines Ortsbürgers in Wieseck denselben tobt vor feinem Bette liegen. Der Verstorbene war bis Abends gegen 12 Uhr noch reckt munter in einer Wirtschaft gewesen.
B e r m i s ch t - S.
n ?,,at”^!Lbt' ??' Januar. sPost-Personalveränderungen j 1> Angestellt sind die Postpraktikanten Blumel m Mainz, Nette und Sckwetje in Gießen als Postseeretaire. 2) Ernannt ist der Ober-Telegraphenassistent Walker in Bingen zum Telegraphenseeretair.
. , ~ 2" P^ag bat sich der Advocat Dr. Ritter v. Hergett ersckoffen. Derselbe war in
^i0UÄ,len Lcbensverhältniffen und hinterläßt eine Gattin, die bekannte Pianistin Sophie Diettrich-Hergett, mit zwei Kindern Er bekam die fixe Idee, daß er, wie fein Vater, irrsinnig werden konnte, und erschoß sich deßhalb.
Kopenhagen, 26 Jan. Zwei Meilen südlich von Skagen wurde ein Dreimaster vom und sank mit Mann und Maus bei 12 Faden Tiefe Nationalität und Name , dcS Schiffes find unbekannt
— Faschingsstücklein aus Pest. Bei dem letzten Maskenball fuhren vier lustige Herren mit dem Fiaker in ein elegantes Tanzlokal an ber unteren Donauzeile in Pest unb oa die Herren gut aufgelegt waren, gcstattettn sie dem fidelen Roßlenker, daß auck er an dem Tanzvergnügen theilnehmen könne, aber „nur zu Pferde" lautete der Ausspruck. Dem 196er" I machte diese unausführbar scheinende Bedingung nicht die geringste Sckwierigkett. Er "spannte | den „Sattligen" von der Deicksel weg unb ritt zur Verblüffung ber Zuschauer die ffilen und I engen Treppen Hinan in das erste Stockwerk, wo eben nach der lieblichen Weise des Boeeaeio | Walzers getanzt wurde. Der Schrecken, den die übrigens an Absonderlichkeiten gewöhnten I Damen erlitten, als Roß und Mann in b<n Salon sprenate läßt sich kaum schildern. Wie I wenn der jüngste Tag angebrochen wäre, schrieen Alle, während der Fiaker siegesstolz um sich I blickte, und ba dem Klavierspieler vor purer Erstarrung die Finger lahm wurden, unternahm ’


