gtnben Geburtstag Ihrer Maj. der Kaiserin findet kein Empfang, wohl aber ein Festdiner von 31 Gedecken bet Sr. Maj. dem Kaiser statt.
Dublin, 29. Septbr. In einem gestern hier abgehaltenen Meeting der katholischen Bischöfe Irlands wurden mehrere Resolutionen gefaßt, in denen die Pächter ermahnt werden, von der Landbill Nutzen zu ziehen und gleichzeitig davor gewarnt werden, sich an Grheimbünden, Gewaltakten und Einschüchterungen zu bethetligen. Schließlich wird in den Resolutionen die Be- gnadigung der politischen Gefangenen befürwortet.
Petersburg, 29. Sept. Der Kaiser hat gestern bei Kronstadt über die aus dem Stillen Ocean und dem Mittelmeer zurückgekehrten Schiffe eine Revue abgehalten, die gegen 7 Stunden dauerte. Am Schluß der Revue sprach der Kaiser über den Befund der Schiffe und wegen der mit der größten Präcision auSgeführten Evolutionen seine Anerkennung aus. _____
Lokales
Gießen, 30. September. Bet der am 27. ds. SD? 18. zu Nt«der-Bejsin«en abqehattencu Kirchweih« stürzte sich der ledige Johannes Rio 8 aus der Speicheröffnung einer Wirthichaft in den Hof und war sofort todt. _____
Vermischte-.
Darmstadt. Die Obstbausection des Gartenbau Vereins zu Darmstadt hat an Großh. Mmifterium das Ersuchen gerichtet, die schleunigste Beseitigung aller dürren Bäume aus Feld und Gärten anordnen zu wollen, weil eine sehr große Anzahl dürrer Obstbäume, welche im Laufe der beiden letzten Winter zu Grunde gingen, in Felder und Gärten stehen und liegen, unter deren vielfach losgelöster Rinde zahlreiche, den Feld- und Gartengewächsen schädliche Jnsecten ihre Brut für's künftige Jahr niedergelegt haben und noch nieberlegen, auch selbst einen vor Vernichtung schützenden Aufenthalt dort aufsuchen Da der Antrag der Obstbau section die größte Beachtung verdient, so hat Großh. Ministerium die Anregung gegeben, die Landwirthe auf die durch das Belassen der dürren Bäume in Feld und Gärten drohende Gefahr hlnzuweisen Und zu deren Beseitigung aufzufordern.
Darmstadt, 28. September. Auf bis jetzt unaufgeklärte Weise — so schreiben die „R. H. 93.N — gerieth heute Morgen der in dem um 8 Uhr 16 Min. von Heidelberg hier cintreffenden Zuge sich befindliche Postwagen auf der Strecke zwischen Bickenbach-Eberstadt in Brand und mußte auf letzterer Station ausrangirt werden. Man hört, daß die Postbeamten sich nur mit Mühe retten konnten; ob von der Ladung Etwas geborgen wurde, ist bis jetzt nicht bekannt geworden. Der Wagen selbst soll fast vollständig zerstört sein und vcrmuthet man, daß der Brand durch Explosion von Feuerwerkskörpern, die aller Vorschrift zuwider unter falscher Declaration sich im Wagen befunden haben mochten, entstanden sein.
— In einer Beilage der jüngsten Nummer der „Bcrl. Wespen" finden wir eine Annonce, worin eine Firma in Schlotheim ihre trefflichen Stricke „für alle Zwecke" empfiehlt. Daneben befindet sich eine Vignette mit einem Galgen, woran ein Mann hängt. Gewiß eine sonderbare Art der Reclame.
Mainz, 28. September. In dem Gasthaus „Zu den vier Jahreszeiten" fand vor gestern eine Kreisversammlung der Gauvertreter des 9. Mittelrheinischen Turnkreises statt. Die Versammlung berieth hauptsächlich über die Abänderung der Kretsstatuten, wie dieselben aus einer seiner Zeit gewählten Commission hervorgegangen sind. Nach einigen, in der Hauptsache nur redactionellen Aenderungen wurde der neue Statutenentwurf angenommen und beschlosien, die Statuten einem demnächst hier tagenden Turntag des Mtttelrheinkreises vorzulegen.
Groß-Gerau, 28. September. Der heutigen Nummer des hiesigen Krcisblattes entnehmen wir Folgendes: Schon seit einiger Zeit auf das immer dreister werdende Treiben der von Flörsheim herüberkommenden in den diesseitigen Waldungen streifenden Wildprets- knapper aufmerksam gemacht, hatten die Förster der Umgegend am Freitag Abend gegen 5 Uhr im Königstädter Domanialwald auf der Köntgftädter Wiese ein ernstes Rencontre mit diesen gefährlichen Burschen. Nachdem diese schon des Tages auf dem schmalen Streifen Wiese, der längs des WaldeS hinziehend, dem Wilde em willkommener Aesungsplatz ist, herumgeknallt, kamen um die erwähnte Zeit dem Förster W. drei Männer entgegen, welche derselbe anfänglich für seine Collegen hielt, da sich letztere kurz vorher behufs Recognosetrung von ihm getrennt hatten- Des Nebels wegen erkannte er erst auf 20 Schritte die ihn nickt bemerkenden und sich ihm nähernden Wilderer. Die bestimmte Aufforderung von ihm, die Waffen niederzuiegen, ward h tempo mit hochgehobener schußbereiter Waffe von denselben beantwortet. Nun folgte rasch ein Schuß; der Wilderer Peter Geßwein, den Schrei „Au weh" ausftoßend, entfloh getroffen in das nächste Dickicht, ihm nach seine Gefährten, von welchen einer dabei seine Kappe verloren hatte. Als sich der Pulverdampf verzogen, war nichts mehr zu sehen und die anderen Forstbeamten, die den Schuß wohl gehört hatten, verharrten in Spannung auf Urem Posten. Etwa eine Viertelstunde später zeigten sich wieder zwei Wilderer am AuSgang des D'ckichtS, die vermutlich den Heimweg antreten wollten, und wurden, als sie sich den dortselbst versteckt postirten Forstbeamten auf Hörweite genähert hatten, mit „Gewehr ab" angerufen, was^auch von diesen mit der Waffe im Anschlag erwidert wurde, in Folge dessen auch von dieser Seite Feuer auf die Wilderer gegeben wurde, worauf sich die Letzteren unter Mitnahme ihrer Gewehre wieder in das schützende Dickicht flüchteten. Von weiterer Verfolgung mußte, emestheils wegen einbrechender Dunkelheit, anderntheils weil die Forstbeamten es nicht wagten, in das Dickicht vorzudringen, indem sich beim Versuch sofort Wilderer mit hochgehobener Waffe in der Lichtung zeigten, an diesem Abend abgesehen wcrdm Erst anderen Tages wurde die Streife fortgesetzt und fand man den leblosen Körper des Wilderers Geßwein etwa 150 Schritte von der Stelle entfernt im Dickicht. Das Gewehr deffelben hatten die beiden anderen Wilderer, die flüchtig sind, mitgenommen. Bis jetzt sollen sie noch nicht nach Flörsheim zurückgekehrt sein und wird vermuthet, daß der eine von ihnen auch verwundet ist und sie sich irgendwo versteckt halten. Gestern Mittag fand die gerichtliche Obduction der Leiche in Königstädten statt. Der Körper ha:te einen Schrotschuß im rechten Arm, Hals und der oberen Lunge, welch' letztere Verletzung tödtlich war. — Nach heute Morgen eingelaufenen Nachiichten soll der eine der btiben über lebenden Wilderer, der jüngere, ebenfalls getroffen worben sein und sich noch bis Rüffelsheim ge'chleppt haben, woselbst er liegen geblieben. Von da soll er in verwundetem Zustande heute Morgen nach Flörsbetm verbracht worden sein.
Vom Thüringer Wald, 23. September. Heute früh stellte sich bei uns der Winter ein; wir hatten heute den ersten Schnee. Die Flocken fielen ganz dicht und in ziemlicher Größe zur Erde.
Bristol, 17. September. Das Todtenschiff, die österreichische Brigg „Milovic", Capiiän Domdulovick, hat uns verlaffen. Seine Sce'.etfrackt aus Plewna, deren Löschung am Penner Wbars (Redcliff Street) hier erfolgte, ist bereits nach allen Richtungen zerstreut, denn dieselbe war nicht nur an hiesige Düngerfirmkn, sondern auch an dergleichen Fabrikanten in Worcester und anderen Orten konsignirt. Nicht 500, sondern 300 Tons betrug die Fracht, was 6000 Gentnern entspricht, wovon ein Fünftel Thiergerippe, der große Rest der species homo angehörte. Man hatte dieselben zerhackt. Die guten Leute in Bristol haben sich eine große Anzahl von Türkenschädeln, Händen, Armen, Rippen als „Andenken an Plewna" von der Ausladeftätte mitgenommen. Das Londoner „Echo" sagt dazu u. A : Ist keine Stimme unter Jenen, die in England so laut über den TobeSkampf vor Plewna jubelten, um gegen die Entweihung solcher Gebeine zu protesttren, der Entweihung Derer, die sie als Helden gepriesen? War es nicht Beaconsfield, der damals in Guildhall beim Bankett gesagt: „Die Unabhängigkeit der Türkei war noch vor einem Jahre ein Gegenstand deS SpotteS; sie steht heute, wa- immer der Ausgang des Krieges, übet jedem Zweifel!" Vorüber! Vorüber! Hätten englische Minister nicht gewisse Verheißungen gemacht, Plewna wäre nie geschlagen, der grause Uebergang durch den Schipka Paß hätte nie stattgefunden, jene Soldatengebeine wären nie in Bristol an s Land geschleudert worden! Sie starben umsonst — umsonst für ihr Vaterland — umsonst auch für England — eine Hekatombe von Erschlagenen in einer Sache, die vom Anbeginn ohne Hoffnung wat! Ist kein ehrenvolleres Ziel für jene Gebeine zu finden, als um den Düngerhändler zu bereichern? Kauft fie, häuft sie alS Fundament für ein gewisses „National- Denkmal", um künftigen Generationen zu melden von einer National T'gorheit, von Minister- Blindheit, von einem Fiasco selbstsüchtigen Unrechts, von unserer MittBlutschuld!
Bremen, 26. September. Ein entsetzliches Unglück passirte heute Morgen 7 Uhr in der Nähe von Ritterbude. Dort ist man seit einigen Monaten mit dem Hammedurckstich beschäftigt, wobei ein Maschinensckacht eingelegt ist. Die Züge muffen auf einer provisorischen Brücke fahren und die Brücke ist nun heute Morgen in dem Augenblicke gebrochen, alS der Zug binaufgefahren war. Locomotive und Wagen schlugen um und stürzten in den Fluß, etwa 9-10 Arbeiter wurden unter ihren Trümmern begraben Es ist noch nicht genau fest zustellen gewesen, wie viele Menschen verunglückt ober verletzt sind. Fest steht jedoch, daß zwei Arbeiter schwer und einer leicht verwundet sind. Einer ist tobt und drei werden noch vermißt. Eine Untersuchung ist sofort eingeleitet.
— [Gin Rabdinergerichts. DaS „Lodzer Tagebl." erzählt folgenden Vorfall: In einem Grenzdorfe im Gouvernement Kielce saßen kürzlich bei geschloffenen Thüren drei Rabbiner über
einen Juden zu Gericht, der angeklagt war, den Gnnzwächtern »in cm im Urberschrett.« t*r Grenze begriffenen Zug jüdischer Schleichhändler verrathen zu haben, wöbet der Führer d<S Zuges von einem der Grenzwächter erschossen worden war. DaS Gericht erkannte in allen drei Instanzen den Angeklagten für schuldig und verurtheilte ihn: 1) dreihundert Rubel ai» GerichiSkosten zu erlegen; 2) der Synagoge in Mj'chowo tausend Rubel zu opfern; 3) der Familie deS erschoffenen Schleichhändlers täglich 1'/» Rubel auSzuzahlen; 4) der Mutter des Erschoffenen zu jedem Jahrmarkt em Zweigespann zur Verfügung zu stellen und ihr außerdem zum Lebensunterhalt täglich zwanzig Kopeken zu zahlen und 5) vom ersten Vollmono no die strengsten Fasten zu beobachten, zu deren Verschärfung er sich auch noch deS Btttlagrr» zu enthalten hat. Bei Nicktbefolgung einer dieser UrtheiiS.Bestimmungen setzin sich der Angeklagte und deffen Erben der Gefahr auS, keinen Einlaß in die Synagoge zu erhalten.
Fulda, 27. September Das an der westlichen Abvachung bei DammerSfeUcS gelegene ev. Pfarrborf Dalherba, einer bet höchsten Rtönorte (668 Meter über dem Mee e gelegen) ist gestern von einem schweren Brandunglück heimgesucht worden. 6 2 Gebäude, put
zwei Drittel des ganzen Dorfes, sind ein Raub der Flammen geworden. DaS Feuer brach
gestern Morgen zwischen 10 und 11 Uhr in der Behausung deS Wirths Godsch auS und pflanzte sich bei dem herrschenden Sübwestwinde mit rapider Geschwindigkeit durch daS ganze Dorf fon. Die Ortseinwohner waren meist auf dem Felde beschäftigt, als das Feuer ausbrach, und konnten so nut verspätete Hilfe leisten. Zwar waren 13 Feuerspritzen am Platze, aber auch diese konnten bei dem vorhandenen Wassermangel nur wenig ausrichten. Eine derselben soll sogar mit verbrannt sein. Leider ist der Verlust eineS bet dem Löschen beschäftigten ManncS zu beklagen, auck ein zehnjähriges Mädchen soll in den Flammen umgekommen sein. Mehrere Leute sind verwundet, einige Kinder werden vermißt. Die Bewohner deS DorfeS sind fibt arm, sie ernähren sich zum größten Theile durch Verfertigung von allerlei hölzernen Waann, i mit d'-nen sie Hrndcl treiben. Daß sie sämmtlick oder auch nur zum größeren Theile versichert
seien, läßt sich kaum annehmen, denn es würde ihnen bei ihrer Armuth schwer fallen, die Police
' zu bezahlen. Dagegen kann man ihnen Fleiß und Redlichkeit nicht absprechen. Der Jammer ’ unter den Abgebrannten ist groß Aus den benachbarten Ortschaften find zwar alSbald Lebens-
! mittel zur Stelle geschafft worden, das allein aber kann nicht viel helfen. Wenn irgendwo, io
i|i hier die öffentliche Mildthätigkeit am Platze.
| — Von Dover aus werden jetzt durch erfahrene Taucher mit den versunkenen
; Schiffen „Großer Kurfürst" und „Pommerania" HebungS Experimente gemocht, die trotz der | ungünstigen Witterung recht befriedigend auSfielen Aus der „Pommerania", einem vor etwa drei Jahren versunkenen, dem Norddeutschen Lloyd gehörenden Schiffe von 2000 Tonnen, wurden im Laufe de r Woche etwa 300 Fässer Schmalz und Butter, sowie verschiedene Kiftcn Wallrath deren jede 1 Pfd. Sterl. werth ist, Nähmaschinen, eingemachtes Fleisch u. s. w. heraufgebracht, obschon die Witterung den Taucherarbeiten durchaus nicke günstig war.
SchifTebericht. üftiiqetbcilt von oem norddeutschen Lloyd in Bremen.
Bremen, 28. September. Der Postdampfer Neckar, Eapt. W. Willigerod, vom Nord- \ deutschen Lloyd m Bremen, welcher am 17. September von Newyork abgegangen war, f ist gtfhrn 8 Uhr Abends wohlbehalten in Southampton angekommen und hat nach Landung der für dort bestimmten Passagiere, Post und Ladung 10 Uhr AbendS die Reise nach hi r fortgesetzt. Derselbe überbringt 130 Passagiere und volle Ladung.
Bremen, 29. S'ptbr. [Per transatlantischen Telegraph.] Der Postdampfer General i Werder, Eapt. H. ChristöfferS, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 14. \ September von Bremen abgegangen war, ist gestern 1 Uhr Nachmittags wohlbehalten in | Newyork angekommen.
Handel und Berkehr.
— [Freigepäck auf Retourbillets.) Der Minister der öffentlichen Arbeiten hat sich m einem Erlaß an die königlichen Eisenbahndirectionen dahin ausgesprochen, daß cS nicht angängig sei, die Ungleichheiten, welche in Behandlung deS R.isegepäckö bei Retourbillets im Bereiche der Staatseisenbahn Verwaltung zur Zeit bestehen, für weiterhin beizubehalten. Die Beseitigung des Fretgepäcks in denjenigen Bezirken, in welken dasselbe seit Jahren gewährt wird, • könne wegen der Damit verbundenen Verkehrserschwcrung nicht in Aussicht genommen werden; i andererseits sei den gegen die Ausdehnung der Gepäckfrriheit auf RetourbilletS von einigen \ königlichen Directionen vorgetragcnen Bedenk.n eine entscheioende Bedeutung nicht beizumeffen. ! Dir Minister bestimmt daher, daß vom 15. Oktober d. I. an im ganzen Gebiet der Staats- \ eisendahn Verwaltung, soweit solches nicht bereits geschieht, auf normal gebildete RetourbilleiS ; sowohl auf der Hin als auf Rückreise 25 Kilogr. Freigebäck zu gewähren sind. Retourbillets i mit außergewöhnlicher Ermäßigung, mit denen diese Vergünstigung nicht bereits verknüpft ist, i bleiben von derselben ausgeschlossen, während bei sogenannten Sailonbillets über die Beharrt- j Jung von Fall zu Fall zu entscheiden ist. Die auf den Linien dcs vormatigen Rdeinffch.n l Etsenoahn Unternehmens biSher erhobene Einfchreibegebühr für Reisegepäck ist vom 15. Oktober • d. I. an nicht mehr zu erheben.
— Seitens der General Postdirection wird auf eine Unachtsamkeit aufmerfiam gemad t, welcher sich das Publikum beim Frankeren der Briese schuldig macht. Beim Leeren der Brie- kästen kommen tagtäglich Zehnpfennigstucke ?c. zum Vorschein, welche vom Publikum mit un frankirten Briefen hinemg^worfen sind. Die Post, sagen sich die Betreffenden, kann ja L< ; Briefe mit Marken bekleben. DaS gc,chieht oud), ,oweic eS möglich, wenn nämlich nicht mehr i unfiankirte Briefe da sind, als Zehnpfennigstücke sich vv'finden Sind mehr Briefe da, so ent- fteben Zweifel und U zuträglichkettrn. Zugleich rügt die Generalpost Verwaltung, daß zur ; Frankwung von Postsendungen häufig Markcnbilder, welche auS verdorbenen, nicht abgesandtcn - Postkarten, gestempelten Post-Anweisungen, Umschlägen und Streifbändern ausgeschnitten sind, j verwendet werden. Das Verfahren ist nicht zulässig ; Die betreffenden Sendungen werden diu- mehr wie unfranhtte behandelt mit dem vollen Porto n.bst Zuschlag austaxirt und d,e Beträte - b?zw. vom Adressaten eingqo.qen. Die Markenbilder si.-d völl.g unzulässig. Verdorbene Post' ! anweisungen, Umschläge uno Streifbänder in ganzem Zustande werden von den Postanstalte.' gegen gültige umgctauscht, Postkarten dageg.n überhaupt nicht angenommen.
— Die durch Die Postordnung vorgeschricbenin Bestimmungen über daS Zusammenfügen « mehrerer gleichartiger Pakete ist neuerdings dahin in Erinnerung gebracht worden, daß fit, wenn sie als ein Paket postmäßig versandt werden sollen, in ein gehörig ve.schloffenes Paket ' eingelassen fino. Was nun die Versendung von Geflügel, Wild u. s. w. betrifft, so muß Keines Geflügel in einer Umhüllung, z. B. Netzen, enthalten und darf mit größeren, etwa bloßgehcn den Stücken nicht zusammen gebunden fein. Sollen mehrere Rehe, Hasen oder Fasanen a.s : ein Packet angesehen werden, so müffcn sie nicht nur an den Enden, sondern auch in der Dritte ’ und zwar hier mittels eineS starken, fest umgelegten und versiegelten Leinwandstreifens za sammengedunden oder überhaupt in Netzen, Kisten oder dergleichen verpackt sein ; in dem einen wie in dem andern Falle kommt es auf die Angabe der Kopfzahl nicht an Werden Die erwähnten Gegenstände nicht auf eine solche Weise zu einem Paket vereinigt, so muß jeoeS für sick mit einer Aufschrift versehen und auf der Beqleitadrcffe dem entsprechend bezeichnet sein
731) Ueber die Hohe der Kosten, welche die Einrückung einer Anzeige in cii ■ öder mehre Zeitungen verursacht, wird man sich niemals enttäuscht sehen, wenn ma:. von der Annoncen - Expedition von 11.1 IME.VMTEIX <£* VOGLER ,n Frankfurt a. M. (Karlsruhe, Stuttgart oder München) zuvor Auskunft einfordert, die auch hinsichts der für den jeweiligen Zweck geeigneten Blätter auf Grund reicher Erfahrungen und gründlicher Beobachtungen zuverlässigen Rath ertheilt
Kirchliche Anzeigen
der evangelischen Gemeinde ;n Gießen.
Gottesdienst:
Beichte Samstag den 1. Oktober:
Nachmittags 2 Uhr: Pfarrer Schlosser.
Sonntag, den 2. Oktober.
MorgenS 912 Uhr: Pfarrer Dr. Naumann.
(Feier deS Heil. AbenkmaHlS).
Nachmittags 2 Uhr: Pfarrer Schlosser.
Die Pfarrgeschäfte für die Woche vom 2. bis 8. Oktober besorgt Pfarrer Dr Naumann.
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Ichfiftstche $ schrist „Liesem nisten" stnd to l portofrei ans b eniznfinhen, wo! B bingungen eit
G.eßen, dm Eroßherzo M üfabem 9
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Rüchmi |oll der auf bei ZmgdauS-Käfer 875 gi auf 9 Jahre im Meistaebot verpi Reflek-anteu t nanntet Zeit au du Zeughaus^ trollen.
Die Verpachi im Earnston-V, Sinstchtnahrne a
Tießen, den .
ArbeiM D ienstag be, foUtn auf ®iot ^uttelbaujen b-r Straßen, al Me zu setzen, ^nen, foroie i ,,lftn, im ffi 19^5 4 dur IJ:9 in Sccorb »«laufen
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