Ausgabe 
31.12.1880
 
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1880

Freitag den 31. December

Nr. SOS

Krchener Anzeiger

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®,org «Indenstruth zum Hülssg-iichtischr-ib-i bei dem Landgerichte der Provinz Starkenburg, und ,,, T o , ,

der Hülfsgerichtsschretber bet dem Amtsgericht Darmstadt I Ludwig Schudt zum Hülfsgerichtsschretber bei dem Landgerichte der Provinz Oberhchen.^ 29 Decbr«. Der Finanzausschuß und der Petitions. Ausschuß der ersten Kammer halten heute Vormittag Sitzungen ab. Ersterer wird u. a. über die Vorlage der Regierung in Betreff der Erbauung einer stehenden Brücke über den Main bei Offenbach verhandeln. Berichterstatter des AusschuffeS über diesen Gegenstand ist Herr Wernher (Nierstein).

Berlin, 28. Decbr. Zwei Weihnachts-Bkscheerungen haben wir der Regierung zu verdanken: den Verwendungs-Gesetzentwurf und das europäische Schiedsgericht. Das Gesetz, betr. die Verwendung der Ueberschüste aus der Retchssieuerref rm, ist zwar durchaus keine gar ersehnte Gabe. Die Ver« heißung, daß, wenn wir zu den bereits bewilligten 140 Millionen tndirecter Steuern weitere 110 Millionen bewilligen, wir dann auch eine Kleinigkeit davon für die Communen erhalten sollen, ist ja nicht sehr verlockend. Eine (Überraschung aber ist der Gesetzentwurf nicht. Der ReASkanzler hat im Auftrage des Kaisers dem Bundesrath den Entwurf eines Gesetzes vorgelegt, durch welches das Kriegsgericht zu Straßburg aufgehoben wird. Das Gesetz soll am Tage feiner Verkündigung in Kraft treten. Ferner soll dem Bundes­rath demnächst ein Gesetz gegen die Trunksucht zugehen. 2^ pMischen wie wirthschaftl'chen Kreisen erregt die nunmehr fast zur Gewißheit gewordene Aussicht, daß die russische Regierung die Zölle auf alle eingehenden Maaren um 10 pCt. erhöhen wird, große Aufmerksamkeit. Die angekündtgte Maß- regel ist für unseren Handel von so eminenter Wichtigkeit, daß man wohl an- nehmen darf, daß die competenten Kreise aller Orten in Deutschland ihr Urtheil über die muthmoßltchen Wirkungen derselben schleunigst zu erkennen geben werden. Auch ist man gespannt darauf,, tote sich die Reichsregierung dieser Eventualität gegenüber verhalten wird.

Darmstadt, 28. December. Durch Verfügungen Großh. Mintste- riums des Innern und der Justiz sind auf Grund des § 60 des Gerichts- iSiinng MM für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 1881 bis zum 31. December 1881 zu Untersuchungsrichtern bei den ^^rich en . unter Ueberweisung der dabet angegebenen Amtsgertchtsbezirke als GeschäftSkrets, be

Beamten. Staats-Anz." meldet: Se. Maj. der König haben betreffs Besorgung der Staatsgeschäfte während Höchst,hrer Abwesenheit verfugt, baß Gegenstände von größerer Wichtigkeit regelmäßig nachgesandt, die übrigen An- aeleaenbeiten in Vollmacht und Namen des Königs von dem Staatsmtmstertum ÄtX k- -rl-d'g. »erben. Die Maest 'en sind

heute früh nach Cannes abgere.st und koa men morgen Nachmittag 4 Uhr dort an. Zur Begleitung gehören CabtnetSchef v. Spttzemberg, Leibarzt v. Gärtner, meh.ere Kammerherren md Hofdamen. Der Tod deS Prinzen Ulr^ erregte allaemetne Thetlnahme. Der König verweilte die letzten zwei Tage fast ununterbrochen tut Palais des Prinzen Wilhelm.

Paris, 29. December. AuchAoenir diplomattque" erklärt bk Ge­rüchte von Concentra,tonen französischer Truppen an der tunesischen Grenze für unbegründet. Die Anwesenheit Eines französischen Fahrzeuges tn den Ge- wäfferu von Tunis sei nichts Außergewöhnliches und durcy kein besonderes Ereignlß veranlaßt; daS zweite Fahrzeug sei dorthin Wangen, um das erste neu zu verprovianttren, und fahre, nachdem dteS bewerkstell'gt, wieder^. Toulon, 29. Decbr. Auf dem Panzerschiffe ersten Ranges .Richelieu brach tn ve,floffener Nacht Feuer aus, wodurch das Schiff zu Grunde ging, brach * «gM«« F,7er beschädigte PanzerschiffRtchel.eu" war tm See- Arsenal in Reserve; das Sctnff wurde durch O.ffnen der Wafferable tungs- Röhren auf den Grund gesetzt, so daß das Feuer -'losch, ohne unheilbaren Schaden ange'ichtet zu haben. Einige Personen wurden leicht verletzt, Nie-

b« b-mL-^g'-richk- b.t Pr°v.n» Ob-rh.ff.n I manb kam um. L-b-n.

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----------------------------------- Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerloh«.

Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Psi.

stellt worden. Landgericht der Provü z Oberheffen:

9nndoertcktsrath Merle. (Bezirke der Amtsgerichte Gießen, Als- Mb, »«Ubach. Lauterbach, SchUtz. Schatten

und Ulrichstein). cSöliaDfel. (Bezirke der Amtsgerichte Sitten»

stadt, Büdingen, Butzbach ^Friedberg, Hungen, Lich, Bad Nauheim, Nidda, Ortenberg und Vilbel). bem Hülfsgerichtsschretber bet dem

o der Nrovtnz Rhetnheffen Dr. Emil Meissenbach behufs Aus-

bfldung im Notartatsdienste die nachgesuchte Entlassung erthetlt.

Durch Verfügungen vom gleichen Tage wurden bestellt.

Der Amtsanwalt bei dem Amtsgerichte Mainz Karl Ewald zum c^rik«-i»v<^t«schreiber bei dem Landgerichte der Provinz Rhetnheffen, Hülfsgerichtsschreiberve^o »Achten Bingen, Ober-Ingelheim und

WöllvelÜ m" bem Sitz- In Bingen "w Stephan «um -lm.-an«att bei dem ArntSg-rtchi- Main,; «anbgerichte bet Provinz Starkenburg

Theobol K »E Amlsauwal. bei ben Amtsgerichten Bingen. Ob-r-Jng-l- und Wöllstein mit dem Sitze tn Dingen,

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(15 Pfg.),

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Mit großer Spannung sieht man der weiteren Entwickelung des Steuer­programms der preußischen Regierung und zunächst den Landtagsberathungen über den Steuererlaß entgegen. Inzwischen hat die Regierung dem Landtage den Gesetzentwurf über die Verwendung weiterer Reichssteuern zugehen laffen. Dem Bundesrathe sind wiederum die Gesetzentwürfe wegen Erhöhung der Brausteuer und wegen Erhebung von Retchsstempelabgaben vorgelegt worden. Ueber die vielbesprochene, Anfangs ziemlich allgemein mit Unglauben auf- | genommene Nachricht von dem Vorschläge eines Schiedsgerichts über die | lürkisch-griechische Grenzfrage ist jetzt Licht verbreitet worden. Es ist em be- Micher Vorschlag tn amtlicher Form von Setten Frankreichs an die deutsche und dte österreichische Regierung gelangt. Was die Aufnahme betrifft, welche der Vorschlag gefunden hat, so verhält sich die deutsche und die österreichische Regierung gegen denselben principtell nicht ablehnend, aber beide Regierungen machen ihre Zustimmung von der Bedingung abhängig, daß die beiden bethet- ltgten Staaten, die Türkei und Griechenland, im Voraus ihre Bereitwilligkeit erklären, sich einem Schtedspruche zu fügen, da nur in diesem Falle auf dem vorgeschlagenen Wege dte gegenwärtig bestehende Schwtertgkeit beseitigt, und die Ausführung des Spruches gesichert werden würde.-Von der Armee des Generals Skobeleff ist die Nachricht von einem Stege der Ruffen über dte Tekmzen ringe- laufen. In Frankreich steht noch immer der Kampf zwischen Gambetta und Rochefort im Vordergründe der öffentlichen Discusston. Fast scheint es, als ob dte Communisten nicht beabsichtigen, Rochefort fallen zu lasten. Die Sprache ihrer Blätter gegen Gambetta kann an Heftigkeit kaum noch über- boten werden. Mit E'fer und dem Zurschautragen großer Siegeszuversicht rüsten sich die Communisten zu den bevorstehenden Pariser Gemetndewahlen. In England spricht sich, seitdem der Mintsterrath sich wiederum zu einer Ver­tagung der tn Aussicht genommenen Zwangsmaßregeln zur Aufrechterhaltung der Ordnung tn Irland entschlossen hat, die öffentliche Meinung mit wachsen- der Entschiedenheit gegen dte Polttck der Regterurig aus, die man rückhaltlos

beschuldigt, durch fehlerhafte Maßregeln dte Anarchie beToorßei-ufen zu haben. I TelearavKifche DepeschtN.

Dte btsbertgen unzulänglichen Truppensendungen haben dte Landltga durchaus I "

nicht eingeschücktert, vielmehr ihren Trotz, wie es scheint, nur noch gesteigert. Wagu-r'- telegr. E-rrespondenr-«nrrau.

c^n hohem Grade beieichnend für die wachsende Keckheit und Verwegenheit der Wien, 29. Drcbr. Meldung derPolit. Corresp. aus^Konstan- Agitatoren ist eine von dem Abgeordneten Sullivan auf einem Meetflrg in f ^ie Haltung der Pforte gegenüber dem Schtedsgertchts-Vorschlage Mullingar in der Grafschaft Leinster gehaltene, die Leidenschaft der Masten * schwankend; man glaubt, die Pforte werde denselben weder bedingungs- schürende Rede, tn welcher offen der Krieg auf Tod und Leben zwischen dem a^nehmen, noch stricte ablehnen, sondern mit Gegenpropositionen entgegen- Eigenthümer und Pächter proclamirt wurde. Dieser Maßlosigkeit gegenüber ^mmender Art hervortreten.

sab sich tndesten der Vtcekönig von Irland doch veranlaßt, die Abhaltung von Varis 29. Decbr. Der Vtcepräfident der Deputirtenkammer Briffon

Meetings in Leinster zu verbieten und diesem Verbot durch Absendung von V» einem Bankete der Handlungsreisenden bei. Derselbe sagte, die

Truppen Nachdruck zu geben. - Sine neue Sorge ist England inzwischen aus Fialen Probleme aürden von Astociattonen gelöst werden. Wenn heute den Zuständen tn Südafrika erwachsen. Noch ist es nicht gelungen, die auf- * tz^aupteten, die Republikaner wollten den Krieg, so wiederholten diese

ständischen Basutos und dte ihnen verbündeten Stämme zum Gehorsam zuruck- F d P ^anbatarc bcr Bevölkerung wollen den Frieden, nur den zubringen, und schon hat sich in den Boers des vor einigen Jahren Ectirten tok (^n ^ch ganz Frankreich will.

Transvaal-Lai-.des ein neuer gefährlicherer Feind der englischen Herrschaft erho- «ondon, 29. Decbr. Dte indische Regierung wurde angewiesen, ein

ben. Die Boers haben eine Truvve-.comtngent, bestehend aus einem Reiterregiment, einem Regimente Fuß-

/ßchast des Herrn Krüger, eines ihrer angesehensten Staatsmänner , etnge tzt, Trupp nn g n l 9 g senden. - Einer amtlichen

24. Februar k. Js. vertagt.=== aus dem iöande dem Prinzen Wilhelm von Württemberg dte Regterungsge-

cm, ithäfte au übertragen, vorbehaltlich der Erledigung der wichtigsten Staatsge-

- ne N-rkümmaen Groüb. Mintste- I Gesetze, Verordnungen und Anstellung der höheren Rangklaffen der