Einzelbild herunterladen

Ufnireg,

iur Hi,. Te fi°d 6d

f4itn $au4t

zlar

vkille. 8-12 4 die Stadt.

Aufstellung dkffelben unter bm gttymütftni k

iännerd>i)tr

^ngen, Ge

$ PreiSturnen- ei bengalischer ng der Ehren-

eille. 8 Uhr:

Eoncert im ges am Dom daselbst Dor-

Kürturnen, oßer Lall

Cemile.

I ntyuoriti

e

t Mliotbekm unb

M___(«

Iflg V0N Mttz» og von eleetrik

;suät.

l3raaf avs-nnks-m

ulmg, Neue«-

«E,.

inerei

ititt um MrBe- Deoiutn- :b bA und fN

n

lt 8ff*

' t der

^\nat»*irtnl rÄ I« verleiht

1880

Samstag dca 26. Juni

«r. 146

Erscheint täglich mit Ausnahme des Montag».

1176 X 86 4

86

JA

1.

JA

56

30

1676 JA 86

125 375 W

1.

2.

3.

600

85 200 211

20 400 160

Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn.

Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf.

höchstens ä 100 JA ... 2. Beitrag zur Versuchs- und Auskunftsstation . . . . . 3. Subvention zum Besuche einer Ackerbauschule ä 100 JA . 4. Desgl. zum Cursus für Hufbeschlag »50 JA nebst Prämien 5. Dem Oberh. Bienenverein...........

6. Für Culturen................

7. Reservefond ........ ;

Kassenoorrath

Beitrag der Aachen-Münchener Feuerverstcherungs-Gesell- schaft...........

Beitrag des landwirthschaftl. Provinzial-Vereins für 1879

LI. Ausgabe.

Subvention zum Besuche eines Obstbaumwärtercursus,

Betr.: Die Generalversammlung des landwirthschastlichen Be- I zirksverein^ Gießen vom 12. Juni 1880 zu Gießen.

Protokoll.

Ä LKTSLKK fpectOT Herr Dr. Klaas vorgestellt worden war, wurde zuerst dre Rechnung des Ber

»ÄaxÄSKS'Ä sffiSw *««»- Önlafet©u?Den?ion^^ Besuche eines Obstbaumrmirtercursus ^ne längere Dlsciffsron, an welcher sich außer dem Herrn Vorsitzenden noch der Herr Präsident des landwirth- schaftlichen Vereins der Provinz Oberhessen, Herr Adalbert von Rordeck Frcrherr zur Rabenau, sowie die Herren Bürgermeister Pracht von Grünbcrg, Bürgermeister Zlmmer von Villingen, Adolf von Rordeck Freiherr zur Rabenau und Burgermerster Faulstrch von Wettershain betheiligten. Alle Redner erklärten sich damlt emverstande^ daß die Ausbildung von Obstbaumwärtern, insbesondere von berufsmäßigen, nach Kräften zu unterstützen sei. Gleichzeitig wurde auch bie in der Ausschußsttzung des laudw. Verems der Provinz Oberhessen vom 8. l. M. angeregte Frage besprochen, ob es Angefichts des durch den harten Winter an den Obstbäumen verursachten großen schadens nicht an- gezergt sei, solche zeitig aus guten Quellen durch Vermüllung ber - ezlrksoereme und unter deren Unterstützung zu bestellen. Hierüber gingen die Ansichten auseinander, in­dem von einer Seite mehr die Förderung der einheimischen Zucht, von einer anderen der Bema aus renomirten Schulen, (z- B- dem Institut von Hohenheim), am Besten mit einer höheren, rauheren Lage, unter richtiger Auswahl der ^r unsere Gegend passenden Sorten (z. B. Luikenapfel, Champagner-Mostblrne) empfohlen wuroe. wo­rüber Erhebungen anzustellen seien, und wieder von anderer Seite em guter Erfolg mit Bäumchen, die aus Frankreich (Angers) bezogen worden waren, zur Sprache kam. Die Verleihting von Prämien für musterhafte Anlagen, wofür ber Provinzialverem früher 120 JA ausgesetzt hatte, wurde ebenfalls berührt, lieber alle diese Punkte sind jedoch besondere Anträge nicht gestellt worden. w . , . -

Bei Der Abstimmung wurden als ouböentionen zum Besuche eines Obstbaum- wärtercursus 600 bewilligt, worunter jedoch 200 JA inbegriffen l^d, welche für jioei noch aus 1879 stammenden Anmeldungen verwendet, aber erst m 1880 verrechnet werden ioacn^^a^ landwirthschastlichen Versuchs- und Auskunstsstation werden 85 JA, als Subventionen zum Besuche der Ackerbauschulen zu Alsfeld oder Friedberg 200 JA und als Subventionen zum Besuche des Hufbeschlag-Cursus an der hiesigen Veterinäranstalt 211 JA 56 in den Voranschlag eingestellt. In letzterer Summe sind 11 JA 56 $ für zwei an Schüler m 1879 verliehene, aber erst in 1880 zu ve^ rechnende Prämien inbegriffen. Dem Oberhessischen Bienenzüchterverein werden nach einer Discussion, woran sich der Herr Präsident, Herr Dr Gros, Viceprastdent des landwirthschastlichen Provinzialvereins, sowie Freiherr Adalbert v. Rabenau betheiligen,

Rach einer Reihe geschäftlicher Mittheilungen wurden an Stelle von zwei abge­gangenen Ausschutzmitgltedern die Herren Schiente vom Hardthof und Georgi von Gießen ^ewä^^ bcr @r Landescultur-Jnspeclor Herr Dr. Klaas das Wort

zu dem angekündigten Vortrage über Wiesenbau.

Redner bemerkt hierüber u. A>:

Die Bedeutung der Wiesen für den Landwirthschaftsbetrieb liegt zunächst darin, daß der Ertrag der Wiesen sicherer ist, als des Ackerlandes. Die Entwickelung des Grases ist viel unabhängiger von Witterungs- und Bodenverhältnissen als diejenige des Getreides. Ferner ist Gras und Heu das Normalfutter für unser Rindvieh, b. h. die Gesunderhaltung und gute Entwickelung des Rindes wird durch die Fütterung guten Heu's am meisten gesichert. Endlich liefern gute Wiesen einen mindestens ebenso hohen Reinertrag, wie das beste Getreidefeld, indem die Aufwandskoften bei Wiesen viel 6^nger^smd.^ Qud) nur gute Wiesen die Stütze der Landwirthschaft, schlechte Wiesen sind des Besitzers wie des Besitzthums Schande.

Die Vecbesierung der Wiesen kann erfolgen durch Erhöhung der Güte des Futters und durch Vermehrung des Ertrages.

\ s*ulnrafee B. 18.

Kiekemr WrMger

AllM. Md AmtsW sil dk« Kreis «ießev._____________

20 JA bewilligt.

Der nun folgende Posten: c , t ,.

^üc Fertigung von Wiesenculturplänen, wurde nach einer längeren Debatte, an welcher sich außer dem Herrn Präsidenten noch die Herren Bürgermeister Faulftich von Wettershain, Freiherr Adalbert v. Rabenau und Krersasiesior Rover beteiligten mit der Aenderung genehmigt, daß ganz allgemein für Culturen 400 JA vorgesehen werden sollen- Man hatte hierbei Drainagen, Zusammenlegungen von Grundstücken, Anlagen von Obstbäumen, von Korbweiden rc. im Auge und soll die Summe namentlich für die Kosten von Plänen und Ueberschlägen bei neuen Prozecten dieser Art Wrn M Niemand zur Tragung dieser zur Beurtheilung des Unternehmens aufzuwendenden Kosten findet, sowie zu Probe-Anlagen verwendet werden. Besonders hervorgehoben wurde noch, daß bei allen Culturen im Voraus Vorkehrung zu deren Erhaltung ge­troffen werden müsse. Der noch disponible Baarvorrath soll als Reservefond ge- wahrt sstr 1880 stellt sich nach diesen Beschlüssen folgendermaßen:

I. Einnahme.

Der Nährwerth von 100 Pfd. Heu mittlerer Güte ist gleich zu rechnen 125 Pfd. bereanetem Heu 133 Pfd. schilfigem Heu, 135 Pfd. Heu von altem Gras 167 Pfd. sauerem Heu 200 Pfd. mosigem Heu und 70 Pfd. vorzüglichem Heu. Durch die Um- nmnbeluna von schilfigem, sauerem ober mosigem Hm in gutes süßes Heu wirb bes- balb der Butterwerth desselben Ertrages um 25 bis 60 und 100 Prozent vermehrt. Die Entsumpfung nasser Wiesen, die Entfernung des stagnirenden Wassers ^ deshalb mit die erste Aufgabe für den Landwirth. Dieses stagnirende Wasser hindert d^ Em- hrinnpn nnn Qnft und Wärme in den Boden, es erkältet denselben weiter durch Ver- dunsttmg und gibt Veranlassung zur Bildung von Humussäure und schädlichen Eisen- verbindungen ertrQ8§ ist in erster Linie die Menge der im Boden vor-

handemn absorbirbaren Pflanzennahrung matzg-b-nd. Die Ernte von 30tr^Dürr- & 5?ÄÄ LPsr^os^rsLu^ioPsd'W 59 Jb. Kieselsäure^ 16 Pfd.^ Chlor und 3 Pfd. eiweißhaltige Stoffe. Diese Bestandtheile müssen dem Boden erfcUt werden wenn die Fruchtbarkeit erhalten werben soll, sie müssen m aröbwe?Menge zu^esührt werden, wknn man eine Steigerung des Ertrages -rrerch-n

^7^ateianetfte^^®ünöun0 der Wiesen wird durch das Wasser vermittelt, indem dieses stets gelöste und suspendirte und meistens diejenigen Stoffe enthalt, welche die Graspflanzen bedürfen. So enthält 1 Liter: ~

Regenwasser etwa 0,03 Gramm fefte Stoffe,

Gletscherwasser,, 0,03

Bachwasser w 0,09

Flußwafser 0,21 n

Brunnenwasser 0,122,73 Gramm, 9Neerwasser 20,0040,00 .

Der Boden bat für ben Wiesenbau nicht di- maßgebend- B-d-ustmg w,- für

TtOffen Ke ^-richied-n-n"BewWrnngSsyst-me unt-rsch-idcn sich in eine Einstaiwng k°s r^Mis-Män

ML-L a7s nn?3 Z

sie erfolgt künstlich, wenn ebene Flächen mit Dämmen eingeschlosfen werden, innerhalb welcher sich das Wasser ansammelt. Stauwiesen sind nur bei durchlassendem Boden und horizontalen Flächen zweckmäßig; ihre Anlage und Unterhaltung.kostet wmig doch > lassen sie^ nicht den höchsten Grasertrag erzielen, wie die Ueberriefelung. Bei dieser bewegt sich das Wasser in gleichmäßig dünnen Schichten über die Wiesenoberflache. Je nachdem die Oberfläche nach einer oder zwei Seiten geneigt ist, hat man Hang- oder umfaßt ein Netz von Gräb-n und Stauanlagen!

die Hauptzuleitungscaiiäle, Transporttr- und Bertl)eilgraben, die^Rieselrinne sowie em ben ^uleitungsgraben corresponbirenbes Netz von Entwafferungsgraben.

ä Auf die Rieselrinnen findet man meistens den geringsten Werth gelegt und doch sind sie es gerade, welchen die Aufgabe zufallt, das Wasser und damit dm Dünger I gleichmäßig über die Wiesenfläche zu vertheilen und einen ,9t^Mcchig guten Gra.- wuchs zu veranlassen. Dort, wo deshalb die Rieselrinnen nicht sachgemäß vorhanden find haben wir es nach wie vor nur mit einer wilden Bewässerung zu thun

I ' Die Kosten des Wiesenbaues hängen vorzug^veffe davon ab, ob die Anlage der I Wehre Schleusen und Gräben genügt, oder ob auch eme Ihnformnng der Wiesenflache I erforderlich wird. Im ersten Falle haben wir einen natürlichen Wiesenbau, welcher pro Morgen 10-50100 JA kosten kann, im zweiten Fall den Kunstbau, welcher pro Morgen 200-30^ M-hr-rtr°gs gegenüber der V-rzinsungs-

quote des Melioratioirscapitals maßgebend. Die Landescutturrent^

Meliorationen zu 5,175 Procent, wobei nach 41 Jahren das Capital getilgt ist. E n Mel orationscavital von 10-50-100-200 oder 300 JA pro Morgen wurde deshalb ^ne jährliche Abaabe^von 0,522,695,1810,35 oder 15,54 Mark erfordern Bettle, I welche schon durch einen Mehrertrag von 2 lO Centner Heu überwogen werden- Die I Rentabilität des Wiesenbaues dürste deshalb säst durchweg außer Frage st^en- I Freilich bringt der Wiesenbau allein den angestrebten Mehrertrag nicht, sondern I er gibt nur das Mittel ab zu einer guten Wiesenpflege. Diese fortdauernde Unter­haltung und sachgemäße Benutzung der Anlagen und die strenge Beobachtung der durch Wissenschast und Praxis festgesteUten Wassernngsregeln vermogeir allein Jahr

I mr Jahr den maßgebenden Einfluß auf den Graswuchs zu üben. Äer Wiesenbau findet in Hessen in dem Gesetz vom 7. October 1830 eine wesentliche Stütze. Danach

I !st die Mehrheit der Fläche für die Ausführung eines Wiesenbaues entscheidend und I werden die Abwesenden als zustimmend angesehen. Von ^30-42 wurden auf Grund I dieses Gesetzes 1420 Morgen Wiesen verbessert. Wenn zwischenzeitlich dem Wiesenbau I etwas weniger Fürsorge zugewendet wurde, so tritt heute die Frage wieder mit um so I größerer Bedeutung an den Landwirth heran; bie Gegenwart verlangt von ihm ge­bieterisch, baß er seine bewährtesten Stützen nicht oernachlasuge. Zu einem guten Fort- I nnrln kea Wiesenbaues gehört jeboch ein Zusammenwirken der Behörden, welche von

WiAtiafeit her ®a*e übeAeuat, derstlben gerne Mühe und Zeit zum Opfer I bringen bcr Erilturtechniker, welche mit voller Hingabe, sich chrem schwierigen aber auch I dankbaren Beruse widmen, des intelligenteren Theiles der Landwirthe und des land- wirthschastlichen Vereins, welchem bie Aufgabe zufällt, zu belehren, zu wirken unb für ben Gegenstanb mit ihrer ganzen Autorität emzutreten-

Der Herr Präsibent bankte Namens bes Vereins bem Herrn Rebner für ben so inhaltsreichen klaren Vorttag unb gab herauf bem Herrn Stadtverordneten Wort« mann von Gießen dasLandgestüt außer der Anglo- Lrnmn'mn^ aut W ©enOfle d?r Ostpr-ußisch-n ober d-r M-ckl-nbmg-r

Redne/nimmt^unSchst Bczu^aus (ein früher bei d-r G-n-ralv-rfammlung d-s landwittNchastl7chen V^r-inS für bi? Provinz Ob-rh-sf-n, abg-halt-n zu Butzbach am u";SQ18794e übe? bk vorli-g-nb- Frag^-rstatt-ttü mrb m b-r ^bm.rt6fd,aft-.

Vie WS rm^B-schlüss- L