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singen der Marseillaise die Straßen. Ein Jnfanterie-Officier, welcher den­selben begegnete, stimmte den Ruf an:Es leben oie Jesuiten!" was zur Folge hatte, daß er tüchtig durchgeprügelt wurde. (Köln. Ztg.)

England.

London, 23. März. Die Kaiserin Eugente tritt am Donnerstag ihre Reise nach dem Zululande an. Außer dem Marquis v. Bassano, dem General Str Evelyn Wood und desien Gemahlin begleiten sie die speciellen Kameraden des verstorbenen Prinzen, Capitän Bigge, Lieutenant Slade und Dr. Scott. Blgge und Slade dienten bei derselben Batterie wie der Prinz; Dr. Scott war bei der Auffindung der Leiche zugegen und balsamtrte ste ein.

Telegraphische Depeschen.

Wagner'» telegr. Correfpsnbeur Bnrea«.

. London, 24. März. Das Parlament wurde heute mittelst Botschaft der Königin aufgelöst. In derselben dankt die Königin dem Parlamente für die Unterstützung ihrer Politik, deren Zweck die Vertheidigung des Reiches und die Sicherung des allgemeinen Friedens gewesen sei. Die Beziehungen zu den auswärttgrn Mächten seien durchaus freundschaftliche und für die Er­haltung der Ruhe Europas günstig. Die Königin hofft auf eine baldige Regelung der Angelegenheiten in Afghanistan und weist mit Genugthuung auf die Befferung der industriellen Lage und das Aufhören des commerziellen Druckes hin.

Paris, 24. März. Mehrere Deputirten, welche heute aus dem Palais Bourbon kamen, versicherten, entgegen den Behauptungen der Journale, daß die Decrete, deren baldige Publikation bevorstehe, die sofortige Auflösung der Gesellschaft Jesu in Frankreich aussprechen werden. Die fremden Jesuiten würden sofort ausgewtesen werden und werde den Klöstern dieser Gesellschaft eine Frist nicht von 6, sondern nur von 3 Monaten bewilligt werden, um ihre Verhältnisse zu ordnen und ihr bewegliches und unbewegliches Vermögen zu verkaufen. Die anderen nicht autorisieren Congregationen werden verpfllchtet werden, binnen kurzer Frist ihre Statuten vorzulegen; die Regierung wird dieselben prüfen und diejenigen Congregationen auflösen, deren Statuten den Grundsätzen des öffentlichen Rechtes in Frankreich für zuwiverlaufend er­achtet werden. Den Jesuiten soll nicht gestattet werden, ihre Autorisation nachzusuchen._________________________________________________________________________

Lokales.

Gießen, 25. Marz. Für dieses Jahr steht unserer Stadt das Jubiläum der frei­willigen Feuerwehr bevor. Im Herbste werden es 25 Jahre, seit der Reformator des deutschen Löschwesens, C. M e tz von Heidelberg, das Prtncip der Freiwilligkeit und der militärischen Organisation auch hier in das Leben cinfübrte. Diese Jubiläumsfeier wird hoffentlich noch eine besondere Bedeutung dadurch erhalten, daß sie Anlaß zur Verschmelzung der beiden dahier bestehenden freiwilligen Feuerwehren giebt, und damit ein Krähwinkelthum beseitigt, besten sich Alsfeld und Friedberg, die einzigen Städte unserer Provinz, welche außer Gießen auch den Zopf doppelter Feuerwehren trugen, in Ueberwindung aller untergeordneten Rücksichten glücklich entledigt haben. Die freiwillige städtische Feuerwehr hatte die Anregung hierzu schon längst gegeben, das bevorstehende Jubiläum aber bot Gelegenheit, nunmehr mit besonderem Nachdruck auf die Sache zurückzukommen. Nachdem die Generalversammlung der F. St. F. sich einstimmig mit der Verschmelzung einverstanden erklärt und nachdem der Stadtvorstand bereits seine Ver­treter für die deßfallsigen Verhandlungen ernannt har, hängt es nunmehr nur noch von der Gail'schen Feuerwehr ob, ob der gute Plan zur Verwirklichung gelangt, oder ob das gemeine Interesse auch für die Folge Sonderinteresten gegenüber zurückstehen soll. Da es schlechthin nicht verkannt werden kann, daß das Nebeneinanderbestehen zweier Feuerwehren, die einander Abbruch thun und das selbst eine ernste Gefahr in sich birgt, vom liebel und daß die Ver­schmelzung der beiden Corps in eine große einheitliche freiwillige Feuerwehr vom öffentlichen Jntereste dringend geboten ist, dem doch auch die Gatl'sche Feuerwehr dienen will, so darf man hoffen, daß letztere die ihr gebotene Hand nicht ausschlägt, daß die gute Sache siegt. Dann wird an Stelle eines Jubeljahres mit zwei Jubiläen ein Jubiläum im zweifachen Jubeljahr sein.

Gießen, 24. März. Die gestern stattgefundene Bürgermeisterwahl zu Klein-Linden blieb resultatlos. indem von 125 abgegebenen Stimmen der eine Candidat Beigeordneter Germer 60, der andere K. Jung IV. 46 Stimmen erhielt, die übrigen sich zersplitterten und 2 ungültig waren. Die Stichwahl wird Freitag, den 2. April stattfinden.

Gießen, 25. März. Manche Hausfrau wird heute Morgen vergeblich auf ihre Kuchen­milch gewartet haben Die Polizei war so ungalant und prüfte dieselbe auf ihren Wasser­gehalt. Auch heute wurden wiederum 90 Liter als zu stark gewästert confiscirt und an Arme vertheilt.

Ein Mann aus Burg-Gemünden, Vater von 5 Kindern, war seine Familie und Europa müde. Er borgte sich gestern aus dem Schranke seiner Mutter ca. 1000 X in Werthpapieren und wollte damit nach Amerika auswandern. Heute Morgen trafen nun der Beigeordnete von seiner Gemeinde und nock eine Person hier ein, ermittelten den Flüchtling, nahmen ihm seine Papierchen" ab und damit auch zufrieden trat derselbe seine Rückreise in Begleitung in die Provinz wieder an.

Das neue Universitätsgebäude soll, gutem Vernehmen nach, am Samstag den 24. April feierlich eröffnet werden. Näheres über das Programm mitzutheilen, dürfte noch verfrüht sein, da diesbezügliche Verhandlungen noch in der Schwebe sind.

In die Diebstahls-Geschichte im Krausgrt ll'schen Hause scheint nunmehr Licht zu kommen. In Mainz wurden bei einem Goldwaarenhändler ein Dutzend silberne Löffel zum Verkauf angeboten. Der Händler avisirte die Polizei hiervon, da ihm die Person des Verkäufers nicht besonders gefiel. Die Löffel wurden nun von der Polizei beschlagnahmt und es stellte sich als unzweifelhaft heraus, daß sie aus dem Krausgrtll'schen Diebstahl stammen. Der Verkäufer wurde verhaftet und wird derselbe sammt einem Complicen, von welchem er die Löffel erhalten haben will, was dieser jedoch leugnet, wahrscheinlich morgen mit dem allgemeinen Schub" hier von Mainz elntreffen.

Vermischtes.

Esch Wege. DerN. Anz." erzählt unter dem Titel:Neue Erwerbszweige" folgende Geschichte:Dor zwei Jahren trat der zur Zeit in Großalmerode als Commis conbitionirende N. seine Braut an einen guten Freund für den Preis von 200 Thaler ab Der Contract wurde schriftlich gemacht und darin festgesetzt, daß der Kaufpreis erst nach zwei Jahren zahl­bar sei und daß der Käufer auch die Braut bis zu diesem Zeitpunkt gehetrathet haben müsse. Dieser Tage wurden dem sich jetzt hier in Esckwege aufhaltenden Commis 450 X von dem sich inzwischen verreirathet habenden Käufer ausbezahlt. Ersterer verlangte nun aber die kon­traktlich ausbedungene Summe und es ist daber nickt unmöglich, daß diese Sache noch am Gericht zum Austrag gebrockt werden wird, so sehr sich auch der Empfänger über den em­pfangenen Betrag gefreut bat. Die Frau, welche von der ganzen Geschichte nichts wußte, hat nun in Erfahrung gebracht, auf welche Weise sie verschachert wurde und ihren Mann in Folge deffen verlaßen.

Dem armen Ex-Khedive, der sich bekanntlich mit seiner ganzen Wirthschafr in Italien zur Ruhe gesetzt hat, wird dort das Leben sehr schwer gemacht. Eine große Anzahl von Neapolitanern hat nämlich eine Petition an den Ober-Staatsanwalt gerichtet, in welcher die Bestrafung des Ex Khcdivs Ismael verlangt wird, weil derselbe im Widerspruch mit dem italienischen Strafgesetzbuch in Neapel einen Harem unterhält. Diese Petition läuft durch alle neapolitamschen Zeitungen. Veranlasiung dazu hat die bereits früher erwähnte Flucht einer sechzebnjäbrigen Sklavin aus dem Harem gegeben, die jetzt, nachdem ein junger Neapolitaner sie heirathen will, außer Stande ist, den Anforderungen der italienischen Gesetze hinsichtlich ihres Famllienstotuts zu entsprechen. Das Mädchen weiß weiter nichts von seiner Herkunft, als daß es als kleines Mädchen von den Eunuchen in Kairo für den Khedive gekauft wurde. Viele Zeitungen tadeln die Duldung des Harems seitens der Regierung heftig.

Wetzlar, 20. März. Heute stürzte sich ein ca. 11 Jadre alter Gymnasiast, weil er nicht in eine höhere Claffe versetzt wurde, von dem steilsten Punkte des Hauserberges einen

ca. 200 Fuß tiefen Steinbruch hinab. An seinem Aufkommen wird gezweifelt. Vor einigen Tagen fand man bei dem Durchbruch eines Theiles der alten Stadtmauer in der Nähe des ehemaligen Franziskanerklosters das Skelett eines in dieselbe eingemauerten Menschen. (N. V.) Mainz, 22. März. Ein betrübendes Unglück trug sich gestern Nachmittag auf dem Rheine in der Nähe des Hafens Angesichts einer Menge Spaziergänger zu. Drei junge Leute vergnügten sich damit, in einem Nachen zu fahren und kamen sie hierbei unglücklicher Weise in die Nähe des dort gesunkenen Schiffes und auf ein Tau, wodurch dasselbe mit dem Lande: verbunden ist. Durch den starken Wellenschlag hob das unter dem Wasser liegende Tau den Nachen, so daß derselbe umschlug. Zwei der Insassen konnten sich an dem umgeschlagenen Nachen festhalten und so gerettet werden, während der dritte, der 16jährige Sohn des Tüncher­meisters K., in den Fluthen seinen Tod fand. Die Leiche konnte bis jetzt noch nicht aufge­funden werden.

Frankfurt, 22. März. Der Palmengarten entfaltet in seiner Blumen- und Pflanzen- Ausstellung eine Farbenfüüe von das Auge entzückender wunderbarer Pracht. Camelien und Azaleen sind von herrlicher Fülle und in den schönsten Farbenspiegelungen in den Seitengallerien aufgestellt. Der Rosenflor ist ebenfalls in vollster Entwickelung und dürfte zu Ostern seinen Höhepunkt erreichen. Das Auge und den Geruch ergötzen auch die Lieblingskinder des Früh­lings, die Maiglöckchen. Auch in den Gewächshäusern ist die Blüthenentwickelung eingetreten und zeigen die tropischen Blüthen gar wunderbare Farben und Formen; überhaupt bietet der Palmengarten gegenwärtig dem Freunde der Blumen so viel des Schönen, daß er sich Stunden lang daran ergötzen kann.

London, 23. März. Im Newgate-Gefängniffe wurde gestern Morgen eine Hinrichtung durch den Strang vollzogen Der Delinquent, ein der niedersten Volksklasse angehöriger Arbeiter Namens Jobn Wingfield, 34 Jahre alt, hatte seine Frau aus Eifersucht erstochen. Der grau­same Mord wurde am Hellen Tage in einer der belebtesten Straßen des Londoner Stadtbezirks Kilburn in Gegenwart zahlreicher Zuschauer verübt, die nicht bas Mindeste thaten, um dem Mörder sein Opfer zu entreißen. Er brachte der Unglücklichen nicht weniger als 17 Messerstiche bei und stellte sich dann selber der Polizei Er betrat das Schaffst mit sehr zerknirschtem Gemüthe und betete laut, bis die Klappe fiel.

Offenbach, 23. März. Gestern Abend ereignete sich hier der gewiß seltene Fall, daß eine verwundete Schnepfe mitten in der Stadt und zwar in der Waldstraße gefangen wurde. Der Vogel hatte einen Schrotschuß am Kopf und mag lange umhergeflogen sein, bis er er­schöpft zur Erde fiel.

Die Härte unseres neuen Gerichtsverfahrens führt zu oft recht verzweifelten Aus­kunftsmitteln, da doch jedem die Rettung seiner Sachen vor der Zwangs-Versteigerung am Herzen liegt. Viele, die eine Execution zu gewärtigen haben, schlagen derselben nämlich ein Schnippchen, indem sie ihr dadurch zuvorkommen, daß sie einem Freunde ein (natürlich fingirtcs) Accept geben und den Freund bitten, es schleunigst einzuklagen und die Execution zu veran­lassen. Dieser befreundete Pseudo-Gläubiger beauftragt nun einen Gerichtsvollzieher zur Be­schlagnahme der gesammten Habe seines Schuldners, jedoch mit der Maßgabe, daß von einer Siegelanlegung abgesehen werde. Dies Alles kann in wenigen Tagen geschehen, denn ein fälliger Wechsel kann sogar dem Gerichtsvollzieher direct zur Einziehung des Betrages, event. zur Beschlagnahme von Werthobjecten in entsprechender Höhe Übergeben werden. Kommt dann ein wirklicher Gläubiger, so blitzt er mit seiner Execution ab, da jein Gerichtsvollzieher bereits Alles gepfändet findet. Man sieht, des Ledens Praxis ist doch schlauer als des Reichstags Theorie. Sollte nicht aber, meint derN. M. Anz.", diese List durch eine noch größere List wieder überlistet werden können?

sTättowirt.j In Albany in New-Aoik ist ein Streit wegen eines täckowirten griechischen Matrosen entstanden, der gegenwärtig von Herrn Barnum zur Schau ausgestellt wird. Die Ankündigung sagt, daß derselbe sieben Millionen Stiche an seinem Leibe habe, und daß ihm diese sämmtlich von einer weiblichen Wilden beigebracht worden seien. Der arme Mann vergoß einen Tropfen Blut und eine Thräne bet jedem Stich, und war der Einzige von Dierundzwanzig, welcher die Operation überlebte. Das Weib, welches die Tättowirung vollzog, arbeitete täglich sechs Stunden, bis die Arbeit vollendet war. Die Genauigkeit dieser An­gabe wurde von einem ausgezeichneten Mathematiker in Frage gestellt, welcher demAlbany Expreß" das Resultat seiner in dieser Beziehung angestellten Berechnungen mitlheilte.Das Weib", sagte er, muß dem Griechen in jeder Sekunde drei und einen halben Nadelstich gegeben haben. Wenn er dann bei jedem Stich einen Tropfen Blut verlor, muß er, die gewöhnliche Anzahl von Tropfen einer Pinte angenommen, und eine Pinte zu einem Pfund berechnet, 5833 Pfund, oder, anders ausgedruckt, gerade 889 Gallonen Blut während 90 Tagen verloren haben. Thränen wiegen nicht so schwer als Blut; Alles in Allem genommen, muß der Gent- lemcn aus Albanien binnen drei Monaten 5Vz Tonnen dieser Flüssigkeit vergossen Haden." Auf diese Bemerkung erwiderte Barnum's Agent,daß der Grieche nicht ausgestellt würde, wenn er nicht ein wunderbarer Mensch wäre."

Hamburg. Der frühere Bürstenbinder Vogt hatte, im Besitz eines Doctortitels aus Philadelphia, Hierselbst sich der Kurpfuscherei ergeben und nicht nur ein Schild mit der Be­zeichnungDr. Vogt" an seine Wohnung angebracht, sondern auch in verschiedenen hiesigen Zeitungen eine große Anzahl Annoncen erlaffen, in welchen er sichDr." Vogt nannte. Es war deßhalb, nachdem Vogt schon einmal wegen gleichen Vergehens gegen die Gewerbeordnung bestraft worden ist, wiederum Anklage gegen ihn im Schöffengericht erhoben worden; dasselbe verurtheilte ihn zu einer Geldstrafe von 3500 X, event. 3 Monate Haft. Das Schöffengericht führte in seinem Erkenntniß aus, daß Vogt dadurch, daß er sich den TitelDoctor" beigelegt habe, bei dem Publikum den Glauben habe erwecken wollen, er sei eine im Jnlande appro- bhte Medieinalperson. Es hätten sich in Folge dieser Annoncen eine Menge Personen an Vogt gewandt, welche sämmtlich kein anderes Resultat als bedeutende Verluste an Geld er­reicht haben. Gegen dies Erkenntniß erhob Vogt durch Anwalt Dr. Türkyeim Berufung. Das Landgericht trat jedoch in seinem Erkenntniß den Ausführungen des Schöffengerichts bet und verwarf die Berufung als unbegründet.

Ein Gastwirth aus Steiermark, der nach Batosceg in Ungarn an einen ungarischen Weinbauer um ein Faß Wein schrieb und denselben ersuchte, er möge für's Faß und den Wein den Betrag nachnehmen, erhielt folgende Antwort:Lieber Frajnd Sie schixi brif, aber schixi nix schixi Geld, schixi Wein. Ich nix kann vornehmen, nix wegnemcn baj kjjenbän, weil will ich nix, krig nix. Schixi also ein Faß, krixi was. Schixi nix, krixi nix. Jnerer Frajnd. M. B."

Landwirthfchaftliches.

(Zerschneiden der Saatkartoffeln.j W. Rall sagt darüber imWürtt. Wochenblatt f. Landw.": Schon seit Jahren habe ich mich durch Anschaffung von Neuheiten befferer Kar­toffelsorten, die in Der Regel große Knollen lieferten, mit Dem Zerschneiden derselben re. be­schäftigt. Bei Kartoffeln mit flachliegenden Augen habe ich, namentlich bei Kopsels frühester weißer, früher Rosen, Early Gooderich, Schneeflocke u. dgl. Sorten Die Erfahrung gemacht, Daß auch bei der günstigsten Witterung nach der Saat wenigstens ein Viertel zerschnittene Knollen gar nickt keimten uno, ohne zu faulen oder Pilze anzusetzen, selbst im Spätsommer noch gesund, aber leblos im Boden lagen Dies führte mich zu verschieDenen Versuchen, welche auch zu einer einfachen Methode führten, welche ick zur allgemeinen Kenntniß bringen möchte. Drei bis vier Wochen vor der Saat, also Ende März, lege ich meine Saatkartoffeln, namentlich also frühe und werthvollere Sorten, bei welchen durch Zerschneiden Der Werth der Saatkartoffeln etwas billiger sich stellen soll, in eine Dachkammer und lege die Knollen ganz dünn auseinander. Nach 14 Tagen oder drei Wochen zeigen sich die Keime als kleine grüne Punkte und Dann be­ginne ich mit Der Theilung. Erst nach vier bis fünf Tagen, nachdem die Schnittfläche etwas eingetrocknet ist, beginne ich mit dem Auslcgen. Auf Diese Weise behandelte Saatkartoffeln treiben 14 Tage früher, als ungekeimt zerschnittene Kartoffeln, welche auf dasselbe Grundstück gelegt werden; sie zeigen auch Den ganzen Sommer ein besseres, lebhafteres Wachsthum und geben einen größeren Ertrag.

Handel und Verkehr.

Limburg, 24. März. (Fruchtmarkt.) Rother Weizen X 19.50, Weißer Merzen X 19.40, Korn X 14.70, Gerste X 11.50, Hafer, X 7.35, Erbsen X -. (Durchschnitts­preis pro Malter.) Kartoffeln (50 Kilo) X 0.00.

Frankfurt, 24. März. «Marktbericht > Der heutige Heu- und Strohmarkt war gut befahren. Heu kostete je nach Qualität der Centner X 2.003.40, Stroh X 2.003.40. Butter das Pfund tm Großen 1. Qual. 1.10-00, 2. Qual. 1.00, im Detail das Pfund X 1.4000, 2. Qual. X 1.3000. Eier das Hundert itoll. X 9.00, deutsche Eier 7.00 X, Ganze Erbsen daß Pfd. 2026 geschälte Erbsen 3237 H, Bohnen 2729 Linsen 4050 H. Weißkraut das Stück 2025 H, Rothkraut, 1 St. 2530 H, Kohlrabi H, Kohlkraut 0 -0 H, Blumenkohl 1 St. 4090 Wirsing H, Kartoffeln 100 Ko. X 8-10, Zwiebeln 1 Bund H, Merretttg 25 St H, 1 Srück 1520 Ochsenfler,ch per Pfund 6070 Rindfleisch 4560 H, Kuhfletjch 4560 Kalbfleisch 4555 H, Hammel­fleisch 3065 H, Schweinefleisch 60-70 ein Hahn X 1.702.20, ein Huhn X 1.50 -2.50. eine Ente X 2.30-3.00, eine Taube 6070 H.

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