Ausgabe 
24.7.1880
 
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: <. .:6tl Der überlebende

tn den Bach, trotz des Sträubens und Schreiens des Franz. Einer der Buben holte noch einen Stein und warf damit dem Franz auf den Kopf. -An Rettung war nicht zu denken und ist der Fran- das Opfer eines Bubenstreichs geworden. Die Leiche ist noch nicht

aufgefunden.

lieber den Fund eines vorweltlichen Nashorns beim Dorfe Steigerthal bet Nord­hausen werden derMagdeb. Ztg." von Herrn Leo Baltzer in Nordbausen, welcher den unter seiner Leitung ausgegrabenen Funv geborgen hat, folgende nähere Angaben gemacht: Fünf Minuten südöstlich von Sreigerthal im Diluvium ves am Schellenbcrge belegenen Thales fand sich in einer Trefe von 2 Meter das wohlerhaltene Knochengerüst eines etwa mannshohen uov weltlichen Rbinoceros. Vollstänvtg sinv die Knocken der vorderen und Hinteren Exkremitäten und des Beckens, ziemlich vollständig die Knochen der Mirbeliäule; am wenigsten gut sind bie Kopfknocken erhalten, weil der Schädel zu oberst lag und der Verwitterung am meisten aus- qesetzt gewesen ist, jedoch sind 28 Zähne gut erhalten. Herr Baltzer gedenkt, die Knochen­stücke zusammen zu setzen und das Rtesenthier dann einer Hoch- oder anderen Schule zu

überweisen.

In der Diamantschleiferei der Gebrüder Houy in Hanau wird, derHess. Morgen- rleitung" zufolge zur Zett an zwei Steinen gearbeitet, welcke einen enormen Werth repräsen- ttren Der eine'dieser beiden Diamanten hat ein Bruttogewicht von nicht weniger als 232 Äarat G-brüder Houy hoffen, mit dem Schliff einen Stein zu erzielen, welcher den welt­berühmten .Kohinoor" des englischen Kronschatzes erreichen, wenn nicht übertreffen wird. Bekanntlich hängt die Schwere und der Werth eines Steines davon ab, wie er sich schleift.

sLvnchjustiz.j In der Ortschaft Abrany im Saroser Komitat, Ungarn, brach, wie diePannonia" schreibt, zu Wiederholtenmalen Feuer aus Das Volk verdächtigte einen dortigen Bewohner der Brandstiftung und schleuderte denselben in s Feuer. Dieser rettete sich ^eooch, wurde aber wiederholt «griffen uno in die Flammen geschleudert, so daß er des gräß­lichsten Todes starb.

sAus der Schule.) Lehrer:Nenne mir einige Beispiele von treuer Zuneigung und unvergänglicher Liebe zweier Menschen." Schmidt:Romeo und Julie." Müller:,Hero -und Leander." Fritzchen:$aut und Virginie." Sckon scheinen die Beispiele erschöpft, da meldet sich ein Anderer zum Worte und ruft siegesgewtß:Haasenstcin und Vogler."

SDarmftabt. fFleisch- und Butterpreise.)

Nach einer Zusammenstellung der Großh.

Zentralstelle für die LandeSstatistik über die Durchschnittspreise verschiedener Aerbrauchsgegenstande 'kostete im Monat Mai 1880

per Pfund:

Ochsenfleisch

Kalbfleisch

Schweinefleisch

Butter

in Darmstadt

0,70

0,60

0,63

1,29

in Dabenbausen

0,70

0,56

0,60

1,00

in Bensheim

0,64

0,50

0,50

0,99

in Beffungen

0,61

0,48

0,60

1,15

in Erbach

0,66

0,40

0,60

1,10

in Offenbach

0,70

0,60

0,68

1,30

in Gießen

0,68

0,43 0,43

0,60

1,13

in Alsfeld

0,53

0,51

1,05

in Büdingen

0,64

0,45

0,60

1,10

in Butzbach

0,67

0,48

0,56

1,27

in Friedberg

0,64

0,50

0,56

0,90

in Schotten

0,58

0,38

0,60

0,95

in Mainz

0,67

0,58

0,70

1,13

in Alzey

0,48

0,50

0,53

1,14

in Bingen

0,65

0,50

0,68

1,15

in Worms

0,70

0,50

0,60

1,17

Mittelpreis

0,67

0,50

0,60

1,14

^Vielversprechend.) Die kleine Elly hat vom Onkel ein Gläschen Wein erhalten, das sie gleich an die Lippen führt. Aber sie soll doch erst ihrIch danke" sagen. Darum fällt der Onkel ihr in den Arm, mit der freundlichen Frage:GLy, wie sagt man?" Elly (verständnißvoll zu ihm aufblickend):Prost!"____________________

Schiflfeberleht. Mttgethetlt von dem Agenten des norddeutschen ßloni, T. W. Dietz in Gießen.

Bremen, 21. Juli. Der Postdampfer Donau, Capitän R. Bussius, vom Nord­deutschen Lloyd in Bremen, welcher am 10. Juli von Newyork abgegangen war, ist heute 3 Uhr Morgens wohlbehalten in Southampton angekommen und hat nach Landung der für dort bestimmten Paffagiere, Post und Ladung 5 Uhr Morgens die Reise nach hier fortaesekt. Derselbe überbringt 239 Paffagiere und volle Ladung.

Handel und Verkehr.

Gießen, 22. Juli. Auf dem am 20. und 21 d. Mts. hier abgehaltenen Viehmarkte waren 3 Pferde, 1385 Stück Rindvieh und 397 Schweine aufgetrieben. Fast sämmtliches aufgetrtebene Vieh war schön und gut genährt und zeigte sich große Kauflust zu höheren Preisen, als die der vorhergegangenen Märkte. Schweine sehr hoch im Preise.

Nächster Markt Dienstag den 3. und Mittwoch den 4. August, am letzteren Tage auch Krämermarkt.

Irischbäcker in Metzen.

Sonntag, den 18. Juli. Daniel Rühl, am Marktplatz. Emil Sauer, Selters­weg. Martin Lenz, am Marktplatz.

Kirchliche Anzeigen der evangelischenGemeinde suGietzen.

Gottesdienst:

Sonntag, den 25. Juli.

Morgens 9*/2 Uhr: Pfarrer Dr. Naumann.

Feier des heil. Abendmahles.

fKatechismuslehre für die confirmtrte männliche Jugend.)

Nachmittags 2 Uhr: Pfarrer Schlosser.

Die Pfarrgeschäfte für die Woche vom 25. btS 31. Juli besorgt Pfarrer Dr. Naumann.

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«efftntlidje Aufforderusg.

Die im Jahre 1787 geborene, und angeblich im Jahre 1847 nach America ausgewanderte und seitdem verschollene Zlisabetha Dorothea, geborene Müller, Wittwe des Johann Ludwig Knortz von Alt-Buseck wird hiermit aufgefordert, so gewiß binnen 3 Monaten, von dem Erscheinen dieser Aufforderung in den öffentlichen Blättern an gerechnet, daS für sie seit­her dahier curatorisch verwaltete Erb- thetl, welches ihr auS dem Nachlaffe ihrer Schwester Marte, Wittwe des Philipp Schaum von Alt-Buseck an- gefallen, dahier in Empfang zu neh­men, bezw. ihre Ansprüche daran gel­tend zu machen, als sie sonst für tobt erklärt, und fraglicher Nachlaßthetl den weiter aufgetretenen nächsten Verwand­ten der Erblaffertn zugewiesen werden würde.

Gleiche Aufforderung ergeht an etwaige Leibeserben oben genannter Johann Ludwig Knortz Wittwe und gilt auch bezüglich dieser der vorer­wähnte Rechtsnachtheil seinem zweiten Theile nach. i4

Gießen, 4.^uli 1880. Großherzogliches Amtsgericht Gießen.

Stammler, 4657)_______Amtsrichter.___________

Lieferung.

4920) Der Bedarf für das Jahr 1880/81 an tannenem Scheitholz und an Steinkohlen (Anthracit-, Stück- und rnelirter Kohlen) für das academische Hospital zu Gießen soll auf dem Wege der Submission vergeben werden.

Lieserungslustige wollen ihre Offerten innerhalb 8 Tagen aus daS Verwal- tungsbüreau gedachter Anstalt ein- reichen.

Gießen, den 21. Juli 1880.

Die Verwaltung.

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