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handel und Verkehr.
,,, , Frankfurt, 20. November. -Marktbericht.) Der heutige Heu- und Strobmarkt war schleckt befahren. Heu kostete je nach Qualität der Etr. JL 3.00—4.30, Stroh 2.50—3.00« Butter das Pfd. tm Großen 1. Quai. 1.00—00, 2. Qual JL 0.90-00, im Detail das Pfb. 1.20—25, 2. Qual JL. 1.10—00. Eier das Hundert JL 6—7. Ocksenstetick per Pfund 60—70 Kuh-, Rind und Farrenfleisch 50 -60 Kalbfleisch 50 70 A
Hammelfleisch 35—65 Ab Schweinefleisch 65 -80 ein Hahn 1.00—1.50 ein Huhn 90-1.50, eine Ente .X 3.50-4.00, eine Taube 50-00 H, «an« JL 5.00-8.00, Hasen das Stück Jt 3.00—4.00, Feldhuhn 1.00- 1.50, Rehbock da« Pfd. 75-80 Kapfiunen
0—0.00, Wätscher Habn JL 5— 6. Kartoffeln 100 Ko. JL 4.00—5.50, Kohlrabi 7—9 A Blumenkohl 1 St. 15 -50 Ab Wirsing 15-20 Ab Gelberüben 1 Bund 0-0 A>, »wiebeln 1 Bund 0 A), Sellerie das Stück 0-00^, Meerrettig 1 Stück 00-00, Spargel das Pfund 00—00 Ab Romain-Salat 00- 00 4, Endivien 10—0 A, Rothkraut 15—20 A Weißkraut 15—20 A), Artischoken 50 A), Erbsen daß Pfb. 00^.
Lokales.
Gießen, 22 November. Heute Morgen fanden städtische Arbeiter im Schoorgraben unter dem Waffrrhäu-chen am Neustädter Thor zwei Stücke frisches Fleisch im Gewicht von <a. 30 Pfd. Ob daffelbe von einem Diebstahl herrührt, wird die Untrrsuckung wohl ergeben.
— Diverse Laternen am SelterSthor erfreuten sich Samstag Nacht der Behandlung nicht patentisirter Laternenausmacher.
— Der Winter naht und mit demselben das Heer der Handwerksburschen. Am Samstag trafen nicht weniger denn 97 solcher Leute hier ein. Fünfzehn derselben wurden wegen Bettel und Diebstahl verhaftet und heute Morgen in einem Trupp vorgrführt.
— Eine nasse Folge strafte am Samstag Abend einen Mann von Gleiberg. Zwei Arbeiter gingen in die Wirthschaft „zum GambrtnuS^. Einer derselben verzehrte ein und der andere zwei Würstchen und dlverse Glas Bier. Beide hatten jedoch kein Geld und benutzten sie nun die momentane Abwesenheit des Wtrthes, um, der eine nach vornen, der andere nach hinten, sich dünne zu machen. Der erstere entkam glücklich, der zweite verfehlte jedoch die rechte Thür und stürzte Plötzlich bis an den Hals in den daherfließenden Etadtbach. Durch das Plätschern wurde eine Frau auf den in der naffen Falle sich befindlichen Durchbrenner aufmerksam und Vorübergehende erbarmten sich seiner und zogen ihn heraus.
— Der Vortrag deS Herrn Pfarrer GtetnwachS aus Offenbach am Samstag Abend auf dem Lenz'schen Felsenkeller war recht besucht. Der geschätzte Redner behanvelte den 80. Satz des Syllabus und erntete hierfür zum Schluß lebhaften Beifall.
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ganze Carawanen auf der Erde. Nun scheint endlich das Vertrauen zmückzukehren. Seit einer Woche ist es" heute der erste Tag, baß keine Flüchtlinge abreisen. Alllrvtn-s gibt es hier auch nur noch Wenige, die bei eventueller Gefahr zu stückten im Stande wären. Bisher sinv 1800 fremde Arbeiter hier cingetroffen. Mit der Abtragung deS elnsturzdrohenden Francts- canerthurmcs wurde heute begonnen; dieselbe hat im Offertwege ein Wiener Baumeister übernommen-
Angeblich sollen in der Nackt zwei leichte Erdschwingungen verspürt worden fein. Die Bevölkerung beihält sich ruhig, Alles arbeitet. Die Demolirung der Cadettenschule wurde wegen unbedingter Lebevsgrfabr eingestellt.,
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— Am Samstag Abrnd gegen 7 Uhr brack in der Hofraithe des Heinrich Geißler zu Steinbach wiederholt Feuer aus. Durch rasches Niederreißen der in Brand stehenden Holzremise wurde weiterer Schaden verhütet. v 8
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_ J6; November. Ein Brudermord erregt hier gegenwärtig allgemeines Ent
setzen. Die beiden Brüder, Klempnergeselle Theodor Moltz und Schriftgießer Carl Moltz sitzen am 3. d. Mts. in der mütterlichen Behausung nach des Tages Last und Hitze bet einem be- scheidenden Abendbrod. E3 wird b'r Vorschlag gemacht, etwas dazu zu trinken — der eine ©ruber schlägt Cognac, der andere Kümmel vor. Jeder der Beiden tritt für sein Lieblings- getrank ein, es kommt zu heftigen Worten — ein Aufwallen de« Jähzorns packt Carl Moltz er ergreift das vor ihm liegende scharfe T.schmeffer und stößt es dem Bruder in die Brust, bet mit einem Aufschrei blutüberströmt zusammenbricht. Das unglückliche Opfer eines kindischen ZwistrS ist gestern Mittag im hiesigen Krankenhause verschieden — der Brudermörder ift verhaftet. r
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Gießen, den 20. November 1880. Großherzogliches Ortsgericht Gießen.
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Wir bringen hiermit zu Kenntniß deS Publikums, daß mit dem 1. Januar k. I. für den Mitteldeutschen Eisenbahnverband ein neuer Tarif (Theil II, die besonderen Bestimmungen, sowie Kilometer-Entfernungen und Frachtsätze enthaltend) in Kraft tritt.
Bis zum Erscheinen deS Tarifs ertheilt die Direction der Thüringischen Eisenbahn- Gesellschaft in Erfurt jede gewünschte Aus» ftinft über die Höhe der Frachtsätze rc.
Gießen, den 15, November 1880.
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Gießen, den 5. November 1880.
Großherzogliches Ortsgericht Gießen 7320) Müller.
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Nachmittags 2 Uhr, soll auf dahiesigem Ortsgericht die Hof- roithe des Ghriftian Reinhardt dahier Flur. Nr. Mtr.
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Gießen, den 9. November 1880.
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