Ausgabe 
23.11.1880
 
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H. F. Raffauer,

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Ernst Lotz.

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3it allen Apotheken zu haben:

Teifflh oh ifj, direct von einem Bienenzüchter bezogen, per Pfund SO Pfg. empfieblt

handel und Verkehr.

,,, , Frankfurt, 20. November. -Marktbericht.) Der heutige Heu- und Strobmarkt war schleckt befahren. Heu kostete je nach Qualität der Etr. JL 3.004.30, Stroh 2.503.00« Butter das Pfd. tm Großen 1. Quai. 1.0000, 2. Qual JL 0.90-00, im Detail das Pfb. 1.2025, 2. Qual JL. 1.1000. Eier das Hundert JL 67. Ocksenstetick per Pfund 6070 Kuh-, Rind und Farrenfleisch 50 -60 Kalbfleisch 50 70 A

Hammelfleisch 3565 Ab Schweinefleisch 65 -80 ein Hahn 1.001.50 ein Huhn 90-1.50, eine Ente .X 3.50-4.00, eine Taube 50-00 H, «an« JL 5.00-8.00, Hasen das Stück Jt 3.004.00, Feldhuhn 1.00- 1.50, Rehbock da« Pfd. 75-80 Kapfiunen

00.00, Wätscher Habn JL 5 6. Kartoffeln 100 Ko. JL 4.005.50, Kohlrabi 79 A Blumenkohl 1 St. 15 -50 Ab Wirsing 15-20 Ab Gelberüben 1 Bund 0-0 A>, »wiebeln 1 Bund 0 A), Sellerie das Stück 0-00^, Meerrettig 1 Stück 00-00, Spargel das Pfund 0000 Ab Romain-Salat 00- 00 4, Endivien 100 A, Rothkraut 1520 A Weiß­kraut 1520 A), Artischoken 50 A), Erbsen daß Pfb. 00^.

Lokales.

Gießen, 22 November. Heute Morgen fanden städtische Arbeiter im Schoorgraben unter dem Waffrrhäu-chen am Neustädter Thor zwei Stücke frisches Fleisch im Gewicht von <a. 30 Pfd. Ob daffelbe von einem Diebstahl herrührt, wird die Untrrsuckung wohl ergeben.

Diverse Laternen am SelterSthor erfreuten sich Samstag Nacht der Behandlung nicht patentisirter Laternenausmacher.

Der Winter naht und mit demselben das Heer der Handwerksburschen. Am Samstag trafen nicht weniger denn 97 solcher Leute hier ein. Fünfzehn derselben wurden wegen Bettel und Diebstahl verhaftet und heute Morgen in einem Trupp vorgrführt.

Eine nasse Folge strafte am Samstag Abend einen Mann von Gleiberg. Zwei Arbeiter gingen in die Wirthschaftzum GambrtnuS^. Einer derselben verzehrte ein und der andere zwei Würstchen und dlverse Glas Bier. Beide hatten jedoch kein Geld und be­nutzten sie nun die momentane Abwesenheit des Wtrthes, um, der eine nach vornen, der andere nach hinten, sich dünne zu machen. Der erstere entkam glücklich, der zweite verfehlte jedoch die rechte Thür und stürzte Plötzlich bis an den Hals in den daherfließenden Etadtbach. Durch das Plätschern wurde eine Frau auf den in der naffen Falle sich befindlichen Durchbrenner aufmerksam und Vorübergehende erbarmten sich seiner und zogen ihn heraus.

Der Vortrag deS Herrn Pfarrer GtetnwachS aus Offenbach am Samstag Abend auf dem Lenz'schen Felsenkeller war recht besucht. Der geschätzte Redner behanvelte den 80. Satz des Syllabus und erntete hierfür zum Schluß lebhaften Beifall.

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Morgens 11 Uhr, werden im Pfandlocal dahier (Seltersweg 6) 1 Kleiderschrank, 1 Nachttisch, 1 Kanarien­vogel mit Käfig

meistbietend gegen Baarzahlung versteigert. Gießen, den 20. November 1880.

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ganze Carawanen auf der Erde. Nun scheint endlich das Vertrauen zmückzukehren. Seit einer Woche ist es" heute der erste Tag, baß keine Flüchtlinge abreisen. Alllrvtn-s gibt es hier auch nur noch Wenige, die bei eventueller Gefahr zu stückten im Stande wären. Bisher sinv 1800 fremde Arbeiter hier cingetroffen. Mit der Abtragung deS elnsturzdrohenden Francts- canerthurmcs wurde heute begonnen; dieselbe hat im Offertwege ein Wiener Baumeister übernommen-

Angeblich sollen in der Nackt zwei leichte Erdschwingungen verspürt worden fein. Die Bevölkerung beihält sich ruhig, Alles arbeitet. Die Demolirung der Cadettenschule wurde wegen unbedingter Lebevsgrfabr eingestellt.,

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Am Samstag Abrnd gegen 7 Uhr brack in der Hofraithe des Heinrich Geißler zu Steinbach wiederholt Feuer aus. Durch rasches Niederreißen der in Brand stehenden Holz­remise wurde weiterer Schaden verhütet. v 8

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Jntrrch, k Schluß bedinge, j eug'lng bei (Störte» llnichluß nolhiendi' e Koßenbelrag bei» und würde dieselbe, i ilb die Hanseßädie ibtln, wozu Art. 34 , ;ofr von Tone die und 71 in VW mkle Belgien ft serte, die Regierullg lungen nienllliö die zischen eine oerbüii'

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_ J6; November. Ein Brudermord erregt hier gegenwärtig allgemeines Ent­

setzen. Die beiden Brüder, Klempnergeselle Theodor Moltz und Schriftgießer Carl Moltz sitzen am 3. d. Mts. in der mütterlichen Behausung nach des Tages Last und Hitze bet einem be- scheidenden Abendbrod. E3 wird b'r Vorschlag gemacht, etwas dazu zu trinken der eine ©ruber schlägt Cognac, der andere Kümmel vor. Jeder der Beiden tritt für sein Lieblings- getrank ein, es kommt zu heftigen Worten ein Aufwallen de« Jähzorns packt Carl Moltz er ergreift das vor ihm liegende scharfe T.schmeffer und stößt es dem Bruder in die Brust, bet mit einem Aufschrei blutüberströmt zusammenbricht. Das unglückliche Opfer eines kindischen ZwistrS ist gestern Mittag im hiesigen Krankenhause verschieden der Brudermörder ift verhaftet. r

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Donnerstag den 25. Novbr.,

Nachmittags 2 Uhr, soll auf dahiesigem Ortsgericht auf frei­williges Ansuchen der Erben deS Johann Martin Krämer dessen Hofraithe Flur Mir.

1 sei 56 Hofraithe im Tiefenweg, meistbietend versteigert werden.

Gießen, den 20. November 1880. Großherzogliches Ortsgericht Gießen.

I. A.:

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Wir bringen hiermit zu Kenntniß deS Publikums, daß mit dem 1. Januar k. I. für den Mitteldeutschen Eisenbahnverband ein neuer Tarif (Theil II, die besonderen Bestimmungen, sowie Kilometer-Entfern­ungen und Frachtsätze enthaltend) in Kraft tritt.

Bis zum Erscheinen deS Tarifs ertheilt die Direction der Thüringischen Eisenbahn- Gesellschaft in Erfurt jede gewünschte Aus» ftinft über die Höhe der Frachtsätze rc.

Gießen, den 15, November 1880.

7611) Großherzogl. Direction.

Montag dm 20. Detkinber,

Nachmittags 2 Uhr, sollen auf dahiesigemOrtsgericht die Jmmo- bllien des Schreiner Hrrmann Werner dirhier, als: Flur. Nr. Mtr.

27 77,84/ioo 483 Hofraithe am kleinen Steinweg

meistbietend versteigert werden.

Gießen, den 5. November 1880.

Großherzogliches Ortsgericht Gießen 7320) Müller.

Montag dm 20. December,

Nachmittags 2 Uhr, soll auf dahiesigem Ortsgericht die Hof- roithe des Ghriftian Reinhardt dahier Flur. Nr. Mtr.

17 287710 1000 Hofraithe bei dem Jug- hardsbrunnen, rechts an der Landstraße, arrfteigert werden.

Gießen, den 9. November 1880.

Großherzsgl. Ortsgericht Gießen.

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