Wege der (Korruption, der rohen Gewalt und im Reiche der Knute Milde walten zu lassen gegen d-e Verführten, das muß dem Manne nach und nach die Sympathie des Volkes zuwenden. Es wurde schon kurz gemeldet, daß die jüngst in Charkow oerurtbeilten Studenten auf Antrag Loris - Meltkoffs begnadigt wurden. Der Petersburger Regterungsbote veröffentlicht jetzt eine weitere amtliche Bekanntmachung, nach welcher die höchste Executio-Commission eine Revision der Documente bezüglich der auf administrativem Wege ausge- wicsenen, sowie der unter polize ltche Aussicht gestellten Personen angeordnet hat. Die Revision ist dadurch veranlaßt, daß mehrere der gedachten Personen, besonders der studirenden Jugend angehörige, ihre Schuld bereits bereut und sich durch gutes Verhalten günstige Atteste von den örtlichen Gouverneuren erwirkt haben. Der K iser hat auf den Vortrag des Generals Loris-Melikoff die obige Anordnung bestätigt. Es steht somit in Aussicht, daß demnächst eine Reihe weiterer Begnadigungen erfolgen wird.
Sekgraphische Depeschen.
Wagner'» telegr. Eorrespoubeur * Brrrearr.
London, 21. April. Fast sämmtliche Morgenblätter glauben, daß die Königin Marquis of Hartington mit der Bildung des Cabtnets betrauen werde. — Viscount Cranbrook, der Staatssecretär für Indien, hat das Großkreuz des Sterns von Indien erhalten.
Mülhausen, 21. April. Der Statthalter Feldmarschall v. Manteuffel ist heute Nachmittag hier etngetroffen; derselbe begibt sich zur Einweihung des Seminars nach Zillishetm.
Wien, 21. April. Abgeordnetenhaus. Anläßlich der Debatte über den Budget-Titel für Hochschulen weist der Cultusminister auf die Mängel der Schulgesetzqebung hin und erklärt, die Regierung werde den Mängeln abhelsen. Der Minister lehnt Concessionen in Personal-Angelegenheiten ab und spricht sich anerkennend über den österreichischen Beamtenstand aus, welcher den Staatsgedanken fest bewahre.
London, 21. April, Abends. Es verlautet nunmehr bestimmt, daß Beaconsfield seine Entlaffung gegeben hat.
New'Uork, 21. Apnl. Laut Nachrichten aus Jamaica herrscht dort große Dürre.
Pefth, 21. April, Abends. Der „Pesther Corresp." zufolge propontrt die Wehrgesetz-Novelle die Modtstcirung von 20 Paragraphen des Wehrgezetzes. Bei der Marine soll anstatt der jetzigen dreijährigen e>'ne vierjährige active Dienstzeit eingeführt, dagegen die Reservepflicht auf 5 Jahre reducirt w rden. Die Vorlage enthält ferner Bestimmungen zur Abhülfe des bet den Landwehrtruppen lebhaft fühlbaren Osficiersmangels. Die Einjährig>Freiwilli- gen-Jnstitutton bleibt unverändert. Bezüglich der Dienstpflicht der Lehrer und Kleriker werden einige Begünstigungen gewährt. Zn den Bezirken, wo die ersten drei Altersklassen zur Deckung des Rekruten-Contingents nicht ausreichen, wird im Nothfalle auch die vierte Altersklaffe etnberufen werden können.
Lokales.
Gießen, 22. April. Der Stromer, von dem wir in gestriger Nr. berichteten, erhielt für sein schamloses Betragen 4 Wochen Gefängniß zudicttrr.
— Der Schutzmannschaft gelang es heute Nacht endlich, einen jungen Mann auf der That zu ertappen, wie derselbe seinen Muthwillen an einer Gaslaterne ausübtc und dieselbe zertrümmerte. Es dürfte hier ein Exempcl zu statuiren sein, damit diesen Rohheiten ein richtiger Dämpfer aufgesetzt würde. (Der 303 des Reichs-Straf Gesetzbuchs besagt: Wer vorsätzlich und rechtswidrig eine fremde Sache beschädigt oder zerstört, wird mit Geldstrafe bis zu dreihundert Thalern oder mit Gefängnih bis zu zwei Jahren bestraft. Der Versuch ist strafbar. Vergl. auch §• 4 deös. Ges.) — Ob außerdem in diesem Falle auf frühere Zerstörungen an Laternen dtnsichtlich des Schadensersatzes Bezug genommen wird, möge dahingestellt bleiben.
Vermischtes.
Darmstadt, 17. April. Die nach den Vorschriften der jüngst im Regierungsblatte erlaßenen Verordnung vorgenommene Prüfung der auf dem hiesigen Lehrertnnen-Scminar vorgebildeten „Aspirantinnen für das höhere Lehramt" hat ein sehr erfreuliches Resultat ergeben. Von den 32 Damen, welche sich der Prüfung unterzogen, konnten 1 die seltene erste Note, 11 das Prädicat „gut" und 18 die dritte Note „genügend" erhalten, während nur 2 der Aspirantinnen vor dem mündlichen Examen zurücktraten. Unter den 11 der zweiten Note befindet fich an erster Stelle auch eine junge Dame aus Ihrer Stadt, Fräulein M Dörr, welche, -wenn wir nicht irren, bis vor wenigen Jahren Angehörige der dortigen erweiterten Mädchenschule war.
Wetzlar, 19. April. Zu der gestern stattgehabten Eröffnung der Gewerbeausstellung des Kreises Wetzlar hatten fich ungeachtet des ungünstigen Wetters neben den Vorstandsmitgliedern und Ausstellern viele fremde Persönlichkeiten, lyiter andern auch der Herr Regierungspräsident von Neefe aus Coblenz, sowie eine große Zahl von Bewohnern der Stadt und des Kreises Wetzlar eingefunden. Am Abend fand ein zahlreich besuchtes Festessen start. Wenn wir vor Kurzem an dieser Stelle die Zuversicht aussprechen zu dürfen glaubten, daß die Ausstellung in einem vollständigen Bilde der Industrie und Gewcrbethätigkeit des Kreises eine Fülle des Neuen und Interessanten bieten würde, so können wir heute mit Bestimmtheit behaupten, daß diese Voraussetzung in einem Maße eiugetroffeu ist, die alle Erwartungen übertrifft. Keine Industrie, vsn dem hochfeinen Erzeugnisse unserer optischen Institute, unserer Haarfabriken bis zu den Gießerei- und Rohprodukten der bedeutenden Eisenindustrie, kein Gewerbe ist auf der Ausstellung unvertreten. Viele haben hingegen Proben einer Leistungsfähigkeit abgelegt, die jeden der Bewohner des Kreises ebenso mit Stolz erfüllen müssen, wie der Besuch dadurch zu einem wahren Genüsse gestaltet wird.
Marburg, 20. April. In der auf dem Kämpfrasen hier ausgestellten Mailändischen Menagerie wurde gestern Abend von einem Löwen der Arm eines erst seil Kurzem angestellten Wärters so unglücklich zerbisien, daß derselbe alsbald durch Herrn Geh. Rath Dr. Roser amputirt werden mußte.
— sEin wackerer Soldat.) Die Königin von England bat das Victoria Kreuz, die höchste britische Auszeichnung für die Tapferkeit im Felde, einem Gemeinen der berittenen Kap- schützen, Namens Peter Brown, verlieben, und zwar für eine muthige Thal, die in der ,.London Gazette" wie folgt geschildert wird: „Reiter Peter Brown hörte während der Erstürmung von Moirosis-Berg am 8. Avril 1879, als seine Compagnie unter Deckung des Befehls zum Wiederbeginn des Vorrückens harrte, zwei Sordatcn, die einige Zeit vorher verwundet worden waren, um Wasser rufen. Reiter Brown trug unter heftigem Feuer eine Wasserflasche zu diesen Verwundeten nach einem benachbarten Felsen, wohin sie gekrochen waren, um eine Zuflucht zu suchen. Während er einem Verwundeten Wasicr reichte, wurde er in der rechten Hüfte schwer verwundet und unverzüglich darauf zerschmetterte eine Kugel seinen rechten Arm, dessen Gebrauch er niemals wiedererlangt hat."
Roßberg (Kreis Marburg), 19. April. Wie Unvorsichtigkeit öfters sehr großes Unglück herbetführen kann, das zeigt wieder ein Fall, der gestern Abend gegen 10 Uhr die Bewohner unseres Dorfes erschreckte. Mehrere Burschen von hier gehen in der Abendstunde von hier nach dem nahe gelegenen Dreihausen in das dortige Wirthshaus. Beim Aufbruchc zum „nach Hause" bleiben zwei von ihnen, W. Hämer und K. Brünett zurück, nachdem sie ihre Kameraden aufgefordert halten, mit nach Hause zu gehen und ihnen auch mittheilten, daß sie von anderen, ihnen feindlich gesinnten Burschen aus Dreihausen verfolgt würden. Nachdem auch sie bald darnach aufbrachen und einige Schritte vom Dorfe entfernt sind, sagt Brünett zu seinem Begleiter, daß er sich nicht fürchte, da er mit einer Waffe versehen sei. Auf des Anderen Begehr, dieselbe zu zeigen, zieht dieser eine geladene Pistole hervor. Kaum in den Händen, entladet sich die geladene Waffe und die ganze Schrotladung fährt dem nahe stehenden Gefährten in die
linke Sette der Brust. Durch bald herbeigeeilte Hülfe gelang es, den Schweiverwundeten rasch nach dem eine halbe Stunde entfernten Roßberg zu bringen. Wie im höchsten Grade schrecken- erregend dieser Fall auf die Eltern war, läßt sich denken. Da sehr starke Blutung der Wundm eintrat und der Unglückliche so erschöpft war, daß er nicht mehr sprechen konnte, so wurde er sogleich nach Marburg gefahren, wo er zur ärztlicben Behandlung dem Herrn Prof. Dr. Roser übergeben worden ist. Wie man hört, soll noch keine Besserung eingetreten sein und der Unglückliche leicht ein Opfer dieser Unvorsichtigkeit werden.
— sHumor als Lebensretter.) Ein Kardinal zu Rom lag in den letzten Zügen; es hatte sich im Halse eine Geschwulst gebildet, die Aerzte konnten nickt helfen, er war dem Ersticken preisgegeben. Seine Verwandten warteten nicht auf den Tod, sondern trugen dessen Habseligkeiten vor seinen Augen weg; selbst das Linnen des Bettes zogen sie unter ihm weg; wehren konnte er nicht und schreien ebensowenig. Er hielt sich aber einen Affen, der ihm treu blieb; als dieser sah, wie die Menschen Alles wegschleppten, setzte et seines Herrn Dreimaster (dreieckiger Hut) auf und nahm das Brevier, das Einzige, was zurückblieb, und wollte dann ebenfalls weiter ziehen. lieber die Possirlichknt mußte der Sterbende plötzlick so gewaltsam auflacken, daß die Geschwulst im Halse barst und der Kranke gerettet war.
— Ueber die Lehrer an den deutschen Hochschulen im Wintersemester 1879—1880 giebt die „Kiel. Ztg." folgende statistische Mittbeilungen: Im verfloffenen Wintersemester lehrten auf den deutschen Universitäten im ganzen 1871 Doccnten. Von ihnen gehören 14* der evangel.- theol,, 54 der kathol.-tbeol., 216 der jurist., 521 der Medizin, und 932 den Philosoph. Fakultäten an Die meisten Lehrer, nahezu 50 pCt. sämmtkicher Docenten, haben wir in den philosophischen Fakultäten, den nächstböchsten Procentiatz (28 pCt.) finden wir m der Medizin, während die Jurisprudenz 11 pCt. stellt; die noch übrig bleibenden 11 pCt. kommen auf die 17 evangel.'theol. Fakultäten (8pCt.i und die 8 kathol.-theol. (3 pCt.). Bei weitem die größte Zahl von Universitätslehrern hat Berlin aufzuweisen, nämlich 227, sodann folgt Leipzig mit 165, dem sich dann in minder großen Zwischenräumen die übrigen Hochschulen anreihen, und zwar München mit 131, Göttingen mit 118, Breslau mit 102, Heidelberg mit 101, Halle mit
97, Bonn mit 96, Straßburg mit 92, Königsberg mit 86, Tübingen mit 78, Jena mit 77,
Marburg mit 71, Würzburg mit 65, Kiel mit 64, Greifswald und Erlangen mit je 59,
Gießen mit 55, Freiburg mit 52, Rostock mit 38, Münster mit 29 und Braunsberg mit 10.
Von diesen 1871 Universitätslehrern sind 963 ober 52 pCt. ordentliche, 434 oder 23 pCt. außerordentliche, Honorar- rc. Professoren und 474 oder 25 pCt. Privatbocenten.
Haltern, 13. April. Die Nachricht des „Wests. M.", nach welcher die hiesigen Bürger nicht nur von der Comrnunalsteuer befreit seien, sondern von den Zinsen des städtischen Vermögens noch etwas herausbezahlt erhielten, beruht auf einem groben Mßverständniß. Allerdings kommen 14,000 cX als Einnahme aus den städtischen Forsten den Bürgern zu gute, doch wird diese Summe als Abschlagsquote auf die Communalsteuern innebehalten, so daß diese immerhin noch 120 pCt. der Staatssteuer betragen. (Wests. Z.)
— Zum Capitel „Grenzplackereien" wird der „Köln. Ztg." folgendes Curiosum mit- getheilt. Anfangs April reiste ein Herr (Beamter) nach dem in Holland unfern der Grenze gelegenen Orte B, um dort sein Töchterchen in Pension zu geben. Auf der Rückfahrt wurde kurz diesseits der Grenze sein Wagen von einem Grenzaufs-her angehalten und die Oeffnung des Handköfferchens verlangt. In demselben erschien gleich oben die Reise-Weckeruhr deS Passagiers. So ein Mordinstrument mochte dem vielleicht gar Schlimmes ahnenden Aufseher wohl noch nicht vor Augen gekommen sein; vor lauter Staunen vergaß er sogar, den übrigen Inhalt des Koffers nach weiteren verdächtigen Artikeln zu durchsuchen, die gefundene Uhr wurde als zollpflichtiger Gegenstand erklärt. Zum Unglück war auf dem Etui gedruckt zu lesen nicht bloß, daß sie in Schlesien fabricirt worden, sondern auch noch gar, daß es eine Reise-Weckeruhr war. Das war zu arg. Der Grenzaufseher erklärte, ein Reisewecker sei kein Ding, welches man auf Reisen mit sich führe, das stehe nicht in seiner Instruction; er habe also den Reisenden dem Zollamte vorzuführen. Sprachs, schwang sich ohne Weiteres auf den Kutschersitz und fort ginge 21/2 Stunden weit mit dem Delinquenten in dessen eigenem Gefähr zum nächsten Zollamte G. Hier bemonflrirte ber Einnehmer sofort, baß ber verdächtige Gegenstand in gleicher Weise wie z. B. das Rasirmesser des Passagiers, welches sich auch in dem Koffer befand, zu den Reise-Effecten gehöre und also zollfrei sei. Der Grenzaussesser aber erklärte seinerseits, daß er den Reisenden ja auch gar nicht zu dem Zwecke zum Zollamte transportirt habe, um ihn dort den etwa erforderlichen Zoll erlegen zu lassen, vielmehr habe er den gefundenen Gegenstand als Zoll Lontrebande mit Beschlag belegt. Es folgte eine beinahe anderthalbstündige schriftliche Verhandlung. Der Tarif ergab, baß bas Kilo Reisewecker 1,20 Jü Etngangszoll kostet, bie Uhr wog 250» unb wurde auf 18 <M. Werth taxirt, und nachbem ber Reisenbe biese 18 J4, außerdem bie 30 H Zoll, den vierfachen Zoll als Strafe mit 1,20 JL und 1,50 .M. Stempel zu der Verhandlung, zusammen 20,50 </M, deponirt und über sein Alter, seine Verehellckung, bie Zahl unb Versorgung seiner Kinber, sein Vermögen unb bie bisher ^verhüßten Strafen bie erforderte Auskunft crtheilt, würbe berfelbe mit bem Bebrüten entlassen, baß, falls er mit ber Konfiskation nicht einverstanden sei und vielleicht das hinterlegte Geld wieder zu erlangen wünsche, ihm anbcimgestellt werde, sich dieserhalb gesuchsweise an das Hauptzollamt in K. zu wenden. Der Eisenbahnzug hatte unhöflicher Weise das Ende der anderthalbstündigen Verhandlung nicht abgewartet, der Reisende mußte in G. übernachten, verspätete seine Heimkunft, versäumte seinen Dienst unb fluchte dem Erfinber ber Reisewecker.
Theater.
M. Der „Erfolg" Paul Linbau's war in ber Thar —- ein Erfolg Paul Linbau's, b. h. bicses Stück gefiel Denen, welche bas Stück eines so geistreichen Autors begreifen können. Nach unserer Ansicht wirb Paul Lindau nie für Alle schreiben, es gehört vielmehr ein gewisser Grad von Bildung dazu, seine Sachen so aufzufassen, wie sie der Autor aufgefaßt haben will. Gerade in diesem Lustspiele, in dem er die literarischen Gebrechen unserer Zeit geißeln will unb sich gewissermaßen als Krrtz Marlow ein Recht bazu geschaffen hat, ist literarische Unkenntniß gleichbebeutenb mit Nichtverstänbniß bes Stückes. Die Aufführung war im Ganzen gut, es hatte aber ein besseres Jneinanbergreifen der einzelnen Personen nichts geschähet. Frau Debauer hatte als Hermine Drossen eine ber bankbarsten, aber auch schwierigsten Rollen. Ihr Spiel war vortrefflich unb verdient in jeber Hinsicht Anerkennung, welch' letztere baburch nicht geschmälert würbe, baß bie Darstellerin gegen Enbe für kurze Zejt mit belegter Stimme gesprochen. Nicht weniger anerkennenswerth spielte Herr Schubert als Fritz Marlow, er zeichnete sich auch in bieser Rolle burch sein sicheres Spiel aus. Herr Weltzin als Baron Fabro spielte recht gut, er gab biese unbankbare, aber bennoch schwierige Rolle mit Feinheit wieber. Herr Gärtner als Geheimer Ministenalrath von Harben, Herr Müller als Dr. Klaus spielten zu Aller Zufrieben- beit. Das Spiel ber Frau Müller als Frau von Harben, der Frau Gärtner als Frau Dr. Klaus unb ber Frau Schubert - Schneeberger als Evchen war wie gewöhnlich recht gut. Letztere war ein allerliebstes Evchen und bekam auch zum Schluffe, wie dies bei einem Lustspiele natürlich ist, b-u Mann ihrer Herzenswahl unb in Bezug hierauf citiren wir ben gewiß poetischen Erguß ber so trefflich wiedergegebenen Pseubo-Dichterin, Hermine Drossen:
Die Liebe unb der Glaube, Fürwahr das ist die Schraube, Um die sich Alles dreht. —
Handel und Verkehr.
Limburg, 21. April. (Fruchtmarkt.) Rother Weizen JL 19.90, Weißer Weizen X 19.70, Korn JL 15.50, Gerste JL 11.65, Hafer, 7.60, Erbsen JL —. (Durchschnittspreis pro Malter.) Kartoffeln (50 Kilo) jü 3.50.
Frankfurt, 21. April. (Marktbericht.) Der heutige Heu- unb Strohmarkt war gut befahren. Heu kostete je nach Qualität ber Centner JL 2—3.40, Stroh Jü 2.00—3.30. Butter bas Pfb tm Großen 1. Qual. 0.90—95, 2. dual. jMa 0.80—85, im Detail bas Pfd. JU 1.25—30, 2. Qual. JL 1.10—15. Eier bas Hundert ital. JL 5.50, deutsche Eier 4.40 Ganze Erbsen das Pfd. 20—26 gesckqlte Erbsen 32—37 Bohnen 27—29 Linsen 40—50 H. Weißkraut bas Stück 2-»-25 Rothkraut, 1 St. 30—35 Kohlrabi — Kohlkraut Blumenkohl 1 St. 40—100H, Wirsing 20—25H, Kartoffeln 100 Kö. <X 6—7.00, Zwiebeln 1 Bund 6 Merrettig 100 St. 14—16 JL, 1 Stück 12—20 H. Ochsenflcijch per Pfunc 65—70 H, Rindfle.sch 45-60 Kuhfleisch 45-60 H, Kalbfleisch 45-55 Hammelfleisch 40—65 H, Schweinefleisch 65—70 ein Hahn JL 1.90—2.50, ein Huhn 2.00—2.50, eine Ente 2.70-3.20, eine Taube 60—70 Wälscher Hahn JL 6 —12, Kapaun 3-3.50.
Sehlffeberleht. Mttgetheilt von bem Agenten des norddeutschen Lloyd T, W4 Dietz in Gießen.
Bremen, 21. April. sPer transatlantischen Telegraph.j Der Postdampfer Mosel, Capitän H. A. F. Neynader, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 10. April von Newyork abgegangen war, ist heute 4 Uhr Morgens wohlbehalten in Southampton angekommen und hat nach Landung der für dort bestimmten Passagiere, Post und Ladung 6 Uhr Morgens die Reise nach yier fortgesetzt. Derselbe überbringt 122 Passagiere unb volle Labung.
Die < SaVst"S des neue' König''" tu W
2871) _
fcjtn an ta Jollen bezahlt
Aßen, t
2842)
Es wird Rechner heute i in die Gemeind kann. Nach die nochmalige Ma!
Albach, 0
2854)
2162) 2
8. März er. w'
1. Die Köm der Mair mit dem
Hannover 2. die diesse bürg, Br 3. in Hanni in Cassel welche ir nisse und
Die ( Bürübs Aemtei
1- Hannr
grenze, s
2 Brem,
Hafen, r
3- Münjl
Hamm),
4 Dortm te;cl. Sa
51 Paderb
Höfe Nord
bei Baden
6- Cassel,
Helta , Lehrte),H '■ Eaffcl,'
Znchmt »n ®,n E
8=6ruar b.
i bem H'n» 7" W bemjelb innerbo
hWb
4**
$ unb K
? Ml«


