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Bekanntmachung.
f 3n Gemäßheit des § 9 des Gesetzes vom 13. Februar 1875 über die Naturalleistungen für die bewaffnete Macht im Frieden werden hiermit nachstehende Durchschnitlsmarktpresse vom Monat März 1880 veröffentlicht:
Hafer JL. 16, Heu <X 5,67, Stroh «A 5 per 100 Kilogramm. Gießen, den 21. April 1880. Großherzogliches Kreisamt Gießen.
_____ Dr. Boekm an«.
Die internationale Fischerei-Ausstellung zu Berlin.
Die am 20. April zu Berlin eröffnete Weltausstellung der Fischerei fegt zu manchen ernsten Betrachtungen an, welche stch naturgemäß an den neuen friedlichen Triumph — man kann wohl sagen — der großartigsten Special» ausstellung knüpfen, welche die Welt bisher gesehen hat. ES gab eine Zeit, in welcher man scwohl die Jagd, als die Fischerei gewissermaßen als untergeordnete Erwerbs» und Nahiungszweige zu betrachten anfing; man neigte dazu hin, die Wälder und Gewässer sammt ihrem Gethier für vogelfrei zu erklären, man vergaß, daß bas Abholzen des Waldes stch durch Austrocknen der Flußbetten und Seen rächt, daß das Wrld ohne Schutz untergeht und aussttrbr, daß die Fische ohne Schonung seltener werden und die Fischerei ohne Pflege keinen Ertrag gewährt. Um so erfreulicher war es. daß die Jn- tereffenkretse und die Parlamente zu rechter Zeit die nationale Bedeutung der Fischerei erkannten und die Wiffenjchast sich ihrer annahm. Die Volkswirthe erklärten die Erhaltung und Züchtung der Fische, da sie wenig oder gar nichts zur Fütterung kosten, für wünschenswerth, sie sprachen sich gegen die Fret- gebung des Fischfangs aus, weil dann Niemand die Fischzucht pflegen, weil das Master entvölkert würde. Die Wissenschaft und praktische Jünger derselben pflegten die künstliche Fischzucht; die Thatsache, daß der Fischleich in fast unzähliger Menge'vorhanden, die junge Brut auS Mangel an ruhigen Plätzen meist zu Grunde geht, hat dahin geführt, solche Plätze künstlich zu schaffen, die Befruchtung der Fische zu überwachen und die junge Brut auszuziehen, bis sie sich selbst forthelfen kann. Bereits werden jährlich Millionen junger Fische in die Gewässer gesetzt, und in nicht ferner Zeit werden die deutschen Flüsse, obwohl die Dampfschifffahrt die Fische scheucht, fischreicher sein als jemals.
Von welch" großartiger Bedeutung die Fischerei mehr oder minder für alle Culturvölker ist, darüber gtebt die internationale Fischerei-Ausstellung eine klare, überzeugende und glanzvolle Auskunft. Sie ist ein Zeugmß für die schon jetzt errungenen großen Erfolge, ste mahnt zu weiterem Fortschritt, zur rationellen Entwickelung und Ausbildung aller Zweige der Fischerei, welche berufen erscheint, bet richtiger Pflege ein bedeutender Faktor in den Bestrebungen, den Nationalwohlstand zu heben, zu sein. Insbesondere scheint für Deutschlands Flüsse der Lachs, für seine Seen die große Maräne der Beachtung werth. Die Seefischerei, obwohl für uns nicht von so großer Wichtigkeit, als für Frankreich und England, zeigt dennoch große Fortschritte.
Die Ausstellung zeigt neben den Glanzpunkten, der Perlen- und Corallen- fischerei, neben der Mitwirkung der Kunst in prächtigen Aquarien und Grotten, neben dem Leben der Fische und Waffernutzthiere die Mittel und Wege zur Pflege der Fischzucht und andererseits die Methoden des Fischfangs. Wissenschaft und Praxis gehen hier wie bei der Landwirthschaft Hand in Hand. Wahrscheinlich wird die Ausstellung auch zu internationalen Abmachungen führen, zu Schongesetzen und Bestimmungen über die Maschenweite der Netze, um die Raubstscherei zu beschränken. Zoologie, Hydrographie, Climatologie und viele Hülfsdisciplinen stehen in enger Beziehung zur Fischerei, zu deren Hebung in allen Culturländern in Wissen und Können hervorragende Männer zusammengetreten find, welche ihre Bedeutung für den Nationalwohlstand erkannt haben. Fast alle Culturvölker geben stch in Berlin ein Rendezvous, und für Alle verspricht die Ausstellung eine Fundgrube zur Erweiterung ihrer Erfahrungen zu werden. Das Unternehmen ist international, der Ruhm aber, es gefördert und zweckmäßig, glänzend hergestellt zu haben, ist ein nationaler, spectell auch ein Zeugmß für Berlin, daß es befähigt ist. auch eine glanzvolle allgemeine Weltausstellung in Scene zu setzen, wenn es will und das deutsche Volk es für nützlich erachten wird.
Deutschland.
Gießen, 22. April. (Aus dem Hess. Landtag). Wir brachten neulich aus den Verhandlungen der ersten Kammer, besonders über die Vorlage der Regierung wegen einer festen Ueberbrückung des Rheins bei Mainz, einen kurzen Auszug. Es wurde darin erwähnt, daß sowohl der Berichterstatter, Herr Werner, al- auch Se. Erlaucht der Graf zu Solms-Laubach, wie Se. Großh. Hoheit der Prinz Alexander sich dahin ausgesprochen hätten, daß, weil die Errichtung einer festen Brücke über den Rhein wesentlich im Interesse des Reichs liege, dasselbe auch die Pflicht habe, das Bauproject finanziell zu unterstützen. In der zweiten Kammer hatten — wie bekannt — bet Be- rathung dieses Gegenstandes 14 Abgeordneten, worunter sich 6 Oberhessen befanden, den Antrag gestellt, die Sache vorerst auszusetzen und vorher Ver
handlungen mit Preußen, dem Reich und der Stadt Mainz — der drei am Meisten dabei interesflrteu Faktoren — zu eröffnen und zwar über die von denselben zu leistenden Geldzuschüsse. Es wurde dieser Antrag aber sehr übel ausgenommen und den Antragstellern geradezu die Absicht unterschoben, den Brückenbau dadurch auf verdeckte Weise zu Fall zu bringen; namentlich wurden die oberheff. Abgeordneten hierbei reichlich aus's Korn genommen. Diesen war leider durch den von der Kammer angenommenen Schluß der Dtscusston über die Brückenvorlage die Gelegenheit benommen, sich wegen ihres Vorgehens zu rechtfertigen. Die Herren Abgg. Ellenberger und Haustein nahmen deshalb Veranlassung, andern Tags bei der ,^Nothstandsvorlage" ihre Handlungsweise zu begründen. Die von letzterem Abgeordneten bet dieser Gelegen heit gehaltenen Rede lassen wir in ihrem Wortlaut nachstehend folgen:
Meine Herren! Der Gegenstand, der uns heute beschäftigt, ist nicht von so großer Tragweite, als derjenige, den wir vorgestern und gestern verhandelt haben; er ist aber für die betr. Gemeinden wohl von derselben Wichtigkeit. als der Brückenbau für die Stadt Mainz. Ich kenne die Verhältnisse der oberheff. Gemeinden Wenings, Gelnhar u. s. w. aus langjähriger Beobachtung und weiß, daß selbst bei guter Ernte die Leute dort sehr zu kämpfen haben, um nur die Mittel für die täglichen Bedürfnisse zu erschwingen. Der Boden dort ist sehr steril und wenig ergiebig und das einzige industrielle Etablissement, was in der Nähe liegt, ist die Eisenhütte von Gebr. Buderus in Hirzenhain. Die Leute haben dort also auch sehr wenig Gelegenheit, sich außer durch ibren spärlichen Ackerbau noch auf andere Weise Verdienst zu erwerben. Ich glaube und hoffe, daß der Gegenstand keine Veranlassung geben wird, eine lange Discussion herbeizuführen und daß Sie, meine Herren, schon im Interesse der Gleichberechtigung aller LandeStheile die Vorlage der Regierung resp. den Antrag des Ausschusses genehmigen werden. Wir Oberhessen haben ja bet der gestrigen Abstimmung gezeigt, daß wir doch nicht so schlimm sind, wie wir von Seiten des Reg^erungsttsches und von Seiten einiger Abgeordneten aus Rheinhessen geschildert worden sind. Nach» dem wir, nur aus Gründen der Vorsicht und aus Gründen der Rücksichts- nahme auf unsere Wahlmänner, die bezüglich von Geldbewilligungen sehr streng mit uns tn's Gericht gehen, wenn wir in unseren Wahlkreis ?urückkehren, unfern Vertagungsantrag gestellt, nachdem aber die Abstimmung gezeigt, daß unsere Ansicht von der Majorität der Kammer nicht getheilt wurde, haben wir oberheff. Abgeordneten, welche den Vertagungsantrag mitunterzeichnet hatten, uns einstimmig für die Regierungsvorlage erklärt und haben damit bewiesen, daß wir den Brückenbau nicht hintertreiben wollten, wie uns fälschlich von der Regierung vorgeworfen worden ist. Herr Abg. Maurer hat bei der gestrigen Discussion über die Brückenvorlage erklärt, die Abgeordneten aus den 3 Provinzen möchten sich als Brüder betrachten und er ersuche demgemäß die Brüder aus Oberhessen und Starkenburg, den Brüdern in Rhein- Hessen entgegenzukommen und für die Mainzer Brücke zu stimmen, die ja für ganz Rheinhessen von großer Bedeutung sei. Den Ausdruck Bruder erlaube ich mir, für die heutige Vorlage ebenfalls anzuwenden. Heute kommen wir armen Brüder aus Oberheffen und Starkenburg zu den reichen Brüdern in Rheinhessen und bitten dieselben, uns die von der Negierung zur Linderung des NothstandeS im Vogelsberg und Odenwald geforderten 100,000 A durchblingen zu helfen. Ich empfehle Ihnen dringend die Annahme der Regierungsvorlage und des Antrags des Abg. Heidenreich.
Berlin, 20. April. Der zwölfte deutsche Protestantentag wird in den Tagen des 19. und 20. Mai in Gotha abgehalten werden. Die diesjährige Versammlung nimmt das Interesse aller freisinnigen Kreise in um so höherem Maße in Anspruch, weil es sich u. A. darum handelt, zu der rückschrittlichen Bewegung auf religiösem Gebiete, welche in den Beschlüssen der preußischen General-Synode so unzweideutig zu Tage getreten ist, Stellung zu nehmen. Prediger Schmeidler ans Beilin wird am ersten Tage über den deutschen Protestantismus und die preußische Landeskirche, am zweiten Tage werden Pastor Kradorfer aus Bremen und Director Emminghaus aus Gotha über die innere Mission des deutschen Protestantenvereins Vorträge halten. Für den 21. Mat ist ein Ausflug nach der Wartburg in Aussicht genommen.
Nutzland.
Petersburg. Rußland scheint in dem Dtctator Loris-Melikoff, wenn auch nicht seinen endgültigen Retter, so doch einen mit bestem Willen und richtigem Urthetl begabten Arzt für die revolutionäre Krankheit gefunden zu haben. Den wüstesten Zuständen und Ausschreitungen gegenüber abzugehen von dem


