3. das Gesuch des Turnlehrers Ehr. Riibsamen um Erlaubniß zur Erbauung eines Wohnhauses in dem der Badeanstalt gegenüber liegenden Noll'fchen Garten, sofern Gesuchsteller mit seinem Project auf die Linie der dort vorgesehenen Straße zurückgeht;
4. das Gesuch des Peter König um Erlaubntß zur Erbauung elnes Hauses an der Ecke der Alicen- und Ludwigstrake;
5. ras Gesuch des Dachdeckerrneistcrs Joseph Ruckstuhl um Erlaubniß zur Erbauung eines Schuppens an seinem Wohnhause m der Schwarzlach;
6. das Gesuch des Bauunternehmers Jul. Hoch um Erlaubniß zur Erbauung eines Anbaues;
7. die Gesuche der Herren Spenglermeister Moll, Kaufmann Emil Loos und Restaurateur Balzer um Erlaubniß zur Vornahme von Bauveränderungen.
Eine Beschwerde eines Hausbesitzers in der Wettergasse wegen Anhäufung des Wassers daselbst wird insofern berücksichtigt, daß beschlosien wird, dem sich dort ansammelnden Wasser Abzug nach der Marktstraße zu verschaffen.
Nachdem noch die Holzverstetgerung vom 16. Februar genehmigt, wurde die öffentliche Sitzung geschloffen.
Gießen, 21. Februar. Morgen, Sonntag, den 22. Februar, wird der „Gießener Z i t h e r k r a n z" tm Saale des „Prinz Carl" zum ersten Male in hiesiger Stadt mit einem Concert an die Öffentlichkeit treten und es mag als ein gutes Anzeichen gelten, daß der volle Reinertrag dieses Concertes zu Gunsten hilfsbedürftiger Recurrenskranker Verwendung finden soll. — Der „Zitherkranz" braucht die Oeffentltchkeit nicht zu scheuen: Verschiedene Proben, die er bereits vor kleineren Kreisen abgelegt, sowie ein Concerl vergangenen Herbst in Wetzlar zu Gunsten der Anstalt für scrophulöse Kinder zu Bad Nauheim, fielen so zufriedenstellend aus, daß wir die Hoffnung hegen, auch ein größeres Pubilkum werde von den Leistungen unv dem ernsten Streben, deffen sich gedachter Verein befleißigt, überzeugt werden. — Hoffentlich wird ein recht voller Saal den gebotenen Genuß belohnen und den armen Kranken einen Theil der Mittel bieten, sich kleiden und ernähren zu können.
Gießen, 21. Februar. Ein kleiner Artikel b. Bl- vom 14. v- Mts. läßt uns eine baldige Neu-Numerirung unserer Häuser hoffen. Von gründlicher Verbesserung der Hausnummern ist ja die der Straßennamen meist unzertrennlich Sehr dankbar für das zu Gießen in diesen Puncten bereits Geschehene, erlaube ich mir, noch auf einige Puncte hinzuweisen.
Der häufigste Fehler in den Straßennamen ist es, wenn darin ein „Neu" vorkommt; das Neue wird ja mit jedem Tage älter, irreleitender. Auch in Gießen ist dieser Fehler mehrfach vorhanden: „Neustadt, — Neustädter Thor, — Neustädter Schor, — vor dem Neustädter Thor, — Neue Bäue, — Neuer Weg, — Neuenweger Thor, — Neue Anlage." Auch schon geringere Aehnlichkeiten — z. B. „Kaplanei" und „Kaplansgasse" — sind zu meiden.
„Die Numerirung soll nach dem Muster von Darmstadt und Frankfurt geschehen, wo auf der einen Seite der Straße die geraden Zahlen, auf der andern die ungeraden angebracht sind". Das ist sehr gut und längst dafür anerkannt (in Paris u. a. Städten schon in den 1830r Jahren oder noch früher). Noch vorzüglicher wird die Wirkung,
wenn die Stadt einen Hauptfluß oder eine andere Hauptader des Verkehrs besitzt (Gießen besitzt beides) und wenn man in den kleineren Straßen auf die größeren hinweist, also z. B. durch die Bezeichnung ausdrückt, daß, um am raschesten in der großen Straße anzukommen, man sich östlich zu halten habe. Man könnte manche nützliche Weisung in die Eckbezeichnungen der Straßen aufnehmen; aber nicht zu vielerlei Bezeichnungen, denn das würde wieder verirrlich sein. Also etwa 3 oder höchstens 4 Farben.
Die Bezeichnung durch Farben ist oft der durch Buchstaben oder Figuren vorzuziehen, weil die Farben auf weitere Entfernungen sichtbar bleiben. Am besten wird oft fein, ist auch schon vielfach ins Leben getreten: Farbe und Buchstabenschrift. In' der Buchstabenschrift soll man sich besonders vor Kapitälchen >d. h kleine Buchstaben mit dem Schnitt der großen) hüten. Die Kapitälchen sind nämlich b.deutend schwerer zu lesen und cs geht dabei unglaublich viel Geld und Zeit verloren; so z. B. in England (wenigstens fand ich es noch 1864 so), beim raschen Fahren durch die Straßen, beim Buchstabiren der Aushängeschilder.
Die folgenden Farben sind bisher für den Grund (fond) Der Eckbezeichnungen ziemlich üblich geworden: a. ein mattes Lila, ein mattes Violet; vielleicht der Leistungen und Preise halber, b. Feuerroth; ist besonders weithin sichtbar. (Wilhelmshafen u. a. Seestrands Orte.) — Vielleicht ließen sich noch 1 oder 2 andere geeignete Farben erfinden.
Freigebigkeit in der Zahl der Bezeichnungen ist sehr zu empfehlen. Man sage nicht, daß es, um sich zu orientiren, eine geringe Mühe sei, quer ober schief von einem Eckhause zum andern hinüber zu gehen; bei schlechtem Pflaster, auch schon bei schlechtem Wetter, besonders Wind, kann die Aufgabe des Hinüdergehens sehr unangenehm werden. Berlin ist ein gutes Beispiel der Freigebigkeit.
Wo eine kleine Straße in eine große mitten hinein sich ergießt, ist es bisweilen sehr wertbvoll, dem Fremden ein besonderes Bezeichnungs-Exemplar entgegen zu halten, auch wohl noch Durchgänge und Aehnliches anzugeben: Wien, Paris u. s. w. Auch Gießen hat hie und da solche Puncte (von denen freilich einige zu den ungesunden Winkeleien zu rechnen sind).
Behufs weitreichender Verbesserung der Straßennamen werden verhältniß- mäßig viele solcher Namen neu gebildet werden müssen. Am geeignetesten werden solche fenn, welche a) für Gießen nebst Umland, b) für die größere Welt, ober c) für Beides angenehme Erinnerungen oder Hinweisungen gewähren, c) wird in der Regel die besten Namen liefern; wir haben in Gießen bereits einige der Art, und es würde leicht fein, noch mehrere ähnlich gute aufzufinden. Pb.
(Durch Krankheit sehr verspätet.)
Seiilflfeberlelit. Mitgethetlt von dem Agenten des Norddeutschen Lloyd 8. W. Dietz in Gießen.
Bremen, 19. Februar. (Per transatlantischen Telegraph.) Der Postdampfer Weser, Capt. C. Wiegand, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 1 d. M. von hier und am 5. d. M. von Southampton abgegangen war, ist gestern 12 Uhr Nachts wohlbehalten in Newyork angekommen.
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Th. Brück. Schloßgasse P. 1
Allgemeiner Anzeiger.
Eichenlohrinde- Versteigerung im Kreise Wetzlar.
Freitag den S März 1880, Vormittags 10 Uhr, kommen im Schützengarten zu Wetzlar aus den diesjährigen Lohschlägen und zwar: aus der Gemeinde-Oberförsterei Wetzlar I circa 1983 Ctr.
„ „ „ „ Wetzlar II „ 1044 „
„ „ „ „ Braunfels „ 1921 „
Summa circa 4948 Ctr.
ferner:
in den Königlichen Waldungen der Obersörsterei Krofdorf der abgegrenzte Schlag III des Districts 86 im Schutzbezirk Salzböden, % Stunden von der Station Frohnhausen an der Miin-Weser-Bahn, ca. 300 Ctr., sowie die Hälfte (der Rest) des Schlages XIXa des Districts 93 im Schntzbezirk Stoppelberg bei Wetzlar ca. 150 Ctr-, zusammen 450 Ctr. Glanzlohe,
öffentlich an den Meistbietenden zur Versteigerung.
Kauflustige belieben sich an das Königliche Landrathsamt zu Wetzlar, sowie an die betreffenden Herren Oberförster über etwa gewünschte Auskunft der Eichenlohbeschläge rc. zu wenden.
Wetzlar, Crofdorf,
den 17. Februar 1880.
Der Königliche Landrath: Der Königliche Oberförster:
1147) von Tiefchowitz. Müller.
Holzverfteigerung.
Donnerstag den 26. b» Mts., des Vormittags von 9 Uhr an, sollen in dem Retskircher-Gemeinde- wald, District Reitzberg und Wils- häuserwald nachverzeichnetes Holz versteigert werden, als:
2 Rmtr. Nadel-Scheitholz,
70 „ „ -Knüppel,
7900 Wellen „ -Reisholz (Durch
forstungsholz),
16 Rmtr. „ -Stöcke,
42 Nadel-Stämme von 15 bis 21 Centimtr. mittleren Durchmesser und 5—17 Mtr. Länge 8 Fest- mtr. enthaltend,
599 Nadel-Derbholzstangen, 32,82 Festmtr. enthaltend,
4297 Nadel-Reisigstangen, 91,13 Fest- mtr. enthaltend.
Bemerkt wird, daß mit dem Bau-, Werk- und Nutzholz der Anfang gemacht wird.
Die Zusammenkunft ist an der Wartschneiße, zunächst an der Schäser- fchneiße.
Reiskirchen, am 19. Februar 1880. Großh. Bürgermeisterei Reiskirchen.
1118) Jünger.
Montag, den 23. d. Mts,
Vormittags 11 Uhr, sollen auf meinem Büreau folgende Gegenstände meistbietend gegen Baarzahlang öffentlich versteigert werden:
1 Schrank,
1 Bild mit Brocatrahmen,
2 Spiegel,
2 Sopha,
1 Glasschrank,
4 Kommoden,
1 Conwlchen,
1 Tisch,
1 Pult,
1 Kleiderschrank,
1 Hängelampe,
1 Kiste,
1 kleine Wanduhr,
1 Nähmaschine.
Gießen, den 12. Februar 1880.
1128) Bauer, Gerichtsvollzieher.
Jeilgeöolenes.
1083) Ein nachweislich solid gebautes Wohnhaus, in guter Lage, steht ohne Zwischenhändler zu verkaufen. Näheres Flügelsgasse Lit. A. 87.
Aecht
chinesische Thee s mit her Schutzmarke OHL empfiehlt 286) Dr. Hempel, Aporveker.
Mferne Träger, Säulen und sonstige Bauartikel haben bei
August Kröll,
435) Seltersweg.
556)
delphia.
Erste Auszeichnungen
in Paris, Ulm, Wien und Phila-
ächte Malz-Exlracte
reines coneentrlrtee, gegen Husten, Heiserkeit, Catcnrhe, Ath- mungsbeschwerden, Keuchhusten, überhaupt Brust- und Halsleiden, mit Eisen für blutarme Personen,
mit Chinin als Kräftigungsmittel für Frauen u. Reconvales- | centen,
mit K.alh für schwächliche, mit englischer Krankheit behaftete Kinder, sowie für Lungenleidende ärztlich empfohlen.
Löflund’s
Malz-Extract mit
Leberthran,
gleiche Theile Malz-Extract u feinster Dorsch-Leberthran sind hier zu einer Emulsion verbunden, die, in Wasser oder Milch gelöst, sehr viel leichter zu nehmen u. zu ertragen ist als der Leberthran für sich; das lästige Ausstößen wird vermieden und besonders Kinder nehmen ohne Schwierigkeit dieses ausgezeichnete neue Mittel, das von Dr. Davis in Chicago vor-. geschlagen u. von LSflund eingeführt wurde.
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Kindernalirung,
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