Telegraphische Depeschen.
Wagner'S telegr. Correfpondenz-Bureau.
Cattaro, 18. Octbr. Der montenegrinische Delegirte Hanko Badumk ist heute nach Rijeka abgeretst, um mit Bedri Bey wegen Uebergabe Dulctgnos zu verbandeln.
Konstantinopel, 18. October. Das für halbamtlich geltende Journal „Haktkat" commentirt die letzte Note der Pforte und sagt: Das Wort „Session" bedeute, die Pforte werde Dulctgno räumen und sodann auf die Uebergabe Dulctgnos an Montenegro htnarbeiten. — Der Patriarch Hassun reist demnächst nach Rom ab, um den Cardtnalshut zu empfangen und wird daselbst verbleiben.
Cettinje, 18. October. Die Delegirten für die Verhandlungen mit Bedri Bey wegen Uebergabe Dulcignos sind bereits ernannt.
Nustschuk, 18. Octbr. Der Fürst von Rumänien hat officiell seinen Besuch bei dem Fürsten von Bulgarien angekündtgt; der Tag des Besuches ist noch nicht festgestellt, wahrscheinlich ist Mittwoch oder Donnerstag dazu bestimmt.
London, 18. October. Meldung des „Standard" aus Athen vom 17. ds. Die griechische Regierung beabsichtige an die Mächte eine Note zu richten, worin erklärt werden solle, sie werde, falls die griechische Frage nicht binnen einer bestimmten Frist endgültig gelöst werde, gezwungen sein, die ihr zugesprochenen Provinzen zu occupiren.
Irankreich.
Paris, 16. Octbr., Abends. Die Decrete vom 29. März sind heute in ganz Frankreich gegen die Karmeliter-Eongregationen zur Ausführung ge- Sracht worden. Die Behörden waren genöthtgt, die Niederlassungen gewaltsam zu öffnen; die Karmeliter protestirten und erklärten, nur der Gewalt zu weichen. — Die Mitglieder des internationalen Postcongreffes wurden gestern dem Pästdenten Grevy durch Minister Cochery vorgestellt. Grevy beglückwünschte den Congreß zu feiner Thäligkeit, welche dem Verkehre Europas zu Gute komme und daS Werk des Friedens und der Freiheit befestigen werde. Die Umbildung der modernen Völker aus kriegführenden und eroberungssüchtigen zu Industrie- und Handeltreibenden habe, indem sie die Nationen näher brachte und ihre Interessen solidarisch machte, mehr für Frieden und Freiheit der Welt gewirkt, als Philosophie und Politik. Der niederländische General- postdtrector Hofstede dankte für Frankreichs Gastfreundschaft und gab der Hoffnung Ausdruck, das Werk des Congreffes werde zu einem befriedigenden Er- gebntfle gelangen. Der deutsche Delegirte Günther wies auf die in Folge des Pariser Postcongreffes von 1878 eingetretenen großen Fortschritte des internationalen Verkehres hin, welche der Annäherung der Völker zum großen Vortheile gereichten.
Paris, 17. Octbr. In Folge der weiteren Ausführung der Decrete vom 29. März haben wiederum mehrere richterliche Beamte ihren Abschied genommen.
England.
Dublin, 16. Octbr. Wie verlautet, befinden sich Parnell, Biggar, Dillon und Oconnor auf der Liste der Agitatoren, welche wegen Verschwörung in Anklagestand versetzt werden sollen. Alle der angeblichen Mitschuld an Mounthmorrts' Ermordung beschuldigten Personen sind wegen Mangels an Beweisen wieder aus der Haft entlassen worden.
Frankfurt a. M., 16. Octbr. Nach einer Bekanntmachung des hiesigen Magistrats trifft der Kaiser zur Feier der Eröffnung des Opernhauses am Mittwoch den 20. ds., um 3 Uhr Nachmittgs, hier ein und begibt sich von dem Main-Neckar-Bahnhofe nach dem Panorama und dem Palmengarten und von dort nach dem Absteigequartier im Postgebäude auf der Zeil. Die Abfahrt Sr. Majestät nach dem Schluffe der Vorstellung im Opernhause findet um HVa Uhr Abends vom Postgebäude nach dem Main-Weser-Bahn- hofe statt.
. Offenbach, 16. October. Unietc Polizei ist einer großen Diebs- und Hchirrbande aus dre Spur gekommen; Die ganze verflossene Nacht und 2 Tage hindurch wurden Haus- suchungen bei hi.sigkn Specerethändlem und Geschäftsleuten gehailen und hierbei massenhaftes Material zu Tage gefördert. Bereits 9 Personen wurden durch die Poiizei verhaftet und etwa 20, Die ein vollständiges Gcständniß bei dem Gioßh. Polizei Kommissariat ablegten, wieder entlassen. Es kommen fortwährend neue Beschuldigte hinzu und ist noch gar kein Ende abzu- schen. Die meisten in die Sache verwickelten Perionen ließen sich unbegreiflicher Weise beikommen, ganze Kisten voll Maaren, die einem hiesigen Fabrikanten durch den Hausbur,che,i und Packer massenhaft g.stöhlen wurden, blnft von den ihnen bekannten Dieben billig anzukaufen. Bei einem GeschäftSmanne wurden so viele Der gestohlenen Maaren nrevergelegt, daß ein bei* demselben wohnender stellenloser Reisender eigens auf die gestohlene Waaie reiste.'
_ Frankfurt a M., 16. October. Gegen einen hiesigen Einwohner wurde ein Schurkenstreich vtrüdt. Derselbe begab sich zur Dombaufeier nach Köln. Am Donnerstag kurz nach seiner Ankunft erhielt derselbe eine Depesche, in welcher er aufgefordert wurde, sofort zurückzukehren, wenn er seine Frau, die ein Schlag gerührt, noch lebend antrtffen wolle, i&efte.n Morgen traf derselbe hier ein, eilte in seine Wohnung und — fand seine Frau gesund und wohl. Der Schrecken wirkte so nachtheilig auf die Gesundheit des Mannes, daß dieser nun erkrankt ist. — Heute Morgen wurde an Der großen Bockenheimergofse mit dem Aus. schlagen der zu Ehren der Anwesenheit des deutschen Kaisers zu errichtenden Triumphbogen begonnen.
London. Jüngst wurde Henry Perry von dem Criminalgerichtshof von London wrgen versuchten Raubmords, begangen an einem Reisegefährten auf Der Fahrt mit Der Londoner unterirdischen Eisenbahn, zu zwanzig Jahren Zuchthaus und zu dreißig Hieben mit der „neun- schwänzigen Katze" verurtheilt. Heute wurde der letztere Theil dieses Urtheils im Ne'wgate- Gefängniß an ihm in Gegenwart des Gefängnißdirectors, des Arztes und des Oberwäners vollstreckt. Dem Mörder, der nach den ersten Schlägen sich in schrecklichen Krümmungen wand und wie wüthend um sich biß, dann aber bitterlich weinend um Gnade bat, wurde kein einziger von den Hieben, die ihm ein kräftiger Wärter zumaß, nachgesehen. Halb ohnmächtig wurde er nach vollzogener Züchtigung, die ihm, wie seiner Zeit der Richter verkündet hatte, zuerkannt worden war, damit er mindestens teilweise erkennen lerne, was sein Opfer unter seiner grausamen Mißhandlung gelitten habe, in seine Zelle zurückgeführt.
Oppenheim, 12. Oktober. Hier ist der gewiß noch selten dagewesene Fall vorge- kommen, daß der Gemeinderath selbst seinen Mitbürgern Candivaten zur Gemeinberaths-Ersatz, wähl vorschlägt. Der bezügliche Vorschlag lautet: Da von Seiten der Bürgerschaft, in Bezug auf die nahe bevorstehende Gemeinderaths - Wahl, noch keine öffentlichen Besprechungen statt- fanden, erlauben wir uns, unseren Mitbürgern, unbeschadet freier Entschließung, folgende Herren vorzuschlagen: Philipp Jungkenn. Adam Möloth, Johann Georg Senfter II., Dr. Richard Senfter, welche unzweifelhaft das Vertrauen aller Einwohner besitzen. Wir ersuchen umere Mitbürger freundlichst, sich zahlreich an der Wahlurne etnfinden zu wollen. Die verblribenden Mitglieder des Gemetnberaths.
Mainz, 14. Oktober. Auf der Hochfläche des Stalberges, rückwärts von Fort Zahlbach, wurde gestern bei Erdaushebungcn in geringer Tiefe ein Steinkarg gesunden. Derselbe mißt äußerlich 2.10 Meter in der Länge, 70 Centtmeter in der Breite und 50 (Zentimeter in der Tiefe, ist gleichweit in gestriegelter Art beschlagen, mit seitwärts abgedachtem Deckel versehen und aus rothem Mainsanbstein gearbeitet. Die Wandungen sind 10 (Zentimeter stark. Der Sarg steht auf dem gewachsenen lehmigen Boden und hat die Richtung nach OSO. Bei der Auffindung war der Deckel noch ganz, wurde aber ungeschickter Weise zerbrochen. Ebenso war der Inhalt des Grabes noch unberührt und ganz mit Kalk ausgegoffen. Leider ging man Cbenio eilfertig wie ungeschickt bei der Durchsuchung vor, so daß sich über den Bestand nicht völlig verläisige Angaben machen lafien. Die Leiche war theilweise erhalten; bei derselben , fanden sich zwei kleine, etwa 10 Centimeter hohe GlaSgefäße von bauchiger Form mit weiter Ausgußöffnung; auch kleine Broncebuckeln kamen vor. Im Boden neben dem Sarg stieß man weiter auf Scherben von römischen Thongefäßen. Die auf dem Festungsgebiet gemachten Arbeiten werden sich noch etwas weiter gegen SO. und auch auf das seitliche Gelände erstrecken, so daß der Boden noch weiter umgeworfen wird und sich vielleicht noch Einiges an Funden erglebt.
Mainz, 14. Oktober. In heutiger Sitzung der Stadtverordneten wurde ein Polizeireglement, „die Verwendung schulpflichtiger Kinder zum Hausirhandel" betr., wie nachstehend genehmigt: „§ 1. Kindern, welche daS 14. Lebensjahr noch nicht vollendet haben uno noch schulpflichtig sind, ist nicht gestattet, Backwaaren, Blumen, Kurzwaaren, Drucksachen und andere Gegenstände in den Mirthshäusern zum Verkaufe, oder um Geschenke dagegen zu erhalten, umherzutragen. § 2. Mit Geldstrafe bis zu 30 oder mit entsprechender Haftstrafe werden unter Berücksichtigung des 8 55 des Reichsstrafgejetzbuches bestraft: a) Eltern, Vormünder, Pfleger, welche dulden, daß ihre Kinder ober Pflegebefohlenen dem 8 1 entgegenhandeln; b) Inhaber oder Verwalter von Gast- und Schankivirthschaften, welche gestatten, daß Kinder zu den im 8 1 bezeichneten Zwecken die den Gästen geöffneten Lokalitäten betreten, beziehungsweise welche die Kinder nicht sofort entfernen."
Würzburg, 12. Octobe . Gestern Morgen kurz nach Einbringung sein's ZugeS wurde auf dem hiesigen Bahnhofe ein badischer Lokomotivführer irrsinnig. Nach Verlaffen seiner Maschine stürzte er in ein Bahnwärterhäuschen, schlug dort die Fenster em und wars mit Steinen um sich. Nachdem er dann noch mehrere Personen angefallen, gelang es 6 Beamten, den Unglücklichen zu bewältigen. Welcher schrecklichen Gefahr die Paffagiere des Zuges entgangen, ahnten wohl die wenigsten derselben.
— Ein für industrielle und gewerbliche Kreise, insbesondere für Fabrikbesitzer wichtiges Erkenntniß wurde am Dienstag vom zweiten Strafsenat des Reichsgerichts gefällt. Der Besitzer einer Tabaksfabrik war mit einer Geldbuße belegt worden, weil die Behörde ermittelt hatte, daß in seiner Fabrik ein 15 Jahre altes Mädchen dazu ungehalten worden, entgegen der ausdrücklichen Bestimmung im Reichs-Gewerbegesetz länger als 10 Stunden täglich zu arbeiten. Der beklagte Fabrikbesitzer hatte gegen seine Bestrafung geltend gemacht, es könne ihn die Verantwortlichkeit nicht treffen, weil fein Wcrkführer mit dem Engagement der Arbeiier und Arbeiterinnen und mit deren Einstellung in die Arbeit beauftragt fei, und er von dem unter Anklage gestellten Thatbestand keine Kenntniß gehabt habe. Dieser Einwand war bereits in der Vorinstanz verworfen worden und das Reichsgericht trat dem bei, weil ein Fabrikbesitzer die Verantwortlichkeit für die Einhaltung der gewerbpolizeilichen und sonstigen gewerb.gesetz lichen Bestimmungen in seinem Etablissement nicht auf einen Werkführer, der die oder jene Branche zu leiten hat, abwälzen könne. Die Befreiung von dieser Verantwortlichkeit könne nur eintreten, wenn für das ganze Etablissement ein wirklicher Vertreter in Gestalt eines Fabrikdirektors bestellt werde.
— sLebenSversicherung-sache.s Sehr erfreulich ist es, daß die Lebensversicherung trotz des Darnieberliegens jo vieler anderer Branchen stetig gute Fortschritte macht. So hat z. B. nach dem neuesten Ausweise der Lebensversicherungs-' und Ersparniß-Bbank in Stuttgart diese Anstalt im laufenden Jahre vom 1. Januar bis 30. September einen reinen Zugang an neuen Versicherungen von 1504 Policen mit JL 9,203,000. —. erhalten, und der Gesammt Versicherungsstand seit 31. Decemder 1879 von 36122 Policen mit 151,015,000. — hat sich dadurch auf 37625 Policen mit Jü 160,218,000. —. gehoben.
Diese günstigen Ergebnisse zeugen für das allgemeine Vertrauen zur Verwaltung diesec Bank. Solches ist dadurch auch begründet, daß aller und jeder Gewinn ungeschmälert den Versicherten wieder zufließt, j e d e Prämie Anspruch auf Dividende genießt, daß die seit dem Bestände der Bank (1854) alljährlich zur Vertheilung gelangten Dividenden in Folge sparsamer und vorsichtiger Verwaltung 33-46o/o, durchschnittlich 37z6 o/o der Normt. Prämie betrugen (für die abgekürzten Versicherungen stellt sich die Durchschnitts-Dividende sogar auf 42-61% der Normal - Prämie) und dadurch die von den Versicherten zu leistenden Prämien auf cas möglichst niedrige Maß herabgemindert wurden. Die Sterbfälle werden in coulanter Weise sofort erledigt Die Versicherungsfonds erreichten pr. Ende 1879 die Summe von über 30 Millionen Mark und nach dem derzeitigen Geschäftsgang haben solche einen jährlichen Zu ^achs von über 3 Millionen Mark zu erwarten; die Bank gewährt demnach neben größtmöglicher Billigkeit alle und jede Garantie.
Schl Weber ieht. Mitgetheilt von dem Agenten des norddeutschen Llovc,
C. W. Dtetz in Gießen
Bremen» 12. October. sPer transatlantischen Telegraph.^ Der Postdampfer General Werder, Capt. H. Christoffers, vom Norddeutschen Llovd in Bremen, welcher am 29. September von Bremen abgegangen war, ist gestern 3 Uhr Morgens wohlbehalten in Newyork angekommen.
Bremen, 13. Oktober. Der Postdampfcr Donau, Capt. R. Bussins, vom Noroveutschen Lloyd in Bremen, welcher am 2. October von Newyork abgegangen war, ist gestern 7 Uhr Abends wohlbehalten in Southampton angekommen und hat nach Landung der für dort bestimmten Paffagiere, Post und Ladung 5 Uhr Abends die Reise nach hier fortgesetzt. Derselbe überbringt 117 Paffagiere und volle Ladung.
Bremen, 17. Oktober. sPer transatlantischen Telegraph.j Der Postdampfer Over, Capt. C. Leist, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 3. October von Bremen und am 5. October von Southampton abgegangen war, ist gestern 8 Uhr Abends wohlbehalten in Newyork angekommen.
lokales.
Gießen, 19. October. Ein roher Act der Thierquälerei wurde gestern in biefiacr Stadt verübt. Es hatten nämlich 3 Handelsleute am Bahnhof 12 Kälber in einen 2 Meter langen und J/2 Meter breiten Leiterwagen geladen. Die unten liegenden 5 Kälber waren mit Stricken oben an den Leitern angebunden und hingen die Beine fast sämmtlicher Kälber durch die Leitersprossen, weßhalb auch die ersteren theilweise von den Rädern gestreift wurden. Ein Schutzmann, welcher hinzukam, ließ die Kälber sofort abladen, aber eines derselben war bereits erstickt und 4 erholten sich wieder, als sie eine Zeit lang tote tobt auf Der Straße gelegen Jatten. Das sich angesammelte Publikum war so erbost, daß es den Fuhrknecht geprügelt, hatte wenn es nicht vom Schutzmann zurückgehalten toorben wäre. Die Hanbelsleute hatten sich schon nach bet Stabt begeben, sonst würben sie einer Mißhanblung von Seiten bes Publikums Nicht entgangen fein. v
. . ~ Ä.^fNacht von Samstag auf Sonntag wurde ein junger Mensch von einem Soldaten
berart mit Säbelhieben tractirt, daß er zu Bette liegt und ärztlicher Hilfe bedarf.
n . ~ D» Dieb, welcher in der letzten Zeit in hiesiger Stadt diverse Diebstähle mittelst E.nsteigens verübte, ist heute Morgen verhaftet worden. Derselbe ist ein Übel beleumdeter ®u(r^ unb btI^ 8 5 We Zuchthaus absolvirt. Bei seiner Durchsuchung wurden
verschiebene golbene Ringe rc. vorgefunben. 1 8 n
Vermischtes.
Marburg, 16. October. Im benachbarten Orte Rieberwalgern entwickelte sich am vergangenen Sonntag beim Tanze em Streit über ein Mäbchen, ber so unglücklich enbete baß einem borthin beurlaubten Solbaten mittelst eines Tobtschlägers ein Ange zerscklaaen wurde ° noch ta N. A. ■w.BHt 8V««:"ÄÄe!L“au^
in hiesiger Stabt hat sich in voriger Woche ein brutaler Act von Rohheit vollzogen in bem von einem hiesigen Ökonomie - Verwalter ein armer Junge, ber auf einem Ack-r Kaitoffeln r‘8 »-rzaußelt toorben war bann s/arg durchgepruge.lt wurde baß herbeigeeilte Bahnarbeiter, wenn ber unberufene Züchtiger nickt ent, jungen Ware, wahrscheinlich etwas Lynchjustiz außgeüdt hätten. - Gestern würbe eine w Ä 0US "r^ftet, bie es sich zum Geschäft gemacht, aus hiesigen Handlungen Auswahlsendungen zu erbitten, von benen sie bann das Wiederbringen vergaß. 9
, „ ** Gelegentlich ber „Exposition Medical©“ in Genua würbe burch den Ansona« ^"ses Monats bort stattgehabten Congreß italienischer Aerzte bem Kronthaler Apollinis-B'ilnnen als Anerkennung seiner mebic.nlsch werthvollen chemischen Zusammensetzung bas Oinlome dHonneur“ verliehen. Genannter Brunnen hat unter ben deutschen Sauerwaffern den höchsten Gehalt an Kochsalz unb wirb beßhalb von namhaften Aerzten als lösendes Mittel bei Gatarrhen und bei Verdaiiungsbeschwerden sehr empfohlen.
u , Dorheim, 15. Oktober. Ein 14jähriger Junge spielte mit einem scharf geladenen Revolver, ber sich entlub und einen Oeconomieverwaiter so unglücklich in bie Nähe des Auaes J traf, baß seine Verbringung in die Gießener Klinik nothwendig wurde. Gerichtliche Unteriuckuna wurde sofort eingeleitet. (9?i H. gjy 8 \
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