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zehnte

reich

Die illustrirte Presse Deutschlands hat im Laufe der beiden letzten Jahr- einen ungewöhnlichen Aufichwung genommen. Es erscheinen:

Die groben illustrirten Blatter.

Illustrirte Zeitung, Lcip-lfl, begründet 1842, in 15,000 Auflage

lieber Land und Meer, Stuttgart, begründet 1858, in 136,000 Auflage.

Die Unterhaltungs-Blätter.

Die Illustrirte Welt, Stuttgart, bergründet 1852, 107,000 Auflage,

Die (Gartenlaube, Leipzig, begründet 1832, in 350,000 Auflage, Daheim, Leipzig, begründet 1863, in 44,000 Auflage.

Die Modenzeitungen.

Der Bazar, Berlin, begründet 1H5, in 80,000 Auflage, Die Modenwelt, Berlin, begründet 1865, in 255,000 Auflage. Illustrirte Krauen-Zeitung, Berlin, begründet 1874, in 35,000 Auflage.

Die Witzblatter.

Fliegende Blätter, München, begründet 1845, in 33,000 Auflage,

Kladderadatsch, Berlin, begründet 1847 in 35,000 Auflage,

Berliner Wespen, Berlin, begründet 1867 in 28,000 Auflage, Ferner die Monatsschriften.

Westermann's Monatshefte, Braunschweig, begründet 1856, in 13,500 Auflage, Deutsche Rundschau, Berlin, begründet 1874, in 8,000, Auflage, Nord und Süd, Breslau, begründet 1877, in 5,000 Auflage.

Es sino dies Auflagen, welche die gleichnamigen Unternehmungen in England und Frank- häufig weit hinter sich lassen. Beispielsweise erscheinen:

LIllustration, Paris, begründet 1843, in 15,000 Auflage,

Illustrated London News, London, begründet 1842 in 95,000 Auflage, The Garphic, London, begründet 1869, in 25,000 Auflage.

Journal amüsant, Paris, begründet 1848, in 30,000 Auflage,

Punsch, London, begründet 1841, in 50,000 Auflage.

Revue des deux mondes, Paris, begründet 1830, in 23,000 Auflage,

Cornhill Magazine, London, begründet 1860, in 23,000 Auflage, Bilgravia, London, begründet 1866, in 12,000 Auflage.

Die weitaus größten Auflagen von allen genannten Blättern besitzen also die Garten­laube mit 350,000 und die Modenwelt, sammt ihrer Ausgabe mit Unterhaltungsblatt, der Muftrirten Fraueuzeitung, mit 290,000 Auflage. Nach diesen beiden kommt zunächstUeoer Land und Meer" mit 136,000 Auflage; seins der auswärtigen Journale erreicht auch nur die

Ziffer von 100,000.

Die Feuerbestattung.

Die Idee, die menschlichen Leichen zu verbrennen anstatt sie zu beerdigen, ist bekanntlich keine neue; sie reicht in ihrer Ausführung vielmehr in die graue Vorzeit rurück Sie ist neuerdings wieder ausgenommen worden und, wie die Anhänger be­merken nicht aus Neuerungssucht, nicht m dem Bestreben, eingebürgerten Institutionen entaeae'nrutreten sondern aus wissenschaftlichen Gründen. Unleugbar hat die Leichen­bestattung in der Erde, so tief gewurzelt auch dafür die Pietät m unserer Generation ist die üblen Nachtheile, daß die langsame Zerstörung organischer Gebilde durch Ver- wesuna dem Boden aus welchem wir leben, dessen Ausströmungen wir emathmen und dessen Wasier wir trmken, mit giftigen Stoffen durchdringt. Kein Jahrhundert ist stei gewesen von Epidemien, deren Heerd auf die Kirchhofe oder^dieGraber^derSchlachtt

selber zurückzuführen war. Es ist im Grunde also die wohlwollende Rücksicht auf die Lebenden, welche dem System der Beerdigung Gegner, der Idee der Feuerbestattung Anhänger verschafft.

Zu den einflußreichsten Gegnern gehört der Staat, besonders die Criminaljustiz und die Geistlichkeit. Indessen hat man in Frankreich und in Italien diesen Widerstand bereits besiegt; die Verbrennung ist auf den Wunsch der Sterbenden hin genehmigt worden und die Geistlichkeit hat auch bei den Apparaten der Feuerbestattung ihres Amtes gewartet, z. B. in Mailand und in Paris. In Deutschland befindet sich zur Zeit nur in Gotha eine staatlich genehmigte Institution zur Feuerbestattung, während es den zahlreichen Vereinen für Leichenverbrennung noch nicht gelungen ist, in anderen Staaten der Idee zur Anerkennung zu verhelfen. Die Feuerbestattung ist daher noch ziemlich kostspielig und betragen die Kosten für die Gebühren, den Sarg, die Ueber- fÜhrung und Verbrennung beispielsweise von Berlin aus 300 JL.

Eine besondere agitatorische Thätigkeit entfaltet der Berliner Verein für Feuer­bestattung, welcher in ganz Deutschland zahlreiche Mitglieder zählt. Ein soeben von dieser Centralstelle erlassener Aufruf zum Beitritt schließt mit den Worten:

Weit entfernt, mit der Feuerbestattung zugleich die Pietät, die liebende Fürsorge für unsere Todten zu beseitigen, glauben wir, daß im Gegentheil der Verbrennungs- proceß, das Symbol der Läuterung und Reinigung, unserem Gemüthe mehr zu ent­sprechen vermag, als die Beerdigung. Es verknüpft sich mit der Verbrennung nicht der grauenerregende Gedanke an Fäulniß und langsame Zersetzung. Die Wünsche der Betheiligten ehrend, können wir in feierlicher Weise, mit all' dem rituellen Ceremomell, welches in jeder Religionsgemeinschaft üblich ist, unter Gesang und ernster Rede, auf den Friedhöfen oder anderen dazu bestimmten Plätzen unsere Todten dem reimgenden und verzehrenden Feuer übergeben, pietätvoll die Asche in Urnen sammeln und würdig aufbewahren. Die nie ruhende Wissenschaft wird über die beste Art der dem Auge der Leidtragenden unsichtbaren Verbrennung entscheiden, um so Gemüth und Sinn vor schmerzlichen Eindrücken zu bewahren. Wir aber wollen uns bestreben, diesen Ge­danken Eingang zu verschaffen, deren Ausführung für die Ueberlebenden von weit­reichendem Segen werden wird."

Handel und Verkehr.

Frankfurt, 18. Februar. (Marktbericht.) Der heutige Heu- und Strohmarkt war aut befahren. Heu kostete je nach Qualität der Eentner JL. 2.503.40, Stroh 2-303.00. Butter das Pfund im Großen 1. Qual. 3L 0.90, 2. Qual. JL 0.80, im DetM ba8 JPfwjb il 1.2000, 2. Qual. JL 1.10. Eier das Hundert (neue) JL 9.000, alte Eier 7.00 JL, Ganze Erbsen das Pfd. 28-32 geschälte Erbsen 32-37 Bohnen 27-29 Linsen 4050 H Weißkraut das Stück 2025 Rothkraut, 1 St. 2030^H, Kohlrabi 4 5 Kohlkraut 12-2O H, Blumenkohl 1 St. 60-100 Wirsing - Kartoffeln E Kilo 7-9 Zwiebeln 1 Bund - Merrettig St - 1 Stück 15-20 Och enflmch per Pfund

70-00 Rindfleisch 45-60 H, Kuhfleisch 45-60 Kalbfleisch 44-55 ^ ^ammel- fleisch 30-65 Schweinefleisch 65-70 H, ein Hahn JL 1.602.00, ein Huhn JL 1.80-2.20, eine Ente JL 2.3050, eine Taube 4450 H.

Darmstadt, 19 Februar. Die zweite Kammer genehmigte einstimmig die Erbauung einer stehenden Rheinbrücke zwischen Mainz und Kastel auf Staatskosten.

37

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33

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Wellen BuchemReisholz,

3

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185

102

58

7

19

12

8

2900

Länge und 1427 cm Durch­messer,

Nadel-Stämme von 819 m

Länge und 1425 cm Durch­messer,

Eichen-Stangen (zu Wagnerholz geeignet),

Nadel-Stangen,

Rmtr. Buchen-Knüppelholz,

zum ^^unbedeutende Nadelbrennl>olz-Q»ant>täten haben wir demnächst noch zu versteigern^^ 16 Februar 1880.

GroHherzogliche Oberförsterei Schiffenberg.

Holzoersteiqerung

tn der Oberförsterei Schiffenberg

Holjversteigerung.

Donnerstag den 26. d. MtS., von Morgens 9 Uhr an, sollen im hiesigen Gemeinde - Wald,

District Streitwald:

Eichen-Stämme von 48 m

209 rm -Stöcke,

Nadelh.-Stämme von 16-21 cm Durchm, 11 -15 m Länge mt = 0,98 fm. Nadelb. Stangen von 6 14 cm Durckm., 617 m Länge mit6,89 fm.

Zusammenkunft Vormittags 9 Uhr aus der Stemberger- ttrdfte an der Sandkautenschneiße. ,

B 5)ie Stämme uuD Stangen koamen bei dem Beginn der Versteigerung

Eichen-

Nadel'

BucheN'Stockholz, Eichen-

Nadel-

Dienstag den 24. 1. M.

in dem District Tempel nachverzeichnetes Holz versteigert werden:

105 rm Nudelholz-Scheiter,

754 -Knüppel (hiervon 4 rm = 4 m lang),

4500 Wellen -Reisig,

Georgi.

1027)

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10 Uhr

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Versteigerung ist jedesmal Vormittags

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Sichen- Hainbuchen- Birken- Kiesern-

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Reisig

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Knüppel m m e 55 102

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Stämme

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Buchen

Eichen

Birken nud Aspen

Nadel

Der Anfang der

48

612 612 4-17 5-15

dem District Galgenwald.

Stöcke r.

124

27

HolMrsteigerung.

Montag den 23. und Dienstag den 24. Februar d. I., -ollen tn dem Stadtwald zu Hungen, in dem District Galgenwald, nachstehende Hol-sortim-nte verlleigert werden:

1) Montag den 23. Februar, in dem District Galgenwald.

1528 Cim. Durchm. und 217 Mtr. Länge,

2) Dienstag den 24. Februar,

Scheiter

Fichten- Fichten-Derbstangen

(1037

District Galgenwald.

jungen, am i 4. Aeoruar 1880.

GroHherzogliche Bürgermeisterei Hungen.

Bender.

Gr. C. Hisgens deutscher OelAanstack, anerkannt vorzügliches Material zum schönen und dauerhaften Anstrich von Fußböden. Nur ächt zu haben bei 1082) Emil Pislor.

859) Bettstellen mit Feder­matratzen billigst bei

dir« Hovey secK.

iüottmorb billigst zu verkaufen bei

JßllUUvlK LoutS Rothenberger, 673 Neuenweg 193.

350 Erchen- 2500 Nadel- versteigert werden

Die Zusammenkunft ist oberhalb der Dorswiese.

Großen-Bujeck, am 18. Febr. 1880. Großh. Bürgermeisterei Großen-Buseck. 1091) Wagner.

Holzverfteigerung

Dienstag den 24. Februar,

VormitlagS um 10 Uhr anfangend, soll im Albacher Gemeindewald, District Kreuzholz und Buchwald, das am 16. d. Mts. nicht zur Versteigerung gekommene Bau- und Nutzholz, be­stehend in:

67 Eichen'Stämme mit 24,28 Fest­meter Inhalt,

70 Fichten-Stämme mit 20.55 Fest­meter Inhalt,

116 Fichten-Stangen mit 13,11 Fest­meter Inhalt

öffentlich versteigert werden.

Bemerkt wird, daß sich die Eichen- Stämme vorzüglich zu Bau-, Wagner- und Grubenholz eignen, sowie die Fichten-Stämme und -Stangen von außerord-ntlicher und egaler Länge und Dicke sind.

Albach, am 17. Februar 1880.

Großh. Bürgermeisterei Albach.

1092) Schäfer.

1109) Das öffentlich bekannt ge­machte allgNeine Veräußerungs- und Perpfändungsoerbot von Georg Damm von Beuern wird zurück­

genommen.

Gießen,^Ven 17. Februar 1880.

Großherzogl. Amtsgericht Gießen.

Ludwig.

Zur Beglaubigung: Neidhart, Gerichtsschreiber.

Konkursverfahren.

In dem Konkursverfahren über das Vermögen des Joseph Simon zu Großen Linden ist zur Prüfung der nachträglich angemeldeten Forderungen Termin auf

Freitag den S. März 1880,

Vormittags 10 Uhr, vor dem Großherzoglichen Amtsgerichte Hierselbst, Amtszimmer Nr. 12, an­beraumt. (025

Gießen, den 9. Februar 1880.

Neidhart, Gerichtsschreiber des Gr. Amtsgerichts.

versteigert«^.

Freitag den 20. d. Mts.

Nachmittags 2 Uhr beginnend,

sollen in der früheren Brauerei von Ernst FrteS in Gießen nachstehende Gegenstände meistbietend gegen Baarzahlung öffentlich versteigert werden: wr

110 Fässer verschiedener Große, ca. 14 große Fässer,

4 große Malzbütten,

1 Gießkanne,

1 Ausschöpfer,

1

1

1

1 2

1

Zuber,

j Bütte, kleine ( große Bütte, kleine Fässer, Malzbütte,

9 Fässer

1 Kastenschubkarren,

1 Kühlschiff,

1 Wagen mit Faß,

4 Fässer,

1 Schrank, ferner in dem zugehörigen Felsenkeller an der Hardt:

1215 große Lagerfässer,

1 Gährbottig.

Gießen, den 9. Februar 1880.

1074) Bauer, Gerichtsvollzieher-